Orlan: Orlan Super Turbolatoren

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      • # 119037

      Orlan: Orlan Super Turbolatoren

      Hallo an alle Forumsmitglieder,

      ich heize nun schon ein paar Jahre mit Holz und habe mir vor ein paar Jahren einen Super 40 gekauft. Er läuft ganz gut ist aber, auf stetige Hege und Pflege angewiesen. Meine Turbolatoren lösen sich langsam auf,
      vernünftigen Ersatz finde ich nicht wirklich. Vielleicht hat ja jemand von Euch einen Verbesserungsvorschlag der auch praktisch akzeptabel ist oder einfach eine Bezugsadresse. Metallbearbeitung ist kein Problem für mich, die Flacheisen von Kotly habe ich wohl gesehen, aber derzeit wohl nicht lieferbar. Sind die überhaupt brauchbar?

      Für Eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.

      MatthiasOrlan Super Turbolatoren
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      • # 119038
      Hallo,
      bei der Suche nach Turbulatoren-Bauformen könnte dir dieser Überblick vielleicht helfen:

      wiki.holzheizer-forum.de/index.php?title=Vigas_Tuning

      Wichtigste Angabe sind WT-Rohrdurchmesser und Längenangabe.
      Und dann wäre da noch die bevorzugte Variante - jede hat so ihre "Eigenheiten".
      Was mich wundert ist, dass das Material (welches?) an der Stelle in die Knie gegangen ist.
      Oder meinst du etwa BK-Turbulatoren.
      Für einen Metallbauer sind die Dinger sowieso kein Fertigungsproblem.
      Eventuelle Empfehlungen wirst du mit Sicherheit hier bekommen.
      mfG Max
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
      UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
      Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
      UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2
      • 3

      • # 119039
      Danke für den Link. Ich habe den Super D jetzt vier Jahre in Betrieb, 5000 Liter Speicher anhängend. Er läuft also fast nur im idealen Bereich. Aber mein Wald ist ein Mischwald....
      und jeder der mit Holz heizt kennt die sich daraus ergebenen Differenzen. Die Orginal Turbolatoren (Leitbleche) leiden im untersten Brennkammerbereich, noch ist das unerheblich,
      aber der Wirkungsgrad soll ja nicht schlechter werden. Ich bin auch durchaus in der Lage Flacheisen zu verarbeiten, kein Thema. Aber vielleicht hat jemand ein besseres System erdacht, als ich in der Lage wäre dieses auch nur zu erahnen.
      Ich weiß das hier viele wirklich fähige Menschen zu finden sind, vielleicht gibt es ja noch eine Anregung. Ich wäre jedenfalls sehr dankbar dafür.

      Grüße Matthias
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      • # 119043
      Hallo und Herzlich Willkommen!

      Mit Orlan kenne ich mich nicht aus, aber etwas verwundert bin ich schon das die Turbolatoren verschleißen.

      Wie sieht das denn genau bei dir aus ? Sind sie verformt oder zerfressen?

      Wir hatten vor ein paar Monaten einen interessanten Beitrag zum Thema Qualität des heute verarbeiteten Kesselstahls.
      Dabei wurde unter anderen das Problem erwähnt das das heute verbrannte Holz zum Teil agressiver auf den Stahl einwirkt da es beim Wachsen mehr Schadstoffe aufgenommen hat als es früher der Fall war.

      Gruß Randy!
      • 5

      • # 119050
      Hallo Randy,

      beim Orlan steht der untere Teil der Spirale frei im Brennraum, geschätzte 10 cm. Die aufgeschweißten Spiralwendel ist max. 1,5 mm stark. Das Material wird hier besonders hoch thermisch und chemisch beansprucht. Was man jetzt langsam an den beginnenden Auflösungserscheinungen sehen kann. Ebenso löst sich die Brennkammerzwischenwand langsam aber sicher auf. Man muss dazu sagen, dass ich jedes Jahr die Düsen erneuere (auch hier ist der Verschleiß nach einem Jahr deutlich), der Düsenstein "weitet" sich und das Mischungsverhältnis Sauerstoff Brenngase wird deutlich negativ. Sprich der Holzverbrauch steigt, der Ascheanteil damit auch merklich. Für alle die jetzt einen falsch eingestellten Ofen vermuten muss ich entgegenhalten das die Werte gut sind. Ich habe mir schon vor Jahren eine Negativform gebaut um Düsensteine zu fertigen und mit feuerfesten Beton diese bezahlbar zu halten. Der Steine lasse ich in einem Hochofen vor Einsatz "spannungsfrei" brennen. Macht mein Bruder, der leitet einen Porzellan verarbeitenden Betrieb.
      Wie gesagt, der Kessel ist vom Wirkungsgrad absolut in Ordnung, vom Wartungsaufwand würde ich das nicht behaupten wollen, ich zähle es nicht zu meinen Hobby´s Feuerkessel einmal jährlich von innen zu "besuchen".

      Wer gute Ideen seitens der Turbolatoren hat bitte melden.

      Grüße Matthias
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      • # 119053
      Danke für die ausführliche Antwort.

      Auch wenn du zufrieden bist denke ich kann es nicht schaden wenn du dir ein Brennraumthermometer einbaust.

      Ich kann mir einen derartigen Verschleiß nur damit erklären das der Kessel zuviel Dampf macht. Neben dem Effekt der Materialschonung wirst du ziemlich sicher noch mehr Brennstoff einsparen.

      Das mit den Werten ist nur logisch das sie in Ordnung sind ,da die Brennraumtemperatur weit über 600C° zu sein scheint .Ich vermute das es um die 900C° bei dir sind.Kommt dann noch ne dicke Ascheschicht an den zügen zu den Turbolatoren dazu machen die guten nach und nach dicke Backen.
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      • # 119058
      Hallo Matthias,
      ...ich ergänze mal Randy mit den Temperaturwerten eines "verwanzten" 25kW-Vigas.
      Allzu sehr unterscheidet sich der Orlan im Aufbau nicht hiervon.
      Du musst also am Eintritt in die WT-Rohre mit gut 350 - 450° rechnen.
      Dort ist mein TE (ANA4/1 WTT - graue Linie im Winsoldiagramm) angeordnet.
      Ich habe VA-Turbos - lasergeschnitten, Helix mit ausgebogenen Fahnen und zentralen Durchbrüchen.
      Meine Teile stehen auch auf dem BK-Boden auf.
      Zusätzlich befinden sich seitlich an der BK vorgeschaltete Turbos (ebenfalls VA).

      In den heißeren Bereichen setzt sich der übliche weiße Asche/Sinter-Siff auf dem Metall ab.
      Und der dürfte ziemlich alkalihaltig sein. Das mag weder Baustahl noch VA bei diesen Temperaturen.
      Also korrosiver Verschleiß ist hier vorprogrammiert - dauert aber wesentlich länger als
      bei Feuerbetondüsensteinen => mehrere Jahre.
      mfG Max
      Dateien
      • L_Sonde.png

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      • # 119061

      hammax schrieb:

      Ich habe VA-Turbos - lasergeschnitten, Helix mit ausgebogenen Fahnen und zentralen Durchbrüchen.
      Hallo,

      ich mische mich normalerweise nicht in HV-Diskussionen ein.

      Zum Thema VA-Turbus sei nur folgendes angemerkt: Mein Brennerrohr vom Pelletsbrenner zeigt Auflösungserscheinungen. Laut Hersteller soll das hitzefester Edelstahl sein.
      Kann ich mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen.
      Nun bin ich auf der Suche nach einem neuen Brennerrohr in Slowenien fündig geworden. Material ist Edelstahl 1.4828 und das zu einem unschlagbaren Preis.
      Also auch auf die Edelstahlgüte achten.

      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
      • 9

      • # 119062
      Hallo Max,

      danke für Deine ausführlich Antwort. Falls Du ein Bild Deiner Turbos hast würde ich mich darüber sehr freuen. Ich habe mir zu Beginn des Kaufes Gedanken über ein Lambda gestützte Regelung gemacht. Ganz so weit ist meine Berufsgruppe hiervon nicht entfernt. Der Aufwand erschien mir im Verhältnis zum Nutzen jedoch (für mich persönlich) zu groß.
      Mein Durchschnittsverbrauch an Holz liegt bei 40+-m. Ganz abhängig von der Holzart und das ist, gemessen an dem was ich "warmhalte" sehr gut. Die Lebensdauer des Orlans habe ich bei Kauf auf max. 8 Jahre veranschlagt, die steht er mit Hege und Pflege auch sicher gut durch. Aber wenn man den Wald pflegt, den Traktor und den Holzspalter, die Säge und den Stapler, die Gitterboxen und das Gebäude in dem diese stehen, pflegt man nach Jahren den Gedanken an Müssiggang zunehmend mehr. Das ist wohl dem Alter geschuldet.

      Die Brennraumtemperaturen variieren wirklich sehr stark, das merkt man nach ein paar Jahren Holzheizen zwangsläufig. Fichtenäste oder Eichenstammholz merkliche Unterschiede...
      Falls denkbar schickt mir doch bitte ein paar Bilder, vielleicht nehme ich dann ja wirklich den WIG Brenner noch in die Hand. Lasern übersteigt aber tatsächlich meine Möglichkeiten, da wäre ich dann auf Zukauf angewiesen, was auch nicht schlimm ist.

      Grüße und Danke für die nette Hilfe.
      Matthias
      • 10

      • # 119071
      Hallo Matthias,
      ...das ursprüngliche HVF-Forum läuft ja schon seit 2008.
      Durch zahlreiche Umstellungen ist der "historische Faden" etwas durcheinander geraten.
      Es ist schon schwierig genug, Links auf eigene Beiträge vor 2012 zu finden.
      Der Vollständigkeit halber und um neutral zu bleiben,
      sollten aber alle Turbulatorenformen beleuchtet und verlinkt werden.
      Etwas, das ich im Wiki ob der Fülle des Materials und der Meinungen noch nicht geschafft habe.
      Da hilft zunächst nur mal selber suchen...
      turbulatoren eigenbau
      Schutz für den Düsenstein und den Feurbetong aus Fererfestem Edelstahl

      Hochhitzebeständiges Material wie z.B. 1.4841 (Thermax-Legierungen ca. 1100°) sind für die WT-Rohr-Turbos
      wohl nicht unbedingt erforderlich. Auch komplizierte und damit teure Zuschnitte (wie z.B. meine Turbos)
      sind zwar interessant, aber eher overdone. Suche mal nach den Zickzack-Turbos (Spikisveni , HB53),
      das sind simple Blechstreifenpaare gegeneinander verschränkt.
      Meine Turbos haben allerdings durch einen wellenförmigen Randzuschnitt (Ellipsenkontur) die Eigenschaft,
      dass man durch einfaches Anhängen an eine Akkubohrmaschine und etwas auf- und abfahren
      die WT-Rohre mit geringem Aufwand und ohne Ausbau sauber kriegt (max. 5min).
      mfG Max
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
      UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
      Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
      UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hammax ()

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      • # 119075
      Hallo Max,

      die Links haben mir wirklich geholfen. Ich denke eine Kesseloptimierung, sei es durch bauliche oder steuerungstechnische Veränderungen ist für Viele weit mehr als nur sinnvoll. Vor ein paar Jahren hatte ich einen netten Kontakt mit einem Ingenieur dessen Berufsfeld Strömungsoptimierung war. Perfekt in der Planung - perfekt in der Ausführung, minimale Details machten da "Gut" oder "Mülltonne". Wie gesagt ich habe hier mein eigenes Holz, teils im Moor wachsend. Bei manchen Eichen bekomme ich schier die Tränen in die Augen wenn die durch den Spalter laufen, beim Faulholz fragt man sich wie viel Arbeit man eigentlich für Nichts investiert.

      Beim Orlan werden die Turbos mittels Hebel in den WT Rohren zur Reinigung abgefahren. Das war damals, neben dem Preis, das Kaufkriterium. Ich versuche erst gar nicht durch Vergleichsmessungen den Strömungswiderstand zu beurteilen, da ich denke die Streuung seitens meiner Holzqualitäten ist maßgeblich entscheidender und meine Fähigkeiten die Strömungslehre tatsächlich anwenden und beurteilen zu können, zu gering.
      Ich werde die Turbolatoren nachfertigen, deren momentane Steigung bei ca. 65mm liegt und diese etwas nach unten korrigieren. Mehr nicht. Der oben genannte Ingenieur hätte mich dafür gesteinigt, ich denke aber ganz ehrlich das Orlanski da ähnlich simpel konstruiert hat.

      Aus meiner Sicht kann das Thema abgeschlossen werden.
      Danke für die nette Hilfe.
      Matthias
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      • # 119091
      Edelstahl ist nicht gleich Edelstahl...

      Hitzefester Edelstahl kann ganz normaler Stahl sein. Es muss nicht zwingend ein Rostfreier oder gar Korrosionsbeständiger Stahl sein.
      Edelstahl ist nicht automatisch Rostfrei oder chemisch beständig. Hier wird nur auf einen Erhöhten Reinheitsgrad geachtet. Ansonsten Unterscheidet sich normaler Stahl nichtvon Edelstahl.

      Viele meinen jedoch, das Edelstahl nicht rostet usw. Es gibt sehr wohl rostenden Edelstahl. Wichtig ist hierbei definitiv die Stahlgüte.

      Ein Standardstahl 1.2003 (75Cr1) wird heute oft als Edelstahl mit einem E-Ofen hergestellt. Rostet aber.
      Ein Rostfreier Stahl 1.4419 (X38CrMo14) wird ebenfalls in einem E-Ofen hergestellt. Rostet aber nicht.

      Kleiner aber feiner Unterschied
      :)
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      • # 119098
      Hallo nochmal und Danke,

      speziell an Max. Wie man meinen Ausführungen ja entnehmen konnte, war ich nur auf der Suche nach ein paar Ersatz Turbolatoren für den Orlan. Ich stelle für Euch den Ausschnitt des schlechtesten Turbo´s (hängt) defakto immer in der Brennkammer und des 2 Stunden Nachbaues zur Info ein.

      Ich komme aus dem Metallbereich und gehe jetzt nicht auf Qualitäten von Stählen, deren Sinn oder Unsinn ein. Auch bin ich wie gesagt kein Ingenieur der Strömungswissenschaften. Weiterhin spreche ich mich von jedem erklär.- oder unerklärbarem Verbesserungswunsch frei. Ich wollte nur verbrannte Turbos gegen neuen Stahl tauschen. Am liebsten gekauft und mit der Post in den Ofen geliefert.....

      Die Turbolatoren sind im Kernrohr 18mm Orginal, der Nachbau ebenfalls (einfaches nahtloses Hydraulikrohr, leider verzinkt), die Schnecke ist eine Förderschnecke Innendurchmesser 20mm, Orginalsteigung 30mm, von mir gezogen auf 50 mm Steigung, mehr wollte ich mir auf die schnelle nicht antun. Da die Zugkräfte hier schon nicht unerheblich waren.

      Beim Orlankessel sind die WT Röhren, deutlich größer als die Turbos. WT ca.50mm Turbo ca. 38mm. Durch das "Kippen" der Turbos beim Reinigungsvorgang berühren die Schnecken die WT Röhren trotzdem und reinigen diese effektiv.

      Wie gesagt, das reine Anfertigen ca. 2 Std. (billig MAG gepunktet), Rohre hydraulisch verpresst und gebohrt. 6 Stück an der Zahl, 91cm lang. Materialkosten ca. 100 Euro mit Paketdienst.

      Grüße an Alle
      Matthias
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