Kann Eichenholz bzw. Gerbsäure einem HV schaden?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our use of cookies. More details

    Du hast Probleme beim Login? Schreibe uns im Forum "Probleme mit der Registrierung".
      • 1

      • # 127975

      Kann Eichenholz bzw. Gerbsäure einem HV schaden?

      stephanbaehr wrote:

      Hallo zusammen.

      Ich heize zur Zeit mit sehr trockenem Eichenholz (ca. 10-12 Prozent Restfeuchte)....
      <Edit by Etaminator>
      Hallo @stephanbaehr,

      ich habe mir erlaubt deinen Ursprungsthread aufzuteilen: Viele Antworten gingen in Richtung "problematische Gerbsäure im Eichenholz". Das hat ja nichts mit der Menge der Restkohle zu tun, scheint aber ein diskussionsbedürftiges Thema zu sein.

      Also, bitte macht mit der Eichenholz-Gerbsäure-Diskussion in diesem Thread weiter.

      Viele Grüsse von Karlheinz

      --------------------------------------------

      PS: Hier geht's zum Ursprungsthema:
      Was muss ich beim SH 30 Touch umstellen, dass nicht soviel Holzkohle nach dem Abbrand übrig bleibt?
      </Edit>
      • 2

      • # 127976
      Hallo Stephan,

      zu erst mal die Frage, ob du nur mit Eichen Holz heizt oder auch mit einer anderen Holzsorte ?
      Nur mit Eichen Holz zu heizen würde ich dir von meiner Seite aus abraten.
      Eichen Holz besitzt sehr viel Gerbsäure welche schädlich für deinen Ofen sein kann.

      Wenn möglich mische eine andere Sorte Holz dem Eichen Holz bei ...
      Grüßle v.d. Schwäbischen Alb
      Rolf


      VON NICHTS KOMMT NICHTS, UND WER ES WARM HABEN MÖCHTE MUSS WAS TUN !

      Kessel & Anlage kann besichtigt / vorgeführt werden, kein Problem ! Einfach melden !

      Post was edited 1 time, last by Etaminator: Beitrag aufgeteilt ().

      • 3

      • # 127902
      Tschuldigung, das ich mich hier einmische. Das mit den Gerbsäuren hört man ja immermal wieder. Wenn das Holz nicht zu feucht ist, passt das nicht in mein Grundverständnis der Chemie. Diese Säuren bilden mit Wasser aggresive Lösungen, die Metalle angreifen können. Wenn das Holzgas mit 1000Grad oder mehr unten verbrannt wird, bleibt doch davon nichts mehr übrig? Was soll dann noch passieren? Würd mich echt mal interessieren. Wenn mir das jemand stichhaltig erklären könnte, wär ich sehr dankbar. Sorry für OT nochmal.
      Toleranz fängt bei Laktose an!
      • 4

      • # 127907
      Was passiert in der Zeit bis das Holz zu Holzgas wird ?
      10 -12 % Rest Feuchte bedeute den Wasseranteil im Holz, dieser Wasseranteil muss erst "verdampft" werden bevor
      Holzgas entsteht. In dieser Phase entsteht "Wasserdampf", also der Punkt wo Säure und Wasser zusammen kommen.
      Und schon hat man einen Anteil von Gerbsäure im Füllraum des Kessels was schädlich sein kann oder ist.
      Grüßle v.d. Schwäbischen Alb
      Rolf


      VON NICHTS KOMMT NICHTS, UND WER ES WARM HABEN MÖCHTE MUSS WAS TUN !

      Kessel & Anlage kann besichtigt / vorgeführt werden, kein Problem ! Einfach melden !
      • 7

      • # 127919
      Ich denke nicht das in dem Holz noch viel Gerbsäure ist!! Es wird bei mir mindestens 3 Jahre im freien gespalten auf 1 Meterscheite abgelagert. (nicht zugedeckt)
      Unten in den Ofen lege ich immer 3 Scheite Fichtenholz.
      Ich heize schon immer mit Eiche und bei mir im Ort machen das alle, mir ist noch kein Kessel bekannt der deshalb durchgerostet ist.
      Ein Premiumkessel (ETA) damit klar kommen finde ich.
      • 8

      • # 127934
      Hallo,
      Die Gerbsäure geht nicht so leicht aus dem Holz raus. Auch wenn es 6 Jahre liegt. Ich habe letztes Jahr in einen alten eichenbalken (>200 Jahre) einen Nagel gehauen, um etwas aufzuhängen. Warum ist der Nagel nun Schwarz und das Holz drumrum auch? Antwort: Gerbsäure. Sie bleibt im Holz und ist das, was die Eiche so haltbar macht.
      Buche wird stockig. Eiche nicht.
      • 9

      • # 127941
      Unser alter Allesbrenner hat 25 Jahre lang nur Eiche usw. verheizt und es ist auch nichts passiert.
      Wie gesagt: meiner Meinung nach muss ein Holzvergaser das aushalten.
      Bei mir in der Gegend gibt es nunmal sehr viel Eiche, und das wird auch von allen Holzheizern genutzt.
      • 10

      • # 127960
      Wie kommt die Säure denn im Füllraum aus dem Holz?
      Verdampfen kann nur das Wasser, übrig bleibt Salz im Holz.
      Mit Wasser gäbe das wieder Säure, das ist aber weg.
      Somit bleibt das Salz mit der Asche am Schluss übrig. Nur wer seinen Kessel dann nass rauswischt bekommt wieder Säure. :thumbup:
      • 11

      • # 127979
      Wenn der Holzvergaser im Sommer nicht läuft, heißt das, dass vor Ende der Heizsaison dann am besten ein paar Füllungen nicht mit Eiche macht und dann den Kessel gründlich reinigt, bevor er ganz kalt ist. Und dann schickt man ihn in die Sommerpause.
      Viele Grüße
      Thomas

      Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.

      :lager:
      • 12

      • # 127981
      moin,

      in meinem kaminofen heize ich seit 2 jahren unter anderem mit eiche. seit ebenfalls 2 jahren stelle ich an der prallplatte oben flächige abplatzungen fest. nicht dramatisch aber immerhin. ist mir davor nicht aufgefallen.




      die eiche ist kleingespalten auf etwa 7 cm kantenlänge und wurde überdacht luftig getrocknet, d.h. regenwasser konnte die säure nicht auswaschen. vor dem verheizen lagert die eiche direkt hinter dem ofen, sollte also schön trocken sein.

      dies ist kein beweis aber ein indiz für gerbsäurekorrosion.


      grüße
      dobia
      _________________
      DC 20 GSLe (2002), Lambdasteuerung 4,5 %, Primärluft-Belimo mit PMA KS45, Eigenbau Rauchgasbremse, Anheizklappe verschlossen, Kugelraumumbau, Startautomatik mit Lüfterdrossel, Abgastemperatur 145-160°C, 2600 l Puffer seriell (einzeln abschaltbar), 12m² Solar, 25kW Flüssiggastherme, 14m³ Nadelholz + 1/3 Gastank pro Jahr, Bauernhaus ungedämmt, 210m² beheizt davon 125m² mit 22°C, Abwärmenutzung vom Heizraum, externer Rauchabzug, CO-Messung mit REGXA1, ca. 20000 kWh/a mit Holz
      • 13

      • # 127982

      Anonymic wrote:

      Hallo,
      Die Gerbsäure geht nicht so leicht aus dem Holz raus. Auch wenn es 6 Jahre liegt. Ich habe letztes Jahr in einen alten eichenbalken (>200 Jahre) einen Nagel gehauen, um etwas aufzuhängen. Warum ist der Nagel nun Schwarz und das Holz drumrum auch? Antwort: Gerbsäure. Sie bleibt im Holz und ist das, was die Eiche so haltbar macht.
      Buche wird stockig. Eiche nicht.
      Ist eben geschlossenporiges Holz.... Wiensoll da groß was rauskommen. Nicht umsonst eines der besten Bauhölzer. Nahezu alle Wasserschlösser und Burgen stehen auf Eichenholzpfählen, da die Oxidationsschicht im Wasser (auch schwarz) einen perfekten Schutz vor Gammel ergibt....

      OK

      Ich hatte ja auch erst Bedenken und war ja kurz davor einen Guntamatic BMK zu kaufen, da der ja aus Edelstahl gefertigt wird.
      Nachdem ich stundenlang gelesen und gesucht habe, war es mir letztendlich auch egal....
      Es hält sich ungefähr die Waage mit dem "absolut schlimm wenn man es verbrennt" und "völlig Wurscht".

      Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass der Pyrolyseeffekt im Holzvergaser die Säuren relativ schnell verputzt und diese im Vergaser selbst kaum einen Schaden anrichten können. Die Rücklaufanhebung wird ihren positiven Teil ebenso dazu beitragen. Früher gab es die nicht! Ggf ist hier der Grund für die "zerstörerische Kraft der Eiche im Ofen" zu suchen.

      Ganz anderes Thema ist dann der nachfolgende Kamin. Fährt man den flasch an und mit zu niedrigen Temperaturen, dann kann es gut sein, dass man dann hier wieder Säuren hat, die den Schlot nach und nach zerbröseln.
      • 14

      • # 128002

      Bahnhof wrote:

      Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass der Pyrolyseeffekt im Holzvergaser die Säuren relativ schnell verputzt und diese im Vergaser selbst kaum einen Schaden anrichten können.
      Wie bereits erwähnt, das Salz der Säure bleibt übrig.
      Gerät dieses Salz mit der Flugasche in die Wärmetauscher und werden diese unter dem Taupunkt betrieben kann die Säure ihre Arbeit machen.
      Auch deshalb ist es immer besser den Ofen oberhalb des Taupunkts zu betreiben...
      • 16

      • # 142778

      Anonymic wrote:

      zu beachten ist auch die Temperatur. Wärme Säure ist aggressiver als kalte. Wen der Füllraum unten brennt, oben aber noch quasi kalt ist, füllt sich der Füllraum mit Holzgas und kondensiert an der Wandung. Schon frisst da jemand am Stahl.
      Jan
      Wenn kein Stahl mehr da ist wird das Gerät gewechselt und das dauert

    Webutation