Der Solarthermie folgt nun Strom

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      • # 102452

      Der Solarthermie folgt nun Strom

      So,
      damit in dieser Kategorie auch endlich mal ein Beitrag steht, stelle ich mal mein Photovoltaik Projekt vor.
      Kurz zur Entstehung:
      Ich hatte eigentlich, wie in einem anderen Fred bereits erwähnt, vor eine Hybridanlage auf mein Garagendach zu packen. Garage deshalb, weil dort mein HV und der Puffer steht.
      Also ein System wo vorne Strom gemacht wird und hinten Warmwasser. Da ich mit den Leistungsdaten der Wassererwärmung nicht richtig zufrieden war, habe ich mich entschlossen das System doch zu trennen.

      Im Frühjahr war es dann so weit. Auf den ersten Teil des Dach (süw-west/west Ausrichtung) kam ein Braas TK8 Modul. Es handelt sich dabei um ein Solarthermiemodul mit 8qm und Indachmontage.
      Auf Grund der kurzen Sparenlänge von gerade mal 2,10 m musste der Eindeckrahmen des Modul oben und unten zwar etwas angepasst werden aber es ist drauf :D
      Obwohl die größere Dachfläche, welche fast perfekte Südausrichtung hat, der PV Anlage vorbehalten ist bin ich mit dem Thermiemodul sehr zufrieden. Ich musste seit der Inbetriebnahme Ende März nur zweimal anheizen.

      So nun zur PV Anlage.
      Diese wird auch Indach und ebenfalls von Braas. Die Module heißen Braas Indax und haben eine Nennleistung von 255 W.
      Auf die Dachlänge von 10 m und ebenfalls Sparenlänge von 2,10m bekomme ich einen String mit 9 Modulen. Die Eindeckbleche müssen oben und unten ebenfalls etwas angepasst werden.
      Der Wechselrichter wird ein StecaGrid 2500 und das loggen bzw Einspeisemanagment übernimmt ein SolarLog 1200 WiFi.

      Mit einer Systemleistung von gerade mal 2295 W ist es eher eine kleine Anlage. Aber das Ziel ist auch, nicht mit der Einspeisevergütung von nur noch mageren 12,6 C/KWh Geld zu verdienen, sondern mit einer "geringen" Investition den Eigenverbrauch möglichst hoch und effizient zu bekommen und möglichst wenig Strom einzukaufen.
      Wenn der Logger in einem halben bis dreiviertel Jahr dann sagt, es wird trotzdem noch ordentlich eingespeist, dann wird das System noch um ein Batteriespeicher erweitert.

      Hier auch das erste Bild, gestern haben Sie die Anlage zu meinem Bruder in die Zimmerei geliefert und Abends habe ich sie dann abgeholt.



      Morgen geht es dann in aller Ruhe los die Träger bzw. Rahmen auf das Dach zu schrauben.
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      • # 102522
      Moin,
      ja es gibt Neuigkeiten. Der Samstag war produktiver wie gedacht.
      Eigentlich hatte ich nur geplant die Grundträger der Module zu montieren, aber mein Vater hat mir geholfen und später kam auch noch kurz mein Bruder vorbei und half die Module einzuhängen.

      Zuerst haben wir die untere und obere Hilfsbohle auf das Dach geschraubt. An der unteren Bohle haben wir vor der Montage noch eine Fase angebracht, damit ein ausreichender Spalt für eine Hinterlüftung der Module entsteht (leider schwer zu sehen auf dem Bild).



      Darüber haben wir dann ein Alu Lüftungsgitter genagelt. Über dieses läuft dann das untere Ablaufblech welches in dann in der Dachrinne endet. An dem Ablaufblech mussten wir nur den Bleilappen abschneiden, welcher normalerweise wieder auf die untere Ziegenreihe führt.



      Nachdem das Dach soweit vorbereitet war haben wir zeurst die Einteilung der Module ausgemessen und nach dieser die unteren (modifizeirten) Ablaufbleche montiert.
      Danach wurden die Drainagenbleche, welche zwischen den Modulen sitzen, senkrecht ausgerichtet und angeschraubt.
      Als Abschlussarbeit der Grundkonstruktion mussten nur noch die oberen Halteschienen montiert werden.
      In diese wird das Modul eingehängt, verkabelt und dann nach unten geklappt und verschraubt.
      Und schon kann das erste Modul zum Test montiert werden.



      Und da es ab diesem Punkt wie das Brezelbacken läuft, war auch gleich Modul zwei und drei auf dem Dach.



      Und sieh da, das Solardach war fertig...





      Die Tage muss ich noch die oberen Ablaufbleche anpassen und montieren und die Kabeldurchführung in das Dach herstellen.
      Zudem hoffe ich, dass mein Wechselrichter diese Woche noch ankommt, damit ich mit er Elektroinstallation fortfahren kann.
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      • # 102596
      Aus Zeitmangel wurde die Tage nur noch das Eindeckblech etwas befestigt und die Kabeldurchführung in die Garage hergestellt.



      Und hier nochmal die Hinterlüftung und der obere Einhängerahmen.







      Da meine restlichen Komponenten noch auf sich warten lassen und nächste Woche erst mal Urlaub ansteht, wird es wohl die nächste Zeit nicht weiter gehen
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      • # 105027
      So,
      nach langem Schweigen melde ich mich mal wieder. Mittlerweile ist die Anlage fertig gestellt.

      Hier noch der Wechselrichter als er noch nicht angeschlossen war.


      Im Zuge der Verlegung meiner Heizungs-Erdleitung habe ich damals auch gleich ein neues Erdungsband mit vergraben, da mein vorhandener Erdanschluss nun auch schon gute 50 Jahre auf dem Buckel hat.
      Im Zuge der Installation der PV-Anlage habe ich dann endlich mal den neuen Haupterdungspunkt fertig gemacht und angeschlossen.


      Und das Dach wurde auch nach fast zwei Jahren endlich mal gedeckt.






      Die Anlage läuft nun seit Ende September in Probelauf und seit 12. Oktober habe ich sie auch offiziell bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Derzeit warte ich nur noch auf die Anmeldebestätigung des Netzbetreibers und den Einspeisevertrag.

      Ich habe seither, für diese Anlagengröße, auch schon ordentlich Eingespeist bzw. einige Kwh eingespart.
      Wenn es interessiert, der kann sich die Daten mal auf meiner Solarlog-Seite ansehen.

      SolarLog-Seite

      Den Eigenverbrauchszähler könnt ihr einblenden, indem ihr rechts einen Haken bei Bilanz macht und dann oben über Tagesansicht nochmals aktualisiert.


      P.S.: Derzeit bin ich auch mit der Firma, bei der ich nebenher jobbe, am verhandeln bezüglich eines 5Kwh LiPo-Energiespeicher um meinem Eigenverbrauch nochmals zu erhöhen.
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      • # 105226
      @Mattes:

      Die Hersteller verkaufen die Module so, dass man damit Strom macht und wie du sagst hinten "kühlst". Das durch die Kühlung erwärmte Wasser kann man dann entweder z.B. in einer Zisterne wieder runter kühlen und die Energie verpuffen lassen oder man heizt seinen Pol damit oder man puffert es in seinen Wärmespeicher der Heizung/WW.
      Die Variante mit dem Pol und der Heizung/WW Pufferung wird auch angeworben.

      Das Problem dabei ist, man hat eine Vorlauftemperatur von ca. max. 60-65°C.
      Eine HV Anlage hat aber nach dem Anheizen auch mal schnell bis zu 90°C im Puffer. Das heißt unter umständen läuft die "Kühlung" gar nicht oder man bekommt wegen der niedrigen Vorlauftemp. im Sommer z.B. nicht genug Wärme vom Dach du muss ständig zuheizen.

      Nach mehrmaligen Gesprächen wurde mir dann auch bestätigt, dass die Module eher für Passiv- und Niedrigenergie Häuser sind, welche z.B. Fußbodenheizung haben mit max. 40°C Heizungsvorlauf.

      Bei meiner getrennten Variante habe ich jetzt im Hochsommer locker mal bis zu 90°C Vorlauftemp. im Modul, somit bekommst du bei Sonne immer Wärme vom Dach.
      Und obwohl ich jetzt eine nicht optimale süd-west/west Ausrichtung habe, musste ich mit meinem 8qm den Sommer nur einmal anheizen.

    Webutation