Vigas: Riss schweißen lassen?

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      • 26

      • # 150542
      Hallo,

      ich möchte mal eine kleine Rückmeldung bezüglich der Kesselabdichtung geben. Leider gab es ja auf meinen vorhergehenden Beitrag kein Feedback und so musste ich die Einsame Entscheidung mehr oder weniger allein treffen... ;) Ich hatte mich im Vorfeld ja auch schon eingehend mit einem Anwendungstechniker der BaCoGa Technik GmbH unterhalten. Leider ist auch dort der spezielle Anwendungsfall Holzvergaser eher unbekannt, spielt aber eigentlich keine Rolle da das Dichtmittel nicht merkt welche Energiequelle genutzt wird. Allerdings bin ich erst kurz vor der geplanten Abdichtung auf eine Gerätschaft der BaCoGa aufmerksam geworden, den "HEIZBOY".
      holzheizer-forum.de/gallery/in…86134abcf9fb9bf96d5682f75
      Da das Dichtmittel 48h bei ca. 60°C im Kessel zirkulieren soll, war das natürlich die eleganteste Lösung. Also Gerät bei BCG ausgeliehen und direkt an VL/RL am HV angeschlossen. Genutzt habe ich das BCG24 welches schon in einem älteren Beitrag erwähnt wurde. Der Einsatzbereich sind Heizkessel mit einem Wasserverlust von bis zu 30L/Tag. der Betriebsdruck vom Heizboy ist um die 1.8bar, zwischendurch habe ich die Pumpe einige Male für jeweils 30 min. ausgeschaltet, abgesperrt und das System inkl. Dichtflüssigkeit mit 4bar Druck beaufschlagt. Nach der Anwendung alles abgelassen und den Kessel mehrere Male gründlich gespült. Da ich parallel eine neue Düse verbaut hatte (12-Loch Gussdüse von Friedrich) musste ich natürlich unbedingt einen Probelauf durchführen. Leider ist zur Zeit aufgrund des guten Wetters nicht genug Platz für einen vollen Abbrand in den Puffern, also nur knappe 10kg verheizt. Ergebnis: Der Kessel ist (noch) dicht... - einzig der Restsauerstoffgehalt war sehr hoch, was allerdings an der sehr geringen Füllmenge liegen kann. Gestern habe ich dann noch prophylaktisch eine Vermiculitplatte unter den Brennraumzwischenboden gebaut.

      Sollte der Kessel wieder undicht werden, dann halte ich euch auf dem Laufenden. Ach so, was ist denn eigentlich von sowas hier zu halten ???
      holzheizer-forum.de/gallery/in…86134abcf9fb9bf96d5682f75

      Gruß Tobias
      • 27

      • # 151005
      Hallo Tobias

      Ich kenne diverse Kühlerdichtmittel nur aus dem Automobilbereich. Dort habe ich sie bei meinen alten Autos schon öfters angewendet (zwar nicht immer erfolgreich, aber manchmal doch mit guten Langzeitergebnissen). Bin gespannt, wie das bei deinem Heizkessel funzt.

      Ich glaube von dem Korrosionschutzmittel ist nichts zu halten, falls man - wie heute üblich - ein geschlossenes Heizsystem hat. Denn so weit ich weiß und worüber in diesem Forum auch schon oft gesprochen wurde, kann die Kesselwand auf der heizwasserführenden Seite nicht weiterrosten, sobald der Sauerstoff im Heizwasser aufgebraucht ist. Das Korrosionsproblem besteht hauptsächlich auf der "Feuerseite" durch Säuren, welche bei Verbrennung entstehen, Kondenswasser usw.

      Bitte lass uns wissen, ob es mit dem Dichtmittle funktioniert hat!
      • 28

      • # 154493
      Moin,
      für mich ist das Thema gerade mal wieder"bedingt aktuell", meine Vermiculitte-Platte als obere Brennkammerabschirmung hat es nach 3 3/4 Jahren, also nach ca. 3 1/2 Heizperioden.
      Die Platte hat es gut verschlissen:

      Der Stahl dahinter sah sehr gut aus und Asche hat die Spalten abgedichtet. Keine erkennbaren Risse. Der Kanal in der Brennkammer, wo die Vermiculite (1,150er Dichte, also die angeblich besonders belastbare) Flammkontakt hat, ist regelrecht ausgefressen.

      Wenn man das sieht, sollte man sich einbilden können, dass es das Kesselleben deutlich verlägert. Habe jetzt gute 110RM in meinem HVS 25 LC verheizt und jetzt eine neue Platte verbaut, mal sehen, wie es weiter geht.

      Grüße, Eike

      PS.: @joga: Wie ist es mit deinem Kessel weiter gegangen?
      HVS25LC-Heizer
      • 29

      • # 160991
      Hallo,
      an dieser Stelle mal ein kurzes Update zum Thema da die Heizsaison 2018/19 nun definitiv Geschichte ist ;)

      Die Kesselabdichtung mit dem BaCoGa BCG24 war definitiv erfolgreich. Ich habe die Reparatur vor Beginn der Heizsaison durchgeführt und seitdem gut 8Rm Mischholz verbrannt. Die 12-Loch Gussdüse von Friedrich, verbaut im alten Düsen-/Kesselboden ohne Kasten, war auch ein voller Erfolg. Evtl. ist die Verbrennung nun etwas zu gut, aber im Großen und ganzen bin ich doch sehr zufrieden. Die Lambdasteuerung regelt dann halt das Primärgebläse runter um auf die entsprechende Menge Restsauerstoff zu kommen. Unter den Düsenauslass an der Brennkammerdecke hatte ich eine 20mm Vermiculite-Platte angebracht um die Stahlblechplatte oberhalb der Brennkammer zu schonen. Diese ist allerdings nach nicht ganz der halben Heizsaison zerfallen, dort wird für 2019/20 eine bessere Lösung her. Auch der Stahlblechkasten unterhalb der Düse hat sich leicht trapezartig verformt was für eine äußert leistungsstarke Verbrennung spricht. Ich denke hier schadet es nicht eine Lösung zur Schonung der Stahlblechteile im hart belasteten Bereich des Kessel zu finden. Ich habe da die Idee mit einer passenden 6mm Stahlplatte plus 20mm Vermiculite an der Brennkammerdecke unterhalb der Düse. Die Abdichtung mit BCG24 würde ich auf jeden Fall immer wieder durchführen, wenngleich das Dichtmittel mit ca. 100€ sowie der Heizboy mit 50€ Tagesmiete auch nicht ganz geschenkt sind. Aus meiner Sicht ist dies aber die Lösung, die am wenigsten Folgeprobleme mit sich bringt, am wenigsten zeitaufwendig und Aufwandsintensiv ist und hohe Aussichten auf Erfolg hat. Bis jetzt alles dicht. Da ich den Kessel nach der Abdichtung auf einen hart grenzwertigen Druck abgedrückt hatte, war ich bereits zu diesem Zeitpunkt zuversichtlich.

      Gerne beantworte ich noch weitere Fragen oder bin für Anmerkungen offen.

      Gruß Tobias
      • 30

      • # 163299
      Hallo,

      kurzes Update (habe gerade die Frage von Eike entdeckt):

      Der Kessel läuft weiterhin (mit ca. 45 Ster/Jahr) und schnitt gestern dank der Brennkammerabdeckung bei der Abgasmessung so gut ab wie vor 2 Jahren.
      Ein mögliches Problem, hab ich nach der Sommerpause entdeckt: Die Stelle, an der das geschweißte/ abgedichtete Leck ist, war etwas rostig. Vermutlich diffundiert eine geringe Menge Wasserdampf durch das Leck, sodass es dort bei längerer Standzeit im Sommer anscheinend etwas feucht wird.

      Grüße, Sepp

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