Planung einer neuen Heizungsanlage - Altes Wirtshaus 350qm inkl. 110qm-Saal - Thor

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      • 1

      • # 117081

      Planung einer neuen Heizungsanlage - Altes Wirtshaus 350qm inkl. 110qm-Saal - Thor

      Hallo liebe Mitglieder,

      ich plane eine neue Heizungsanlage. Hier die Eckdaten für die neue Anlage:

      Wie wird Dein Haus im Moment beheizt?

      Schwerkraft, DDR-GK35 (?) Gussgliederkessel, für Kohle gebaut, auch Holznutzung

      Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m² (Bitte nur Ziffern eingeben)?

      350

      Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?

      Mittelthüringen, auf Hochebene, recht windig, Region Weimar

      Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden)?

      Dämmung: mittel bis schlecht, wird demnächst mittel
      Fenster: Holzverbundfenster, mittel bis schlecht, wird demnächst mittel
      Türen: mittel
      Keller: 20% teilunterkellert, ohne Dämmung
      Boden: nicht gedämmt
      Decken: gut gedämmt
      Dach: nicht ausgebaut

      Wie hoch war dein bisherige Energieverbrauch lt/m³/KWh (Öl,Gas,Strom) im Jahr?

      Verkäufer schätzt 30rm/Jahr, wegen damaligem Gaststättenbetrieb Angaben nicht hilfreich

      Stückholz? (Je nach Außentemp und Puffer Volumen 1 max 2 x am Tage heizen und wenn Kessel nach x Stunden leer ist nachfüllen) Holz muß gekauft werden > ins Grundstück transportieren > auf entsprechende Länge gesägt > gespalten > gestapelt > jenach Holzart mind. 2 - 3 Jahre trocknen jedes Jahr für sich
      Pellet? (Die Beschickung des Kessel funktioniert automatisch über Förderschnecke. Man muß trotzdem täglich kontrollieren) Ein Vorratsbunker der trocken sein muß in der Nähe des Kessels - Alternativ gibt es gr. BigBags
      Solar geplant?


      ausschließlich Stückholz, 1 max 2 mal am Tag auflegen, keine Pellets, kein Solar, Zeitbrandöfen in 3 Räumen zusätzlich vorhanden

      Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz/Holzbrikett, Pellet etc.) und wie viel KW Heizleitung der neue Kessel haben soll?

      Attack SLX 45kW Lambda-gesteuert, Modell steht fest! 230L Füllraum, 75cm Scheite

      Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?

      Wärmetauscher in Hygienespeicher

      Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw. Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?

      Minimum 3000L, am liebsten 1x5000L Hygienespeicher, alternativ 1x2.500L HS und 1x2.500L PS
      Außer Edelstahlrohr im HS keine weiteren Konvektoren für Solar etc...

      Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?

      2x2.500L ja, 1x5.000L nur mit weiteren Baumaßnahmen (Durchbruch Garagenraum ins Dach)

      Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?

      Ja, er hat Attack schon im Bestand und nichts negatives zu berichten. Er steht dem sehr offen gegenüber.

      Hast Du schon bei einem Heizungsbauer ein Angebot machen lassen?

      Angebot Material durch Attack-Deutschlandvertretung, Monteur im Ort hat zugesagt, Installationspreis noch nicht angeboten.

      Hast Du schon "genügend" (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet
      auf dem Grundstück zu liegen? Hast Du genügend Fläche im Grundstück zur Lagerung des Holzes?
      Bedenke Holz muß zwischen 2 und 3 Jahre an der Luft (oben abgedeckt) trocknen können. Jede Holzlieferung getrennt lagern (Verwechslungsgefahr)


      ca. 30rm Mischholz (Buche/Eiche/Kiefer/Fichte) ofenfertig im Garten, weiteres kann ofenfertig zugekauft werden, Aufbau nächste Periode in Arbeit

      Weitere Informationen:

      Hallo zusammen! Ich bin recht neu hier, habe aber schon einiges in diesem Top-Forum gelesen. Hier sind wirklich einige Spezis unterwegs :thumbsup:

      Ich habe dieses Jahr ein altes Wirtshaus Bj 1907, fast unverbastelt, erstanden. Dieses hat als Besonderheit einen Saal von 110qm, den ich irgendwie halbwegs warm bekommen will. Die Raumhöhe ist durch das Saal-Gewölbe bis zu 5m hoch.
      Das Haus ist unsaniert, der Saal hat etwa 14cm Ziegelfachwerk mit Innenputz, wahrscheinlich auf Sauerkrautplatten. Der Rest des EG ist Massiv Ziegel, ca. 40cm. Das OG hat auch nur Ziegelfachwerk und ist mit Styropor hinter Gipskarton versaut. Das bisschen Innenwanddämmung fliegt noch raus, dann habe ich nach Entfernung der Radiatoren freien Zugriff auf die Außenwände. Hier kommt ausschließlich Wandheizung in Lehm auf Holzfaserdämmplatten dran, das war´s an Dämmung. EnEV ist nicht wirtschaftlich und wird abgelehnt. Die alten Fenster werden nur überarbeitet, dann brauche ich auch keine Lüftungsanlage. Neue Plastikfenster kosten fast mehr, als ich über Jahrzehnte an Mehrverbrauch verheizen kann und gehören nicht an ein altes Ziegel-Fachwerkhaus. Die oberste Geschossdecke ist gedämmt. Was energetisch noch sinnvoll ist, wird noch verbessert. Das Haus feiert nächstes Jahr seinen 110. Geburtstag, ein Passivhaus wird es nicht mehr werden, ich weiß.

      Die Heizung samt WW-Lösung fliegt komplett raus, da die Effizienz unterirdisch ist und dauerhaft Kohle verheizen wie vor´m Krieg (und hier vor der Wende bis z.T. noch heute) lehne ich ab. Alle Verrohrungen werden rückgebaut, ich habe aus Sicht des Sanitär- und Heizungsgewerbes eine grüne Wiese. Die Garage wird zur Heizzentrale, Platz ist kein Problem. Wir sind aktuell zu zweit, beide berufstätig, später werden maximal 4 Personen (Schwiegereltern) dort leben. Ich habe über 10 Jahre HV-Erfahrung (ETA) und weiß in etwa, worauf ich mich einlasse. Meine Liebste spielt auch tapfer mit.

      Unsicher bin ich mir bei der Puffer-Frage, 2 oder 1 Speicher in der Garage oder doch lieber 3 kleinere innerhalb der beheizten Gebäudehülle?
      Und wie soll ich die anschließen, wie kann der Hydraulikplan ausschauen?
      Und wäre es nicht günstiger, sämtliche Handwaschbecken mit Untertischgeräten auszustatten und die WW-Verrohrung an der Stelle zu sparen? Man braucht bei den Becken ja immer nur kurz warmes Wasser und das war in meinem alten Haus immer erst mal nur kalt, bis warmes nachgeflossen ist.

      Ich danke euch schon mal im Voraus für Eure Ideen und Gedanken, egal, wie die ausschauen. Ich bin auch zu mutigen Lösungen bereit, wenn sie mir logisch einleuchten. Mein Fachwissen als IT-Spezialist ist im SHK-Bereich jedoch begrenzt und ich möchte nicht alles an Denkarbeit meinem guten Heizi alleine überlassen (bzw. mich abhängig machen), der ja auch nur von seinen eigenen Erfahrungen lebt.

      In diesem Sinne: Danke und Servus aus Thüringen!
      Thorsten

      Vielen Dank
      ...wo die Lambdasonde steuert, ein Kessel alles verfeuert... :thumbsup:
      • 2

      • # 117085
      Es traut sich wohl keiner hier einen Rat oder wie auch immer........
      Wenn man Deinen Ist Zustand liest sieht es nach sehr viel Arbeit aus - Das Haus einigermaßen zu sarnieren sprich zu dämmen und... und... man sagt ja normalerweise Außenwand 36 cm Ziegel dazu innen außen Putz.
      Aber Du willst und mußt hier einiges tun.
      Zur Heizung, wenn das alles gedämmt ist wirst Du vielleicht mit dem 45 Kw die Wohnräume warm bekommen?! Auf alle Fälle eine Notheizung im Haus behalten, denn Krankheit oder Kessel Wartung/defekt usw. das kommt ja meistens im Winter wie willst Du dann Wohnung warm halten wenn Kind da ist -noch kritischer.
      Garage - ist diese am Haus dran und einigermaßen "dicke Außenwände". Wenn dort der Kessel stehen sollte kannst Du ja auch dort Puffer stellen. Das ist jetzt die Frage wieviel Puffer. Informiere Dich doch mal über das Kippmaß der großen Puffer. Das ist ganz wichtig und ob Du diese durch die Türen in den Raum bekommst. Das Kippmaß und der Türdurchlass sind entscheidend!!!
      Der WW Anschluss an den einzelnen Waschbecken ist lösbar. Wieviel und wie weit ist das letzte Waschbecken entfernt vom Puffer dazu kommt auch noch Dusche/Badewanne. Wenn Du an jedem Waschbecken mit einem Elektroboiler WW erzeugen willst wieviel Kw Heizstäbe werden benötigt? Mit einer Zirkulation und einer Zirkulations Pumpe die zeitgesteuert läuft wirst Du billiger kommen. Ich habe vom Keller bis in den 1. Stockwerk eine Zirkulationsleitung mit verlegt und eine Pumpe. Die Pumpe läuft nicht weil Wärme nach oben steigt. Wir drehen oben auf und nach paar Secunden läuft das heiße Wasser aus dem Hahn. Die Entfernung vom Puffer bis zum letzten Hahn oben ca. 14 m.
      MfG Jürgen

      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; Lamdacheck;
      WW: Vissmann Vitacell 300
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.

      striegistal-wetterstation.de/
      • 3

      • # 117087
      Hallo,

      Habe mal was durchgerechnet mit dem Attack 45kW.
      Bezug sind 30rm Holz/Jahr.
      Das läßt auf eine Heizlast von ca. 17,6 kW schließen.
      Speicher von 5000Ltr kommt fast hin.

      Hier etwas zum Lesen:
      Einstieg_3.04 mit Holzvergaserkauf_26.6
      holzheizer-forum.de/index.php?…&postID=116383#post116383

      Im Anhang auch noch Anregungen zu einem Hydraulikplan.

      mfg
      HJH
      Dateien
      • 4

      • # 117089
      Hi Thorsten,

      ich habe mir auch so ein Häuschen an Land gezogen - allerdings vor 10 Jahren.

      Wie soll denn die künftige Nutzung aussehen ? Sollen die ganzen 350qm bewohnt werden und wie ?

      Die ersten Räume die ich gemacht habe waren Küche und Bad -ich, keine Ahnung, habe FBH als logisch angesehen. Die totale Sch...
      Da bist Du mit der WH ja schon ein Stück weiter.

      Allerdings möchte ich Dir zu bedenken geben, dass Du auch mit WH immer heizen mußt, auch wenn der Raum nur 1x am Tag benutzt wird.
      Inzwischen in allen Zimmern - nun also auch Kü und Bad- habe ich überdimensionierte Radiatoren bei den Aussenwänden.
      Die (Wohn-)Räume sind ja meist eher Schlauchartig und da fällt die Aussenwand teils klein aus -zumindest bei mir.
      Dieser große Radiator ist dann im "Normalbetrieb" wie eine Sockelheizung -minimale Konvektion, der RL ist immer = Raumtemp. = ca. 16-18°C
      Im Heizbetrieb ist der Raum nach 5 min warm und trotz nur geringem (Luft-)Temperaturanstieg fühlt man sich durch die Strahlungswärme vom HK wohl -was quasi dem Effekt der WH entspricht. Der RL ist dann um die 25°C.

      Den Saal beheize ich ausschließlich mit einem Kamin, da mir der Umweg übers Wasser zu viel Verlust bringt und der Saal zu selten benutzt wird.
      Daher die Frage wegen der Nutzung...

      Wichtig ist bei Deinem -wie meinem- Konzept der geringen Dämmung, dass die Übergänge zu den Fachwerkelementen gut Ausgeführt werden müssen- sonst fault das weg. Denn auch mit der WH bekommst Du den Bereich des Deckenanschlusses nicht warm -dort wird es kondensieren !
      Zudem dürfte -bei mir ist es so- der Wandaufbau zweischalig sein.
      Also ein normaler Ziegel aussen- dann ein Spalt von ca. 10cm -dann ein Ziegel innen.
      Das wurde früher so gebaut, um die Belüftung für die Gasträume zu gewährleisten -und wohl auch wegen der Dämmeigenschaften.
      Problem kann nun sein, dass wir die Lüftung ggf unterbinden und dann durch den Spalt feuchte Luft aus dem Fundament nach oben steigt -insbesondere begünstigt durch die WH- und oben an der Decke kondensiert.

      Für dieses Problem habe ich auch noch keine Lösung- im Öko-Bereich gibt es leider nix adäquates.
      Aktuell tendiere ich zu aufgeschäumten Glaskügelchen, da diese mit der Feuchte am Grund am besten klar kommen dürften.
      Denn trocken legen kann ich das Fundament nicht - da Sandstein...

      Soweit mein Beitrag.

      BG
      Holger
      Jeder Kommentar ist (nur) eine persönliche Meinung -gebildet aus dem Wissen, der Erfahrung und den Schlußfolgerungen daraus.
      DIE Wahrheit gibt es nicht, liegt sie doch immer im Auge des Betrachters- und auch ich stelle KEINEN Anspruch darauf, sie zu besitzen !
      +++ Also ziehe bitte Deine eigenen Schlüsse aus den Informationen :!: +++
      Und auch wenn es nur ein Wort ist: ein DANKE kommt immer gut an.
      • 5

      • # 117096
      Servus zusammen,

      jetzt bin ich aber fast platt, vielen Dank für eure Ideen und die Arbeit, die ihr euch hier mit mir macht!! Im Einzelnen:

      @juergen
      Viel Arbeit, ja. Hab aber auch viel Zeit, es drängt mich niemand. Die Sache mit der Dämmung sehe ich recht entspannt. Ich heize ja nicht mit Fernwärme oder so, nicht umsonst habe ich mich für das CO2-neutrale und vor allem günstige Holz als Energieträger entschieden. Da ich eine reine Niedertemperaturheizung als Wandheizung geplant habe, muss eh eine gewisse Dämmung zwischen Außenwand und WH in Lehmputz. Ich plane mal mit 6cm Holzfaserdämmplatten. Die Energie, die da noch durchgeht ist auch eine gewisse Investition in die Gebäudeerhaltung, Stichwort Taupunkt. Ich habe große Sichtfachwerkanteile, alles einschalig, da tut das gut, nicht zu viel zu dämmen.
      Die 45kW sollten reichen, ich habe als Notheizung und zum Spaß noch drei neue Kaminöfen von je 8kW geplant. Die drei Kohleöfen im Bestand (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Saal) werden jeweils durch BImschV-konforme Heizeinsätze ersetzt.
      Über die Voraussetzungen der Pufferdimensionen habe ich mich schon informiert. Ich denke, nachdem ich die Wärmeverluste eines 2500L-Speichers mal recherchiert habe, dass ich eher 2x2500L ins Bad stelle als 1x5000L in die Garage. Beide Räume sind nur durch eine normale Ziegelwand (schätze 36er) getrennt, für den 5000er müsste ich in der Garage die Decke ins Kaltdach durchstoßen und entsprechend wesentlich mehr dämmen. Ist mir zu viel Aufwand und wenn man 8-9kW/h im Bad behält (Bad-Grundfläche ca. 25qm abzgl. Pufferstellplatz) bleibt die Energie genau dort, wo ich sie am meisten benötige, denke ich. Die Entfernung zum HV beträgt dann etwa 1m Luftlinie, für die Pufferinstallation würde ich die Wand zwischen Garage und Bad durchstoßen und im Anschluss wieder zumauern. Die Puffer werden dann Bad-gerecht eingehaust und über die 10cm Werksdämmung nicht weiter gedämmt, da die Energie eh im Bad benötigt wird. Quasi Deutschlands größte Konvektoren.
      Ich denke dein Zirkulationspumpenvorschlag erschlägt meine Elektroboiler-Idee, danke dafür. Klingt sinnvoller, habe an eine Zirkulation noch gar nicht gedacht.

      @HJH
      Mit 18-20kW Heizlast kann man sicherlich rechnen. Wir werden die ersten Jahre mit 2 Erwachsenen dort wohnen, später mit zusätzlich 2 Rentnern. Die 350qm müssen auch nicht dauerhaft auf 21°C gehalten werden, wir tragen alle gerne dicke Pullis und Kinder sind kein Thema mehr. Außerdem haben wir zur Flächenheizung noch Kaminöfen, die recht schnell eine Grundtemperatur auf kuschelig bringen können.
      Ich möchte dir ganz besonders für deine Anregungen danken, sowas macht sicher eine Menge Arbeit und gibt mir neue Denkaufgaben bzw. bestätigt auch meine laienhaften Vermutungen, was immens zum guten Gefühl beiträgt.

      @Holger
      Ja, die 350qm sollen komplett Wohnraum sein. Allerdings ist der Saal von 110qm nicht realistisch bei -14° Außentemperatur auf Wohnzimmertemperatur zu halten, jedenfalls nicht alleine mit einer Wandheizung. Da muss dann der Kaminofen mit 8kW zuheizen oder ich weiche auf ein zweites Wohnzimmer im OG aus, auch kein Problem. Zumindest solange aus dem OG nicht später mal eine Mietswohnung wird. Mit Wandheizung in Lehm habe ich in meinem alten Bauernhof seeehr gute Erfahrungen gemacht. Die Strahlungswärme wirkt wie die Höhensonne auf einem Gletscher. Kombiniert mit einer leichten FBH im Bad ein Traum.
      Radiatoren möchte ich 1. ästhetisch und vor allem 2. aus konsequenten Niedertemperaturgründen nicht einsetzen, wenn es sich vermeiden lässt. Schön wäre eine große Flächenheizung mit <35°C VL und so niedrigem RL wie möglich.
      Ich habe, nach aktuellem Wissen, zum Glück nur einschaliges Mauerwerk bzw. Fachwerk. Das erspart mir die Umstände, Luftschichten in der Konstruktion zu schließen. Mein alter Hof hatte das aber teilweise, unglücklicherweise auch mit Feuchtigkeit aus dem Sandsteinsockelbereich. Bevor ich mich jedoch substanziell darum kümmern konnte, ist der Hof abgebrannt. Ansonsten wäre deine Idee auch für mich in die engere Wahl gekommen. So alte Sandsteinsockel sind nicht zuverlässig abzusperren und chemische Injektagen oder eingetriebene Edelstahlbleche lehnte ich ab. Gut, mit den Blechen hätte ich noch leben können, Injektagen sind mMn. teure Esoterik und halten einer genauen logischen Betrachtung kaum stand, da die 100%ige Durchdringung und Dichtungswirkung des Harzes von niemandem garantiert werden kann. Im Zweifel hat man z.B. eine Zellulosedämmung trotzdem nassgezogen und anliegende Bauteile gammeln fröhlich vor sich hin.

      Ich danke euch, bin jetzt schon einen Schritt weiter. Zusammengefasst:
      45kW Attack SLX Lambda, 2x2500L Puffer verkleidet im Bad, WW über Edelstahlwellrohr des 1. Puffers (als Hygienespeicher, weniger komplex, weniger Fehlerquellen), WW-Verteilung über Pumpen-gestützte Zirkulationsleitung.

      Ich freue mich :thumbsup:

      Noch eine Frage: Stimmt es, dass bei 45kW HV und 2 reinen Puffern eine Parallelschaltung besser ist (Einströmgeschwindigkeit), sobald einer davon aber ein Hygienespeicher ist, der serielle Betrieb günstiger (oberste Heißwasserschicht im 2. Puffer verloren)? Vielleicht habe ich da auch einen Denkfehler...

      Beste Grüße
      Thorsten
      ...wo die Lambdasonde steuert, ein Kessel alles verfeuert... :thumbsup:
      • 6

      • # 117101
      Hallo,
      ich habe die anderen Beiträge jetzt nicht all zu gut gelesen, aber ausgehend von den Daten zum Gebäude und einem Verbrauch von nur 30 Raum- oder auch Festmeter bei nem GK, habe ich so meine Zweifel.

      Vom Bauchgefühl her würde ich in Richtung 40kw Heizlast im Minimum tendieren, bezogen auf -16°C Außen ?!

      Ich habe auch reichlich >300qm zu beheizen. mit 30rm komme ich bei weitem nicht hin.
      Ich wünsche dir dass dein Attack bringt was er verspricht. Da ist sicher mehr Effektivität drin als bei meinem DC50GSE.

      Ich würde dir aber dringend empfehlen, ausgehend vom realistischen Bauzustand zur nächsten Heizperiode, eine genormte Heizlastberechnung fertigen zu lassen.




      PS: Was Puffer betrifft so bleibe ich dabei, ein großer ist immer besser als zwei kleine!
      • 7

      • # 117108
      Hallo Mike, auch das ist nicht auszuschließen. Ich denke der Vorbesitzer hat das Haus anders betrieben, nämlich als Gaststätte. Der große Saal, ein Drittel des Hauses, wurde nur zu Veranstaltungen beheizt und in der Küche lief quasi dauerhaft der Gastro-Herd. Ich denke, die nächste Periode wird es zeigen. Zur Not kommen noch weitere Öfen rein. Ich habe 4 gute Züge zur Verfügung (neben der Haupt-Esse) und wir sind nur zu zweit, nicht jeder Raum muss durchgehend geheizt sein. Eine zusätzliche Gas-Therme kostet auch nicht die Welt, wenn Du mit deiner Schätzung näher dran sein solltest als ich.
      ...wo die Lambdasonde steuert, ein Kessel alles verfeuert... :thumbsup:
      • 8

      • # 117110
      Das könnte ein Anfang sein:

      iab-weimar.de/de/dienstleistun…energetische-bilanzierung


      Das kostet zwar sicher nicht wenig wenn du nur die Heizlastberechnung haben möchtest, aber ich denke schon dass dir damit geholfen ist, wenn du recht genau weißt was dein Haus braucht.




      >>>Ohne Ziel stimmt jede Richtung<<<
      • 9

      • # 117112
      Wow, das ist natürlich Wissenschaft auf höchstem Niveau, danke für den Link. Kostet sicher auch einen angemessenen Preis...
      Ich arbeite mich aber eher mittels Näherung an die Heizlast. Sprich alter Verbrauch (ca. 30rm) in Verbindung mit Verbrauch der Nachbarn (ähnliche Bauweise und Dämmung), eigenen Erfahrungen usw. Im nächsten Mai weiß ich es genau. Wir haben im Moment 12 Zimmer zu zweit, wenn das Gebäude wirklich wesentlich mehr als 20kW frisst, beheizen wir drei oder vier kleinere Zimmer in der harten Winterzeit und den Rest nur leicht zur Bausicherung. Dann kommt im nächsten Frühling eine Gas-Unterstützung und/oder strammere Dämmung sowie abgehängte Decken dazu. Hab im Moment sehr hohe Altbau-Decken, z. B. bis über 5m im Saal. Und Buchenholz ist hier im großen Stil zum guten Preis schnell gekauft.

      Meine eigenen Erfahrungen resultieren aus meinem alten Haus: 600qm, 3 Parteien (8 Personen), ETA SH50 mit 4000L Puffer. Sanierungsstandard war 2010/2011 nahezu vergleichbar, Temperaturen in diesen Wintern mit bis zu -28°C nachts. Da hatte ich es nicht kalt, allerdings ist da der ETA auch sicherlich 20h am Tag mit Mischholz gelaufen. Plus 3 Kamine in den Wohnungen ab nachmittags. Sollte der Winter extrem werden, bin ich 2016/2017 halt mal Heizsklave während einer krassen Heizperiode. Ich möchte mir jedoch nicht vor den -14°C vorauseilend ins Hemd machen, das wird schon.
      ;)
      ...wo die Lambdasonde steuert, ein Kessel alles verfeuert... :thumbsup:
      • 10

      • # 117114
      Hallo Thorsten,

      Dein Vorhaben klingt recht interessant. Wie ich das sehe, war die Gaststätte vor nicht all zu langer Zeit noch in Betrieb? Bei uns stehen leider auch viele Kneipen leer, weil sich niemand mehr zum bewirtschaften findet und keiner mehr in der Gastronomie arbeiten möchte. :( Die paar Wirte die es bei uns der Oberlausitz noch gibt halten sich zum großen Teil tschechischem Personal über Wasser, grenznähe sei Dank...
      Aber bitte nicht falsch verstehen, ich gönne Dir natürlich Dein Haus ;)

      Verstehe ich es richtig, dass Ihr den großen Saal auch als Wohnraum nutzen möchtet? Ist ja ordentlich mächtig 8o .

      Da ich auch gerade angefangen habe meine Heizung zu bauen, kann ich Parallelen zu Dir erkennen. Ich will auch einen 5000 Liter Puffer setzen und stand, aufgrund meines schmalen Heizraumes lange vor der Frage 2 x 2500 Liter oder 1 x 5000. Ich habe mich nun für einen entschieden und hoffe es wird gut. Letztlich ist der Platzbedarf geringer und man kann alles an einem Behälter unterbringen.
      Als Wärmeerzeuger rechne ich auch mit 40 ... 45 kW und tendiere zum Attack SLX 45.
      Nur habe, wenn das Haus mal fertig ist nur ca. 280m² zu beheizen und das sicherlich auch nicht voll. Da wir ein altes Umgebindehaus mit 2 Blockstuben, dicken Bruchsteinwänden, Fachwerk- und Ziegelwänden haben, war mir die Abschätzung zu riskant. Ich habe die Heizlast nach DIN EN 12831 ermittelt. Alles selbst belesen und nachgerechnet. So schwer ist das nicht. Arbeit macht nur, dass man jeden Raum, alle Wandstärken und Öffnungen genau messen und vom Material her bestimmen muss. Dann habe ich mir das gleich Raum für Raum in eine Excel geschrieben und kann so alle baulichen Veränderungen mitführen und ggf. auch mal mit den Temperaturen spielen.
      Letztlich kam bei mir ein Wert von ca. 22 kW raus. Wir stehen auch am Berg und eine Seite zum Feld offen. Winddichtheit macht bei der Heizlast viel aus!

      Ich gebe Dir also den Tip, rechne es Dir durch. Dann hast Du wenigstens ein theoretisches Gefühl dafür. Und meist ist es dann weniger Energiebedarf den man tatsächlich benötigt.

      Eine Frage noch, warum möchtest Du keinen ETA mehr kaufen? Überlege nämlich auch noch, ob ich nicht doch in einen teuren Ösi-Kessel investiere.

      Gruß,
      Frank
      • 11

      • # 117118
      Hallo Frank,

      die Gaststätte hat letztes Jahr schon vor meinem Kauf dicht gemacht, der Wirt war schon lange im Rentenalter. Einen Nachfolger hat er nicht gefunden. Eine typische Entwicklung für diese Zeit auf dem Land, leider.
      Der Veranstaltungssaal wird jetzt eine Art Loft-Wohnzimmer, ein Aufenthalts- und Lebensbereich. Auf der Kuppel-Bühne wird eine Kinoleinwand installiert (wir sind Hobby-Cineasten), eine große Tafel von 5-6m werde ich anfertigen lassen, und auch sonst kommen da Sachen wie Kicker, Klavier, Bar, Salon-Ecke am Kamin und ggf. ein Billardtisch rein. Sicherlich kein klassisches Wohnzimmerkonzept. Ich feiere zu gerne Parties und denke, da werden auch zukünftig einige schöne Feiern stattfinden. Eine normale "Stube" haben wir aber auch noch, für den knackigen Winter, wenn wir den großen Saal nicht ohne weiteres auf 20°C Wohnzimmertemperatur bringen können oder wollen.

      Würde ich die 5000L innerhalb der beheizten Gebäudehülle unterbringen, wäre das auch meine Entscheidung. Ich schätze mal, dass so ein Klopper etwa 5 oder mehr kW/h kontinuierlich an Wärme verliert, wenn er geladen ist. Zwei 2500L-Eimer sind zusammen sicher 7 oder 8 kW/h, die würden aber im Bad (und Flur) bleiben, wo sie verkleidet aufgestellt werden können. Das ist eine Menge Energie. Nehmen wir mal im Schnitt die 5kW/h Verlust, das sind 25% einer Heizlast von angenommen 20kW/h, die ich bezahlen müsste, wenn sie außerhalb der beheizten Gebäudehülle für eine sehr warme Garage verschwendet würden. Deshalb 2x2500L im Bad, wegen den schieren Ausmaßen des 5000L-Eimers, der nur in die Garage passt. Leider. Dafür fällt die Bad-Heizung etwas kleiner aus und der Flur wird überschlagen mitgeheizt. Der ist, im Kern des Hauses gelegen, immer etwas kühler als der Rest.

      Einen ETA kann ich nur empfehlen. Und hätte ich mehr Knete übrig, würde es genau wieder der ETA SH 50 werden, ein tolles Gerät! In der Grundkonfiguration schon "fire & forget". Aber ein ETA kommt mit ca. 6.000,- nach BAFA daher, der Attack kostet da keine 2500,- ohne große Verluste in der Funktion zu haben. Der ETA ist mehr als doppelt so teuer und der Attack kann 75cm-Scheite aufnehmen, hat auch eine automatische Reinigung und sämtlichen modernen Schnickschnack, ob man das will oder auch nicht.
      Ich fahre einen gebrauchten Mercedes SLK von 1998 mit LPG-Umbau weil der einfach grundsolide, ausgereift, sehr günstig und extrem zuverlässig ist. In der Heizung möchte ich mir jedoch keine gebrauchte Ware kaufen. Also wird ein ordentlicher Attack-Skoda mit Garantie neu gekauft und ausnahmsweise kein ETA-Mercedes, das will mein Geldbeutel nicht hergeben.

      ET14 schrieb:

      Und meist ist es dann weniger Energiebedarf den man tatsächlich benötigt.

      Wenn man sich nicht von "fachkundigen Klempnern" überfahren lässt, ja. Dann hat man auch Komfort. Man darf das Thema auch nicht zum zentralen Lebensinhalt machen, wenn man nicht beruflich oder passioniert damit zu tun hat. Aber Hand und Fuß schadet an keiner Stelle im Leben, weswegen ich dieses Forum hier so schätze. Es gibt kaum idealistische Fachtheologen und Esotheriker hier, sind mir zumindest noch nicht aufgefallen...
      ...wo die Lambdasonde steuert, ein Kessel alles verfeuert... :thumbsup:
      • 12

      • # 117126
      30 RM wären echt ein Traum.
      Wenn ich dann schon was höre von "Näherung", tut mir leid, aber da klappen sich meine Fußnägel hoch.

      Versuche wenigstens über deinen Schornsteinfeger/Heizungsbauer jemanden zu organisieren der sich mit sowas auskennt und dir für nen schmalen Taler ne grobe Heizlasteinschätzung gibt, die dann aber wenigstens auf fachlicher Grundlage basiert.

      Solltest du dann wirklich in einen bedeutend höheren Heizlastbereich kommen, dann bitte sei so vernünftig und fang nicht noch mit Gas an. Mit dem von dir ausgewählten Attack, hast du den technischen Daten nach, schon eich echtes kraftpaket.

      Dann lieber alle Räume mit mehr Holz geheizen.
      Heizen in nur einigen Räumen tat noch keinem Objekt gut.

      Ein LKW voll (Zugmaschine + Anhänger) kostet bei uns 2300 indirekte Euro frei Haus. Das sind dann gut 60 Fm Stammware 3,xxm lang. Egal ob Kiefer, Eiche Birke Robinie. Damit kommst besser hin als mit Gas und irgendwelchem Kombimurks.
      • 13

      • # 117127
      Zum Fachwerk - ganz wichtig sind intakte Fugen der Außenwände, wenn das Fachwerk direkt dem Wetter ausgesetzt ist.
      Es sieht zwar hässlich aus, aber eine Fassadenverkleidung ist manchmal der einzige Weg, ein Fachwerk langfristig sicher und trocken zu halten.

      StyroporInnendämmung im Fachwerkhaus ist mist.

      Die Wände eines Fachwerkbaus müssen in beide Richtungen die Feuchtigkeit loswerden. Daher ist Holzfaser und Lehmputz ideal wenn es eine Innendämmung werden soll.

      Als Sicht-Wandbelag auch auf die Farben und Tapeten achen. "Vinyl" Tapeten = PVC-Folien Tapete als Beispiel vermeiden. Denn das ist nahezu wie eine Plastikfolie.
      • 14

      • # 117128
      Hi Thor,
      zum Thema Wärmeverlust:
      statt einem Puffer mit Dämmung kaufe lieber einen blanken ohne selbige und investiere die gesparten 200-350€ in eigene Dämmung.
      Bei einem Anlagenumbau (Puffer von Reihe auf Parallel) habe ich zur Originaldämmung noch einmal 180er Mineralwolle drum gemacht, je mit Abkammerung in den zu erwartenden Schichtungsebenen (also 3 "Stufen" für Sommer-/Winterbetrieb).
      Eine vertretbare Optik kann man mit schwarzer Stretchfolie erreichen.
      Der Wärmeverlust der beiden Puffer ist nicht wirklich zu ermitteln, da zu gering: entweder weil mit WW-Bereitung vorher Energrie entnommen wird oder ST bereits mit 3K Differenz zu laden beginnt, da direkt mit Heizungswasser betrieben.
      Der Betreiber berichtet jedenfalls, dass die Wärme gegenüber vorher mindestens 4-Mal so lange vorhält (wobei da aber halt zum Teil die ST mit "verfälscht" und auch die Parallelklemmung ihren Anteil dran hat)
      Ausserdem sind alle Puffernschlüsse als Thermosiphon (unter der Zusatzdämmung) ausgeführt.
      Jeder Kommentar ist (nur) eine persönliche Meinung -gebildet aus dem Wissen, der Erfahrung und den Schlußfolgerungen daraus.
      DIE Wahrheit gibt es nicht, liegt sie doch immer im Auge des Betrachters- und auch ich stelle KEINEN Anspruch darauf, sie zu besitzen !
      +++ Also ziehe bitte Deine eigenen Schlüsse aus den Informationen :!: +++
      Und auch wenn es nur ein Wort ist: ein DANKE kommt immer gut an.
      • 15

      • # 117129
      Bei der Pufferdämmung schließe ich mich an.

      für 200 € bekommt man echt ne ganze Menge Klemmfilz z.B. bei bausep.de


      Da nun schon die Begriffe Reihenschaltung und Parallelschaltung gefallen sind:
      Die Reihenschaltung würde ich wählen wenn Puffer 1 z.B. 2000 Liter hat und Puffer 2 hat 1000 Liter.

      Bei Puffern gleicher Größe, das Ganze nach Möglichkeit auf 2 Puffer begrenzen und dann ne echte Parallelschaltung machen.

      Ich versuche das mal mit Worten zu erklären, da ich die Zeinung nicht finde. Aber vielleicht kann wer helfen.

      Puffer stehen nebeneinander und sind oben und unten mit den seitlichen Anschlüssen zueinder verbunden. Genau mittig oben und unten ein T-Stück. Hier speißt oben der VL vom Kessel ein, unten führt der RL zum Kessel zurück.

      Den VL zum Heizkreis ebenfalls mit T-stück zusammengefasst, jeweils vom Pufferdach abnehmen. Hier natürlich Entlüfter nicht vergessen.
      Der Heizkreisrücklauf wird ebenso unten in den Puffer eingespeist.

      Sinngemäß also nach dem Laddoamtschema mit einem Puffer.


      Ich weiß dass diese Variante nicht von jedem befürwortet wird, aber dank der in meinem Umfeld so gebauten Anlagen, welche mit reichlich Thermometern versehen sind, kann ich sagen dass es super funktioniert.
      • 16

      • # 117132
      ach so, und ganz wichtig:
      unter die Puffer-Standringe Holz drunter zur Dämmung - ggf. wieder auf der Lieferpallete anschrauben und dann ausstopfen.
      Das bringt sehr viel, insbesondere bei großem Puffervolumen,Reihenschaltung und niedriger VL-Temp.

      BG
      Jeder Kommentar ist (nur) eine persönliche Meinung -gebildet aus dem Wissen, der Erfahrung und den Schlußfolgerungen daraus.
      DIE Wahrheit gibt es nicht, liegt sie doch immer im Auge des Betrachters- und auch ich stelle KEINEN Anspruch darauf, sie zu besitzen !
      +++ Also ziehe bitte Deine eigenen Schlüsse aus den Informationen :!: +++
      Und auch wenn es nur ein Wort ist: ein DANKE kommt immer gut an.
      • 17

      • # 117134
      Moin
      Ich habe es so gemacht das ich Reihenschaltung und Parallschaltung habe. Im Sommer komme ich mit puffer 1Klar und stelle Puffer 2 nur dazu wenn die Solaranlage nicht weiss wohin mit der Energie. Da du keine Solaranlage möchtest kann ich dir nur den tip geben Fahre deinen Hygiene Speicher im Sommer auf Paralleschaltung damit du auch oben wieder Warmes Wasser reinbekommst ohne zusätzliche Pumpe. Und im Winter mache ich immer eine Reihenschaltung damit sich meine Solaranlage im Pufer 2 unten austoben kann.
      LG
      Klaus


      Das Leben kann Einfach sein ! Wenn wir es zulassen.
      PS Meine Rechtschreibung ist nicht die beste also wer damit nicht umgehen kann sollte es einfach lassen. ;)
      • 18

      • # 117143

      mike schrieb:

      Wenn ich dann schon was höre von "Näherung", tut mir leid, aber da klappen sich meine Fußnägel hoch.
      Das tut mir leid, wenn Du mit meiner Herangehensweise nicht gut klar kommst. Ich denke, mit 230L Füllraum, 45kW HV und 5000L Puffer bin ich erst mal nicht schlecht für 2 Personen und 350qm ausgerüstet. Ein altes Haus ist mMn auch nicht so präzise zu berechnen, wie ein homogener Neubau. Ich möchte mich nicht nur auf die Theorie beschränken und die Praxis außer Acht lassen, eher umgekehrt.

      mike schrieb:

      Dann lieber alle Räume mit mehr Holz geheizen.
      Heizen in nur einigen Räumen tat noch keinem Objekt gut.
      Hab mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich habe drei weitere Kaminöfen neuester Bauart mit zusammen 24kW, das sind 69kW incl. HV bei Vollgas. Damit dürfte ich auch bei -30°C auf der sicheren Seite sein, auch bei reiner Holzheizung.
      Gas wäre Plan C als Zusatzheizung, falls sich was an meiner Mobilität auf Dauer ändern sollte und ist schnell und günstig nachgerüstet. Ganze Räume vom Heizen auszuschließen ist quatsch, hab ich auch nicht geschrieben. Aber 21°C müssen notfalls auch nicht in jedem Raum sein, 16°C reichen auch mal für zwei harte Wochen in nicht so frequentierten Räumen. Man rechnet 1°C Raumtemperatur weniger = 6% Energieersparnis.

      @Bart9995P:
      Ich gebe dir voll und ganz recht. Tapete kommt mir nicht ins Haus, der Kleber ist der letzte Sch...ß in Sachen Schimmelnahrung. Kalkfarbe oder Silikat ist angesagt auf Lehm.

      weitere Beiträge:
      Parallelschaltung scheint Sinn zu machen, das werde ich mal näher in Betracht ziehen, da ich nur zwei gleiche Puffer haben werde. Eine fortgeschrittene Verbindung mit zu- und abschalten des 2. Puffers brauche ich wohl nicht, da ich ausschließlich Holz verbrenne und kein Solar einsetze. Ansonsten auch eine interessante Lösung!
      Und eine Selbstbaudämmung ist wohl auch eher schnell gemacht, als das Geld für einen Fertiganzug zu verdienen. Das sollte ich hinbekommen.
      Danke für eure auch teils kritischen Ideen! Man bewegt nichts, wenn man es nicht wenigstens gedanklich anfasst.
      ...wo die Lambdasonde steuert, ein Kessel alles verfeuert... :thumbsup:
      • 19

      • # 117148

      Thor schrieb:


      weitere Beiträge:
      Parallelschaltung scheint Sinn zu machen, das werde ich mal näher in Betracht ziehen, da ich nur zwei gleiche Puffer haben werde. Eine fortgeschrittene Verbindung mit zu- und abschalten des 2. Puffers brauche ich wohl nicht, da ich ausschließlich Holz verbrenne und kein Solar einsetze. Ansonsten auch eine interessante Lösung!
      Und eine Selbstbaudämmung ist wohl auch eher schnell gemacht, als das Geld für einen Fertiganzug zu verdienen. Das sollte ich hinbekommen.
      Danke für eure auch teils kritischen Ideen! Man bewegt nichts, wenn man es nicht wenigstens gedanklich anfasst.
      Hallo Thorsten,

      Da Du Dich ja definitiv für die 2 Puffer Variante entscheiden wirst, würde ich Dir empfehlen die in Reihe zu schalten.
      Grund ist der WW Durchlauferhitzer im 1. Speicher. Was ich grundsätzlich eine gute Lösung finde, da Du so die ganze Trinkwasser Geschichte gleich mit erschlagen hast ohne zusätzliche Anbauten oder Regelung.

      Somit ist es aber besser in Reihe zu verrohren, um primär den oberen Bereich im 1. Puffer warm zu halten, für das Trinkwasser.
      Bei parallel füllen sich beide Speicher gleichmäßig was bedeutet das Du bei kalten Puffern länger warten musst bis der WW Wendel ausreichend mit heißem Wasser überdeckt ist.

      Die Möglichkeit parallel mit Bypass und Absperrungen zu verrohren, ist auch gut. Da kannst du einfach mit den Ventilen bestimmen nach welchem Prinzip gefüllt wird.

      Gruß Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ET14 ()

      • 20

      • # 117158

      ET14 schrieb:

      Da Du Dich ja definitiv für die 2 Puffer Variante entscheiden wirst, würde ich Dir empfehlen die in Reihe zu schalten.
      Grund ist der WW Durchlauferhitzer im 1. Speicher. Was ich grundsätzlich eine gute Lösung finde, da Du so die ganze Trinkwasser Geschichte gleich mit erschlagen hast ohne zusätzliche Anbauten oder Regelung.
      Sehe ich auch so
      Jeder Kommentar ist (nur) eine persönliche Meinung -gebildet aus dem Wissen, der Erfahrung und den Schlußfolgerungen daraus.
      DIE Wahrheit gibt es nicht, liegt sie doch immer im Auge des Betrachters- und auch ich stelle KEINEN Anspruch darauf, sie zu besitzen !
      +++ Also ziehe bitte Deine eigenen Schlüsse aus den Informationen :!: +++
      Und auch wenn es nur ein Wort ist: ein DANKE kommt immer gut an.
      • 21

      • # 117163
      Oke, parallel hat man also den oberen Bereich des 2. Puffers "verloren", da keine WW-Nutzung möglich und die Zeit der WW-Zurverfügungstellung verdoppelt sich entsprechend. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, macht das folglich die Reihenschaltung wegen Hygienespeicher interessanter, es sind immerhin je 2.500L-Eimer.
      Nachteil der Reihe: höhere Durchflußgeschwindigkeit mit Risiko der Durchmischung der Schichtung. Aber ist das wirklich so ein Problem mit der Fließgeschwindigkeit? Die Puffer haben Metallplatten im 45°-Winkel direkt hinter den Anschlüssen um die Schichtung zu schützen. Und ich würde alle Anschlüsse mit möglichst dicken Rohren machen lassen, da kommt zwar am Ende die gleiche Masse durch, aber eben langsamer. Oder bin ich auf dem Holzweg?
      ...wo die Lambdasonde steuert, ein Kessel alles verfeuert... :thumbsup:
      • 22

      • # 117165

      Thor schrieb:

      Oke, parallel hat man also den oberen Bereich des 2. Puffers "verloren", da keine WW-Nutzung möglich und die Zeit der WW-Zurverfügungstellung verdoppelt sich entsprechend.
      Naja, so drastisch würde ich es jetzt nicht sagen, aber Du heizt bei kaltem Puffer erst einmal beide Köpfe auf und es dauert eben somit tatsächlich doppelt so lange bis eine effektive WW-Nutzung möglich ist.
      Lädtst Du über Reihe den Hygiene zu erst, so füllt sich automatisch eben auch nur der Pufferbereich wo auch die WW-Wendel drin ist. Eben einfach nur eine Zeitfrage bzw. Leistungsfrage.

      Die Schichtung sollte trotzdem funktionieren. Und die Herangehensweise mit den möglichst großen Anschlussleitungen ist auf jeden Fall vorteilhaft :thumbsup: . Je niedriger die Fließgeschwindigkeit desto ruhiger auch die Strömung in den Puffer und somit auch weniger Durchmischung.

      Weißt Du schon was Du für Pufferspeicher nehmen möchtest, Hersteller?

      Gruß,
      Frank
      • 23

      • # 117169
      Ich denke da an den PSH 2500 ohne Solar als Hygienespeicher sowie den PS 2500 ohne alles als Puffer. Sind von Alpha-Thermotec, hier habe ich auch den Brenner angefragt. Die haben mir ein schlüssiges Angebot der Komplettanlage bis hin zur Wasserkonditionierung, Schlammabscheider etc unterbreitet. Fehlt nur noch die Verrohrung.

      Würde es bei der Reihenschaltung Sinn machen, den VL des Puffers ganz oben am obersten Deckelanschluss des Kopfs zum RL des Hygienespeichers zu führen, oder ist das technischer Humbug wegen Entlüftung? Wenn ich den obersten seitlichen Anschluß wähle, wäre ja der Pufferbereich bis zum Deckel immer verloren.
      ...wo die Lambdasonde steuert, ein Kessel alles verfeuert... :thumbsup:
      • 24

      • # 117170
      Ah ja, Alpha hat also das Angebot gemacht! Kenn ich irgendwo her ;) .
      Ich weiß, die Angebote sind meist recht allumfänglich und auch preislich echt ok. Möchtest Du den Attack als Lambda touch Version haben?
      In meinem Fall schwanke ich noch zwischen Profi und gleich eine Flammtronik drauf bauen oder der LT Version.

      Die Speicher bei Alpha sind preislich echt richtig gut. Die schweißen einem auch noch ein paar Wunschanschlüsse dazu, wenn man dies möchte.
      Was den Deckel angeht, so würde ich doch den obersten seitlichen Anschluss wählen. Damit nutzt Du oben den Anschluss tatsächlich zur reinen Entlüftung und fährst somit auch kein eLuft durch die Heizungspumpe.
      Wirklich verloren ist der obere Bereich ja nicht, weil Du ihn für die WW-Bereitung ausnutzen kannst und somit auch immer eine gewisse Reserve hast.
      Interessant wäre noch zu wissen, ob die obersten und untersten seitlichen Stutzen der Puffer innenliegende Leitrohre nach oben/unten haben? Dann kann man den obersten heißen Bereich nämlich doch absaugen und nutzen.

      Grüße aus der Oberlausitz
      • 25

      • # 117172

      ET14 schrieb:

      Interessant wäre noch zu wissen, ob die obersten und untersten seitlichen Stutzen der Puffer innenliegende Leitrohre nach oben/unten haben?
      Ja das wäre klasse, zumindest für den Puffer oben! Ich weiß es jedoch nicht, nach den Bildern scheint es nicht so zu sein.

      Ich habe mich jetzt auf den Lambda Touch festgeschossen, da ich will, dass der Brenner ab Werk funktioniert und ich nur noch die Programmierung justieren muss. Ist dann alles aus einer Hand und aufeinander abgestimmt. Ich trau mir nicht zu, die ganze Steuerung selbst zu realisieren. Auch zeitlich nicht, habe noch zu viele Baustellen im Haus. Ich werde (fast) alles selbst machen, wenigstens aber koordinieren. Ich durfte bei meinem letzten Haus erleben, was geschieht, wenn man viel Geld für Architekten und Fachfirmen ausgibt. :|

      Hat hier schon jemand mit der Firma Alpha-Thermotec Erfahrungen sammeln können? Bisher waren sie gewissenhaft und schnell in Sachen Kontakt und Angebote, der wichtige erste Eindruck stimmt schon mal.

      Ich habe mir mal einen laienhaften Hydraulikplan als Vorschlag für meinen Heizi erstellt. Ist das so nachvollziehbar und logisch?
      ...wo die Lambdasonde steuert, ein Kessel alles verfeuert... :thumbsup:

    Webutation