CO-Messung mit dem Greisinger GCO100 - Kondensatfalle und Rauchgaskühler

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      • 1

      • # 17106

      CO-Messung mit dem Greisinger GCO100 - Kondensatfalle und Rauchgaskühler

      Weil die Links zum alten Atmos- Forum nicht mehr funktionieren, habe ich meinen Beitrag über die CO-Messung auf Wunsch eines Forenmitglieds nun hier eingestellt.

      Der ursprüngliche Beitrag stammt von 30.12.2011.


      Um mit dem Greisinger GCO100 Gerät kontinuierlich CO aus dem Rauchgas messen zu können, habe ich mir einen Rauchgaskühler mit Kondensatsammler und Filter gebaut.



      Das Rauchgas wird am Rauchrohrbogen mit einem 6 mm Messingrohr mit Verschraubung angesaut. Von dort geht es über einen Silikonschlauch zum Eintritt in ein 15x1 Cu Rohr mit Bogen. Die ca. 30 cm lange Rohrstrecke kühlt das Rauchgas ab, bevor es über den Kondensatablaß unten umgelenkt zum Eintritt in den Filterbehälter gelangt.
      Der „Träger“ für die Filter (Mullbindenrollen) ist ein 28x1 Cu Rohr mit 2 x T und oben und unten einer 1“ Kappe, um den Filter bequem wechseln zu können.
      Vom Austritt aus dem Filter gelangt das gekühlte, gefilterte und entfeuchtete Rauchgas über einen 4mm Silikonschlauch zur Unterdruckpumpe.
      Diese Unterdruck-Membranpumpe ist von Pollin für 9,95 Euro (Mitsubishi), 12V.
      Die Pumpe muß nur geringfügig geädert werden, es muß lediglich auf der Druckseite der Membranpumpe die Abdeckung des Auslasses mit einem dünnen Sägeblatt abgetrennt werden. Dann Muffe d=18mm + ein wenig Klebeband als Dichtung dazuwischen. Nach der Muffe Reduzierung auf ein 6mm Messingrohr zum Anschluss des Silikonschlauches.
      Eingangsseitig hat die Pumpe einen Schlauchanschluss mit ca. 4,5 mm.
      Die elektr. Schaltbaren Ventile der Pumpe braucht man nicht; den Schlauch zu den Ventilen zieht man ab.
      Von der Druckseite der Pumpe führt ein 5,5 mm Silikonschlauch zum GCO100.
      Die Luftfeuchte am Messpunkt beim GCO100 betrug ca. 75%, die Temperatur ca. 18°C. (nach einstündigen Dauerbetrieb!)



      Bild zeigt das Temp-Messgerät Uni-T 325. Der obere Wert ist die Brennkammertemperatur, der untere Wert die Temperatur am hinteren Revisionsdeckel. Daneben das GCO100.
      Rauchgas- Temperatur- Sollwert: 190°C; am LC eingestellter O2: 5%



      Das Bild zeigt die ausgebauten "Filter" nach ca. 2 Betriebsstunden. Es fielen in dieser Zeit ca. 13 ml Kondensat an.(siehe Messzylinder vor den Filterrollen)



      Möchte mich an dieser Stelle noch bei den Ideenlieferern aus dem Holtvergaser-Forum bedanken.

      das ganze hat folgendes gekostet; natürlich ohne Arbeitszeit.

      Artikel1: GCO 100 GCO 100
      Einzelpreis1: EUR 162.00
      Artikel2: ESA 100 ESA 100 (Geräte- Adapter)
      Einzelpreis2: EUR 15.80
      Artikel3: ZOT 369 ZOT 369 (T-Stück)
      Einzelpreis3: EUR 4.80
      Artikel4: GRV 100 GRV 100 (RSV)
      Einzelpreis4: EUR 7.30
      Artikel5: MSK 100 MSK 100 (Mundstück)
      Einzelpreis5: EUR 1.55
      Artikel6: GKK 3000 GKK 3000 (Koffer)
      Einzelpreis6: EUR 16.60
      ==> 208,05 EUR incl. Mwst. für die Teile vom Greisinger-Shop.

      Vakuumpumpe (Pollin) 9,95 EUR
      1 ST 268449 Messingrohr hart 4,0/2,6 mm 1,97 EUR
      1 ST 268463 Messingrohr hart 6,0/4,2 mm 4,37 EUR
      1 ST 383099 SCHLAUCH 3,5X5,5MM 3,11 EUR
      1 ST 262605 Silikonschlauch 7/5 mm 2,31 EUR
      1 ST Verschraubung ¼“ Gewinde, 6 mm =id 7,23 EUR
      ==> 28,94 incl. Mwst.

      Messing-T-15 mm x DN 15 (1/2") 1,82 €
      Übergang 28 mm x DN 25 (1")1,93 € x 2 Stk. = 3,86
      T-Stück 28 x 28 x 28 mm 2,05 € x 2 Stk. = 4,10
      Bogen 15 mm 0,25 € x 4 Stk. = 1,00
      Stopfen 1“ 1,70 € x 2 Stk. = 3,40
      Ablasshahn 2,70 €
      Muffen, Übergänge, Rohrstücke, Mullbinden etc. ca. 5,00 €
      ==> 21,88 *1,19 =26,04 Euro

      ==> gesamte CO-Messung 263,03 Euro.

      Temperaturmessung:
      Brennkammersensor: 33,00 Euro
      Sensor hinterer Revisionsdeckel: 27,00 Euro
      Temperaturmessgerät Uni-T 325: 69,00 Euro
      ==> 129,00 Euro incl. Mwst.


      Auf Wunsch eines Forummitgliedes noch ein paar Bilder zur Vakuumpumpe von Pollin:

      Pumpe Auslieferungszustand:


      Abschneiden des Abdeckhutes Ausblas, Abziehen des Schlauches vom Ventilblock


      Ausblas mit Dichtband zum dichten Aufstecken der 18er Muffe mit Reduzierungen




      Betriebsbereite Pumpe, Saugseite: rechts, Druckseite: links


      Gruß Gust

      Noch ein paar Info´s:

      Abweichungen Lambdacheck/Testo 330-2LL

      20,9 20,9
      19,7 20,0
      15,0 16,2
      14,6 15,9
      12,9 13,9
      12,0 13,2
      10,3 11,2
      8,0 9,0
      5,5 6,6
      4,8 5,6
      4,5 5,3
      2,9 3,6

      Hintergrund:
      Das Testo misst im kalten, trocknen Gas, also mit relativ weniger Abgasvolumen. Daher die Abweichung.
      Die Industrieversionen des LC bekommen vom Hersteller kundenspezifische Korrekturtabellen programmiert, um die Restfeuchte einzukalkulieren.

      Ich hatte bisher vergessen, mit einzurechnen, dass die „Profigeräte“ vom Schorni und Kd.-ler den CO-Wert auf 13% O2 beziehen.
      Anmerkung: für den am LambdaCheck gemessenen O2 Wert habe ich eine „Korrektur“ des O2 Wertes nach der obigen Tabelle von Harald (eingestellt von Reiner) der Abweichung angesetzt: ca. 7% bei gemessenen 6% am LC.

      Somit ergibt sich bei meiner letzten Messung ein Wert von: 98 ppm * (7% O2 / 13%O2) = 52,8 ppm.

      Laut einer von Hartmut vor längerer Zeit eingestellten Grafik wäre zum Erreichen eines niedrigen CO- Wertes ein Lambdawert von gut 1,5 erforderlich. Dies entspricht ca. 7% O2.
      zur Vervollständigung:
      Lambadwert von 1,3 entspricht ca. 5% O2,
      Lambdawert von 1,5 entspricht ca. 7% O2)
      Lambdawert von 2,0 entspricht ca. 10,5% O2)




      Umrechnung Lambdawert - o2 % :
      1,0 - 1,85 %
      1,2 - 3,36 %
      1,3 - 4,62 %
      1,4 - 5,78 %
      1,5 - 6,77 %
      1,6 - 7,62 %
      1,7 - 8,40 %
      1,8 - 9,07 %
      1,9 - 9,70 %
      2,0 -10,24 %

      Gruß Gust
      Atmos DC30GSE mit Gust-Tronik
      • 2

      • # 17127
      Hallo,

      Wo sitzt jetzt der Kondensatbehälter?
      Wo hast du die Pumpe hin gebaut?
      Was ist das für ein Entleerungsventil auf dem 1. Bild?

      mfg
      HJH
      • 3

      • # 17128
      Zu 1.)
      Das Kondensat sammelt sich beim KFE-Hahn. Das Bild ist leider um 90° nach links gedreht, der KFE ist der unterste Punkt.

      Zu 2.)
      Die Pumpe sitzt zwischen dem Filter (dünner Schlauch zur Pumpe) und dem GCO100 (dickerer Schlauch vom Druckstutzen der Pumpe zum GCO100)

      Zu 3.)
      Siehe Antwort zu 1.

      Gruß Gust
      Atmos DC30GSE mit Gust-Tronik
      • 4

      • # 17162
      kostengünstige CO–Kontrolle basteln

      Anzeige: LCD-Panel-Meter PM-438BL ca. 7,- €
      Gassensor: Figaro TGS 822 ca. 15,- €



      Angebracht ist neben der geregelten Verbrennung nach dem Rest O2 und niedriger AGT die ständige Kontrolle der Verbrennungsqualität, dass bedeutet ständig niedrigste CO-Werte erreichen und bei Erhöhung die Ursache rasch beseitigen, z.B. einen Hohlbrand. Oft genug schwankt auch bei völlig gleichbleibenden O2 der Rest-CO.
      Bei meiner Relativ-Anzeige wird der Wert dimensionslos und permanent angezeigt, d.h. der zuzuordnende Messwert ist mir eigentlich egal. Im unteren wichtigen Bereich ist die Anzeige empfindlich genug.

      Die Schaltung ist unkompliziert gehalten, die Zusatzbauteile habe ich auf einer kleinen Leiterplatte untergebracht und ans Anzeigepanel angesteckt:





      Zum Abgleichen den Sensor TGS 822 in sauberer Luft und den 0-Punkt einstellen, für den max. CO-Wert einfach etwas Küchensaugpapier (Tempotuch o.ä.) ankokeln und in ein Konservenglas legen, so dass es lediglich glimmt. Den Sensor bei aufgelegten Deckel ins Glas hängen und den max. Wert abgleichen. Mit beiden Einstellreglern wechselseitig auf max. Anzeige 1999 bzw. in reiner Luft auf Anzeige 0 ( schwankt, da sehr empfindlich) einstellen.



      Den Gas-Sensor mit einer passenden Aufnahme (Adapter) indirekt ins/ans Abgasrohr und wegen der Temperatur des Abgases entfernt vom Kesselausgang kurz vorm
      Kaminübergang anbringen. Für eine gute Messung sollte keine Außenluft an den Sensor gelangen. Der Sensor hält bei mir schon einige Jahre, bisher keine thermische Beschädigung.

      Gruß Volker
      ETA BK 15, Saugzug, UVR1611, 2x RSM610, CO-Kontrolle, Rüttler, 2400 l Speicher, FW-Station, 8,6 m² VRK, 5,7 m² FK, 1,3 kWp PV, Res.: Gaskessel

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Holz-Volker ()

      • 5

      • # 17164
      Hallo,
      ...jetzt habe ich mich voller Begeisterung auf das FigaroTGS822-Datenblatt "gestürzt"...
      weil ich auch immer schon über die Hype CO-Messung nachdenke - nur sollte sie modern, einfach und preisgünstig sein.
      Wieder nix. An Greisinger kommt wohl noch keiner vorbei.

      Der gute/alte Universal-Figaro fängt ja erst bei 500ppm an - mein Kaminkehrer misst aber 80-100ppm (und ist damit zufrieden).
      Und andere User geben immer mit 50ppm an...
      Gibt es nichts mit einer niedrigeren Messspanne (ab 100ppm) das sich so einfach aufbauen lässt
      und eigentlich nur qualitativ messen soll, wie das von Volker dankenswerterweise präsentierte System.
      mfG Max
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
      UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
      Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
      UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2
      • 6

      • # 17165
      Hallo Max,

      der TGS 822 ist ab 50 ppm empfindlich für Gase, siehe Datenblatt Hersteller: figarosensor.com/products/822pdf.pdf

      Gruß Volker

      Ergänzung: Max, völlig richtig,
      eine qualitative Anzeige, wie vielen ppm das absolut entspricht ist völlig egal, entscheidend ist doch, diesen Wert gegen ein Minimum zu bekommen! Dafür ist diese Lösung meiner Meinung und Erfahrung nach ausreichend.


      ETA BK 15, Saugzug, UVR1611, 2x RSM610, CO-Kontrolle, Rüttler, 2400 l Speicher, FW-Station, 8,6 m² VRK, 5,7 m² FK, 1,3 kWp PV, Res.: Gaskessel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Holz-Volker ()

      • 7

      • # 17167
      Hallo,
      ..OK DAS Datenblatt sieht deutlich besser aus, als das "Papyrus", das ich auf die Schnelle
      bei Conr.. gegoogelt hatte.
      Sollte man evtl. näher drauf eingehen.
      mfG Max
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
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      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
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      • 9

      • # 17911
      Hallo Holz-Volker, danke, das scheint eine nette Sache zu sein. Ich bin Sachen Elektronik höchstens in den Grundlagen bewandert, aber wenn ich mir das oben zitierte Datenblatt anschaue, folgende Frage: könnte man den Sensor auch mit einer UVR auslesen? Die Widerstände liegen ja im Bereich oberhalb 1kOhm, wie PT1000.

      Was ist eigentlich die Funktion des Heaters?

      Un noch die Warnung: Der Sensor spricht ja noch viel sensibler auf Alkohol an - Kellerbierdunst im Rauchrohr täuscht viel CO vor.
      • 10

      • # 17918
      Hallo,
      ...dass mich das auch interessiert, wurde ja schon geäußert.
      Beim Selberbasteln würde ich das wahrscheinlich auch hinkriegen.
      Nur das Thema müsste noch etwas vertieft und mit Erfahrungen hinterlegt werden.
      Der Aspekt UVR-Anschluss bzw. - Logging ist wirklich wichtig.
      Auch die verfügbaren Sensoren sollten mal betrachtet werden.
      Preisgünstig und öfter (jährlich ?) Auswechseln ist gar kein Hinderungsgrund.
      Hauptsache, man muss keinen Greisinger kaufen....
      mfG Max
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
      UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
      Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
      UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2
      • 11

      • # 17949
      Hallo Interessierte,
      bitte nicht böse sein, ich habe folgendes auf PN´s geantwortet:

      "Meine gebastelte Variante sollte im Forum lediglich eine Anregung sein.

      Gibt Dir ein wenig Mühe und klappere das welt-weite-Netz ab, z.B. hier:
      amazon.de/Voltmeter-digital-Pa…Beleuchtung/dp/B005ZOQVL8
      und hier:
      conrad.de/ce/de/product/183466…-Benzin-x-H-17-mm-x-10-mm
      Zwei galvanisch von einander getrennte Stromversorgungen z.B. Steckernetzteile 5 V und 9 bzw. 12 V sind ebenfalls erforderlich.
      Die andere Bauteile holt ein Bastler aus seiner Teilekiste, oder Du musst sie umständlich kaufen. Wenn Du Dir den Zusammenbau selber nicht zutraust, dann bitte einen elektronikbastelnden Bekannten in Deiner Nähe.

      Für weitere Interessenten bauen: diese Art Bastler bin ich nicht, ich freue mich, wenn mein eigener Krempel so einigermaßen funktioniert.
      Aber vielleicht gibt es bei weiteren Bedarf einen User im Forum mit Serienproduktionstalenten."


      Bestimmt hat jemand unserer Forumsuser die technische Möglichkeit zu eine Kleinserie, die sich bestimmt ganz gut vermarkten lassen würde. Voraussetzung ist allerdings eine ordentliche und serienreife Entwicklungsarbeit, wer will das schon übernehmen?
      Zur Frage, ob der CO-Sensor an eine UVR angeschlossen werden kann:
      Schaut die Kennlinie des TGS 822 an, über dem Widerstand RL wird ein gaskonzentrationsabhängiger Spannungsabfall erzeugt, der natürlich mittels UVR als kennlinienabhängiger Spannungswert auf einen Eingang geschaltet werden kann. Ein wenig Progammierarbeit und schon könnte außer der Nur-eine-Anzeige die Einbeziehung in den Verbrennungsablauf CO-abhängig erfolgen.
      Übrigens konnte ich noch keinen Verschleiß des Sensors feststellen (jetzt die 3. Heizperiode), das Nylongehäuse verträgt bestimmt keine zu hohen Temperaturen, also Abstand zum evtl. überhitzten AG-Rohr.

      Gruß Volker

      PS: Lieber Gust, ich möchte Dir bitte nicht dazwischen ballern, Deine oben beschriebene Arbeit zur CO Messung ist hoch anerkennenswert und bestimmt 10 x so gut, aufwendiger und genauer sowieso, gegenüber meiner Primitvlösung, halt nur eine einfache CO-Kontrolle.
      ETA BK 15, Saugzug, UVR1611, 2x RSM610, CO-Kontrolle, Rüttler, 2400 l Speicher, FW-Station, 8,6 m² VRK, 5,7 m² FK, 1,3 kWp PV, Res.: Gaskessel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Holz-Volker ()

      • 12

      • # 17962

      Holz-Volker schrieb:


      PS: Lieber Gust, ich möchte Dir bitte nicht dazwischen ballern, Deine oben beschriebene Arbeit zur CO Messung ist hoch anerkennenswert und bestimmt 10 x so gut, aufwendiger und genauer sowieso, gegenüber meiner Primitvlösung, halt nur eine einfache CO-Kontrolle.


      Hallo Volker,

      kein Problem, ganz im Gegenteil, ich habe mich über deine Lösung gefreut. Passt auch gut zum Thema.

      Wenn mein Ofenrohr nicht durch meinen Abgas- Luft- Wärmetauscher "zugebaut" wäre, hätte ich deine Lösung schon nachgebaut. Deine Sensorbefestigung finde ich sehr innovativ. Da muß man auch erst mal drauf kommen.
      Würde mich freuen, noch mehr darüber zu lesen.

      Schaltest du den Sensor nur kurz für Messzwecke ein oder läuft die Messung dauerhaft?

      Übrigens: deine Schaltung stellt die Ausgangsbasis für eine sehr viel teuerere Regelung dar, siehe nachfolgenden Link, unter "Shop" steht, zu welchem Preis fertige Lösungen verkauft werden...
      ocontrol.de/epages/7206b1c9-e7…9-9cf4c4a22f11/Categories

      Gruß Gust
      Atmos DC30GSE mit Gust-Tronik
      • 14

      • # 17970
      Hallo Gust,
      Schaltest du den Sensor nur kurz für Messzwecke ein oder läuft die Messung dauerhaft?

      Übrigens: deine Schaltung stellt die Ausgangsbasis für eine sehr viel teuerere Regelung dar, siehe nachfolgenden Link, unter "Shop" steht, zu welchem Preis fertige Lösungen verkauft werden... ocontrol.de/epages/7206b1c9-e7…9-9cf4c4a22f11/Categories



      Die Messung bleibt während des gesamten Abbrands zur kontinuierlichen Überwachung eingeschaltet, eigentlich dauerhaft in der Heizperiode. Die ständige innere
      Beheizung der Messstrecke dient so zur Selbstreinigung vor Ruß.

      Zu ocontrol: vor vielen Jahre habe ich ein ähnliches Microrechner-Set mit Sonde vom Herrn Kannengiesser ocontrol.de für damals noch 300,- € gekauft. Sein CO -
      Regelungsprinzip mittels geregelter Primärluftzufuhr innerhalb einer AG-Temperaturbreite abhängig vom CO beruht auf seinem eigenen Patent.
      Weil das Gerät dann regelungstechnisch doch nicht so das Geeignete war, der Microrechner und die Sonde auch noch defekt gingen, habe ich lediglich die Sondenaufnahme weiterverwendet und diese o.a. einfache Schaltung zur CO Relativbestimmung gebaut. Die Grundidee ist somit nicht ganz auf meinem Mist gewachsen.

      Wenn man das Funktionsprinzip der Messsonde in etwa verstanden hat, liegt es auf der Hand es zumindest messtechnisch zu verwerten. Die von mir verwendete 200
      mV-Digitalanzeige ist spottbillig und einfach zu bestücken, der Rest zur fertigen Schaltung ein wenig Anpassungsbastelei.
      Für Dich Gust dem Analogelektrotechniker bestens geeignet.
      Das „Digitale“ besteht lediglich im 2 Zustände schaffen – ein-/ausschalten, Saft da,/Saft weg, geht/ geht nicht, usw..

      Gruß Volker
      ETA BK 15, Saugzug, UVR1611, 2x RSM610, CO-Kontrolle, Rüttler, 2400 l Speicher, FW-Station, 8,6 m² VRK, 5,7 m² FK, 1,3 kWp PV, Res.: Gaskessel
      • 15

      • # 17971
      Hallo,
      ...bei Völkner habe ich den und andere Sensoren vor einiger Zeit auch gefunden:
      voelkner.de/products/28840/Figaro-Gassensor-Tgs-822.html
      Das ist der Grund, warum ich wegen der Auswahl etwas "schwimme".
      so nach dem Motto, das Bessre ist des Guten Feind.
      mfG Max
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
      UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
      Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
      UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2
      • 16

      • # 18227
      Habe nun so eine ähnliche Schaltung wie die von Volker mit dem TGS 822 testweise aufgebaut.
      HV angeheizt, Vakuum- Pumpe aktiviert, TGS822 Sonde an den "Ausgang" vom T-Stück des Greisinger gehalten und die Messwerte mit den Greisinger- Werten verglichen.

      Erste Feststellungen:
      Das Teil "misst" auch noch im Bereich von 0-100ppm relativ "genau"; auf jeden Fall reicht das zum Abschätzen eines guten CO-Wertes völlig aus.

      Werde weiter daran arbeiten...
      Ein 0-5V Signal auszugeben sollte kein Problem sein...

      Gruß Gust
      Atmos DC30GSE mit Gust-Tronik
      • 17

      • # 18247
      Hallo,
      außer dem Figaro822 gibt Volker auch noch MQ7 und MQ9 als mögliche Sensoren an.
      Die letzteren beiden sind glaube ich aus China.
      Hier gibt es Raspi-Module:
      paradisetronic.com/de/mq-7-co-…modul-kohlenmonoxidsensor
      Was mich gerade "brennend" interessiert, ist ein Aufbau ohne Panelmeter, mit dem man in die UVR gehen kann.
      Ein etwas betagter Thread zur CO-Messung ist hier:
      holzvergaser-forum.de/index.ph…g/&postID=63724#post63724
      Vielleicht haben sich die Ansichten inzwischen etwas geändert.
      mfG Max
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
      UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
      Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
      UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2
      • 19

      • # 18265
      Hallo Max,
      Hier gibt es Raspi-Module:
      paradisetronic.com/de/mq-7-co-…modul-kohlenmonoxidsensor

      mit dem Teil habe ich auch schon experimentiert, die Leiterplatte gibt lediglich ein Ein / Aus - Signal einer mit dem Poti einstellbaren Schwelle, die LED zeigt diesen Zustand ebenfalls an. Den Sensor könnte man allerdings separat verwenden (Kennlinie beachten).

      Da sich der Widerstand einer Messzelle CO-abhängig ändert wird ein proportionaler Spannungsabfall 0 bis < 5 V über dem Lastwiderstand als Messsignal zur Verfügung stehen und kann entsprechen verwendet werden, auch als Sensoreingang (0-5V) an der UVR.
      Interessant wird mal die weitere technologische Verarbeitung und Beeinflussung des Brennprozesses mittels UVR. Leute arbeitet daran!
      Als Anzeige (z.B. Winsol) ist zwar interessant, eigentlich zu wenig.

      Meine permanente Anzeige am Kessel ist für mich sehr wichtig, man kann sofort eingreifen, oft aber nur dumm zuschauen, was da unbeeinflusst abgeht.

      Ein etwas betagter Thread zur CO-Messung ist hier: holzvergaser-forum.de/index.ph…g/&postID=46407#post46407
      Vielleicht haben sich die Ansichten inzwischen etwas geändert.

      Das die Messzelle durch sehr hohes CO längere Zeit zum Regenerieren braucht kann ich nicht nachvollziehen. Wie ich schon vorstehend darstellte, interessiert mich nicht die der CO-Konzentration zuzuordnende Zahl, sondern das MINIMUM während der Verbrennung.

      Gruß Volker
      ETA BK 15, Saugzug, UVR1611, 2x RSM610, CO-Kontrolle, Rüttler, 2400 l Speicher, FW-Station, 8,6 m² VRK, 5,7 m² FK, 1,3 kWp PV, Res.: Gaskessel
      • 20

      • # 18266
      ..ja eben, deswegen dieses Modul.
      Link auf eine mögliche Schaltung: probots.co.in/Manuals/Gas Sensor Circuit.png
      (Der Link geht so nicht, aber unter Bildersuche "co-sensor mq7" findet man das Schema)
      Den digitalen Alarmausgang könnte man nutzen, um bei vorübergehend zu hohen CO-Gehalten
      z.B. die Pumpe abzuschalten, damit der Sensor keinen Schaden nimmt. Jedenfalls war das immer ein Hauptargument im fraglichen CO-Thread.
      mfG Max
      ich habe das Diagramm im TGS-Datenblatt in Excel geklopft.
      mal in doppeltlogarithmischer und mal in einfacher Darstellung.
      Dateien
      • TGS_822.png

        (99,16 kB, 92 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • COppm.zip

        (10,43 kB, 8 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
      UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
      Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
      UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2

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      • 22

      • # 18282

      hammax schrieb:

      ..ja eben, deswegen dieses Modul.
      Link auf eine mögliche Schaltung: probots.co.in/Manuals/Gas Sensor Circuit.png
      (Der Link geht so nicht, aber unter Bildersuche "co-sensor mq7" findet man das Schema)


      Meinst du das?
      probots.co.in/Datasheets/MQ7.pdf
      Leider finde ich auf dieser Page keine Schaltung.

      Gruß Gust
      Atmos DC30GSE mit Gust-Tronik
      • 23

      • # 18283
      Hallo,
      ...ich habe inzwischen noch ein anderes interessantes Modul gefunden. Hier sind Schaltpläne angegeben.
      parallax.com/product/27983
      Leider ist bislang kein Shop in Europa aufzufinden, der das führt (z.B. Radioshack).
      Auffällig ist, dass die anspruchsvolleren Module immer einen 8-beinchen IC drauf haben.
      Es ist ein Opamp-LT1013 (dual). Ich habe auch schon andere Schaltpläne gesehen,
      die nur einen der beiden Opamps ausnutzen.
      Das obige Modul wäre wegen des gesockelten Sensors jedenfalls seinen Preis wert.
      Weitersuchen.....
      mfG Max

      Edit: playground.arduino.cc/Main/MQGasSensors
      Die zitierten MQ7-Module sind eigentlich für Arduino und Co gebaut.
      Der MQ7 benötigt eine intervallgesteuerte Spannungsversorgung welche die "Sensing-Phasen" bestimmt,
      und damit folglich ein Programm mit Prozessorunterstützung.
      Es wäre zu prüfen, ob die UVR das auch hinkriegt.
      Die Op-amps sind nur für die Einstellung der Auslöseschwelle und der Empfindlichkeit zuständig
      - also für uns eher nicht relevant.
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
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      • 24

      • # 18331
      Hier nun eine gestern über den gesamten Abbrand (ca. 6 Std.) erprobte Schaltung mit dem Gassensor TGS822 mit Ausgangssignal 0–5V:



      Ich habe den TGS822- Sensor an den Ausgang (Druckseite) meiner Kondensatfalle und Filterung gehalten. Die Vakuum- Pumpe ist hierfür durchgehend gelaufen.

      Der Spannungsregler 7809 stellt die „Circuit“ Spannung (hier 9V) zur Verfügung.
      Der Spannungsregler 7805 stellt die Heizspannung für den Sensor von 5V zur Verfügung.

      Die Stromversorgung erfolgt bei meiner Schaltung über eine einfache 12V Spannungsquelle.

      Die Silizium- Diode 1N4148 (oder 1N4002 o.ä.) „erledigt“ den „automatischen Nullspanungsabgleich“, indem sie erst ab 0,7V durchlässt und damit die „Sockelspannung“ zurückhält.
      Die Z-Diode (ZPY5.1) begrenzt das Ausgangssignal auf max. 5,1 V
      Mit dem 100K Trimmer kann ein 0-Abgleich erfolgen, falls erforderlich.

      Das „DMM“ (Digital- Multimeter) ist nur zur Kontrolle und kann mit dem 100K Trimmer an die Eingangsspannung des DMM angepasst werden.

      Leider ging die Messwertaufzeichnung mit dem UT71D (Multimeter mit Datenlogger) durch einen Bedienungsfehler schief, werde ich beim nächsten Einheizen widerholen...

      Mit der Aufzeichnung wüde man die einzelnen Phasen der Verbrennung erkennen, beim Anheizen ist der Wert kurzzeitig relativ hoch (max. 5V).
      Ab ca. 70°C Kesseltemperatur fällt der Wert auf unter 0,5V ab (was einem Wert <50-100ppm entspricht). Über die gesamte Vergasungsperiode sollte diese Spannung so niedrig wie möglich sein. Zum Testen kann man die Anheizklappe leicht öffnen, der von der Schaltung ausgegebene Spannungswert müsste fast sofort ansteigen.
      Zum Ende der Vergasung steigt der Wert wieder bis 5V, der CO-Wert würde hier ca. >2000ppm betragen.

      Tritt zwischendurch ein Hohlbrand auf, steigt der Wert ebenfalls stark an.


      Gruß Gust
      Atmos DC30GSE mit Gust-Tronik
      • 25

      • # 18346
      Hallo Gust,
      ...ich habe deinen Schaltplan mal in Inkscape geklopft.
      mfG Max

      Edit: ...noch eine Fundstelle:
      thesis.jmsaavedra.com/prototyp…monoxide-sensor-breakout/
      (speziell wegen der "Taktung" des MQ7)
      Dateien
      • Gust.png

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