Alle älteren: Brennkammertemperatur = AGT- oder Saugzug- oder Primärluft Regelung

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      • 1

      • # 126854

      Alle älteren: Brennkammertemperatur = AGT- oder Saugzug- oder Primärluft Regelung

      Dieses Wort Brennraumtemperatur beginnt im Forum eine Bedeutung zu bekommen.
      Ich möchte hiermit eine Diskussion beginnen.
      Nach meiner Erkenntnis hat sie eine Auswirkung auf unseren Kessel. Es betrifft die Haltbarkeit der Schamotte. Sie beeinflußt die Leistung des Kessels. Sie hat auch Auswirkung Wirkungsgrad des Kessels (AGT und Holzverbrauch).
      Ich denke vielleicht kann man noch einige Parameter dazu setzen oder wenn ich falsch liege bitte korrigiert mich.

      Jetzt nun die Frage zum Rund Gespräch: Welche Werte (siehe Überschrift oder andere) sollte man mit dieser Temperatur beeinflußen um unsere Kessel noch ein Quäntchen besser zu.........


      Ich vergleiche dies mit einem Auto. Den ersten Golf den ich nach der Wende fuhr und den Golf VII den ich jetzt fahre.
      MfG Jürgen

      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; Lamdacheck;
      WW: Vissmann Vitacell 300
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.

      striegistal-wetterstation.de/
      • 2

      • # 126869
      Also Leistung würde ich eher aus der "Prioritäten-Liste" streichen.

      Denn ich kann 10kW oder 30kW im selben Kessel fahren und trotzdem eine passende BKT haben.

      Da kommt eher die Form der Düse, Ort und Dimensionierung der Sek.-Luft Einblasung, Größe der Brennkammer zum tragen.

      Aber tolles Thema!!!
      • 3

      • # 126879
      Hallo,


      Bahnhof schrieb:

      Denn ich kann 10kW oder 30kW im selben Kessel fahren und trotzdem eine passende BKT haben.
      Diese Aussage, einzeln betrachtet, ist etwas vorschnell.

      Bahnhof schrieb:

      Da kommt eher die Form der Düse, Ort und Dimensionierung der Sek.-Luft Einblasung, Größe der Brennkammer zum tragen.
      Dem würde ich dann wieder voll zustimmen.


      Es ist bei der Verbrennung niemals nur 1 Faktor der die Verbrennung beeinflusst.

      Der Füllraum mit seiner Größe und seiner Ausführung spielt gerade zur Brennraumtemperatur eine
      beachtliche Rolle.

      Beim nachrechnen und auch in der Wirklichkeit, bekommt man bei Brennstoff mit 15% Feuchte
      und 4...6% O2, Brenntemperaturen das hier jede Brennkammer schmilzt.
      Wenn, ja wenn man den Brennstoff in einer ungekühlten Feuerung verbrennen würde.

      Das ist aber bei einem HV nicht so.
      Da wird ein Teil der erzeugten Wärme im Füllraum an die wassergekühlten Wände abgegeben.
      Warum?
      Die Brenntemperatur wird im Füllraum, wegen der Selbstregelung des Verbrennungsablaufes,
      in einem Zustand kurz vor der "Erstickung" gehalten.
      Mit anderen Worten, die erzeugte Temperatur ist hier, unabhängig von der gefahrenen Leistung, gleich.

      Damit ist die Wärmeabgabe im Füllraum auch gleich, da die Wärmetauscherflächen sich nicht ändern.

      Damit wird die Brennraumtemperatur steigen bei steigender Leistung und fallen bei fallender Leistung.
      Vorausgesetzt das Holz ist immer gleich. (Wie wir aber wissen, Holz ist nicht nach DIN)

      Hängt man die Wände des Füllraumes mit Blechen ab, erhöht sich die Brenntemperatur.
      Das haben die Hersteller gemacht nachdem die Auflagen der Emissionswerte erhöht wurden.

      Was ist jetzt die richtige Brenntemperatur.

      Man sollte auf alle Fälle ÜBER der Zündtemperatur (ca.605°C) von CO liegen.
      Das wären dann > 700°C.

      Eine korrekte Aussage kann man aber erst dann bringen, wenn man den CO dabei misst.
      Geht man höher mit der Temperatur, dann wird der CO in der Regel besser.
      Aber die Brennkammer muss darunter leiden.

      Liegt man zu niedrig mit der Brenntemperatur steigt der CO und auch der Holzverbrauch
      weil der Wirkungsgrad fällt.

      Egal welche Farbe der Rauch am Kamin hat, je dunkler je mehr unverbranntes Gas ist dabei.
      Das bedeutet, abgesehen von der Umwelt, du musst mehr Holz kaufen bzw. machen.

      Höhere Brenntemperaturen erreicht man damit mit höherer Leistung des HV. (Mehr Primärluft).
      Das gibt aber wieder höhere Rauchgastemperaturen und damit wieder höhere Verluste.

      Ich behaupte jetzt einmal, das alle Hersteller die bei Brenntemperaturen ab 700°C eine
      Rauchgastemperatur >160°C fahren, die nachgeschaltete Heizfläche zu klein haben.

      mfg
      HJH
      • 4

      • # 126883
      Es ist klar den Ideal Wert bekommen wir nicht aber auch die großen Kraftwerk Kessel nicht. Wir wollen versuchen mit den uns zur Verfügung stehenden und vertretbaren finanziellen Mittel noch ein Quäntchen....
      müssen aber hier und da Zugeständnisse machen.
      Du erwähnst nachgeschaltete Heizfläche zu klein. Einige Kessel haben ja unten die seitlichen Flächen in Richtung Röhrenwärmetauscher ja und dann ist schon der Saugzug das war es dann mit Wasser erwärmen. Woodstoker hatte ja in den Röhrenwärmetauscher versucht ganz unten im Reinigunskasten und oben durch Leit Schamotte noch ein wenig Wärme an Wasser führende Bleche zu leiten. Wenn man mal in einem großen Kraftwerk Kessel drin war dann sieht man um den Feuerraum herum die vielen Rohrpakete die von den durchströmenden Rauchgasen erhitzt wurden. Wir hatten 3 Kessel mit 150 kg Druck und 500 ° Wassertemp und 6 Kessel mit 15,5 kg Druck und 300° Wassertemp. Wenn Leistung gebraucht wurde dann war der Qualm oben an den Beiden Essen schwärzer geht es nicht. Da waren dann auch die Aschefilter abgeschaltet. Die Messgeräte die wir warteten zeigten Anschlag im dunkelroten Bereich.
      Dies wollen wir aber nicht. Das Holz was wir in unsere Kessel stecken kostet unser Geld und wir möchten das da soviel wie möglich Effektivität dabei heraus springt. Der Staat reizt uns ja auch an mit BAFA. Die staatlichen Stellen inkl. die Lobby fordert ja auch durch immr neuere Bimschen Papiere immer mehr von uns. Dabei ist die Fahnenstange bei denen noch nicht erreicht.
      Genug geschrieben, HJH was würdest Du denn empfehlen, was sollte man regeln und mit welcher Art um die BRT auf einem effektiv positiven Wert zu halten. Ich bitte mal die UVR außen vor zu lassen.
      MfG Jürgen

      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; Lamdacheck;
      WW: Vissmann Vitacell 300
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.

      striegistal-wetterstation.de/
      • 5

      • # 126951
      Hallo,


      juergen schrieb:

      Ich bitte mal die UVR außen vor zu lassen.
      Warum?
      Was die Leute von AT da gemacht haben ist einfach toll.
      Die neue UVR hat ein paar Funktionen mehr.
      Da sollte schon einiges gehen, allen von den mathematischen Funktionen her.
      Da ich noch nicht mit einer UVR gearbeitet habe kann ich sonst nichts dazu sagen.
      Der Speicher sollte stimmen, auch die Anzahl der möglichen, einsetzbaren Funktionen.
      Wo ich die Grenzen sehe ist in der Manipulation der Reglerfunktionen.
      Lasse mich aber gerne überzeugen.

      juergen schrieb:

      was sollte man regeln und mit welcher Art um die BRT auf einem effektiv positiven Wert zu halten.
      Die Regelung ist aufgebaut in einem Regler der Fa. H&B, danach ABB und jetzt electronxx
      Hier der Link dazu:
      electronxx.de/regler/protrenic-700/index.html

      Der Einsatz dieses Gerätes lohnte sich nur weil der 1. aus Ebay gesteigerte Regler 29€ kam.
      Dazu stand mir das Programm zur Erstellung von Anwenderprogrammen zur Verfügung.
      wenn man sich das Programm kaufen muss sind weitere, ich glaube so 2000€ fällig.
      Zudem, so habe ich den Eindruck, machen die irgendwann zu.

      1. ) Der erste Regler bei mir ist die Rauchgastemperaturerfassung welche die Primärluft verstellt.Der erste Regler bei mir ist die Rauchgastemperaturerfassung welche die Primärluft verstellt.
      2. ) Dann erfasse ich den O2 Gehalt im Rauchgas und regle danach die Sekundärluft.
      3. ) Dann erfasse ich die Feuerraumtemperatur und regele die Sekundärluft über einen Begrenzungsregler
        wenn trotz korrektem O2 Gehalt die Feuerraumtemperatur zu hoch wird.
        Auch wird die Primärluft durch die Feuerraumtemperatur etwas reduziert.
      4. ) Dann wird noch die Vorlauftemperatur über einen Begrenzungsregler zur Korrektur der Primärluft aufgeschaltet


      Das ist zusätzlich zu dem Temperaturbegrenzer und der thermischen Ablaufsicherung.
      Primärluft und Sekundärluft wird über getrennte Ventilatoren erzeugt
      und über Klappen mit Rückschlagklappen geregelt.

      Die Rücklauftemperatur wird über ein Oventrop Regelventil mit Kapillarrohrfühler geregelt.
      Da der Kessel nur 15kW hat, geht das noch wegen der Wassermenge.
      Die Temperatur zum Laden des Speichers wird über ein motorischen 3-Wegemischer
      und einem elektron. Regler konstant gehalten

      Was benötigt man wirklich?

      1. Einen Regler zur Regelung bzw. Konstanthaltung der Rauchgastemperatur mit der Primärluft.
      2. Will man noch etwas mehr, meiner Meinung nach aber ein MUSS, eine Sekundärluftregelung
        nach dem O2 Gehalt im Abgas.
      3. Eine Feuerraumtemperaturmessung der Brenntemperatur
      4. Zur Einstellung des HV ist eine CO Messung notwendig.


      Was ich an mehr an Regelungen habe, macht einfach das Leben etwas leichter.

      mfg
      HJH


      Nachtrag:

      Es sollte noch bemerkt werden das es mit dem Kaufen von 2 Reglern NICHT getan ist.
      Diese Regler müssen miteinander verknüpft werden.
      Das ist wieder mit 2 Einzelgeräten nicht machbar.
      Um das RICHTIG zu machen wird eine SPS benötigt.
      Da wird dann wieder ein FT von @lambdasonde oder die Steuerung von @Vollmar wieder günstiger.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HJH ()

      • 6

      • # 126954
      Ich habe gestern meine Einbindung der Brennkammertemperatur in die Lambda Touch Steuerung weitestgehend fertig gestellt.
      Ebenfalls dabei, meine Unterbindung der Fehlinterpretation der Lambdasteuerung Sekundärluft "auf "bei unterschreiten der 600C° BK Temperatur.
      Passiert wenn in der Füllkammer zuviel in Brand gerät.
      Zu beachten ist halt das Sicherheitsfunktionen nicht ausser kraft gesetzt werden.
      Beipspiel: Kessel geht in Gluterhaltung weil keine Wärmeabgabe möglich. Hier sieht das standartprogramm vor, die Sekundärluft zum Teil offen stehen zu lassen. Das muss bei Einbindung auch alles gegeben sein.

      Fürs erste bin ich zufrieden. Leider musste ich mir aber auch einen größeren Regelbereich ermöglichen .
      Normalerweise versuchte ich die BK Temperatur immer um die 650C° zu halten.
      Das klappt bei mir derzeit nicht mehr .Um rechtzeitig einfluss nehmen zu können sind jetzt etwa 720C° angesagt.
      Das wirkt sich auch auf die Abbrandzeit aus da die Steuerung derzeit bestrebt ist die 700C° zu halten.

    Webutation