Probleme mit dem Fischer VX 30

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      • # 40528

      Probleme mit dem Fischer VX 30

      Hallo mein Name ist Hans. Wir haben ein älteres Haus und unser Heizungsbauer hat uns einen Fischer VX30 (Holzvergaser, 30 KW) eingebaut. Blauäugig wie wir waren, haben wir jetzt ein nicht zu unterschätzendes Glanzrußproblem. Der Holzvergaser wurde vom Heizungsmann auf 160 Grad Abgastemperatur gestellt und ich habe versucht gemäß Anleitung zu heizen. Das Holz ist in Scheite gespalten und hat eine Restfeuchtigkeit zwischen von ca. 14%. Jetzt nach ca. 1 Jahr Betrieb hat mich der Schornsteinfeger auf Glanzrußbildung im oberen Schornsteinbereich hingewiesen und auf meinem Wärmetauscher habe ich auch eine 1mm starke Schicht sitzen. Jetzt ist guter Rat teuer und keiner wills gewesen sein. Frage wie gehe ich jetzt vor? Mehr Luft, weniger Luft, mehr Abgastempartur, mehr ??? Wie werde ich den Glanzruß auf dem Wärmetauscher wieder los? Ich bin für jeden Tipp dankbar.
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      • # 40529

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Hallo Hans,
      ich nehme mal an weil Du es nicht geschrieben hast daß der Kessel keine Elektronische Regelung und Lambda hat.

      Nur mit Luft einstellen wirst Du das Problem nicht lösen können, da muß schon etwas geregelt werden. Mit etwas Kesselumbau und der FlammTronik könntest Du das Problem lösen.

      Gruß Helmut
      gest. 26.05.2015
      • 3

      • # 40530

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Sorry, ich wusste nicht was ich schreiben soll. Der Kessel hat aktuell keine Lambdasonde (könnte man aber nachrüsten) und alles andere wird (leider) elektronisch geregelt. Also Primärluft, Sekundärluft, Rücklaufanhebung usw. kann ich zwar über ein Menü steuern aber nicht mit Handhebeln. Der Ofen ist weitgehend auf den Werkseinstellungen und ich bin überfordert. Ich weiss nicht wo ich mehr oder weniger einstellen soll. Dazu kommt eine Nebenluftklappe am Kamin, die ich zunächst mal von 40 PA auf 10 PA gestellt habe.
      • 4

      • # 40532

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Hallo Hansage,
      wo wohnt denn der Kessel? Bei der Holzverbrennung kommt es hauptsächlich darauf an, das die Temperaturen passen. Wenn du Teer im Wärmetauscher hast, bekommt du den relativ gut mit Ausbrennen weg. Wenn du Glanzrus im Schornstein hast, kann es sein, das deine Abgastemperatur zu niedrig ist, und/oder der Kessel zu Kurz läuft.

      mfg
      Thomas Pfaffinger
      Admin Holzvergaser-Forum.de
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      • 5

      • # 40535

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Was bedeutet "wo wohnt der Kessel"? Ich wohne in Heilbronn und der Kessel wohnt in meiner Scheune. Der Kessel läuft den ganzen Tag über. Wie funktioniert das "Ausbrennen"? Danke.
      • 7

      • # 40537

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      www.fischer-heiztechnik.de

      http://www.nexxt.ag/fischer/index.php?id=47

      http://www.fischer-heiztechnik.de/download/prospekte/scheitholz2010.pdf

      Ich habe den VX30 mit GefiControl zur Steuerung. Ich bin wirklich dankbar für die Hilfe.
      • 8

      • # 40538

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Hallo,
      also ich würde mich jetzt mal aus dem Fenster lehnen und sagen das 3 Dinge in Frage kommen:
      - RLA zu niedrig eingestellt: Welche Temperatur hat deine RLA? Evtl wenn ein Mischer verbaut ist, dieser falsch angeschlossen?
      - Sek-Luft falsch eingestellt. Normalerweise kann man das grob einstellen, indem man die Flamme beim Einstellen beobachtet, leider ist das bei dem Fischer nicht ohen weiteres möglich.
      - Bedienungsfehler. Wie feuerst du den Kessel an und wie läuft der Abbrand ab?

      Das Ausbrennen funktioniert rel. einfach: Gasbrenner nehmen und von unten die WT-Rohre abbrennen, dann mit einer Bürste oder einem Schrapper das ganze verbrennte Zeug holen und von vorne anfange, bis das ganze leer ist.

      mfg
      Thomas Pfaffinger
      Admin Holzvergaser-Forum.de
      Kein Support per PN oder Mail, sofern dies nicht Forenroblematiken betrifft.
      • 9

      • # 40539

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Die RLA steht bei 60 Grad. Wie hoch kann man da gehen?

      Die Sekundärluft habe ich noch nie verstellt. Sie steht glaube ich bei 55%.

      Anfeuern, tue ich indem ich zuerst etwas Nadelholz entzünde und dann auf die Glut die Holzscheite lege. Ich verbrenne zur Zeit nur Eicheholz. Die Holzscheite sind gespaltene Stämme.

      Die Bilder mit der optimalen Verbrennung habe ich mir schon angeschaut. Die Flamme sollte so leicht bläulich sein, wenn ich das richtig verstande habe. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich schon manchmal einen Hohlbrand habe, wenn das Holz nicht nachrutscht. Sonst fühle ich mich unschuldig.

      Die Abgastemparatur von 160 Grad, ist das vielleicht zu wenig? Kann das Problem vielleicht an zu hohem Kaminzug liegen. Denn meiner hat als Minimalzug 10PA und für den Ofen brauche ich zwischen 7 - 10 PA. Danke.
      • 10

      • # 40542

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Hallo Hansge,
      die RLA sollte so bei 65 beginnen, die normalen Vigas werden mit 72° Patrone verkauft. Tiefer würde ich nicht gehen. Theoretisch würde bei sehr tockenem Holz 55° reichen, aber sobald das Holz feucht wird, steigt die benötigte Temperatur rasch an.

      Dadurch sollte sich jedenfalls der Glanzruss in den WT-Rohren vermeiden lassen.

      Die Nebenluftvorrichtung aka. Zugbegrenzer würde ich auf 10pa einstellen. Die Abgastemperatur ist shcon schön, bei dir aber vermutlich zu niedrig. Wichtig ist, das das Abgas nach einiger Zeit im Vollastbetrieb oben aus dem Schornstein mit mehr als 60° rauskommt. Wobei man hierbei nicht unterschätzen sollte, was der Kamin an hitze aus den Abgasen zieht.

      Durch den niedrigenren Zug sollte auch das Hohlbrandproblem weniger werden, ganz verschwinden wird es nie, aber nur noch sehr selten sein, wenn du weisst, wie es geht :) Das sind aber dann Erfahrungswerte. Die Sekundärluft mit 55% weiss ich nicht, was sagt denn die Anleitung dazu?

      mfg
      Thomas Pfaffinger
      Admin Holzvergaser-Forum.de
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      • 11

      • # 40544

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Die Anleitung sagt dazu rein gar nichts. OK ich werde die Rücklaufanhebung auf 65 Grad hochstellen. Ab welchem Zeitpunkt soll Ihrer Meinung nach die Kesselpumpe einschalten. Bei mir ist aktuell 60 Grad eingestellt.

      Wie kann man die Sekundärlufteinstellung überprüfen? Können Sie mir das mit der Flamme nochmal erklären? Muss sie jetzt bläulich sein oder nicht?
      • 12

      • # 40548

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Hallo Hans !
      Die Ofensteuerung bei Fischer hat sich in mehr als 10 Jahren nicht grundsätzlich verändert.
      Die RLA-Temperatur würde ich auf mindestens 65° anheben.
      Die Kesselpumpe startet frühestens bei 75° und läuft mit der höchsten Stufe.
      Wenn der Rauchrohrthermostatschalter die Drehzahl gesenkt hat (Hauptbrandphase) erhöhst du die RLA-Temp so, daß etwa 85°C-Kessel-VLtemp. erreicht werden.

      Die Abgastemperatur setzt du hoch (ca 200° ), dann kannst du dich zu der für den Ofen und Schornstein richtigen Temp. "heruntertasten".

      Mein Bruder hat einen Fischer GA-TX 25kw (10 j ) , ich einen AtmosGSE 40kw (1 j ) , beide seit einem Jahr mit dem LambdaCheck ausgestattet.

      Unsere Feststellung : Saugzügler laufen bei höherer AGT besser, der Abbrand bei erhöhter VLKesselwassertemp. ist ruhiger und die Nachrüstung mit einem Stellmotor und dem LambdaCheck bei unseren Öfen verlängert die Abbrandzeit durch die geregelte Sekundärluft.

      Gruß Heinrich
      gse40atmos
      LC.>Gust-Tronik>.BR-Temp.Regler
      4100L Puffer
      • 13

      • # 40549

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Ich muss schon sagen, dass ich echt überrascht bin, wie gut und schnell Ihr mir hier antwortet. Die Kesselpumpe hat bei mir nur eine Stufe aber ich setze sie jetzt hoch auf 75 Grad (mehr geht nicht). Die Abgastemperatur ist bei mir in der Anleitung angegeben mit

      160 Grad = 23 KW Leistung
      170 Grad = 27 kW Leistung
      180 Grad = 30 KW Leistung

      Soll ich trotzdem auf 200 Grad einstellen. Können da keine Schäden entstehen am Ofen?

      Die Rücklauftemperatur kann ich im Lastbetrieb nicht höher setzen als beim Anfeuern. Aber ich habe sie jetzt auf 70 Grad gesetzt.

      Wenn ich das richtig verstehe, ist es bei mir momentan so, dass im Lastbetrieb die Primärluft in Abhängigkeit von der Abgastemperatur gesteuert wird. Die Sekundärluft ist über mein Display quasi fix eingestellt. Stimmt es, dass die Lambdasteuerung die Sekundärluft auch aktiv regeln würde.
      • 14

      • # 40550

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Hallo Hans,

      ich hab' da mal die Bedienungsanleitung des VX30 überflogen.

      ...da steht geschrieben: " Es ist unbedingt ein feuchteunempfindlicher
      Schornstein zu verwenden."

      Auf den Seiten 11ff ist die Einstellung von Primär- und Sekundärluft auf den entsprechenden Brennstoff ( Holzsorte ) beschrieben. - sieht nach ein paar stunden "Arbeit" aus, die Geschichte B)

      Noch'ne Fachfrage am Rande: Was hast Du für einen Schornstein?

      Gruß Jens
      • 15

      • # 40553

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Was bedeutet "wo wohnt der Kessel"? Ich wohne in Heilbronn und der Kessel wohnt in meiner Scheune. Der Kessel läuft den ganzen Tag über. Wie funktioniert das "Ausbrennen"? Danke.


      Hallo Hans,

      was bedeutet der Kessel läuft den ganzem Tag? Keine Pufferspeicher? Oder läuft er so immer gedrosselt weil die Kesseltemperatur oft erreicht hat?

      Gruß Jörn
      Vigas HVS-E 40
      Flammtronik
      3600L PS
      Friwa Oventrop
      Große Brennkammer/Feuerleichtsteine(noch die erste)
      10 Loch Düsenstein ala HW55(noch die erste)
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      • # 40554

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Ehrliche Antwort von mir, diese Anleitung sehe ich dieser Form heute das erste Mal. Ich werde sie zunächst mal runterladen und lesen und melde mich dann wieder.

      Wir haben 2m³ Speicher. Ja der Kessel läuft mehr oder weniger immer konstant mit der eingestellten Abgastemperatur bis der Puffer irgendwo bei 80 Grad ist.

      Der Schornstein wurde von mir gemäß Anweisung Kaminfeger und Heizungsbauer neu erstellt. In der Mitte befindet sich ein gedämptes Schamottrohr mit 18cm Durchmesser. Der Kamin ist ca. 10 Meter hoch und ist ein Stein über dem Fürst.
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      • # 40556

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Hallo Hans,

      nimm die 30kw bei 180° (wo sitzt der AGT-Fühler ? ).

      Ich denke, bei deiner bisher niedrigen RLA wird die Brenn- und Füllraum-Keramik zu lange gekühlt, der Kessel arbeitet und vergast bei der unterst möglichen Temperatur, er liefert dir dann das Ergebnis im Wärmetauscher und Schornstein.

      Bei unserer astigen, stückigen Eiche muß ich die AGT bei dem Atmos um 10-20 Grad erhöhen, ich mische sie lieber mit anderen Hölzern.

      Daß 160° aus der Betriebsanleitung ein sichtbares Resultat liefern, hast du festgestellt.

      20° mehr an Temp bringen keine 7kw bei gleichem Wärmetauscher.

      Der 10j GA-TX läuft am ruhigsten mit 220°, von Harald Buß' LambdaCheck Tempfühler gemessen (sitzt hinter der RestO2-Sonde im Rauchrohr, ca 50cm vom Kessel).
      Die neun Jahre vorher hat er mit deutlich hörbar höherer AGT gearbeitet.

      Ich würde zumindest einen Versuch mit höherer AGT starten( die 160°- Ablagerungen möglichst wie beschrieben vorher verringern).

      Gruß Heinrich
      gse40atmos
      LC.>Gust-Tronik>.BR-Temp.Regler
      4100L Puffer
      • 18

      • # 40557

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Laut Betriebsanleitung geht der Kessel bei über 230°C auf Störung (das Gebläse wird abgeschaltet).

      200 Grad AGT überfordern die Kesselkeramik, den Stahl und den RLA-Mischer sicher nicht.

      Gruß Heinrich
      gse40atmos
      LC.>Gust-Tronik>.BR-Temp.Regler
      4100L Puffer
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      • # 40558

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Ok, danke. Ich habe schon viele Einstellungen nach der "alten" Anleitung im Netz gefunden, die nicht passen. Ich werde den Kessel mal auf 200 Grad hochstellen.

      Wenn die Einstellungen jetzt besser werden, wie ist das mit dem Glanzruß, wird der von alleine verschwinden (insbesondere der auf dem Wärmetauscher) oder nicht?

      Danke.
      • 20

      • # 40564

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Ich würde nachdem der Kessel sich normal abgeschaltet hat, mit der passenden Drahtbürste die glänzenden, möglichst noch "warmen" Flächen bearbeiten, einen langstieligen, gerundeten Schaber (Spachtel) einsetzen. Notfalls nach jedem Abbrand , wenn sich nicht der gesamte Belag beim ersten Versuch lösen will.

      Im Füllraum oberhalb der keramischen unteren Hälfte setzt sich an den wasserführenden Flächen Glanzruß an, wird beim nächsten Heizen schuppig, fällt ab und bildet sich neu-- mit einem Gasbrenner (Lötlampe od. Unkrautbrenner) die Schuppenbildung unterstützen und dann schaben und bürsten.

      Sagt sich so leicht, erst mal die Temperaturen hoch, mehr Glanz wird es nicht.

      Gruß Heinrich
      gse40atmos
      LC.>Gust-Tronik>.BR-Temp.Regler
      4100L Puffer
      • 21

      • # 40567

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Hallo Hans, Du hast ja Wärmetauscherplatten. In diese stellst Du 3 fach Turbulatoren dadurch hat die Flamme im sekundären Brennraum etwas mehr Zeit zum ausbrennen. Die Abgastemperatur stellt Du dann auf 180° das müßte genügen.

      Wenn Du Dir dann noch was ganz gutes antun willst kaufe dir den Lambdacheck und damit wird dann die Sekundärluftklappe geregelt.

      Ich habe in meinen Büro eine Zeichnung über die Turbulatoren, stelle diese morgen hier mal rein.
      Den Teerbelag mußt Du selbst entfernen, von alleine geht das nicht.

      Gruß Helmut
      gest. 26.05.2015
      • 22

      • # 40573

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Moin Hans,

      Wir haben 2m³ Speicher. Ja der Kessel läuft mehr oder weniger immer konstant mit der eingestellten Abgastemperatur bis der Puffer irgendwo bei 80 Grad ist.



      Was dedeutet mehr oder weniger? Läuft er auf Volllast bis zum Abrandende? Oder wird nachgelegt obwohl der Puffer schon voll ist....nur eine Frage, auf Deine Aussage das er den ganzen Tag läuft und so lange wird es doch nicht dauern die 2000l zu erhitzen,oder? Sollte er viel vor sich hin dümpeln wird der Glanzruß so nicht weg gehen....

      Gruß Jörn
      Vigas HVS-E 40
      Flammtronik
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      Friwa Oventrop
      Große Brennkammer/Feuerleichtsteine(noch die erste)
      10 Loch Düsenstein ala HW55(noch die erste)
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      • # 40624

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Ich habe in der Zwischenzeit viel telefoniert und gelesen und jetzt weiss ich mehr.

      Angefangen hat die Geschichte vor ungefähr einem Jahr:
      Mir wurde der neue Ofen geliefert und der wurde immer zu heiss (220 Grad) und hat sich nicht an die damals eingestellten 160 Grad gehalten. Die elektrisch angesteuerten Primär- und Sekundärluftklappen haben sich nicht bewegt. Mir wurde dann gesagt, dass wir ein Software-update machen sollen und dann wird alles besser. Gesagt getan, es kam ein Techniker und der Ofen hielt auf einmal die eingestellte Temperatur. Was mir auffiel war diese Glanzrusschicht auf dem Wärmetauscher. Diese habe ich reklamiert und mir wurde gesagt, mein Holz ist nass. Ich habe verneint und weiter geheizt.

      Vor 3 Wochen habe ich mit dem Kaminfeger mal durchs Haus geschaut und den Glanzruss im Kamin bemerkt.

      Gestern habe ich jetzt mit dem Hersteller gesprochen. Der sagt, dass die Luftklappenregelung nur mit dem Abgassensor nichts taugt, also ausgeschaltet gehört (mit Lambdasonde würde die Sache anders aussehen). Der Großhändler sagt, dass das so nicht stimmt, die Regelung würde funktionieren auch ohne Lambdasonde und die Lambdasonde wäre extrem anfällig und würde schnell verschleissen. So viel zum Thema "deutscher Qualitätsofen".

      Ich habe jetzt die Steuerung ausgeschaltet und die Klappen gemäß der geposteten Anleitung eingestellt. Der Ofen zieht jetzt echt richtig gut, faucht ordentlich, aber er steht halt fast immer bei 220 Grad.
      • 25

      • # 40631

      Aw: Probleme mit dem Fischer VX 30

      Hallo Hans,
      das hört sich für Dich ja nicht so gut an :( :( aber für uns ja :cheer: es wird wieder folgendes bestätigt:

      Betr. Lamdacheck und die Weiterentwicklung FlammTronik/

      Jetzt wird es etwas umfangreicher, folgend die Erklärung für unsere O2 Regelung mit der LSU4/ Breitbandsonde
      In dem Fischerkessel ist die LSM11 Sprungsonde verbaut wie bei allen angebotenen Holzvergasern.

      Die LSM11 eignet sich nicht für Messungen in Biomasseheizungen, bei denen mit Luftüberschuss (Lambda>1) gefahren wird. Dieses ist ja das Ärgernis vieler Betreiber, die häufig die Sonden wechseln müssen. Wir haben bereits ein Modul entwickelt, das die steuerungseigene LSM11 durch die Breitbandsonde direkt ersetzen kann durch Umrechnen der Ausgangsspannung in die exakte Nachbildung der LSM11.


      Der Grund der Störanfälligkeit der Sprungsonde LSM11 liegt in dem Verlauf der Sondenspannung. Bei Lambda>1 sinkt diese in den Millivoltbereich und muss hundertfach verstärkt werden. Hier liegt nicht das eigentliche Manko; vielmehr
      verschiebt sich dieser Teil der Kennlinie stark durch:

      1. Temperaturschwankungen
      2. Alterung der Sonden durch aggressive Gase.

      Uns ist mit der Breitbandsonde der Durchbruch gelungen:

      1. Die Sonde wird grundsätzlich bei Lambda=1,000 betrieben.
      2. Die Sondentemperatur wird auf +- 1Kelvin konstant gehalten (geregelt).
      3. Die Sonde kann beliebig oft neu an Frischluft kalibriert werden.

      Zu 1:
      Möglich wird dieses dadurch, dass durch die sondeneigene O2-Pumpzelle der Rest-O2 aus der Nernstzelle elektrochemisch entfernt wird und der resultierende Strom der Ionenwanderung gemessen und in O2 umgerechnet
      wird.
      Zu 2:
      Ein speziell entwickeltes Meßverfahren der Hochfrequenzeigenschaften der Nernstzelle dient der Konstanthaltung der Betriebstemperatur.

      Unsere langjährige Erfahrung mit dieser Sonde hat gezeigt, dass diese absolut langzeitstabil und somit zuverlässig betrieben werden kann. Selbst Tests seitens der Industrie mit Styroporverunreinigungen im Brennstoff konnten der Sonde nichts anhaben. Die LSM11 war unmittelbar nach der Kontaminierung blind.

      Wir raten vom Einsatz der LSM11 dringend ab. Der breite Einsatz dieser Sonde hat gezeigt, dass sie für diesen Einsatz nicht geeignet ist. Von vielen hundert von uns verkauften Breitbandsonden LSU4.2 ist bisher nicht eine einzige ausgefallen.

      Gruß Helmut
      gest. 26.05.2015

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