Wirbulatoren und Abgastemperatur

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      • 1

      • # 19717

      Wirbulatoren und Abgastemperatur

      Hallo,
      ich habe meinem ungeregelten Atmos die Zackenturbos gegönnt (Restposten aus den damaligen Versuchsreihen). Damit bin ich von reichlich über 200°C Abgastemperatur auf 120 ... 150°C Abgastemp. runtergekommen. So schön wie das ist, sehe ich doch ein paar Probleme:
      Merkwürdigerweise bekomme ich meine Kesselwassertemperatur (abgelesen am Atmos-Thermometer im Bedienfeld) nicht wesentlich über 80°C, auch wenn der Honeywell-Regler höher eingestellt ist (war auch schon vor den Zackenturbos ähnlich).
      Auch mit dem Belimo habe ich Verständnisprobleme: Einerseits geht er bei der niedrigen Abgas-Temperatur gar nicht zu, andererseits bekomme ich keine hohe Kesselwasser-Temp., wenn ich ihn so einstelle, daß er bei ca. 130 oder 150°C zu macht.
      Könnt Ihr mir hier mal helfen, meine Denk- und Bedieungsfehler zu beseitigen?
      Bemerken möchte ich noch, daß ich derzeit mit Laubholz heizen muß. Ich mache zuerst ein kräftiges Startfeuer mit zwei, drei Kierfernscheiten, altem Kleinholz (unbeandelte Bretter, Reisig u.ä.), darauf dann Eiche, Buche, Robinie - wie es kommt, meistens z.Zt. Eiche.) Kann die Holzart auch Einfluß auf das Verbrennungsverhalten haben?
      Primär- und Sekundärluft sind beide ca. 10 mm offen.
      Mach' den Ofen nur halb voll,
      wenn's Holz lange reichen soll!

      Viele Grüße aus der Oberlausitz
      Jörg

      DC 30 GSE - 2 x 1000 l Pufferspeicher - Laddomat - 13 m Schornstein - Zugbegrenzer - Wolf Gaskessel als Reserve - Warmwasserspeicher - Solarkollektoren
      • 2

      • # 19758
      Hallo Jörg,
      wieder ein Beweis das die von Woodi durchgeführten Test Reihen doch eine Verbesserung bringen.
      Versuche doch einmal die prim und sec Luft Änderungen zu testen. Die prim Luft mal ganz auf und dann anch paar Minuten die AGT sehen ob sie nach oben oder wie auch immer sich verändert hat.
      Danach die sec luft aber nur mm weise ändern ich sage immer Daumenstärke und dann das Geräusch hören wie es wich verändert. Bei sec. Luft merkst Du gleich eine Veränderung.
      Ich selber heize Holz auch wie es kommt, weil ich mein Holz auch gemischt geliefert bekomme.
      MfG Jürgen

      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; Lamdacheck;
      WW: Vissmann Vitacell 300
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.

      striegistal-wetterstation.de/
      • 3

      • # 19857
      Hallo,

      ich muß diesen Fred nochmal pushen:

      In Zusammenhang mit der meiner Meinung nach zu niedrigen Abgastemperatur fehlt mir einfach das Verständnis für das Zusammenspiel von Belimo, Feuerungszug-Regler und Rauchentwicklung.
      Zuerst mal die einfache Frage: Raucht es beim Verbrennen von Laubholz (Eiche, Buche, Robinie) intensiver und länger als beim Verbrennen von Kiefer? Das Holz ist auch innen trocken - habe ich gemessen. Und, ja, es ist Rauch, der nach Holz riecht, kein Dampf. Ich sehe in dem Rauch unverbrannte Gase. Was muß ich tun, damit diese auch verbrannt werden? Belimo länger offen lassen? Sek.-Klappe ist ca. 10 mm offen. Was passiert, wenn der Feuerungszug-Regler zu ist, weil die Kesselwasser-Temperatur hoch genug ist, und ich aber Holz nachlege, damit ich noch mehr Wärme in die Puffer bekomme? Da bekommt doch der Ofen fast gar keine Luft, das Holz schwelt vor sich hin und aus dem Schornstein raucht es - was muß ich verbessern?
      Mach' den Ofen nur halb voll,
      wenn's Holz lange reichen soll!

      Viele Grüße aus der Oberlausitz
      Jörg

      DC 30 GSE - 2 x 1000 l Pufferspeicher - Laddomat - 13 m Schornstein - Zugbegrenzer - Wolf Gaskessel als Reserve - Warmwasserspeicher - Solarkollektoren

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von puritas ()

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      • # 19858
      Hallo ,

      ich hatte das schonmal in einem anderen thread geschrieben.

      Der Belimo beim Atmos ist eigentlich die schlechteste art den Kessel zu drosseln.
      Der Abbrand wird dadurch abrupt aus seinem gefüge gebracht.
      Deshalb gibt es auch nicht die all umfassende Lufteinstellung des Kessels und du wirst zwangsläufig phasen haben in denen ein Teil des Holzgases nicht verbrannt werden kann oder in der der Kessel nicht genug Holzgas produziert.
      Eine Drehzahlregelung nach AGT macht da fürs erste schon mehr Sinn.
      Hier kann man sich durchaus auch mal die Profi Steuerung des Attack DPX oder SLX ansehen.
      Die Ablufvenilatoren der Kessel sind identisch.
      Der Belimo muss dann nur noch im äussersten Notfall zum Einsatz kommen.
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      • # 19887

      Randy schrieb:

      Hallo ,

      ich hatte das schonmal in einem anderen thread geschrieben.

      Der Belimo beim Atmos ist eigentlich die schlechteste art den Kessel zu drosseln.
      Der Abbrand wird dadurch abrupt aus seinem gefüge gebracht.


      Ja genau so ist es! Das größere Problem sehe ich aber auch noch in dem enormen Unterdruck der durch die belimo Drosselung und dem saugzuggebläse entsteht.

      Hierbei verlängert sich die flamme in soweit das diese schon in die seitlichen abgaswege reicht und dort durch die enorme auskühlung nicht mehr optimal verbrennt.

      Ich habe in folgendem Bild einen holzvergaser mal in die Länge gezogen und es bildlich dargestellt.

      Liebe grüße Klaus
      Dateien
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      • # 19941
      Guten Abend liebe Holzheizern,

      Der Laddomat-patrone regelt der Kesselwassertemperatur, die Lufteinstellunge haben mit der Kesselwassertemperatur nichts zu tun.

      Beim nachlegen auf ein vorhandenes Glutbett entsteht plötzlich eine riesige Menge Schwellgas, das ist soviel das der Kessel ein Akkuten Luftmangel bekommt. Demzufolge wird das entstandenes Schwellgas nur teilweise verbrennt und es raucht blau und schwarz am schornsteinkopf. Die Lösung ist der Kessel maximale Primärluft zu geben, so dass die Schwellgase völlig verbrennen können. Deswegen lasse ich die Fülltur nach dem nachlegen immer ein bisschen geöffnet, einige Minuten lange, bis die Verbrennung sich wieder stabilisiert hat. Das ist die einfachste Lösung, ich spiele lieber nicht mit die Lufteinstellungen.

      Ps Hartholz (Eiche, Buche) braucht weniger Primärluft und Weichholz (Pappel, Fichte) braucht mehr Primärluft lautens die Atmos Handleitung aber selbst habe ich eigentlich kaum ein Unterschied feststellen können.

      mfg
      Alfons
      • 7

      • # 19973
      Hallo,

      alfons schrieb:

      Deswegen lasse ich die Fülltur nach dem nachlegen immer ein bisschen geöffnet, einige Minuten lange, bis die Verbrennung sich wieder stabilisiert hat.


      Das geht bei mir gar nicht, da kommt jede Menge Qualm aus der Fülltüre, es sei denn, ich öffne die Anheizklappe auch noch.

      Wenn das Glutbett noch leistungsfähig ist, verbrennt das Hartholz ganz gut, nur, wenn nur noch ein wenig Restglut da ist, habe ich die Rauchprobleme, bis sich alles wieder normalisiert hat. Das kann schon mal 1 Stunde dauern, bis die Eiche brennt.

      Verständnis-Problem: Wenn viel Schwelgas entsteht, brauche ich doch auch viel Luft, um diese Menge zu verbrennen. Ist es da nicht angebracht, mehr Sekundärluft zu bringen, die sich ja an der Düse mit dem Gas mischt und so eine bessere Verbrennung ermöglicht?

      Und noch eine Frage: Was wäre denn für die Drehzahlgelung am besten für eine Steuerung zu empfehlen? Eine Beeinflussung der Luftklappen durch kontinuierliche Belimos läßt sich bei mir kaum realisieren, dazu steht der Ofen zu weit an der Wand und müßte komplett versetzt werden, wenn man de ran kommen und z.B. bohren und schrauben will. Geht also nur ein Loch für den Thermofühler in die untere Reinigungsklappe zu bohren und dann an der Zuleitung zum Ventilator zu manipulieren.
      Mach' den Ofen nur halb voll,
      wenn's Holz lange reichen soll!

      Viele Grüße aus der Oberlausitz
      Jörg

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      • # 19976
      Zum Verständnis Problem: Du liegst natürlich richtig mit deiner Vermutung. Deshalb fangen ja viele als Einstieg in die Geregelte HV Welt mit dem Lambda Check an. Hier wird die Sekundärluft immer bedarfsgerecht beigemischt.
      Wenn schon viel Holzgas Produziert wird verfehlt man das Prinzip eines Holzvergasers wenn man hier mit mehr Primär entgegen wirkt.

      Drehzahlregelung, von mir wie oben schon beschrieben. Profiregelung von Attack. Das ist ne fertige Lösung .
      Alternativ kann man sich natürlich einzelne Komponenten wie Frequenzumrichter und PID Regler selber und möglicherweise Günstiger zusammen suchen .
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      • # 19977

      puritas schrieb:

      Das geht bei mir gar nicht, da kommt jede Menge Qualm aus der Fülltüre, es sei denn, ich öffne die Anheizklappe auch noch.


      Hallo Jörg,
      dass finde ich nicht normal diese Qualmaustritt, es seht so aus als ob der Kessel zu wenig Luftdurchschtrohmung hat oder dass der Schornsteindurchmesser zu wenig ist. Bei mir ist es so : Ich warte bis der Kessel fast völlig ausgebrennt ist (nur nog ein bisschen Glut anwesend), anheizklappe offen, ordentlich vollmachen -nicht reinwerfen- Fülltür ein bisschen offen (1-2 cm spalt) anheizklappe zu. Alle Rauch verschwindet nach unten, es tritt nichts aus. Wenn der AGT wieder 150° erreicht Fülltür ganz zu. Es dauert vielleicht ein viertel Stunde bis der Kessel wieder gans auf Touren ist und der AGT wieder 200° hat.

      Mehr Sekundärluft wäre vielleicht besser aber im Praxis ist das nicht einfach zu realisieren, bei geöffnete Fülltur ist es nur Primärluft das weiss ich.

      Wass betrifft Drehzahlregelung und Belimo kann ich dich nicht beraten, denn ich habe ein GS-kessel und der hat diese Sachen nicht.

      mfg
      Alfons
      • 10

      • # 19986
      Hallo Alfons,

      ich habe wohl falsch gelesen. Der Qualm kommt, wenn der Ofen mit einer neuen Füllung schon eine Weile brennt, und man dann die obere Türe aufmacht. Ich weiß, das soll man nicht tun :S . So, wie Du das beschreibst, habe ich noch nicht gearbeitet. Muß das mal probieren - in der Woche habe ich aber keine 15 Minuten Zeit beim Nachlegen. Es gibt Leute, die müssen nebenher auch arbeiten... :). Hier im Forum habe ich mal einen Tip bekommen, was zu tun ist, um den Kessel auf Touren zu bringen: Anheizklappe auf, untere Türe am Atmos auf - und beide nach 1 Minute wieder schließen. Das brennt die Düse frei, bringt die Abgastemperatur hoch und der Ofen läuft anschließend wieder gut und mit normaler Leistung.
      Mach' den Ofen nur halb voll,
      wenn's Holz lange reichen soll!

      Viele Grüße aus der Oberlausitz
      Jörg

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      • 11

      • # 20043

      puritas schrieb:

      Hier im Forum habe ich mal einen Tip bekommen, was zu tun ist, um den Kessel auf Touren zu bringen: Anheizklappe auf, untere Türe am Atmos auf - und beide nach 1 Minute wieder schließen. Das brennt die Düse frei, bringt die Abgastemperatur hoch und der Ofen läuft anschließend wieder gut und mit normaler Leistung.


      Hallo Jörg, ich nehme an das diesen Tip perfekt funktionniert, aber der Keramik...??

      mfg
      alfons
      • 12

      • # 20049
      Hallo Alfons,

      ich habe noch keinen Nachteil für die Keramik feststellen können, die 60 Sekunden "volle Luft" dienen ja auch nur dazu, über der Düse die Glut zu entfachen oder evtl. Holzstückchen wegzubrennen, damit wieder freier Durchgang ist.

      Ich habe jetzt schon einige Male Deine Methode mit der angelehnten Tür angewnadt - das funktioniert bestens. Danke Für den Tip.
      Mach' den Ofen nur halb voll,
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      Viele Grüße aus der Oberlausitz
      Jörg

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