Woher kommen die Treibhausgase?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Du hast Probleme beim Login? Schreibe uns im Forum "Probleme mit der Registrierung".
      • 1

      • # 123139

      Woher kommen die Treibhausgase?

      quelle: wissenschaft-aktuell.de

      Neue Satelliten sollen die Herkunft von Kohlendioxid wesentlich genauer bestimmen als bislang möglich

      Die Weltklimakonferenz in Paris 2015 war ein Meilenstein für die Zukunft der Menschheit: Erstmals konnte sich die weltweite Staatengemeinschaft auf gemeinsame Klimaziele einigen. Dieses Jahr diskutieren Politiker und Experten auf der Folgekonferenz in Marrakesch vor allem darüber, wie sich diese Ziele am besten erreichen lassen. Neben Fragen zu den besten Technologien und ihrer Finanzierung steht dabei aber auch das Problem im Raum, wie sich der Ausstoß von Treibhausgasen global am geschicktesten messen lässt. Nur Satelliten haben den ganzen Globus im Blick. Leider ist aus mehreren Gründen gerade die Messung des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid besonders schwierig. Neue Satellitenprojekte sollen deshalb dieses Manko beheben.

      Der weltweite Anstieg der Kohlendioxidkonzentration ist die Hauptursache für die steigenden Temperaturen auf unserem Planeten. Deshalb sollten diese Emissionen möglichst genau bekannt sein. Wie man aber schon an der Messung von Emissionen bei PKW sehen kann, können die Bedingungen bei Tests und im realen Leben sich deutlich voneinander unterscheiden – und damit auch die Menge an ausgestoßenem Kohlendioxid. Die Menge an CO2, die ein Kohlekraftwerk ausstößt, lässt sich noch vergleichsweise einfach anhand der verbrauchten Tonnage an Kohle bestimmen. Beim Energieverbrauch ganzer Städte sind nur noch grobe Schätzungen möglich. Dort kann man aber Bodenstationen für die Messungen installieren. Doch im ländlichen Raum und etwa bei Brandrodungen fehlen häufig schlichtweg die Daten, um genaue Angaben zu den CO2-Emissionen machen zu können.

      „Leider haben gerade Satellitenmessungen mit mehreren Schwierigkeiten zu kämpfen”, sagt Lesley Ott vom Goddard Space Flight Center der amerikanischen Weltraumagentur Nasa. Zum einen bleibt Kohlendioxid sehr lange in der Luft – im Mittel mehr als 100 Jahre. Es lässt sich also nur schwer bestimmen, ob das CO2 an einer bestimmten Stelle freigesetzt oder nur von woanders dorthin geweht wurde. Außerdem entstehen gerade dort, wo CO2 freigesetzt wird, auch viele Aerosole – kleinste Partikel, Ruß und Schwebeteilchen. „Diese Aerosole verschleiern die Sicht auf das Kohlendioxid, so dass Satelliten bislang nur sehr ungenaue Schätzungen liefern können”, so Ott.

      Mehrere Weltraumagenturen arbeiten deshalb an neuen Projekten, die sehr viel genauere Daten bereitstellen sollen. Die amerikanische NASA, die europäische ESA und die japanische JAXA wollen künftig den globalen CO2-Ausstoß möglichst auf wenige Prozent genau für jede Region bestimmen können.

      Im Jahr 2014 ist der NASA-Satellit Orbiting Carbon Observatory 2 (OCO-2) gestartet, der erste nur zur Messung von CO2 gebaute NASA-Satellit. Der baugleiche OCO-1 ging leider bei einem Raketenunglück vor einigen Jahren verloren. OCO-2 wird eine Auflösung von wenigen Kilometern erreichen und hat den Wissenschaftlern entscheidende Kenntnisse für den Bau des Orbiting Carbon Observatory 3 (OCO-3) geliefert, das im Dezember 2016 an Bord der Internationalen Raumstation montiert werden soll. Dieses Gerät kann die CO2-Konzentration mit bislang unerreichter Genauigkeit messen. Dies wird ein wichtiger Schritt sein. Allerdings reicht die heute mögliche Genauigkeit noch nicht aus, um die CO2-Bilanz wirklich exakt ziehen zu können. Insbesondere das Wachstum und Absterben der Wälder sind eine große Unbekannte.

      Die ESA entwickelt deshalb gerade im Rahmen ihres Earth-Explorer-Programms den Biomass-Satelliten, der mit Hilfe von Mikrowellen-Strahlung die Bedeckung der Erde mit Wäldern vermessen soll. Dieser Satellit wird in der Lage sein, auf wenige Kilometer genau das Wachsen von Biomasse in Wäldern oder deren Abholzung präzise zu beobachten.

      Auch Japan und China planen neue Erdbeobachtungssatelliten. Bis die Forschung allerdings in der Lage sein wird, CO2 so exakt zu vermessen wie andere Stoffe, werden nach Angaben der Forscher leider noch rund zehn Jahre vergehen – zu lange, um die Klimapolitik davon abhängig machen zu können. Wissenschaftler nutzen deshalb eine komplexe Mischung von Verbrauchsdaten, Satellitenmessungen und Simulationen, die sie immer wieder mit direkten Messungen an Bodenstationen abgleichen.

      Bei Stickoxiden etwa ist heute bereits eine sehr genaue Herkunftsbestimmung aus dem All möglich. Da Stickoxide ähnlich wie CO2 bei Verbrennungsprozessen freigesetzt wird, nutzen Forscher Stickoxid-Daten, um CO2-Freisetzungen aufzuspüren – etwa bei Brandrodungen. Stickoxid-Emissionen kann man allerdings auch mit besserer Verbrennungstechnologie reduzieren, was vor allem die USA mit strengen Stickoxid-Richtlinien vorangetrieben haben. Die Freisetzung von CO2 lässt sich jedoch nur durch den Umstieg auf regenerative Energien vermeiden.
      LG Walter

      Kaum macht mans richtig, schon funktionierts ;)
      • 2

      • # 123149
      Hallo,

      Dazu das hier :
      focus.de/wissen/klima/tid-8638/diskussion_aid_234329.html

      Was stimmt jetzt eigentlich?

      Es könnte die zusätzlich erzeugte Wärme sein die in die Umgebung abgegeben wird (erzeugt durch die 3% Mehr an CO2),
      die uns zu schaffen machen.
      Vielleicht sollte man deswegen dämmen?

      mfg
      HJH
      • 3

      • # 124693
      „Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre war jahrtausendelang praktisch konstant und steigt erst an, seit wir dem System riesige Mengen an zusätzlichem Kohlenstoff aus fossilen Lagerstätten zuführen“, erklärt Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

      Praktisch konstant, so so. Meine Oma sagte früher immer "Wess' Brot ich fress', dess' Lied ich sing." - das ist beim Stefan R. sicherlich nicht anders.

      Wie wäre es mit einer Aktion "Dämmen gegen die Rodungen in den Regenwäldern"?
      • 4

      • # 124695
      Solche Aussagen liebe ich, Behauptung aufstellen, keine entsprechende Messwerte als Beweis dazuliefern, weil die ja zeigen würden, so stimmt das nicht. Aber vieles was von diesem Institut in Potsdam stammt, ist m.E. mehr Glaubenssache, als Wissenschaft.

      Nichts ist in einem dynamischen System, wie es die Erde ist, über Jahrtausende konstant - kann es auch gar nicht sein, sonst wäre es nicht dynamisch, das funktioniert erst, wenn wir die Erde in einen statischen, also toten Planeten verwandelt haben.

      Allerdings ist eines offensichtlich, das ganze Erdöl, das die Menschheit in ihrer bisherigen Geschichte gefördert bzw. verbrannt hat, produzierte bei dieser Verbrennung gigantische Mengen an CO2.

      Dies gilt natürlich auch für Erdgas, für Kohle.
      Diese unvorstellbaren Mengen wären selbstverständlich nicht freigesetzt worden ohne den Menschen.

      Ein weiterer Punkt ist, wo Menschen sich ausbreiten, vernichten sie den dort vorhandenen Dschungel, oder in unsern Gebieten, den früher vorhandenen Urwald.
      Denn dort, wo vorher nichts wächst, kann sich auch der Mensch nicht massenhaft vermehren, außer er bekommt Lebensmittelhilfe von “wohlmeinenden Menschen” anderswo.
      Die Mengen an Holz, die vom Menschen in seiner Geschichte verbrannt wurden, um Platz für Infrastruktur, Wohnungen, Fabriken, Äcker etc. zu schaffen, sind unvorstellbar.

      Bekannt dürfte auch sein, dass die Temperaturen über Äckern, Wiesen, bebauten Gebieten einige °C höher sind, als über Wald, klar dass dies temperaturerhöhend wirkt.

      Um Wiesen und Äcker zu gewinnen wurden, um mal vor der eigenen Haustür zu kehren, in D unvorstellbar viele Hektar trockengelegt, der Torf, das jahrtausendelang CO2 speicherte, abgebaut und verbrannt, oder zur Verbesserung der Bodenstruktur in den Boden eingearbeitet, wo er innerhalb weniger Jahre dann von Mikroorganismen verstoffwechselt wurde, oder anders formuliert, in CO2 und Wasser gespalten wurde.

      Heute geschieht das zwecks Anbau von Ölpalmen, zwecks Beimischung zu unserem Sprit nicht mehr vor Ort, sondern in Malaysia, Indonesien etc., aber selbst in Thailand wurden im letzten Jahrzehnt Palmölplantagen angebaut, wo man mit dem Zug Stunde um Stunde fährt, und man sieht nichts als Ölpalmen.

      Für deutsche Landwirte wurden und werden unvorstellbar große Flächen in Brasilien, Argentinien etc. abgeholzt, Moore trockengelegt etc. um dort genverändertes Soja anzubauen.

      Flächen, die nur noch mit dem Flugzeug gespritzt werden können, weil sie so groß sind.

      Für mich immer wieder erstaunlich ist, es wird wohl nirgends so intensiv über die vorhandene oder nicht vorhandene menschengemachte Klimaerwärmung diskutiert wie in der BRD.

      Aber statt z.B. die Anzahl der gefahrenen km zu begrenzen, stiegen diese in den letzten Jahrzehnten bei den Deutschen kontinuierlich an.

      Statt auf für den Einsatz angepasste Fahrzeuge zu setzen, fährt der junge Städter heute mit einem Geländewagen zur Schule, Einkauf, Arbeit, der dreimal so viel wiegt, wie das Auto dessen Vaters.

      Statt Heizenergie mit modernen Mitteln zu sparen, heizt man heute nicht mehr ein Zimmer, nur bei Bedarf und auf eine erträgliche Temperatur von 16 °C, sondern die ganze Wohnung auf 26 °C und nicht selten darüber, selbst wenn man gar nicht zuhause ist.
      Und das Schlafzimmerfenster und Küchenfenster ist auch im Winter oft über Wochen am Stück gekippt.

      Statt auf erneuerbare Energien zu setzen, wurden diese in den letzten Jahren abgewürgt, sieht man mal vom Bau von Windrädern auf hoher See ab, wo sie Strom erzeugen, der doppelt so teuer ist, als der von einem Windkraftwerk im Süden, der dazu im Norden gar nicht benötigt wird, da die Netze schon mit Braunkohlestrom und Strom von massenhaft neu gebauten Kohlekraftwerken im letzten Jahrzehnt, sowie Windstrom von der Küste übervoll sind.

      Die Deutschen diskutieren aber weltmeisterlich über die Klimaerwärmung, dennoch ist der CO2-Ausstoß je produzierter kwh m.W. nirgends in Europa so hoch, wie ausgerechnet im angeblichen Musterland Deutschland.

      Man schimpft über die bösen Chinesen, emittiert aber, selbst ohne die Flächen in Asien, Afrika, Lateinamerika, den Abbau von Rohstoffen für D, ein vielfaches an CO2 je Einwohner, als es die Chinesen, die gleichzeitig noch jede Menge Produkte für D herstellen, tun.
      Dennoch fühlen wir uns vorbildlich - verrückte Welt.

      Sonnige Grüße
      Pflaume
      • 5

      • # 124702
      Zum Thema Heizenergie mit modernen Mitteln sparen....habe vor 5 Jahren gebaut und mir wurde damals von vielen Seiten zu einer Außenwanddämmung (Vollwärmeschutz) geraten. Ich kann mich über die Isolierwirkung auch nicht beschweren, habe auch keine Probleme mit Schimmel innen, obwohl ich keine dezentrale Lüftungsanlage besitze, sondern konventionell stoßlüfte. Aber ich musste letztes Jahr meine Außenfassade bereits runter streichen, weil diese nicht mehr weiss, sondern grün war! Algenbefall! Ist ein physikalisches Problem, weil die Fassade nicht abtrocknet, weil sie zum einen kaum Wärmekapazität besitzt und zum anderen halt die Wärmeverluste fehlen. Die Farbe die jetzt drauf kam ist extrem aligzid und fungizid, war sauteuer und ein gutes Gefühl hab ich da auch nicht dabei... Außerdem hab ich jetzt erfahren, dass ich Sondermüll am Haus kleben habe und mich die Entsorgung der mit Brandhemmern versetzten Styrodurplatten in 15-20 Jahren ein Vermögen kosten wird. Dann habe ich an den Heizkörpern elektronische Thermostate verbaut, damit ich die Räume bedarfgerecht und intelligent heizen kann. Wenn ich aber bedenke was mich die Dinger schon an Geld gekostet haben, Batterien fressen die Teile ohne Ende und nach der Garantiezeit haben einige schon den Geist aufgegeben, sodass ich einige wieder durch konventionelle Thermostate ersetzt habe. Auf jeden Fall habe ich sicher nicht das Holz gespart, was ich investiert habe!

      So ist es leider auch bei vielen regenerativen Energien, oder auch den Elektrofahrzeugen. Man muss wirklich dies Gesamtenergiebilanz betrachten, von der Produktion, bis zur Entsorgung, Wartung, usw. und speziell bei den E-Fzg. woher der Strom kommt und wie emissionsfrei dieser erzeugt wird. Denn auch ein Windrad erzeugt Emissionen. Abgesehen von der Herstellung / Bau, im Betrieb Geräuschemissionen (Infraschall), Schlagschatten, Wartung, etc.
      Da wird sich viel in die Tasche gelogen...

      Grüße
      Oli
      Heizungsschema: -> Drück mich!
      • 6

      • # 124718

      Oliver schrieb:

      Aber ich musste letztes Jahr meine Außenfassade bereits runter streichen, weil diese nicht mehr weiss, sondern grün war! Algenbefall! Ist ein physikalisches Problem, weil die Fassade nicht abtrocknet, weil sie zum einen kaum Wärmekapazität besitzt und zum anderen halt die Wärmeverluste fehlen.
      Nach nur 4 Jahren - da lief aber einiges schief.
      Und nein, m.E. nach liegt die Situation anders.
      Wenn Du ein Ziegelhaus hast mit Putz, wie man das im letzten Jahrhundert baute, dann gab es zwei Möglichkeiten. Entweder ließ die Farbe Wasser durch, was bei einer 08/15 Fassadenfarbe spätestens nach wenigen Jahren mehr und mehr der Fall war, dann haben die Ziegel das Zeug vom Putz aufgenommen, nicht gerade zur Verbesserung der Dämmung beigetragen, aber der Putz war trocken, wenn dann noch Schwarzkalk, heute nenn man ihn Edelkalk, im Putz verarbeitet war, dann war der auch noch extrem alkalisch, keine Alge konnte sich darauf festsetzen. Die andere Möglichkeit war, die Farbe ließ keine Feuchtigkeit durch, z.B. eine gute Silacrylfarbe, und alles war in Butter.

      Heute auf dem Styropor sitzt ein Kunststoffgewebe in einem sehr dünnen Putzbett, darüber vielleicht noch 1,5 mm Reibeputz, das wars. Wenn nun letzeres der Fall ist, alles o.k., wenn ersteres dann hast Du ein Problem.
      Denn das Styrpor hat im Gegensatz zu Ziegeln keine Lust, Wasser aufzunehmen. Das Wasser verbleibt somit in dieser dünnen Putzschicht, und Algen und/oder Flechten freuen sich, denn zumindest auf der sonnenabgewandten Seite finden sie optimale Siedelungsflächen. Man kann mit Algengiften dem eine kurze Zeit entgegenwirken, die Wurzel des Übels wird aber nicht beseitigt.

      Und nun kommt noch ein Punkt zum Tragen, der dazu führt, dass der Putz nie wirklich trocken wird, wenn die Farbe Wasser durchläßt:
      Der Putz bildet die Schicht nach außen, gibt somit natürlich Strahlungswärme ab. Im Gegensatz zur früheren Bauweise bekommt der Putz aber keine Wärme nachgeliefert. Er kühlt damit natürlich stärker ab, als die ihn umgebende Luft (wer PV-Module hat, kann das am frühen Morgen oft beobachten, insbesondere bei wolkenlosem Himmel. Die Dinger vereisen plötzlich, obwohl die Luft selbst noch 2 oder 3 Grad oberhalb 0 °C liegt. Funktioniert auch bei Autoscheiben).
      Was dann passiert ist klar, die umgebende Luft gibt bei Kontakt mit einer Fläche, die kälter ist als sie selbst, Feuchtigkeit ab. Im Sommer bildet sich auf der Wand deshalb ein Feuchtigkeitsfilm, Im Winter eine dünner Eisfilm.
      Wenn es dann im Laufe des Tages wärmer wird, läuft bei einer guten Farbe dann Wasser an der Wand herab, man wundert sich dann oft, es ist doch trocken und irgendwo tropft es - bei einer schlechten Farbe nicht, wo das Wasser dann bleibt dürfte klar sein.
      Wie gut eine Farbe ist, läßt sich leicht testen, man gibt an einem trockenen Tag einfach einen Löffel Wasser auf die Wand und schaut, wie weit es die Wand herunterläuft. Bei einer schlechten Farbe kommt es nicht weit.
      Bei einer für Dämmputz geeigneten Farbe läuft das Wasser bis nach unten durch.
      Man sollte nie den Angaben des Malers glauben, Ausnahmen mögen diese Regel bestätigen, der will einem natürlich eine billige Farbe verkaufen, die er einem teuer in Rechnung stellt.

      Oliver schrieb:

      und mich die Entsorgung der mit Brandhemmern versetzten Styrodurplatten in 15-20 Jahren ein Vermögen kosten wird
      Warum willst Du die Dinger in 15 - 20 Jahren entsorgen? Haus abreißen?
      Mein Vater hat sein Haus vor ca. 30 Jahren mit nur 6 cm isoliert, ist natürlich viel zu wenig, aber ich käme jetzt nie auf die Idee diese Schicht wegzureißen.
      Und da das Haus vermietet ist, werde ich es auch nicht aufdoppeln, was ich vielleicht bei Eigennutzung tun würde. Er hat vor 20 Jahren neue Fenster einbauen lassen, die würde ich dann auch erneuern, denn das bringt wirklich einiges - nur warum sollte ich das für Mieter machen, die sowieso in Bad und Küche liebend gern die Fenster kippen? Da bringt das am besten isolierte Fenster weniger als Einscheibenglas.

      Oliver schrieb:

      Denn auch ein Windrad erzeugt Emissionen. Abgesehen von der Herstellung / Bau, im Betrieb Geräuschemissionen (Infraschall), Schlagschatten, Wartung, etc.
      Naja, da wird auch vieles übertrieben, bei 10 H-Regelung weiß ich nicht wie ein Schlagschatten auftreten soll, wer da Infraschall spürt, spürt auch sonstige böse Mächte, die Energie für den Bau ist nach kurzer Zeit wieder hereingefahren, dass ein mechanisch bewegtes Gerät gewartet werden muß, dürfte selbstverständlich sein - problematischer sehe ich da schon die Auswirkungen auf Insekten, Vögel, Fledermäuse - ob aber da dann Masten von Norddeutschland nach Süden zu Tausenden die bessere Alternative sind, das wage ich doch zu bezweifeln. Man kann natürlich auch Kohlekraftwerke oder Kernkraftwerke bauen, wenn man deren Abfall bereit ist, im Garten zu verbuddeln.

      Es gibt natürlich eine umweltfreundliche Alternative, nur die Energie verbrauchen, die von Solarthermie und PV-Modulen auf dem eigenen Dach erzeugt wird - dann dürfte man aber im Winter bei Schnee auf dem Dach natürlich auch gelegentlich frieren. Denn über eines sollten wir uns klar sein, unsere HVK benötigen nicht nur Strom, sie sind auch nicht klimaneutral, und dass sie keinen Feinstaub emittieren, wäre mir auch neu. Wartung benötigen sie dazu auch noch, und manche sollen sogar nicht einmal geruchsneutral sein.

      Mein Vater sagte immer, irgend einen Tod muß man sterben, dort kann man sich noch nicht einmal heraussuchen, welchen.

      Sonnige Grüße
      Pflaume
      • 7

      • # 124738

      Pflaume schrieb:

      Heute auf dem Styropor sitzt ein Kunststoffgewebe in einem sehr dünnen Putzbett, darüber vielleicht noch 1,5 mm Reibeputz, das wars. Wenn nun letzeres der Fall ist, alles o.k., wenn ersteres dann hast Du ein Problem.

      Ich verstehe Deine Ausführungen zum Ziegelhaus nicht? Ich habe ja deutlich geschrieben, dass ich vor 5 Jahren mit Vollwärmeschutz gebaut habe, also so wie oben beschrieben.

      Pflaume schrieb:

      Und nun kommt noch ein Punkt zum Tragen, der dazu führt, dass der Putz nie wirklich trocken wird, wenn die Farbe Wasser durchläßt:
      Der Putz bildet die Schicht nach außen, gibt somit natürlich Strahlungswärme ab. Im Gegensatz zur früheren Bauweise bekommt der Putz aber keine Wärme nachgeliefert. Er kühlt damit natürlich stärker ab, als die ihn umgebende Luft (wer PV-Module hat, kann das am frühen Morgen oft beobachten, insbesondere bei wolkenlosem Himmel. Die Dinger vereisen plötzlich, obwohl die Luft selbst noch 2 oder 3 Grad oberhalb 0 °C liegt. Funktioniert auch bei Autoscheiben).
      Was dann passiert ist klar, die umgebende Luft gibt bei Kontakt mit einer Fläche, die kälter ist als sie selbst, Feuchtigkeit ab. Im Sommer bildet sich auf der Wand deshalb ein Feuchtigkeitsfilm, Im Winter eine dünner Eisfilm.
      Wenn es dann im Laufe des Tages wärmer wird, läuft bei einer guten Farbe dann Wasser an der Wand herab, man wundert sich dann oft, es ist doch trocken und irgendwo tropft es - bei einer schlechten Farbe nicht, wo das Wasser dann bleibt dürfte klar sein.
      Wie gut eine Farbe ist, läßt sich leicht testen, man gibt an einem trockenen Tag einfach einen Löffel Wasser auf die Wand und schaut, wie weit es die Wand herunterläuft. Bei einer schlechten Farbe kommt es nicht weit.
      Bei einer für Dämmputz geeigneten Farbe läuft das Wasser bis nach unten durch.
      Man sollte nie den Angaben des Malers glauben, Ausnahmen mögen diese Regel bestätigen, der will einem natürlich eine billige Farbe verkaufen, die er einem teuer in Rechnung stellt.
      Auch hier danke für Deine detaillierte Beschreibung, die physikalischen Zusammenhänge sind inzwischen auch mir mehr als klar. Darum meine Ausführungen von fehlender Wärmekapazität und den fehlenden Wärmeverlusten...


      Pflaume schrieb:

      Man kann natürlich auch Kohlekraftwerke oder Kernkraftwerke bauen, wenn man deren Abfall bereit ist, im Garten zu verbuddeln.
      Muss man nicht, kann man auch aus dem 150km entfernten KKW Temelin kaufen... (Achtung, Ironie...)

      Grüße
      Oli
      Heizungsschema: -> Drück mich!
      • 8

      • # 124776
      Was mich ehrlich gesagt anwidert, ist diese Scheinheiligkeit, mit der sich z. B. eine Frau Merkel an einem Gletscher bei Grönland "ablichten" lässt und einen auf Öko macht. Die Industrie ist natürlich auch nicht doof und macht Werbung "in Grün" und mit viel "Harmonie", verlogener geht es nicht. Ich leugne nicht, dass es eine globale Erwärmung gibt, und es mag durchaus sein, dass der Mensch mit seinem Eigensinn eine gehörige Mitschuld trifft, aber das was Stefan R. vom PIK da von sich gibt, ist in meinen Augen der blanke Lobbyismus, um nicht zu sagen Hohn. Das hat mit Naturschutz und Renaturierung NICHTS gemeinsam.

      Ich alter Ossi kann mich noch erinnern, dass es Mitte der 80er eine Gesetzesänderung in der DDR gab: Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen von 90 auf 80 km/h, auf Autobahnen (weiterhin) 100 km/h - und das Geheule war groß im Osten, die Schadenfreude im Westen. Der eigentliche Grund wurde von der Regierung sogar offen und ehrlich genannt: Mangel an Öl bzw. Devisen zwingen zum kollektiven Spritsparen (oh diese bösen, freiheitsfeindlichen Funktionäre ;-). Ergebnis: Wer mit seinem Trabi vorher 7 - 8 Liter verballert hatte, brauchte plötzlich nur noch 6 - 6,5 Liter und kam trotzdem an. DAS wäre doch mal eine Maßnahme: Güterverkehr von der Straße zurück auf die Schiene, dazu ein Tempolimit auf max. 120 km/h für alle - Hurra!, das Weltklima ist fast schon gerettet :)

      Noch etwas zu Euer Fassadenfarbe, neuerdings sogar mit "Lotuseffekt". Ich empfehle jedem, mal im Juni, sowie noch ein zweites mal Ende September nach Peking zu reisen, nahe des Sommerpalastes im Nordwesten gibt es imposante Seen mit Unmengen von Lotusblumen: im Frühsommer mit "Original-Effekt", im Herbst verschlissen und genau so heruntergekommen wie jede andere Pflanze auch. Ein natürliches Beispiel für die Illusion des Menschen, ewige Jugend würde zumindest an einer Fassade funktionieren :-)) Lachhaft. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis nicht nur Dreck aus der Luft, sondern eben auch hier der ständige Stress von Überhitzung am Tage und Unterkühlung in der Nacht für mikroskopisch kleine Risse sorgen, sodass die selben Sorgen ins Haus stehen (früher oder später).

      Beste Grüße
      Ralf
      • 9

      • # 124779

      Oliver schrieb:

      Ich verstehe Deine Ausführungen zum Ziegelhaus nicht? Ich habe ja deutlich geschrieben, dass ich vor 5 Jahren mit Vollwärmeschutz gebaut habe, also so wie oben beschrieben.
      Du beklagtest Dich, sicher zu Recht, dass Du schon nach 4 Jahren neu streichen mußtest.
      Hättest Du sicher nicht getan, wenn man bei den üblichen Häusern alle zwei Jahre streichen müßte, wie z.B. bei Fenstern aus Holz, will man da nicht nach 5 Jahren böse überrascht werden.

      Du gehst somit vermutlich vom Vergleich mit den üblichen Ziegelhäusern aus, die im letzten Jahrhundert gebaut wurden, und wo man vielleicht alle 10 -20 Jahre streichen muß.
      Wenn ich aber nötiges Streichen vergleiche von zwei völlig verschiedenen physikalischen Voraussetzungen, dann muß ich auch vergleichen, wie ist das in den beiden Fällen gelagert, sprich warum ist das dort so, und im anderen Fall, unter bestimmten Umständen, anders.

      Ist einem das klar, dann kann man auch hingehen und die entsprechenden Voraussetzungen schaffen, um die erhebliche Steigerung des Wohnkomforts, die erheblich reduzierte Energieabgabe, die erheblich reduzierte Gefahr von Schimmelbildung (auch hier vorausgesetzt richtiges Stoßlüften) insbesondere in Außenecken aufgrund deren Abkühlung bei kalter Außentemperatur und dann unterschreiten des Taupunktes der Zimmerluft, und deren vieler Vorteile mehr, die eine richtig gemachte Außendämmung mit sich bringt, mit einem Streichen in normalen Abständen zu kombinieren.

      Wenn nicht, kauft man sich obige Vorteile mit entsprechenden Nachteilen ein.

      Sonnige Grüße
      Pflaume
      • 10

      • # 124780
      In Sachen Werbung, die Industriefirmen vergeben den Auftrag an eine Werbefirma, so wie sie bei Rechtsstreitigkeiten den Auftrag an eine Rechtsanwaltssozietät vergeben. In beidem Fällen tun sie dann das in der Regel, was diese Experten raten, da der Industrie klar ist, dass sie Experten für Produktion, aber eben nicht für Recht oder Werbung sind, Ausnahmen sind Exoten wie Seitenbacher und Trigema.
      So gesehen werden wir von Werbefirmen vera..., vermutlich aber eben, weil es bei den meisten funktioniert?

      Ralf_K schrieb:

      Lotusblumen: im Frühsommer mit "Original-Effekt", im Herbst verschlissen und genau so heruntergekommen wie jede andere Pflanze auch. Ein natürliches Beispiel für die Illusion des Menschen, ewige Jugend würde zumindest an einer Fassade funktionieren :-))
      Der Lotuseffekt beruht darauf, dass auf den Blättern Nadeln aus Wachs in Nanogröße vorhanden sind. Diese halten Wassertropfen und Dreck auf Abstand, so dass sie das Blatt gar nicht erst benetzen können.
      Da Wachs nicht sonderlich beständig ist, müssen diese Nanonadeln, so wie bei uns die Hautoberfläche auch, ständig ersetzt werden.
      Wenn aber die Blätter selbst absterben, hören sie natürlich auf, diesen Ersatz sicherzustellen.
      Das ist von der Natur auch so gewollt, schließlich würde der Lotuseffekt einer schnellen Zersetzung der Blätter im Wege stehen, nur dank Recycling von Blättern kann die Wurzel einer Pflanze die für sie wichtigen Rohstoffe, Nitrate, Kali, Phosphor, Schwefel etc. zurückerhalten und für einen neuen Austrieb speichern.

      Die verwendeten Materialien in den "Lotusfarben" sind deutlich beständiger, aber auch sie werden durch Angriffe aus der Luft, mechanische Beschädigungen etc. zerstört, nichts hält ewig - schlimmer noch - nicht einmal wir :)

      Sonnige Grüße
      Pflaume
      • 12

      • # 129790

      Pflaume schrieb:

      Nichts ist in einem dynamischen System, wie es die Erde ist, über Jahrtausende konstant - kann es auch gar nicht sein, sonst wäre es nicht dynamisch, das funktioniert erst, wenn wir die Erde in einen statischen, also toten Planeten verwandelt haben.
      Geb Dir recht!
      Warum, soll sich das Klima nicht ändern dürfen?
      Wer hat eigentlich festgelegt, das das Klima so bleibt, wie die letzen 200jahre wahr?
      Alles Geldschneiderei!
      • 13

      • # 129792

      Oliver schrieb:

      Aber ich musste letztes Jahr meine Außenfassade bereits runter streichen, weil diese nicht mehr weiss, sondern grün war! Algenbefall! Ist ein physikalisches Problem, weil die Fassade nicht abtrocknet, weil sie zum einen kaum Wärmekapazität besitzt und zum anderen halt die Wärmeverluste fehlen.
      Darf ich mal fragen, wie stark die Dämmung ist und welches Mauerwerk?
      • 14

      • # 130592
      ich frage mich schon länger, ob der Mensch wirklich schuld am klimawandel ist.

      Finde die Argumente der gegner, dass der mensch nur für wenige Prozent verantwortlich ist, ist schon ziemlich stark.

      Klar können diese paar prozent es aber aus dem gleichgewicht bringen.


      Anderes argument ist ja, es gibt nunmal Eiszeiten. Erdgeschichtlich betrachtet sind wir am ende einer eiszeit. Von daher nur logisch dass es wärmer wird.


      Alles etwas komisch...

    Webutation