heizen mit Fotovoltaik

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      • 1

      • # 15699

      heizen mit Fotovoltaik

      Was von seiner Photovoltaikanlage kommt, wird über ein spezielles Regelgerät geleitet und versorgt zwei Heizstäbe im Speicher. Die Heizstäbe erwärmen das Wasser und entlasten damit die herkömmliche Heizung.


      Heizen mit Photovoltaik

      heliacontrol.at/web
      MfG Jürgen

      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; Lamdacheck;
      WW: Vissmann Vitacell 300
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.

      striegistal-wetterstation.de/
      • 3

      • # 15727
      Bart hat das Problem schon angesprochen, insbesondere bei Wintern wie diesem, wo ein weißes Leichentuch die PV-Module monatelang einhüllte und zumindest Anlagen in konventioneller Reihenschaltung, oder mit wenig Dachneigung niemals die notwendige Betriebsspannung erreichten.

      Für jemanden, der darüber nachdenkt nur Warmwasser zuzubereiten, also keine Heizungsunterstützung, mag es eine Überlegung wert sein, nicht Solarthermie sondern PV einzusetzen.
      Denn bei ST benötigt man nun einmal die gleichen Rohre (wenn auch etwas dicker, was aber am Verlegepreis nichts ausmacht) auf das Dach, zur Montage ein Gerüst, im Keller einen Puffer (ob man da nun 1000 l oder 5000 l anbindet ist eben auch keine Verfünffachung im Preis) sowie eine Regelung etc.
      Womit Solarthermie meines Erachtens nur für Warmwasserbereitung nicht rentabel sein kann.
      Und bei Heizungsunterstützung, aber nur zwei Personen im Haushalt, habe ich bei ST im Sommer nicht genügend Abnahme von WW um wirklich rentabel zu werden.

      Hier ist PV wesentlich einfacher zu handhaben und damit, angesichts der in den letzten Jahren eingebrochenen Preise, kostengünstiger als ST bei einer Minianlage, die Diskussion Gefrierschutz, oder nicht, und viele weitere Punkte bei ST entfallen.

      Grüße
      Pflaume
      • 4

      • # 15729
      Ich hatte an sowas auch schon mal gedacht. Aktuell wird bei uns Warmwasser elektrisch bereitet (Durchlauferhitzer für Dusche und Badewanne und 5-Liter-Boiler an Spüle und Waschbecken). Nun könnte PV auch eine Alternative sein, nur begrenzt für Warmwasserbereitung.
      Viele Grüße
      Thomas

      Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.

      :lager:
      • 5

      • # 15730
      Hier muss ich Pflaume mal widersprechen...

      Rohr habe ich bei der Solaranlage ca. 2m verbaut - weil es sich gerade angeboten hat.
      Ansonsten ist alles per isoliertem Edelstahlwellschlauch verlegt, geht ziemlich fix und ist günstiger, als alles in Kupfer zu verlegen und zu isolieren. Alles selbst gemacht übrigens, ist kein Hexenwerk und einen Puffer dürfte hier jeder Holz- und Pelletheizer haben.
      Die Steuerung dazu hat mich ca 100€ gekostet, ich hätte aber auch einfach die Originale Kesselsteuerung dafür hernehmen können. Der Bausatz hat mich zusätzlich ca. 2000€ gekostet, von denen 1450 + 500 Bonus als Förderung vom Staat kamen. Also hab ich nicht dramatisch viel dafür bezahlt...

      Gerüst war auch nicht notwendig, zwei Dachdecker und im ganzen ca 20 Mannstunden (aber hab ich bei PV auch)
      Don't blink!

      _______________

      D20P mit A25 und RLA durch Regumat, Hygienespeicher 800l
      Alles gesteuert per ACD01

      + 10m² Röhrenkollektor mit Regusol, gesteuert durch Deltasol BS Plus v2 für Schichtladung


      P.S.: Kranplätze müssen verdichtet sein!
      • 6

      • # 15733
      Nun ja, jeder muß natürlich seinen speziellen Einzelfall immer vor Augen haben, und der kann wesentlich preisgünstiger - oder wesentlich teurer sein.

      Auf meinem steilen Dach in 11-15 m Höhe ohne Gerüst zu arbeiten wäre mir zu gefährlich, wer ein Flachdach hat, wo er die Kollektoren aufständert, wird das evtl. anders beurteilen.

      Bei mir waren die Kosten für die 78 m 28mm Cu, der angeblich doppelt so große Plattenwärmetauscher wie notwendig (mag ja rechnerisch korrekt sein - in der Praxis jedoch dürfte er auch noch eine Spur größer sein, denn je geringer die Temperaturdifferenz, desto besser die Ausnutzung, einer der Punkte, wo man am falschen Platz sparen kann - lieber zu groß und dafür günstig im Notfall aus der Bucht geschossen), die 10 m 28 mm Cu für die Verbindungsleitungen und Dreiwegeventile, Pumpen etc., sowie 7 m 1 1/4" schwarz, die ganzen Fittings, die Puffer etc. deutlich teurer, als die Kollektoren. Auch wenn gute elektrische Dreiwegeventile nicht gerade umsonst sind, auch hier sollte man lieber eines zu viel einbauen, als zu wenig, denn ein späterer Einbau macht alles, aber keinen Spaß.

      Allerdings habe ich, als ich später den HVK einbaute, natürlich von dem vorhandenen Puffer und den zusätzlichen schwarzen Rohren profitiert, da schon vorhanden - weshalb mich dann dessen Erwerb und Einbau nur noch rund 2,5 T€ kostete. Vermutlich hätte ich ohne vorhandene ST mir keinen HVK zugelegt.

      In Sachen Regelung ist es eben auch eine Frage des Anspruches. Nur wenn ich eine Steuerung habe, die ich je nach Jahreszeit anpassen kann, wo ich auch den jeweiligen Verbrauch berücksichtigen kann, die mir die Pumpen und Dreiwegeventile optimal steuert, kann ich die Wärme vom Dach optimal ausnutzen.
      Bei einer kleinen Anlage kann man da aber vielleicht leichter etwas verschenken. Ob da aber gerade die paar Hunderter auf Dauer nicht vielleicht am falschen Ende gespart sind, wird jeder für sich selbst beantworten müssen.

      PV hingegen ist wirklich einfach zu verlegen, da muß ich keine Hydraulikpläne entwerfen, schon gar keine funktionierenden, die Verlegung der Kabel ist nicht aufwendiger als die Verlegung der Kabel für die PT-1000er Fühler für Ein- und Ausgang der Kollektoren, da kann auch nichts einfrieren, nichts überhitzen. Rohre, die dazu noch möglichst optimal zu isolieren sind, gibt es nicht, damit entfallen auch Gedanken, wie diese 15 cm dicken Teile kostengünstig, aber dennoch nicht optisch allzu störend, auf dem Dach zu führen sind, bzw. wie man die Steigleitungen am besten versteckt.
      Auch die Dachneigung ist ein kleineres Problem, ein PV-Modul mit 20 Grad Dachneigung ist durchaus o.k., eine ST-Anlage mit der gleichen Neigung ist nur interessant, wenn ich im Sommer den Swimmingpool heizen will.
      Auch die falsche Himmelsrichtung ist bei PV nicht so schlimm, wie bei ST.
      Allerdings ist Teilverschattung bei einer 08/15 Reihenschaltung von PV-Modulen schlimmer, als bei ST, allerdings gibt es dafür heute ja Gott sei Dank sehr gute Alternativen, auch wenn das ein paar Euro mehr kostet.
      Gedanken über die optimale Steuerung entfallen, was allerdings die Kosten treibt ist der Elektriker, der mir für evtl. Einspeisung einen Zähler setzen muß, was bei einem vollen Zählerschrank, oder bei noch alten Bakelitzählern mit dann notwendigem neuen Zählerschrank ganz schön ins Geld gehen kann - aber bei entsprechenden Gegebenheiten - nicht muß.

      Jede Menge Punkte jedenfalls, die man bedenken sollte, bevor man sich für eine der Möglichkeiten entscheidet, und je nach Objekt sind diese wichtig - oder eben auch nicht.

      Grüße
      Pflaume
      • 7

      • # 15735
      Gut, es kommt auch immer drauf an, wieviel Aufwand ich denn betreiben will...

      Wenn der Dachdecker ohne Gerüst ankommt, ist das seine Sache - er weiß am besten, wie er da oben arbeiten muss. Bei Röhrenkollektoren kann man alles in Einzelteilen hoch bringen, also auch kein Kran notwendig, die Anschlüsse konnte ich aus dem (später erst gedämmten) Bodenraum aus vornehmen. Alles ganz entspannt.
      Leitungsführung war auch keine Sache, da hat ein stillgelegter Kamin für hergehalten - oben eh offen, unten ein Loch gestemmt und die isolierte doppelleitung hochgezogen (gut, da musste mir mein Vater ne halbe Stunde anpacken). Der Rest war nur Leitungen und Puffer zu verbinden, bzw noch das umschaltventil einzubinden.
      Warum ich die Leitungen übrigens mit 70mm Dämmung versehen sollte, entzieht sich meiner Kenntnis - das brauch ich eigentlich nur, wenn ich auch das letzte Zehntel rausziehen muss. Geht eben auch mit herstellerseitig gedämmtem Wellschlauch, der ist dann nur 2 x 50mm...

      Die Steuerungen sind wie gesagt auch nicht fürchterlich teuer und können m.E. alles, was ich zum sicheren Betrieb brauche. Auch die Umschaltung der Wärmetauscher im Speicher.
      Man kann natürlich externe Tauscher nehmen, man muss es aber nicht.
      Nach dem ersten Sommer übrigens kann ich sagen, das meine Konstellation für mich problemlos ausreicht - und ob ich wie gesagt jedes 1/10K noch rausquetschen muss...
      Don't blink!

      _______________

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      P.S.: Kranplätze müssen verdichtet sein!
      • 8

      • # 15737
      Die Isolierung ist bei mir nur 6 cm dick (28 mm +2x6 cm), schon hat man 15 cm. mehr wäre sicher bei rund 70 m, die im Freien liegen, nicht schlecht (schließlich will ich weder im Winter die Leitungen heizen müssen, noch dass mir das Leitungswasser im Solarkreislauf einfriert), aber das wird dann eben mehr als nur unhandlich.

      Andererseits gibt es Leute, die ihr Haus mit 20, ja 40 cm dämmen, obwohl dort wohl selten 30°C erreicht werden, was bei etwas Sonne selbst im Dezember bei PV schnell gehen kann.
      Jeder muß da für sich selbst eben den vernünftigen Kompromiß finden.

      Wie beim Gerüst - so lange nichts passiert, gibt es auch keine (Mit-)Haftung für den Auftraggeber. Wenn ich das selbst mache zwar auch nicht, aber ich habe dann auch den Schaden.
      Meistens kostet Vorsicht nur Geld und Zeit- manchmal ist es aber umgekehrt.

      Grüße
      Pflaume
      • 10

      • # 15757
      Obwohl hier natürlich doch wieder die Verluste vom Umrichter hinzunehmen sind, find ich das eigentlich
      ne gute Variante.Wenn auch in der Anschaffung wohl einiges teurer als Heizstäbe.
      Ich denke schon länger darüber nach ob man das Speichervolumen eines Speichers auf diese Art nicht etwas
      besser ausnutzen könnte, selbst wenn man normalen Strom bezieht.
      Die kleinen Wärmepumpen zur Brauchwassererwärmung sind zwar nicht billig aber günstiger als die großen, von
      den Installationskosten ganz zu schweigen.

      Meine überlegung ist die: Wenn ich den Heizungswasserrücklauf mit der Wärmepumpe weiter herunterkühle,
      meinetwegen bis +6 C° und die daraus gewonnene Wärme in die Fußbodenheizung einspeise,
      habe ich die Aufnahmefähigkeit meines Kombiespeichers doch um einiges erhöht und den
      gesamt Wirkungsgrad meiner Anlage oder?


      Die Frage ist nun in wiefern kann denn eine Sole/Wasser Wärmepumpe zb.von Ochsner
      auch zweckentfremdet werden?
      Kann man im Solekreis wie auch Brauchwasserkreislauf auch Heizungswasser fließen lassen
      oder muss ich das mit Plattenwärmetauschern trennen?

      ochsner.com/de/ochsner-produkt…wp/produktreferersite/23/
      • 11

      • # 15761
      In meiner WP fließt als Medium Heizungswasser und dort, wo die Wärme abgegeben wird, auch Heizungswasser.
      Durch einen WT würde ein Teil der eingespeisten Energie gar nicht übertragen, was den Wirkungsgrad noch einmal senken würde.

      Grüße
      Pflaume

    Webutation