Posts by hammax

    ... da hinten ein bewährtes Saugzuggebläse anzuordnen, halte ich nicht für besonders problematisch.
    Wobei der Schwerpunkt auf "bewährt" und beschaffbar und Preislage liegen würde.
    Die paar Pa Unterdruck, um gegen die Leistung des deutlich kleineren Druckgebläses zu konkurrieren,
    dürften erreichbar sein. Darüber habe ich auch schon öfters spekuliert.
    Das Vigas-eigene Druckgebläse ist wohl eher dem Preisdruck geschuldet.
    Die Drehzahlregelung lässt sich irgendwie und insbesondere wenn man eine "fremde Regelung" benutzt,
    auch in den Griff kriegen. Im Zusammenhang mit Luftwaage dürfte das sogar besser laufen.


    Das Kesselstinken habe ich vorläufig durch eine obere Schürze mit einem Seitenkanal zum Gebläse
    und eine zweite Dichtschnur an der Füllraumtüre weitgehend beseitigt.
    Nichtsdestotrotz könnte eine Saugzuglösung auch mich interessieren - vor allem der empfohlene Gebläsetyp.

    ... Zitat Reiner:
    die Restlaufzeit 20 min. beträgt und die fest von TA vorgegeben ist und die kannst du auch nicht ändern


    Das ist eine Eigentümlichkeit der TA-Hardware-Programmierung, die mich auch schon jahrelang fuchst.

    • welchen Sinn hat sie überhaupt
    • kann man die wirklich nicht irgendwo ändern

    ... die "Werbung" würde ich an dieser Stelle eher als interessante Information betrachten.
    Zumal enthaltene Preisangabe und abladetechnische Umstände zum Nachdenken anregen sollten.
    Ich habe vorgestern meine 2 Paletten für den nächsten Winter erhalten.
    2m vom Abladeort entfernt im 5er Familienhandbetrieb die 192 Bündel sagen wir mal in 1/4h umgestapelt.


    Das war jetzt mein 1. Winter mit 80% Brikettheizung im HV => extrapoliert ca. 23x zu jeweils 7-8h für 5 Tagevorrat.
    Daran könnte ich mich gewöhnen. Insbesondere, wenn ich den Asche- und Reinigungsanfall vergleiche.
    Zwischen Pappelholz (worstcase) und Buchenholzbriketts.
    RUF ist ja nur der Pressentyp, aber nach Aussage des Lieferanten stammt der "Holzabfall" aus einer unterfränkischen Spielzeugfabrik.
    Wird denn Spielzeug jetzt wieder aus Holz hergestellt?????

    ... auf dem Kamindeckblech ist ein etwas kleinerer rechteckiger Deckel hochklappbar angebracht.
    Der besitzt kurze "Rohrstücke" die bis an den Zug reichen und oben überstehen - ein dicker Keramikgewebewulst dichtet zum Zug.
    Die beiden Rohrstutzen besitzen ein stehendes Blechkreuz mit einem zentralen Röhrchen, in das die vertikale Drehachse montiert ist.
    Jeder "Helm" hat 2 Lagerstellen, unten eine Bohrung in einem transversalen Bügel und oben eine Spitzenlagerung unter der Haube.
    Die Helme sind mit verstellbaren Gewichten balanciert und bestehen aus 0,5mm VA.
    Drei verschieden breite, ungleich hohe Dreiecke mit umgekanteten Rändern.
    Auf der Öffnungsseite sind sie mit einer gemeinsamen Schraube verbunden
    und an der Rückseite mit einem innenliegenden Bügel vernietet/verschraubt, der oben auch die Lagerung liefert.
    Damit die Haube beim Hochklappen nicht runterfällt, ist auf die Drehachse eine verspannte und verschiebbare Feder aufgesteckt,
    die das untere Lager gegen Hochrutschen blockiert.
    Die Dinger dienen eigentlich mehr dem effizienten Regenschutz und machen ansonsten ihren Windrichtungsjob schon seit vielen Jahren.

    ... nicht Römer, eher Asterix.
    Zum Fegen kann man einen Verriegelungsbolzen auf der Schmalseite ziehen und das Ganze hochklappen.
    Die HV-Seite ist nur etwas staubig, die Küchenherdseite hat aber Teeranlagerungen.
    Die weiche ich jeden Sommer in einem Wassergefäß wieder auf und klopfe die dann spröde Schicht ab.

    ... schau mal meinen Avatar an, selbst gestrickt.
    Dazu muss man aber etwas Blechner-Kenntnisse und -Ausrüstung besitzen.
    Zugbegrenzer vorhanden.
    Bei Böen Unterdruck bis zu 80Pa schon gemessen - nimmt aber der Zugbegrenzer raus.
    Jedenfalls kein Überdruck/Rückwärtsblasen.

    ... die theoretischen Werte zu Holzbriketts stehen ohnehin weiter oben. Ich rechne mal pauschal mit 50kWh/Bündel.
    Das verträgt sich auch mit den gewählten Werten in meinem Hauruck-Wärmemengenzähler in der UVR.
    Selbigen brauche ich nicht, um mir in die eigene Tasche zu lügen, sondern um Anhaltspunkte für den aktuellen Heizfortschritt zu haben.
    (Insgeheim denke ich grinsend an die "Holzwiege-Vorhaben" vor einigen Jahren in diesem Forum).
    Zum ersten mal habe ich diesen Winter konsequent mit Holzbriketts geheizt (inzwischen 12 x).
    4 Bündel - 2 zum Anheizen und jeweils eines beim 2maligen Nachlegen über eine Dauer von ca. 7h.
    Dazu kommt noch verteilt eine 50ltr-Wanne grobes Spaltholz zum Auflockern und Stabilisieren.
    Macht pauschal 5 Bündel a 10kg und somit maximal 250 kWh.
    Sowas zeigt auch mein WMZ nach Abbrand Ende an.
    Die momentane Heizleistungsanzeige pendelt um ca. 30kW in einem 25 kW-Kessel.
    Seit dem Holzbrikett-Einsatz zeigt die Erfahrung, dass die Heizerei sehr konstant und reproduzierbar abläuft (wie ein Uhrwerk).


    Mit dieser Ladung komme ich bei 3000 ltr Puffer 4-5 Tage über die Runden.
    FuBo + WaHei im OG und partiell im EG.
    Es muss noch ergänzt werden, dass das EG permanent mit einem Holzküchenherd beheizt wird.
    Das WW aus der HV-Heizung reicht 1-2 Tage, danach muss Elektro und Solar einspringen.
    Fazit: 20 - 24 mal HV-Heizen in einem Winter.
    1 Palette Briketts hat 96 Bündel => 24x Heizen. das dürfte also reichen.
    die andere Palette geht teilweise für den Küchenherd drauf.
    Kosten kleiner 500€, da auch Holz aus eigenem Anbau zur Verfügung steht.

    ... so ein ähnlicher Alptraum schwebt mir auch vor, seit ich meinen Vigas vor über 10 Jahren vor Inbetriebnahme zerlegt,
    untersucht und nachkonstruiert hatte. Vigas und Orlan sind Blech-Schweiß-Konstruktionen von ähnlicher Bauart.
    Die zuerst verschweißte, feuerseitige "Innenwand" ist meist dicker (6mm?) und mit sog. Kehlnähten auf der Wasserseite gefügt.
    Da passiert zunächst spaltkorrosionsmäßig eher nichts.
    Beim weiteren Bau werden aber für die doppelwandige Außenhülle Platten (eher 4mm) oft von außen verschweißt - meistens auch Kehlnähte.
    Und da sind auf der Wasserseite oft Stoßspalten ohne Wurzelbindung vorhanden => und denen geht es rostmäßig als erstes an den Kragen.
    Jetzt gilt es herauszufinden, wo der Kessel leckt und zu prüfen, ob man an der Stelle nachschweißen kann.


    Eine weitere Ursache könnte noch eine unwirksame oder nicht vorhandene Rücklaufanhebung sein.
    Da rostet es dann vor allem im Feuerungsbereich und an den Wärmetauscherröhren durch.

    ... weitere Experimente in Sachen Holzbrikett-Verheizen haben mich veranlasst,
    eine Beschickungsrinnen-Variante zu bauen. Ich wollte die Briketts nicht mehr flach-seriell einlegen,
    sondern mal versuchen, wie sich ein ganzes Bündel mitsamt Folie benimmt.
    Den Stapel "liegend" aufzulegen schien mir nicht so effizient, weshalb ich eine neu Rinne für "hochkant" baute.
    Dank einer vorhandenen 1m-Abkantbank konnte ich das Seitenteil eines alten PC-Gehäuses umfunktionieren.


    Rinne auf die Füllraumtürkante aufsetzen, halb nach hinten schieben und Brikettblock mit einer Latte runterdrücken.
    Da die Folie recht bald schmilzt, fallen die äußeren Brikettreihen schnell um.
    Da noch rechtzeitig Holzscheite reinzuwerfen, erfordert flottes Handeln.
    Jedenfalls ist der Beschickungsvorgang verglichen mit Scheitholzbeladung sehr einfach und wesentlich zügiger.
    Der V-förmige Füllkammerboden des Vigas eignet sich besonders dafür.
    Die 3 bislang getesteten Beschickungen kamen gut durch und dauerten trotz des scheinbar geringeren Volumens 1/2h länger.


    ... du kannst einen HV auch mit einem Anteil Holzbriketts beheizen.
    Leistungsdaten Holzbriketts
    Ich teste mich heuer das 2.Mal an diese Möglichkeit ran.
    Letzten Winter ca. 30 - 50% Holzbriketts.
    Aktuell bin ich schon bei über 60%.
    Ich habe eigenes Holz - die Holzbrikett-Heizerei im HV interessiert mich jedoch prinzipiell.
    Die Scheitholz-Zugabe je Füllung dient eher der Auflockerung und holzkohligen Porosität des Volumens.
    Derzeit 3 - 4 Bündel je Abbrand und ca. 1,5 50ltr-Wannen Tannenscheite.

    … über Spikisveni kannst du die Connections aufbauen, um an "Nicht-Vigas-Original-Düsen" zu kommen.
    Ich selbst bin mit meiner Bauart und deren Lebensdauer sowie Performance für die restliche Kessellebensdauer zufrieden.
    Den damaligen Düsenentwicklungsehrgeiz habe ich mit den abhanden gekommenen Sparringspartnern aufgegeben.
    Die vorgehaltenen weiteren Formensätze verschimmeln im Keller.
    Würde sie allerdings gegen Überlassung geeigneter Lehmchargen abgeben.

    … ich würde das bei der Pyrolyse entstehende "Primärgas" gar nicht gänzlich durch den Hackschnitzelstapel bis nach oben durchschicken,
    sondern irgendwo auf niedrigerer Höhe, wo es noch so richtig heiß ist, seitlich in eine Sekundär-Brennkammer ausleiten.


    Noch etwas:
    Ein Pellet hat einen Durchmesser von 6mm => r=3mm
    Ein Ruf-Brikett hat eine Minimaldicke von 60mm => R=30mm und brennt gute 2,5h = 150min.
    In der Wärmeleitung gibt es das Gesetz Zeit = (Distanz)² x irgendeine_Konstante_für_Holz
    R²/r² = 900/9 =100 = Zeitfaktor
    Wenn ein Ruf-Brikett 2,5h braucht, dann brennt ein Pelletchen in 1,5 min durch.

    … da das Hineinbröseln der Pellets bei den meisten Modellen "schwerkraftbedingt" erfolgt (es ist ja auch das einfachste Prinzip)
    sieht der Pelletvergaserraum ebenfalls aus wie der Füllraumzustand der HVs.
    Nur will in den gezeigten Fällen, im Gegensatz zum Sturzbrand, die Flamme nach oben und durchdringt dabei die Schüttung.
    Die Verbrennung wird also eher rückgekühlt, da sie Wärme an die Pyrolyse und die Masse der Pellets abgibt.
    Während es beim Sturzbrand nach unten immer heißer wird (das Primärgas kann über der Düse locker 1000° kriegen)
    ist der kokelnde Pellethaufen eher andersrum gepolt.
    Der Vorteil der Pellets, geringes Volumen, zeitlich gedehnte Beschickung und damit schnelle Aufheizung, relativiert das vermutete Problem allerdings drastisch.
    Also bleibt die Effizienz nach wie vor von der Höhe der Umgebungstemperatur innerhalb der Brennkammer abhängig.
    Da sehe ich aber diverse metallische "Wände" mit deftigen Wanddicken und wahrscheinlich auch entsprechenden Hochtemperatur-Werkstoffproblemen.
    Meine berufliche Erfahrung suggeriert mir da sowas wie Bauchweh ...

    … die Bildbeispiele der aufwändigeren Brenner zeigen Merkmale mit Schwerpunkt Sekundärverbrennung.
    Das hatten wir ja wohl schon beim HV - könnte also auch ein Kriterium für eine Wirkungsgradverbesserung sein.


    Voraussetzung ist eine nachgeschaltete, heiße Brennkammer (über 700°) mit einer Hochtemperaturisolation.

    • die schnell heiß wird
    • gut nach außen isoliert ist
    • heiß nach innen strahlt
    • eine durchströmte Kaverne darstellt

    Dass meine dargestellten BKs wie Raketenbrennkammern aussehen, ist eine ex-berufsbedingte Neuroseund weil meine HV Brennerdüse zwar linear aber im Prinzip genau so aufgebaut ist.
    Und die glüht hellorange und brennt meist blau.
    Meine aktuellen CO-Werte erhalte ich hoffentlich demnächst.
    Mein Kaminkehrer hat mir erzählt, dass insbesondere bei älteren Ofentypen nicht sosehr der Staub, sondern vielmehr die CO-Werte die Showstopper sind.
    Soviel anders läuft die Verbrennung im Pelleter auch nicht ab.
    Dass ein Pelletbrenner sehr viel mehr Features zur Funktion braucht, ist schon klar - deshalb auch die Differenzierung zu den "einfacheren" Modellen.
    Einfach mal so eine Prinzipdarstellung - in CAD kann man die Elemente munter durcheinander schieben und neue dazudichten.


    … ein sehr interessanter Themenstart!
    Ebenfalls interessant die Systematisierung in Brennertypen (sind das schon alle?)


    Robertos Frage bezieht sich direkt auf den Brenner des jeweiligen Kessels:

    • Fallschachtbrenner => durchaus bekannt, aber die Feinheiten?
    • Retortenbrenner, wie sieht der aus ?
    • Brennerschale, sieht man häufig ?
    • Rinnenbrenner => Beispiel ?
    • Gebläsebrenner => Beispiel ?

    Wahrscheinlich ist der Brenner-Zoo auch durch patentrechtliche Hürden so diversifiziert.
    Und welche Kriterien sind ausschlaggebend für Ascheausstoß, Staubbindung, Rest-CO und Minimierung des Luftdurchsatzes.
    Feinstaub und CO dürften aktuell die Bimsch-Hauptsorgenkinder sein.
    Den Staub und Ascheanteil kriegt man wohl mit mechanischer Optimierung weg.
    Das leidige CO braucht aber eine gute Verbrennung und sofern möglich eine heiße Sekundärverbrennung (ähnlich HV).
    Mich würde es jucken eine systematische Darstellung der Varianten in CAD zu zeichnen.
    Weitere Links und Namen????

    … ich habe jetzt seit 10 Jahren einen VigasHVS25LC - heute war z.B. wieder der Kaminkehrer zur Messung da.
    Wenn du in meiner "Vergangenheit" bezgl. dieses Kessels stöberst, wirst du sehen, dass man einiges dazu tun/machen kann/muss.
    Die meisten ehemaligen Vigasianer hier sind vor 5 Jahren in ein anderes Forum ausgewandert - das hatte aber politische Gründe.
    Der Feedback dazu wird also (wie du oben siehst) eher mager ausfallen.
    Ich würde spontan auch nicht patriotisch diese Kesselmarke promoten; ich weiß noch nicht einmal, ob ich ihn mir heute nochmal kaufen würde.


    Aktuell heize ich hauptsächlich/neuerdings mit ca. 60% Holzbriketts => 3,5 Bündel RUF-Hartholz und 1,5 Wannen (50ltr) Fichte
    füllen innerhalb von 7h 3000ltr Puffer und heizen parallel eine Fußbodenheizung. Geschätzte Wärmemenge 220 kWh bei ca. 30kW Kesselleistung.
    In den Puffern stecken dann etwa 175kWh, der Rest war Heizung und WW. (bitte jetzt keine Erbsenzählerei nachtarocken - die Werte sind eher pauschal).
    Das sind ca. 3 Kesselfüllungen zu 2 - 2,5 h. Danach habe ich für weitere 4 Tage Pufferwärme. WW muss ich entweder elektrisch oder per Solar dazugewinnen.


    Es hat schon seinen Grund, warum hier für Saugzügler argumentiert wird. Sie machen das Leben am Kessel angenehmer.
    Mit Druckgebläse gestaltet sich andererseits die Kesselregelung einfacher.
    Lambdasonde NUR Breitbandsonde.