Großprojekt oder Bodenständiges Heizsystem

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Holzheizer Forum und Holzvergaser Forum sind vereint.
    Du hast Probleme beim Login? Schreibe uns im Forum "Probleme mit der Registrierung".
      • 1

      • # 114920

      Großprojekt oder Bodenständiges Heizsystem

      Auch wenn ich derzeit noch nicht alle Details über das Haus habe, welches wir in Zukunft bewohnen werden, so kann ich doch mit einigen Informationen dienen;


      Standort: Sachsen Anhalt - Landkreis Lutherstadt Wittenberg - Dübener Heide

      Baujahr: 1993

      Art des Objektes: eine Art "Auszugshaus" in zweiter Reihe, auf dem ehemaligen Bauernhof meiner Großeltern

      Dämmung der Fassade: KEINE

      Dach gedämmt - Detail sind nicht vorhanden

      Fenster: "einfache" Doppelverglasung

      Heizung: Öl - 4 x 1000L Tanks

      Teilunterkellert

      Erdgeschoss: ca: 55m2

      Dachgeschoss: ca: 50 m2

      Schornstein: zwei Züge

      Wohnzimmer: 30m2 - ausgestattet mit einem Kamin

      Das Erdgeschoss und das 10m2 Bad oben haben Fußbodenheizung, das Bad oben und die Gästetoilette unten haben einen Handtuchtrockner

      Im Schlafzimmer ca:18 m2, im Kinderzimmer ca: 17 m2 und im "Büro" ca: 4 m2 sind Radiatoren installiert

      Jahresverbrauch Öl: ist nicht bekannt - ein Energieberater wird zu gegebener Zeit von mir beauftragt

      Grundstück: ca: 530 m2

      Projektvorstellung meinerseit:

      Aus dem Haus eine Zukunftssichere Immobilie für das Alter zu machen.

      Thema HEIZKOSTENREDUZIERUNG. Warum beschäftigt mich dieses Thema;

      Die Zeiten werden nicht leichter und die Energiekosten bleiben nicht auf dem derzeitigen Niveau. Ein Freund in der Region tankte zuletzt für 0,45€ je Liter Heizöl und wir konnten uns beide noch an Zeiten erinnern, da kostete der gleiche Liter 1,06€. Da es in 25 Jahren kaum noch eine vernünftige Rente geben wird, würde ich mir gern heute schon Gedanken dazu machen, wie ich im Alter mit wenig immer noch gut Leben kann. Zumindest das Dach über unserem Kopf sollte sicher, dicht und darunter warm sein, denn meine Frau friert schnell bei unter 24 Grad ;-)

      Aber nun zum Thema:

      Nach einigen Recherchen habe ich mir ein Bild von den Holzpreisen in der Region gemacht; Folgendes ist die Grundlage für einen HV Wunsch:

      Im Eigenerwerb kann ich derzeit den Raummeter Weichholz für 15,00€ sowie den Raummeter Hartholz für 20,00€ in einer Entfernung von ca: 25 km vom Wohnort entfernt machen.

      Ein Unternehmen liefert mir 40 Raummeter Buche als Stammware für 41,00€ je Raummeter vor die Haustür.

      Eine brauchbare Kettensäge ist vorhanden, die Firma Ochsenkopf ist im Moment nur knapp 35 km entfernt und der Wunsch nach einer GROßEN HUSQVARNA ist auch schon länger da:-)

      Mein 5 Jahre alter Caddy hat Allrad und kann 1500 kg ziehen (Anhängerkupplung vorhanden), ein Hänger dafür wäre eventuell später eine passende Option, wenn es sich denn rechnen wird. Das Holz machen als solches kenne ich schon, eine Knochen Arbeit die Spaß macht. Vorraussetzungen hier, ich benötige keine 20 Raummeter pro Jahr...

      Unter dem Begriff Großprojekt Stelle ich mir ein Zusammenspiel mehrerer Komponenten vor.

      Da wären:

      A Holzvergaser + Pufferspeicher
      B die Dachflächen von ca: 50 m2 für Solarthermie nutzen - Ausrichtung Süden
      C eine Fassadendämmung von ??? mm und anschließend mit Lärche verkleidet ( hält 100 Jahre und schaut gut aus )
      D Errichtung eines passenden Nebengebäudes für den HV und das Brennholz - Regional möglich OHNE Baugenehmigung - bis 50 m2
      E neuer Kamin für die wohlige Wärme im Wohnzimmer
      F durch Wegfall der Öl Heizung im Keller den freien Zug nutzen um im Dachgeschoss einen weiteren Kamin zu installieren
      G in der Küche würde ich gern einen Holzherd plus Schornstein installieren

      Das wäre mein Großprojekt. Ob und in welchem Umfang alle diese Punkte realisiert werden hängt natürlich von der Nutzbarkeit ab.

      Das sich bei den von mir genannten Preisen für Brennholz gewisse Investitionen unter Umständen rein vom € her betrachtet nicht wirklich rechnen werden ist mir schon jetzt klar. Jedoch denke ich auch an die Zeit, wenn Brennholz machen Altersbedingt nicht mehr ganz so viel Freude macht.

      Ein rein hypothetisches Beispiel wie meine Synapsen funktionieren;

      Angenommen ich würde pro Jahr 2.500 Liter Öl brauchen, um das Haus für uns schön warm zu halten bei Kosten von 0,90€ je Liter. Gesamtpreis - 2250,00€

      Nehmen wir weiter an, ich würde ersatzweise 18 Raummeter Hartholz im HV heizen, zu je 45,00€ je Raummeter. Gesamtpreis - 810,00 €

      Das wäre langfristig schon eine deutlich geringere Monatliche Belastung für den doch relativ geringen Stundenlohn in der Region.

      Für mich wäre das die Bodenständige Variante!

      Jetzt wird man halt aber auch nicht jünger, also grübeln wir weiter.

      Nehmen wir an, ich würde die Fassade mit 140 - 220 mm Steinwolle Dämmen und nehmen wir weiter an, dass ich dadurch ca: 30% der Heizkosten sparen kann. Das würde bedeuten, dass ich ab hier nicht mehr in € rechnen würde, sondern mit der Einsparung an Arbeit durch die um 30% geringeren Raummeter. Wir wären jetzt bei 12,6 Raummeter pro Jahr.

      Nehmen wir jetzt weiter an, ich würde durch die nun Ohnehin schon vorhanden Pufferspeicher die Dachfläche von ca : 50 m2 für Warmwasser UND Heizungsunterstützung nutzen. Aus dem Bauch heraus gehe ich von weiteren, mindestens 20% Holzersparniss aus. Das bedeutet, dass ich nun keine 12,6 Raummeter pro Jahr benötige, sondern nur noch knapp 10 Raummeter Hartholz pro Jahr machen müsste. Natürlich lassen sich so auch wieder einige Euros sparen, ABER es geht mir eher um die enorme Reduktion der zu leistenden Arbeit. Nämlich die VON 18 RAUMMETER PRO JAHR AUF 10 RAUMMETER PRO JAHR.

      Ein Heizungsbauer, einige Dörfer weiter wäre auch vorhanden. Er hat in den letzten Jahren schon mehrere Anlagen mit Atmos, ETA und Fröling gebaut.

      So. Das ist meine grobe Vorstellung. Nun bin ich wirklich gespannt ob sich meine Ideen überhaupt zusammen bringen lassen.

      Zum Schluss noch zwei Punkte um Mißverständnisse zu vermeiden. Das sich eine Warmwassererzeugung von 40m2 oder mehr auf dem Dach nicht wirklich "rechnet" da man im Sommer viel zu viel Energie erzeugt und im Winter dennoch zuheizen muss ist klar. Die Frage wäre hier ja auch, was ist sinnvoll um die Heizungsanlage im Winter noch unterstützen zu können. Auch möchte ich im Vorfeld darauf hinweisen, dass wir nicht "Wohlhabend" sind. Wir sind eher unverhofft zu unserem neuen Haus gekommen und müssen nun unsere Ersparnisse nicht mehr als Anzahlung für einen Immobilien Kredit verwenden. Als HV kommt ein Vigas genau so in Frage wie ein Atmos oder (Träum) ein ETA

      liebe Grüße, Mario
      • 2

      • # 114932
      Hallo Mario,
      Du hast Dir einen schönen Fleck ausgesucht ich w ar ab und an in Bad Düben und bin auch schon in der Umgebung wandern gewesen.
      Ich mache den Anfang und versuche mal. Meinen Anfragen nach hast Du ja schon in Richtung HV Dich entschieden. Du schreibst auch von der Arbeit die darin steckt vom Baum bis in den Kessel. Viele die sagen ich will HV und dann kommt das böse Erwachen..........
      Standort der Heizung ist wichtig wenn sie nicht mehr ins Haus rein passt Kessel und Puffer nehmen ja Platz weg. Also extern neben den dem Wohnhaus, aber wenn möglich nicht soweit weg wegen den Leitungen Kessel -Puffer > Haus.
      Du hast theoretisch gerechnet wenn diese Optimierung dann weniger Holz und so weiter > dieser Gedankengang ist richtig. Aber ist dies sch alles realisiert bevor Ihr einzieht und bevor die neue Heizanlage installiert ist??? Deshalb ein wenig vorsichtig an die Sache rangehen.
      Grundprinzip wenn einer eine neue Heizung plant und er bei uns anfragt ich möchte mir....... Dann kommen unsere langjährigen Erfahrungen ins Kalkül.
      Der Heizer soll nicht Sklave seiner Heizung sein!!! Die Heizung mit Puffer soll so bemessen sein, das die Wohnung im kältesten Winter für mindestens 24 Stunden warm ist!!!!! Wenn dieser Punkt (kältester Winter) nicht immer eintrifft hat er den Vorteil das er eben alle paar Tage nur heizen braucht. Solar ist gut zur Heizungs Unterstützung (sofern die Sonne scheint) und für WW im Sommer und in der Übergansgzeit für Heizung.
      Wir haben einen User im Forum der hat mitten im Haus einen 10 000 lt Puffer zu stehen dazu noch Solar.
      Ich habe eben mal grob Deine m² zu beheizende Wohnfläche zusammen gerechnet > runde 200 ². Für diese Fläche empfehle ich mind. ein 30 Kw Kessel. Als Kessel würde ich schon einen modernen Tp mit Lambda Reglung aussuchen. Atmos.
      Wenn es dann Ernst wird mußt Du unbedingt den Schorni vor Ort in die Heizungs Planung einbeziehen wegen neuem Schonrstein usw.
      MfG Jürgen

      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; Lamdacheck;
      WW: Vissmann Vitacell 300
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.

      striegistal-wetterstation.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jürgen ()

      • 3

      • # 114935
      Hallo Jürgen,

      Danke für die ersten Info's! Den Beitrag des Users mit dem 10.000 Liter Puffer habe ich schon einmal gelesen. Bei uns passt das jedoch nicht in das Haus:-(

      Bei deiner Berechnung unserer Wohnfläche ist dir ein kleines Malör passiert. Das Haus hat gesamt ca: 105 m2. Etwa 55 m2 im Erdgeschoss und ca: 50 m2 unter dem Dach. Die Größe der einzelnen Räume habe ich so aus der Erinnerung zusätzlich notiert.

      Die Anlage wird, unabhängig vom Umfang erst angegangen, wenn wir dort wohnen. Vermutlich im Sommer 2017. Vorher wird das nix, noch haben wir Arbeit in NRW. Speziell bei der Dämmung des Hauses werden wir selbst, mit Unterstützung von Freunden und Bekannten Hand anlegen. So lässt sich richtig Geld sparen denn die Materialkosten für die geschätzten 140 m2 Fassadenfläche sind durchaus überschaubar.

      Den Schornsteinfeger werden wir natürlich mit unserem Heizungsbauer zusammen bringen um alles unter Dach und Fach zu bekommen und NEIN, wir möchten nicht wie du es so schön formuliert hast, SKLAVE unserer Heizung werden. Im strengen Winter 1x anheizen muss reichen OHNE noch einmal nachlegen zu müssen. Aus der Erinnerung heraus weiß ich, dass es dort auch schon einen Winter gab, da waren es über Wochen hinweg -22 Grad und mehr. Die Bach hinter dem Haus, sie hat normalerweise gut 30 cm Wasser, frohr in Schichten immer höher, bis sie unter der Brücke ankam. Das waren gut 100cm. Eine schöne Erinnerung für's Leben. Man findet ja im www viele Infos, auch zu Preisen. Als Pufferspeicher könnte ich mir vorstellen, das Volumen mit maximal 5.000liter (je Puffer) anzusetzen, wenn es denn nötig ist auch mehr, dann aber verteilt auf 2-3 Speicher. Ab 5.000 Liter sind es Sonderanfertigungen zu enormen Preisen. Der beste Preis für einen 5.000 Liter Pufferspeicher den ich im Netzt finden konnte, ohne Dämmung und ohne Wärmetauscher lag bei ca: 2.000,00€. Das ist natürlich schon ne Hausnummer, ABER man erhält auch ein riesiges Speichervolumen in nur einem Tank. Gedämmt und in einer Holzkiste verstaut sollte es wohl schon fast das Optimum sein. In der Summe bleibt es im Anschaffungspreis fast gleich, ob man mehrere 800-1000 Liter Tanks kauft, oder eben gleich einen 5.000 Liter Tank nimmt. Der Vorteil bei einem großen Tank ist ja nicht nur die höhere Effizienz sonder auch die Ersparnis beim Verrohren. Ein Tank braucht weniger Anschlüsse und Rohre als 5-6 kleine Tanks.

      Einzig den Kamin würden wir zusätzlich mit an machen, aber auch hier ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Ich habe leider keine Ahnung, ob es sinnvoller wäre den HV so auszulegen, dass man im Winter die erforderlichen/gewünschten Temperaturen im Wohzimmer erreicht, oder ob man mit einer "Grundtemperatur" arbeitet und sich die letzten paar Grad dann über den Kamin holt, wenn man diese auch wirklich benötigt. Wenn alle außer Haus sind reichen ja 22 Grad in den Wohnräumen und nach Feierabend bzw am Wochenende legt man dann Holz in den Kamin. Je nachdem was auf lange Sicht kostengünstiger wird

      Der Heizungsraum könnte an der linken Seite des Grundstückes entstehen, der Abstand zur Hauswand wären dann ca: 2-3 m. Leider ist dort nicht wirklich genug Platz um auch das Brennholz in großen Mengen zu lagern. An der rechten Grundstücksgrenze könnten wir hingegen gut 50 m2 überdachen und so ein Heizhaus Mauern wie auch das Brennholz daneben unterbringen. Aus reiner Bequemlichkeit würde ich letzteres vorziehen, allerdings müssten die Leitungen zum Haus dann gut 6-10 Meter lang werden und mit mind. einem 90 Grad Bogen versehen werden. Die Leitung von der linken Grundstücksgrenze könnte hingegen 2-3 Meter schnur gerade in das Haus gehen.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Mario
      • 4

      • # 114938
      Hallo,

      Lies dir den Anhang mal durch:


      Dann sollte man das Haus dämmen, hast du ja auch vor.

      Wenn du an die Heizung heran gehen willst MUSST du deine Heizlast bei -22°C festlegen.
      HV und Speicher danach rechnen!
      Wenn du deine Heizkörper noch auslegen musst : Immer nach der niedrigsten möglichen Heizwassertemperatur!

      Im Anhang ist ein Link angegeben für eine Excel Datei, da kannst du dann verschiedene Varianten probieren.
      Auch sind da Fragen zur Auslegung angegeben, wenn du die beantwortest kann ich dir eine Rechnung hier einstellen.
      Auch ist ein Link zu einer Hydraulik angegeben.


      mfg
      HJH
      Dateien
      • Einstieg_03.03.pdf

        (167,96 kB, 32 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • 5

      • # 114940
      Danke HJH für deine Unterstützung!

      Habe mir das ganze einmal durchgelesen und abgespeichert. Eine Flut an Informationen vor der ich stehe wie der Oxe vor dem Berg. Mir war aber bewusst, dass es ein ganzes Stück Arbeit wird, eine auf unsere Wünsche zugeschnittene HV Anlage zu realisieren, zumal ich bis dato nur einen Schalter zu betätigen brauchte und alles wurde warm.... Was die Sache im Moment zusätzlich erschwert, wir haben keine wirklich hilfreichen Informationen über den Verbrauch des Hauses und können Real betrachten die spezifische Planung mit allen notwendigen Daten erst angehen, wenn wir dort wohnen. Nichts desto trotz, grundlegende Dinge sind auch schon im Vorfeld planbar, wie etwa die sinnvolle Fassaden Dämmung in mm oder auch die Solarthermie Anlage in einer praktikableren Größe.

      Ein Bekannter von mir sagte kürzlich, das eine Anlage auf dem Dach garnicht groß genug sein kann, denn jedes Grad, dass man im Winter darüber realisiert, spart dauerhaft Heizkosten und im Falle eines HV eben auch eine Menge Arbeit.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Mario
      • 6

      • # 114942
      Hallo,

      Ein anderer, aber recht realistischer Spruch ist:

      Man spart mit Solar Öl, aber nicht unbedingt Geld.

      Wobei es sich aber auch meiner Ansicht nach schon bei einer HV Anlage anbietet.
      Da die Speicher schon da sind, kann man diese im Sommer auch für Solar nutzen.

      Ist vor allen Dingen auch eine Frage der Hydraulik.
      • 7

      • # 114943

      HJH schrieb:

      Hallo,

      Ein anderer, aber recht realistischer Spruch ist:

      Man spart mit Solar Öl, aber nicht unbedingt Geld.

      Wobei es sich aber auch meiner Ansicht nach schon bei einer HV Anlage anbietet.
      Da die Speicher schon da sind, kann man diese im Sommer auch für Solar nutzen.

      Ist vor allen Dingen auch eine Frage der Hydraulik.
      Hallo HJH,

      den Spruch kannte ich schon, da ist was wahres dran. Es geht mir ja auch in erster Linie um eine sehr langfristige Investition. Mit 39 ist das Leben noch frisch, mit 69 sieht das Ganze vielleicht schon wieder anders aus, man weiß ja nicht was kommt...

      Das Thema Hydraulik ist ganz ohne Zweifel das A und O!

      Mit freundlichen Grüßen,

      Mario
      • 8

      • # 114944
      Hallo,

      Auch wenn man 69 wird kommt nicht mehr Sonne vom Himmel.

      Man rechnet bei 10m2 therm. Solar mit einem Jahresertrag von 3000...5000kWh.
      Das sind 300...500L Öl.

      Bau so, dass du wenigstens auf 5000kWh kommst.

      Mit freundlichen Grüßen / HJH
      • 10

      • # 114968
      deine gedanken für die zukunft sind ja richtig. da ich auch gerade am suchen und planen bin, habe ich mir folgende fragen gestellt:
      - wie lange hält eine solare unterstützung
      - wie lange ein HV
      - macht fassadendämmung an jedem haus sinn ( gibt ja nicht gerade wenige probleme und folgekosten )
      - repartur- und instandhaltungskosten mit in die planung einbeziehen
      • 11

      • # 114970
      @Nobody Du hast einige Fragen,
      Ich würde Dich bitten mache einen neuen Thread auf, denn die Antworten zu Deinen Fragen würden dieses angefangene Thema hier trennen.
      Ich hätte auch schon Antworten für Dich parat, denn gerade dieser Themen Komplex birgt einiges in sich.
      MfG Jürgen

      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; Lamdacheck;
      WW: Vissmann Vitacell 300
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.

      striegistal-wetterstation.de/
      • 12

      • # 114972
      Hallo @Nobody,

      Dann will ich mal anfangen.

      Du meinst evt. "Lenensdauer einer Solaranlage" ??
      Wenn ich eine dume Antwort geben sollte, würde ich sagen das ist wie mit den Frauen, die Pflege machts, oder doch nicht?

      10 Jahre sollte so eine Anlage schon halten, bei reglemäßiger Wartung auch 20 Jahre.
      Kommt auch darauf an wie oft und wie stark eine Anlage in Stagnation geht.

      Ein HV sollte auch schon so 12...15 Jahre halten, hoffe ich.
      Mein HV läuft jetzt set 12.3.2009. Wichtig ist das man immer schön gleichmäßig mit einer nicht zu hohen Leistung (hohe Brenntemperaturen) fährt, auch sollte die Rücklauftemperatur möglichst über 65 °C liegen wegen der Schwitzwasserbildung.
      An Verschleißteilen wird es mal ne Düse sein oder ein paar Schamottsteine auch kann der Boden aus Feuerfestmaterial mal erneuert werden müssen.

      Ja, Fassadendämmung...
      Da redet die Presse und das Fernsehen als schion mal dumm daher.
      Was machts du wenn es draussen kalt ist, du ziehst eine Jacke an. Das habe ich bei meinem Haus auch gemacht.
      Ich habe meine Fasssadendämmung 1979 gemacht beim Bau des Hauses, halt nur zu wenig mit 80mm.
      Bisher hatte ich keine Probleme, bringt meiner Ansicht schon etwas. Vor allen Dingen ist das ein angenehmes wohnen mit der gleichmäßig niedrigen Heizkörpertemperaturen bei angenehmen 21°C.

      • repartur- und instandhaltungskosten- ???
      Was meinst du damit?

      mfg
      HJH
      • 13

      • # 114973
      es war so gemeint, das Betterlife sich diese fragen auch stellen sollte. für mich ließt sich sein vorhaben nach "einmal geld ausgeben und dann die sachen für immer nutzen". so ist es ja leider nicht.

      thema dämmen ist ein sehr schwieriges thema, leider. bei neubauten noch relativ einfach, da es vorgaben gibt auf die alles soweit aufbaut. aber bei bestehenden objekten kann man als heimwerker schnell viel falsch machen
      • 14

      • # 114974

      HJH schrieb:

      Hallo @Nobody,

      Dann will ich mal anfangen.

      Du meinst evt. "Lenensdauer einer Solaranlage" ??
      Wenn ich eine dume Antwort geben sollte, würde ich sagen das ist wie mit den Frauen, die Pflege machts, oder doch nicht?

      10 Jahre sollte so eine Anlage schon halten, bei reglemäßiger Wartung auch 20 Jahre.
      Kommt auch darauf an wie oft und wie stark eine Anlage in Stagnation geht.

      Ein HV sollte auch schon so 12...15 Jahre halten, hoffe ich.
      Mein HV läuft jetzt set 12.3.2009. Wichtig ist das man immer schön gleichmäßig mit einer nicht zu hohen Leistung (hohe Brenntemperaturen) fährt, auch sollte die Rücklauftemperatur möglichst über 65 °C liegen wegen der Schwitzwasserbildung.
      An Verschleißteilen wird es mal ne Düse sein oder ein paar Schamottsteine auch kann der Boden aus Feuerfestmaterial mal erneuert werden müssen.

      Ja, Fassadendämmung...
      Da redet die Presse und das Fernsehen als schion mal dumm daher.
      Was machts du wenn es draussen kalt ist, du ziehst eine Jacke an. Das habe ich bei meinem Haus auch gemacht.
      Ich habe meine Fasssadendämmung 1979 gemacht beim Bau des Hauses, halt nur zu wenig mit 80mm.
      Bisher hatte ich keine Probleme, bringt meiner Ansicht schon etwas. Vor allen Dingen ist das ein angenehmes wohnen mit der gleichmäßig niedrigen Heizkörpertemperaturen bei angenehmen 21°C.

      • repartur- und instandhaltungskosten- ???
      Was meinst du damit?

      mfg
      HJH
      Hallo HJH,

      mit der Dämmung hast du natürlich recht, der Vergleich mit der Jacke ist gut. Bevor ich mein Projekt, oder besser gesagt meine ganzen Fragen hier eingestellt habe, nutzte ich natürlich das www um Info's zu bekommen. Ein jeder, der mit der Dämmung Geld verdient, Hersteller,Händler oder auch der Handwerker wird sagen, je dicker die Dämmung desto mehr Ersparnis bei den Heizkosten. Natürlich haben damit auch erst einmal alle recht. Nur gilt es zu betrachten, wieviel Ersparnis da am Ende rauskommt und was das ganze dann auch kostet. Das Frauenhofer Institut hat schon in den 80'er Jahren dazu eine Studie gemacht. Demnach ist alles über 80 mm Dämmung nicht wirklich sinnvoll und die beste Dämmung bringt ein Haus mit einer 50 cm Ziegelwand. Den Link habe ich gerade nicht zur Hand, jedoch kann man hier von einer Privatperson, welche sich die Mühe gemacht alle relevanten Daten zusammen zu bringen schon sehr genau ein Bild machen:

      neuwiedermuss.de/waermedaemmun…mmung_Sinn_und_Unsinn.pdf

      Es ist wohl wie mit der Solarthermie Anlage, viel hilft nicht immer viel, kostet aber IMMER viel mehr Geld als nötig. (Danke noch einmal für deinen sehr verständlichen Hinweis!!! ) Meine Projektanfrage habe ich hier ja nicht einfach so aus lange Weile reingestellt. Jedoch macht es meiner Meinung nach Sinn, seine Fühler in mehrere Richtungen auszustrecken. Ein befreundeter Architekt ( er weiß das er an mir kein Geld verdienen würde ) sagte zum Theme Solarthermie Anlage, so groß wie nur irgend geht und zum Thema Dämmung, 140 mm Mineraldämmung seien sehr gut. Von dir habe ich an einem einfachen Beispiel "gelernt" warum das Maximum eben nicht immer sinnvoll ist. Beim Thema Dämmung hatte ich die Info's aus dem Link im Hinterkopf, es hätte ja aber auch sein können, dass hier der eine oder andere Erfahrungen mit 200 mm oder auch 220 mm Dämmung gemacht hat und diese positiv waren. Dämmmaterial ist nicht gleich Dämmmaterial! Eine Holzfaserplatte oder Styropor an die Wand zu bringen macht schon einen Unterschied aus, nicht nur im Preis. Nobody hat schon recht wenn er nach Reperatur und Instandhaltungskosten fragt. Beim HV kommen diese ohne jeden Zweifel und bei der Fassade unter Umständen auch. Hier haben wir lange gegrübelt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir eine 80 mm Dämmung aus Naturmaterial in Verbindung mit einer Lärchenholzfassade machen werden. Die Kostenersparniss beim Heizen ist zum Vergleich der Anschaffungskosten eher unbedeutend, jedoch erhält man ein gutes Raumklima. Auch habe ich bisher noch keine Alternative zu den Lärchenholzbrettern gefunden. Bei ca: 11,00€ je m2 für die sägerauhen Lärchenholzbrettern mit 26mm Stärke und einer Haltbarkeit, weit höher als die uns noch verbleibenden Jahre gibt es wohl keine Reverenz dazu. Bei dem Dämmmaterial wollten wir schon etwas "Natürlich" verbauen. Styropor ist heute Dämmung und morgen Sondermüll, für die Generation nach uns...

      Letztendlich ist aber ohnehin immer alles eine Glaubensfrage. Mach ich den HV und Puffer so groß, dass ich bei der tiefsten, jemals erreichten Temperatur in meiner Region mit ein mal heizen auskomme, oder lege ich an den wenigen Tagen im Jahr, an denen diese Teperaturen erreicht werden einfach dann doch noch einmal nach. Kann man so machen, aber auch so ;-)

      Wer wie wir, alles neu machen kann/muss, denkt natürlich nicht nur an das heute. Heute könnte ich damit leben, wenn ich nachlegen müsste. Das möchte ich im Alter aber nicht. Der HV wird ohnehin nicht mit uns in Rente gehen, die Pufferspeicher aber schon. Also möchten wir die Anlage in ihrer " Grundkosnstrukion " so wählen, dass wir bis ins hohe Alter damit glücklich sind. In einen Großen HV kann ich auch weniger Holz füllen, einen kleinen muss ich unter Umständen 2 mal anheizen.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Mario

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Betterlife () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler

      • 15

      • # 114975

      Nobody schrieb:

      es war so gemeint, das Betterlife sich diese fragen auch stellen sollte. für mich ließt sich sein vorhaben nach "einmal geld ausgeben und dann die sachen für immer nutzen". so ist es ja leider nicht.

      thema dämmen ist ein sehr schwieriges thema, leider. bei neubauten noch relativ einfach, da es vorgaben gibt auf die alles soweit aufbaut. aber bei bestehenden objekten kann man als heimwerker schnell viel falsch machen
      Hey Nobody,

      Danke das du für mich mitdenkst, das Folgekosten entstehen ist uns schon klar ;-) , diese kommen jedoch im Laufe der Jahre, nicht als große Rechnung auf einmal. Beim Thema Dämmung gebe ich dir natürlich recht. Wir haben aber das Glück, einige Handwerklich begabte Menschen in unserem Bekanntenkreis zu haben und einen Architekten können wir auch immer mal wieder Fragen.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Mario
      • 16

      • # 114976
      wow Mario zu Deinem Beitrag. Ich habe eben nochmal vom Smartphone einen Blick ins Forum ob was wichtiges ist. Ich werde morgen antworten. Du siehst dieses Thema auch sehr.nüchtern.
      MfG Jürgen

      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; Lamdacheck;
      WW: Vissmann Vitacell 300
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.

      striegistal-wetterstation.de/
      • 18

      • # 114978
      Hallo,

      Wenn ich mich richtig erinnere ist Styropor/Polystyrol kein Sondermüll.

      In Industrieanlagen habe ich sogar Polystyrol verbrannt ohne Sonderauflagen vom Staat.

      Was man auch immer überall liest...

      Zu der Dämmung.
      Als ich anfing zu bauen dachte man noch nicht so richtig an dämmen.
      Das war 1976.
      Ich habe dann mit Poroton und 80mm Styropor gebaut.

      Jetzt weiß ich schon einige Fehler die ich gemacht habe.
      Man konnte halt nirgends fragen.
      Ich hätte mehr auf winddicht achten sollen.
      Die allgemeine Meinung war seitens der Verwandtschaft "Du erstickst".
      Mit dem Lieferant vom Styropor hatte ich anscheinend Glück.
      Anderes Styropor habe ich gesehen vollgesaugt mit Wasser!
      Obwohl normal nur 3...6% Wasser aufgenommen werden darf.

      Von Dampfsperre war überhaupt keine Rede in 1976.
      Unter's Dach kam Glaswolle mit Alufolie.
      Glücklicherweise habe ich das mit Hinterlüftung gemacht.

      Ich würde ja sagen zur Dämmung. Man MUSS aber die Randbedingungen unbedingt beachten.
      Welchen Dämmstoff man nimmt kann sich jeder in der heutigen Zeit selbst aussuchen.
      Ist auch eine Frage des Geldes.
      Styropor würde ich wieder nehmen, Holz brennt auch gut.
      Von Glaswolle würde ich Abstand nehmen.

      Holzvergaser mit Ölbrenner als Reserve würde ich wieder nehmen.
      Hängt aber auch vom Haus ab.

      Bei Häuser mit aktuellem Dämmstandard ist man evtl. auch mit einer Wärmepumpe gut versorgt.

      Bei ALLEN "neuen" Heizsystemen sind aber immer niedrige Vorlauftemperaturen gefragt!

      Was oft nicht gemacht wird ist das richtige Einstellen der Regelelektronik.
      Mir sind, glaube ich wenigstens, sehr wenige begegnet wo die Elektronik gut eingestellt ist.
      Da ist die Industrie gefordert hier bessere Geräte auf den Markt zu bringen.
      Damit meine ich nicht diesen "Smartphone"-Kram.

      mfg
      HJH
      • 19

      • # 114980
      Hallo HJH,

      du hast 1976 gebaut. Das ist sehr lange her, ich war da noch nicht einmal geboren ;-)

      "Damals" war vieles leichter, anders, preiswerter oder auch besser. Die Zeiten ändern sich, tagtäglich...

      Hier mal ein Link, es gibt natürlich noch viel mehr an Info's im www zu diesem Thema.

      baulinks.de/webplugin/2015/1804.php4

      Wer weiß, was den Politikern der EU in Zukunft noch so alles einfällt...

      Klar ist jedoch ganz ohne Frage, je gesünder die verwendeten Materialien desto besser. Ein wirklich gut gebautes Strohballenhaus kostet in der Herstellung ja auch definitiv weniger Energie gegenüber einem Fertighaus, oder auch einem Massivhaus. Die Strohballen kämen ja aus der Region. Das wohnklima soll, genau wie der heizwärmebedarf über jeden Zweifel erhaben sein. Voraussetzung hier : man erhält hochwertige Strohballen die trocken sind...

      Es gibt zu jedem Thema immer mindestens zwei Meinungen, du hattest ja, wie du selbst schreibst, mit deiner Dämmung Glück. Keine Nässe und kein Schimmel! Und dennoch, heute würdest auch du vermutlich vieles anders machen ( müssen ), auch mit Hinblick auf aktuelle Gesetze...

      Mit freundlichen Grüßen,

      Mario
      • 20

      • # 114983
      Nachtrag:


      Eine vernünftige Regelung hat ganz ohne Zweifel Vorteile und ich teile deine Meinung, ein Smartphone braucht man nicht wirklich. Ich habe eins, der Vertrag läuft Mitte diesen Jahres aus und dann ist Schluss. Man lebt einfach ruhiger ohne ständig auch noch per Mail erreichbar zu sein. Geld kostet es auch noch ganz ordentlich, das muss, zumindest für uns nicht mehr sein. Ein Freund wollte nun auch "endlich mal ein Top Handy haben" ein aktuelles Smartphone, das mit dem Apfel drauf. Nun ja, 660,00 Euro pro Jahr mit Vertrag :-(, in einer Region mit wirklich schlechten Verdienstmöglichkeiten. Jeder wie er mag, unsere neuen Verträge kommen vermutlich für das Handy von Congstar, x Freiminuten für 2,00€ bzw 4,00€ pro Monat, je nach gewünschten "Freiminuten". Für uns macht das dann 24,00 - 48,00€ PRO JAHR. Damit kann man leben denn der PC steht dann zu Hause, mit Internet und Festnetz Anschluss.

      Das Thema Wärmepumpe ist sicherlich auch nicht ohne. Jedoch gilt auch hier, genau nachrechnen. Der Bekannte eines Freundes hat vor ein paar Jahren neu gebaut, mit Wärmepumpe. Ergebnis, das ganze rechnet sich, auch in Bezug auf Wartungs/Instandhaltungskosten sowie hohen Strompreisen erst, nachdem die Anlage ausgetauscht wurden ist. Vermutlich nach 18-22 Jahren. Wenn überhaupt, denn die Energiekosten, speziell die Stromkosten werden immer weiter steigen. Das ist eines der wenigen Verbrauchsgüter die der Endverbraucher HABEN MUSS, ob er will oder nicht. Ähnlich wird es mit dem Trinkwasser/Abwasser sein, nach TTIP. Privatisierung von Grundbedürfnissen, kein guter Weg für Endverbraucher. Noch einmal zum Thema Technik. Diese macht unser aller Leben im besten Fall einfacher. Doch wo viel Technik verbaut wird, da kann eben auch viel kaputt gehen. Das kostet dann wieder richtig viel Geld. Mein Caddy z.B.: hat den Allrad, eine Klimaanlage ein Automatikgetriebe und ein Radio. Mehr Extras gibt es nicht, naja, ein CD Radio hat er auch. Sehr gern hätte ich mir einen Defender zu gelegt. Für mich eines der letzten Autos mit Charakter. 3.5 to Anhängelast, bis zu 1 to zuladung und von der technischen Ausstattung eher Bj.1980, leider ist ein solches Fahrzeug im Unterhalt nahezu unbezahlbar. Gegenüber dem Caddy Doppelter Verbrauch und doppelte Steuern. Zu viel für mich, schön ist er aber dennoch und außer der Elektronik am Motor lässt sich dieses Auto wohl auch recht einfach mit " Hammer & Schraubenzieher " reparieren. Wenn ein Moderner Toyota Land Cruiser steht, dann steht er, genau mir ein Mercedes,BMW, VW oder Skoda. Ohne Techniker geht da nix mehr.

      So kamen wir für uns auch auf die Idee, wenn wir bauen, dann mit möglichst wenig Technik. Ein Grundofen war hier unsere erste Wahl um das Haus warm zu bekommen. Lebenserwartung eines gut ausgeführten Grundofens, 15-20 Jahre ohne Reperaturen. Dann müsste unter Umständen der Brennraum erneuert werden und man hat wieder 15-20 Jahre Ruhe. Das ganze funktioniert auch noch ohne irgendwelche Elektronik , Strom oder Verschleißteile. Da wir nun aber ein Haus geerbt haben, fällt dieser als "Ganzhausheizung" vermutlich aus. Die bis zu 4 to Gewicht werden wir wohl nur schwer in das vorhandene Haus integrieren können. So muss eine andere, im Unterhalt günstige und vor allem von der Industrie zwecks Brennstofflieferung befreite Variante her.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Mario
      • 21

      • # 114984
      Also, im Stroh wollte ich nicht leben.
      Zu viel an Ungeziefer was da so rum läuft.

      Da ist mir mein Ziegel-Poroton lieber.
      Auch im Sommer sehr ausgeglichene Wärme.

      Dämmen würde ich mehr.
      Auch würde ich mehr auf Wärmebrücken achten.

      Das mit dem Styropor als Sondermüll...
      Da hat wieder eine Lobby zugeschlagen!

      Auch grün ist nicht immer gut. (Das totale Grün)
      Obwohl, wenn es die nicht gegeben hätte würden wir uns jetzt im Atomstrom baden weil man das Wasser nicht mehr nutzen könnte.

      Man sollte halt nichts übertreiben.

      mfg
      HJH
      • 22

      • # 114985
      Hallo,

      Das mit dem Grundofen, oder auch mit jedem anderen Ofen, ist mehr oder weniger ein Heizen mit Emotionen. (Bärenfellromantik)

      Davon habe ich mich schon sehr früh getrennt.

      Ich hatte auch einen offenen Kamin geplant.
      Gebaut habe ich dann einen Kamin mit Türen, Außenluft und Heizluft.
      Funktioniert auch.
      Angesteckt habe ich den seit 1979 evtl. 10x.

      Dann habe ich mit Öl geheizt, war halt einfacher.

      Da ich beruflich mit der Holzverbrennung zu tun hatte, habe ich mir dann noch vor der Verrentung einen HV gekauft und den optimiert.

      Holz muss mit recht hohen Temperaturen verbrennen und die erreicht man nicht in einem Grundofen und schon gar nicht in einem Kamin, von offenem Kamin ganz zu schweigen.

      mfg
      HJH
      • 23

      • # 114987
      Hallo HJH,

      einverstanden. Der Grundofen funktioniert aber auch, wenn kein Strom vorhanden ist. Im Winter keine schlechte Sache und die durchaus angenehme Strahlungswärme ist auch nicht von der Hand zu weisen. Auch hier gilt wieder, zu jedem Thema gibt es immer mindestens zwei Meinungen. Für uns wäre der Grundofen etwas tolles. Kindheitserinnerungen aber auch die Möglichkeit auf einer warmen Bank zu sitzen, wenn man nach einem langen Spaziergang im Winter wieder nach Hause kommt. Wir hätten aber auch kein "normales" Haus neu bauen wollen. Nix modernes, eher ein Bauernhaus mit rotem Backstein und einem Ofen in der Küche zum kochen. Halt jeder wie er mag...

      Mit freundlichen Grüßen,

      Mario
      • 24

      • # 114992
      Hallo,
      ...ja, ja der Traum vom Landleben, den hatte ich vor 30 Jahren auch mal.
      Kachelofen mit Brunnereinsatz selbst gebaut, der zwei Zimmer beheizen konnte/sollte.
      Die Katzen fanden ihn ganz toll. Nur leider hat mir das Ding morgens erst nach
      Anlauf die damals benutzten 2 Zimmer warm gemacht. Die "Speicherfähigkeit" war
      entgegen der eifrig gelesenen Literaturmeinung nicht so weit her.
      Eine Estrichbeheizung hält da länger vor.
      Kachelofen rückgebaut und durch einen normalen Küchenherd (Nordica) ersetzt.
      Aber erst nachdem eine funktionsfähige Zentralheizungsanlage verfügbar war.
      Beim Junggesellendasein mag das eine ganze Zeit gut gehen (man frage die spärlichen Exfreundinnen).
      Nur wenn die Familie immer mehr Platz braucht, Warmwasser braucht, morgens einen warmen FuBo
      und wenn's geht auch noch gleich ein warmes Zimmer will, da ist man auch mit einem
      noch so dekorativen Kachelofen gekniffen. Im Winterhalbjahr temperiert mein permanent glutgehaltener Küchenherd
      die Wohnküche binnen einer halben Stunde. Für den Fußboden ist bei Bedarf dann die Heizung zuständig.
      Die braucht etwa 1 Stunde und gut einen halben Puffer (1000l) Wasser um den Estrich zu "temperieren".
      Also Vorsicht bei allzu großen Erwartungen an die "Heizromantik". Irgendwann artet alles in Ernüchterung,
      Arbeit, Alltagstrott und WAF (Women Acceptance Factor) aus.
      mfG Max
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
      UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
      Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
      UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2
      • 25

      • # 114994
      Hallo Max,

      Danke für deine Erfahrungen. So kann es natürlich auch sein. Wenn du bei dir einen Kachelofen installiert hast, dann ist das jedoch etwas anderes als ein Grundofen. Der Kachelofen erzeugt natürlich nur dann Wärme, wenn das Feuer brennt. Ein Grundofen hat ein anderes Prinzip. Eventuell hast du dich auch nur in deiner Wortwahl vertan und meintest einen Grundofen, und nicht einen Kachelofen...

      Dennoch, bis dato habe ich nicht einen Eintrag im www gefunden, der die Heizleitung ( das Wärmeempfinden ) eines Grundofens als negativ beurteilt hat. Die Funktionsweise eines Grundofens ist ja darauf ausgelegt, die abgegebene Wärme des Brennholzes auf Grund seiner Speichermasse 12-24 Std. lang zu speichern und über die dann entstehende Stahlungswärme kontinuierlich an den Raum ab zu geben. Dazu muss ein solcher Grundofen, je nach Ausführung, gemeint ist hier die Speichermasse des Ofens, 1-2 Mal täglich, in einem immer wiederkehrenden Rhythmus angeheizt werden. Erst dann gibt er, nachdem die Speichermasse die Energie aufgenommen hat, diese wieder an den Raum ab. Nur so kann ein Grundofen richtig funktionieren. Der Kachelofen meiner Großeltern musste auch ständig befülllt werden, wenn er denn Wärme abgeben sollte. Ein Grundofen gibt die erzeugte/gespeicherte Wärme bis zu 24 Std. an den Raum ab, solange halt, bis das Speichermaterieal ausgekühlt ist. Heizt man in einem regelmäßigen Rhythmus, so gibt auch der Ofen permanent über 24 Std seine Wärme ab. Der Nachteil eines Grundofens, er ist kein Großserien Industrieprodukt. Er wird, wie vor 100 Jahren vor Ort von Hand gesetzt und das kostet. In unserem Fall wären das, beim Grundofenbauer unseres Vertrauens, gut 7.500,00€. Noch ist hier nicht das letzte Wort gesprochen. Einer der ersten, die wir dann zu uns nach Hause einladen werden zwecks Vor Ort Besichtigung, wird der von uns ausgewählte Grundofenbauer sein. Wir hatten in den vergangenen Jahren schon mehrfach, jeweils im Februar einen totalausfall unserer Heizung. Das brauche ich nicht mehr, seinerzeit waren meine Großeltern bei uns zu Besuch. Das war keine schöne Erfahrung. Heute haben wir eine kleine Tochter, angenehme Temperaturen im Haus zu haben, auch wenn mal der Strom ausfällt ist ein absolutes Muss. Eine kleine Anmerkung noch zu "veralteten" Ausstattungen. Meine Eltern hatten auch schon das "Glück", dass genau am 24.12, pünktlich als die Ente im Herd war der Strom ausgefallen ist. Das kann einem egal sein, wenn Holz der Energieträger ist und nicht Strom. Auch wer das jetzt für sich als nicht so relevant ansieht, wir sehen es für uns eben anders ;-). Zudem macht es einfach riesig viel Spaß mit Holz zu arbeiten/heizen. Mann hat hier noch selbst in der Hand für wohlige Wärme zu sorgen...und bei einer Fläche, wie in unserem Fall von 105m2, sollte das auch nicht all zu schwierig werden, wenn man, so wie wir hoffen auch mit Hilfe dieses Forums, die Komponenten wie HV, Pufferspeicher, Solarthermie, Holz Herd in der Küche und zusätzlich Kamin/Grundofen im Haus und Fassaden Dämmung aufeinander abstimmt.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Mario

    Webutation