Fehler/Störung meiner Heizungsanlage - Erfahrungen Liebi LSK 30 Stückholzheizung - fritzmaus

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      • 1

      • # 131450

      Fehler/Störung meiner Heizungsanlage - Erfahrungen Liebi LSK 30 Stückholzheizung - fritzmaus

      Hallo liebe Mitglieder,

      in meiner Heizungsanlage hat sich ein Fehler eingeschlichen. Hier die Fehlerbeschreibung und die Eckdaten der Anlage:

      Kesseltyp (Hersteller, Tpyenbezeichnung, Brennstoff)?

      Liebi LSK 30 Stückholz 50cm

      Baujahr der Anlage und Datum der letzten Veränderungen an der Anlage?

      2014-2016

      Fehler trat ohne vorherige Änderung der Heizungsanlage auf.

      Welcher Brennstoff wird verwendet?

      Scheitholz 50cm

      Welchen Schornstein verwendest Du?

      Stahlrohr 180mm, Höhe ca. 6-7m

      Befindet ein Zugbegrenzer im Schornsteinzug (Hersteller)?

      Zugregler vorhanden Stahlrohr 180mm

      Lufteinstellungen: Wie sind Primärluft, Sekundärluft, Feuerzugregler, Luftstangen usw eingestellt?

      Wie vom Lieferanten voreingestellt

      Wie hoch ist die Kessel- und Abgastemperatur, wie lange benötigt der Kessel diese zu erreichen, wie hoch ist diese nach 1 Stunde Betrieb?

      155-165, benötigt etwa 30 Min, um 155 Grad zu erreichen

      Bei Kesseln mit Gebläse (Saugzug oder ähnliches), wann läuft es an, wann schaltet es ab?

      Saugzuggebläse

      Beschreibung der Hydraulik (Pumpen mit Einstellungen, Ventile, Rücklaufanhebung, Leitungsquerschnitte, Angaben zum Pufferspeicher usw)?

      Pufferspeicher 2000l

      Fehlerbeschreibung und weitere Angaben


      Hallo Holzheizer, ich habe einen Liebi LSK 30 Stückholzkessel, ein Schweizer Produkt, und versuche hier einen Erfahrungsaustausch zu lancieren. Ich würde gerne Eure Meinungen zu diesem Gerät hören. Könnt Ihr bitte Eure Erfahrungen berichten, bitte?
      Viele Grüsse Fritzmaus

      Vielen Dank

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von fritzmaus ()

      • 2

      • # 131474
      Hallo Fritz (Maus),

      erst einmal herzlich willkommen bei uns im Forum.

      Dein erster Beitrag Ärger mit Deinem Kessel und nun ....
      Es könnte sein das wir hier einen user mit einem solchen Kessel haben, aber ....
      Ich selber muß erst einmal versuchen zu diesem Kessel etwas zu finden.

      Bitte beschreibe doch was da wirklich nicht funktioniert der Reihe nach damit wir gemeinsam versuchen den Fehler ein zu kreisen. Beim anheizen..... qualmt...... oder irgendein Teil.... oder was auch immer wir brauchen mehr Einzelheiten zu dem Problem
      MfG Jürgen
      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; WW: Vissmann Vitacell 300
      UVR1611/C.M.I.
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;Lamdacheck;
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m

      striegistal-wetterstation.de/
      • 3

      • # 131478
      Hallo Jürgen
      Vielen Dank für Deine Rückmeldung und Danke für die Hilfeleistung. Ich möchte hier erst einmal Erfahrungsberichte über diesen HV zusammentragen, damit ich mir generell ein besseres Bild machen kann. Vielleicht kannst Du mir mit einigen Links weiterhelfen....
      Freundliche Grüsse
      Fritz
      • 4

      • # 131493
      Hallo Fritz ich habe versucht Kurzanleitung oder Bedienanleitung zu bekommen nur mit Anmeldung und dann sieht es aus als wollten sie sich das bezahlen lassen. Da habe ich :abgelehnt:
      Beschreibe doch mal was wirklich Fakt ist :waswowie: an dem Kessel
      MfG Jürgen
      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; WW: Vissmann Vitacell 300
      UVR1611/C.M.I.
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;Lamdacheck;
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.
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      striegistal-wetterstation.de/
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      • # 131508
      Hallo Fritzmaus, kenne deinen Kessel nicht genau... hab ihn aber an der OLMA einmal studiert. Und im BEO hat die Vermieterin unserer Ferienwohnung genau diesen Kessel und ist vollends glücklich damit und sie verheizt alles was es auf einem Bauernbetrieb so an nichtverkaufbarem Holz gibt, also vor allem Nadelholz und Kleinzeug!
      Welche Probleme hast du denn im Betrieb? Oder bei der Reinigung?
      Oder häufige Flammabrisse mit starker Qualmbildung, ode ähnlich?
      Oder hast du ein Regeltechnisches Problem, zB.: Vorlauftemperatur pendelt stark... etc....
      Gruess Ruedi, auch ein Schweizer, der mit Ösikessel in orange sehr zufrieden ist
      Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.
      Werkzeug: Meili DM 36 Traktor, Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 5Kettensägen, Biber mit 461 als Antrieb.
      Anlage kann jederzeit besichtigt werden!
      Spezielles: Offene Anlage mit 180 l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!
      Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
      Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.
      • 6

      • # 131527
      Hallo Ruedi
      Danke für Dein Interesse. Ich denke es gibt mehrere Probleme während des Betriebes. Aber da man keine negativen Meldungen über diesen Kessel findet, gehe ich davon aus, dass dieses Modell funktionieren müsste. Vielleicht mache ich ja etwas grundlegend falsch. Interessant jedenfalls ist Deine Frage "häufige Flammabrisse mit starker Qualmbildung", das trifft das Problem ziemlich genau...kannst Du das noch ein wenig ausführen?
      Gruess Fritzmaus, ein Schweizer mit CHkessel, zufrieden wäre anders :)
      • 7

      • # 131531
      Ja Hallo Fritzmaus, leider kenne ich deinen Kessel zu wenig genau um detailiert antworten zu können!
      Flammabrisse und damiteinhergehend der Qualm ... das lässt sich erklären, ist bei fast jedem Kessel ähnlich.
      Meisst ist es der Fall bei kleppertrockenem Holz, oder bei Hohlbrand oder auch "Brückenbildung während des Abbrandes", genannt?
      Das entsteht, wenn das Holz bei der Verbrennung nicht schön nach unten nachrutscht, dagegen kann schöneres einschichten helfen.
      Beim Flammabriss ist meisst das Problem... wann zündet der Nachbrennraum wieder... das kann je nach Regelung schneller oder auch länger dauern, da es auch ein Erfassungsproblem ist!
      Zum ersten sinkt der Rest O2 Wert dann gegen 0. und die Abgastemp.
      sinkt auch ab.
      Jetzt regelt die Klappensteuerung nach... das braucht Zeit... sekundär öffnet weil ja O2 zu tief... und irgendwann zündet es mit einem mehr oder weniger lauten Rumms wieder.
      Ev. Kannst du beim Kessel die Feuchte des Holzes einstellen?
      Vielleicht hast du ja auch ein Grundsätzliches Problem?
      Die horizontalen Rauchrohre mit Flugasche zugepolstert oder ähnlich?
      Kessel sauber ?
      Keramik ohne Risse?
      Dichtungen an den Türen dicht??? Denn sonst gibt es Falschluft und der Kessel wird sehr schlecht regelbar!
      Fragen über Fragen?
      Vielleicht erklärst du uns mal genau, was sich in letzter Zeit geändert hat, am Brennverhalten!
      Holzart.... Scheit Dicke, Länge.
      Und das genaue Fehlverhalten, etc.
      Dann können wir weitersehen.
      Gruess Ruedi,
      Der jetzt zackig ab ins Bett wandert und den Küchenherd nochmals volllegt, da Zentralheizung im Vorfrühlingsschlaf.... bei den Temperaturen
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      • # 131532
      Guete Morge Ruedi
      Dein Humor ermuntert mich und danke für die Antwort!
      Und ja, Fragen über Fragen.
      Zwei Sachen, die Du erwähnst, finde ich ziemlich interessant:
      "Meisst ist es der Fall bei kleppertrockenem Holz"
      "Jetzt regelt die Klappensteuerung nach... das braucht Zeit... sekundär öffnet weil ja O2 zu tief..."
      Ich würde mich darüber gerne eingehender Austauschen, muss jetzt aber weg, melde mich wieder :)
      Gruss Fritzmaus
      • 9

      • # 131550
      Hallo Ruedi
      kleppertrockenes BuchenHolz habe ich, glaube ich, und schöneres Einschichten, da habe ich mir vielleicht noch zu wenig Mühe gegeben, sei es halt so. Die Regelung, tja, da habe ich so meine Mühe... so wie ich begriffen habe gibt es 3 Phasen: anbrand-Hauptphase-ausbrand. Anbrand geht problemlos, bis 125 Grad, nachher wäre gefühlt bereits Nachverbrennung möglich, solange aber die Sollabgastemperatur von 160 Grad nicht erreicht ist passiert noch nicht wirklich Holzvergasung. In der Hauptphase (160 Grad erreicht) verhalten sich dann die Klappen so: Primär erst 100% offen, Sekundär öffnet sich, damit sich der soll O2 wert nicht zu weit vom istO2wert entfernt. Wenn die Sekundärklappe 70% erreicht hat, regelt die Primärklappe runter. Von da an ist die Primärklappe "verantwortlich" für das "einhalten" des SollO2 wertes, die Sekundärklappe bleibt nun ständig auf 100% offen, auch wenn die "Flammenabrisse" einsetzen, hmmm...
      Gruss Fritzmaus, der die Hoffnung noch nicht aufgibt... :)
      • 10

      • # 131557
      Also... so gut kenn ich deinen Kessel ja auch nicht, aber etwas merkwürdig finde ich das Regelverhalten schon???
      Denn Grundsätzlich sind es je nach Regelung mehrere Regelstrecken die bei einem Holzvergaser ineinandergreifen!
      Meine Lambdacontrol von Logotherm regelt in etwa so:
      Abgas Solltemp. Wird mit der Primärklappe geregelt, grundsätzlich, je weiter offen, desto mehr Gas also mehr Leistung und das bei gleichbleibender Wärmetauscherfläche ergibt höhere Abgastemp.
      Jetzt sinkt damiteinhergehend aber der O2 Wert Richtung O und so wird die Sekundärklappe geöffnet. Das erfolgt Schrittweise und eher träge...
      bis der O2 Wert sich bei O2 soll einpendelt.
      Jetzt kann es aber sein,dass dabei die Leistung weiter Ansteigt... also schliesst die Primärklappe schrittweise... bis Abgastemp soll , gleich ist.
      Das kann mein Kessel immittleren Abbrand auf die Kommastelle Grad genau einhalten... nicht Stundenlang aber so einige Minuten.
      Ein weiter Regeleingriff ist bei meinem Kessel die Abgassolltemp.. Wird konstant je nach Einstellung 80 Kelvin über der Kesselist temp gehalten, ( im Hauptabbrand).
      Kessel soll, kann man einstellen, gilt aber nur als Regelgrösse ab wann der Kessel in Teillast geht, etc...
      Kesseltemp ist wird geregelt durch eine Konstant Rücklauftemperatur, bei meiner Kiste sind das 71 Grad C. mit einer Tempdiff. VL/ RüL von 5 K ergibt das wieder die 76 Grad eingestellter Kesselsolltemp.
      Und jetzt kommt das spezielle: da mein Kessel mit knapp20 kW und 71 Grad RüL. nur ca. 74 Grad Vorlauf bringt, so läuft er im Normallastbereich... steigt die Rücklauftemp. an, so regelt der Kessel die Mischerbatterie weiter auf und kommt er dann über 76 Grad Vorlauf, geht er in Teillast mit Temp. kessel plus 45 K gleich Temp. Abgas soll.
      Daneben wird natürlich immernoch Abgassollwert geregelt und O2 Wert.
      Im Anheizmodus sind dann auch och der Rest O2 Wert und die Abgassolltwmp variabel...
      Du siehst ein Kessel regelt zig. Sachen zur gleichen Zeit.... und hier die Reglereingriffe so zu gestalten, dass kein Element ins Schwingen kommt.... ja das ist die grosse Herausforderung der Hersteller.
      Und da kommt nun dein Problem ins Spiel...
      Der Flammabriss wird durch veränderte Abgaswerte, O2 und Temp. dedektiert und dann beginnt das ganze Regelspiel mit geänderten Begebenheiten von vorne!
      Dein Kessel hat aber sehr spezielles Regelverhalten, das mit den Klappen.... so es dann auch so ist wie von dir geschildert... oder war das nur nach dem Flammabriss so?
      Ist das Problem schon länger so anstehend?
      Ev. lässt du dann einen Liebi Mann antanzen, der ev. die Regelungsparameter etwas anpasst!
      Einige Kessel können auch auf Restfeuchte des Holzes angepasst betrieben werden, was wiederum zu leicht geänderten Regelungseingriffen führt, damit eben der Kessel mögl. sauber und Rauchfrei arbeitet.

      Uff... das wurde lang.... ich hoffe du kannst mir folgen, mit den Gedankengängen.
      Kontrolliere mal genau was wie geregelt wird...
      PS: viele reden von steuern... steuern heisst aber zum Beispiel:
      Alter Kochherd mit je Feld 4 einstellbaren Leistungsstufen... fertig...
      Eine Regelung hat immer eine Regelstrecke die einen Wert misst und dann Regeltechnische Eingriffe macht,
      Also ein Glaskeramikherd der zB. Sobald die Wärme in der Platte den Sollwert übersteigt, entweder getacktet aus und wieder einschaltet... um den vorgegebenen Sollwert zu halten, oder direkt Leistungsabhängig den Stromfluss reduziert....
      Ich hoffe du verstehst den Unterschied.
      Regelung/Steuerung
      Gruess Ruedi
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      • # 131559
      Beim Regelverhalten deines Kessels sollte nach einem Flammabriss aber eigentlich mal kurz die Sekundärklappe zufahren und die Primär öffnen...
      Denn zuviel sekundär kühlt die Brennkammer und durch ein öffnen der Primär lässt du eher wieder die Flammen vom Holz her in die Brennkammer züngeln, was ein wiederentzünden zur folge haben sollte...
      Solltest du den Techniker dann im Haus haben... so soll er dir alles genau erklären, damit du die Technik wirklich kennst und weisst wie dein Kessel regelt. Du hast ihn bezahlt, also darfst du dem Herrn auch etwas die Würmer aus der Nase ziehen...
      Gruess Ruedi
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      • # 131615
      Hallo Ruedi,
      ich beschicke den Kessel eigentlich immer sorgfältig, beim letzten Feuergang mit besonders viel Liebe, hat leider nichts genützt :( ich wünschte mir, du könntest meine Installation einmal beäugen kommen, Du stellst die richtigen Fragen und ich vermute Du hast einiges an Holzvergasererfahrung auf dem Buckel :) Aber auch bei der erwähnten Vermieterin würde ich gerne Anbrand und Betrieb begutachten.
      E liebe Gruess, Fritzmaus, der mit der Heizung nicht tanzt
      • 13

      • # 131622
      Hallo Fritzmaus... du lobst mich sicher zu unrecht so in den Himmel... ich versuche nur aus den eigenen Erfahrungen mit einem total anderen Kessel, mit dem Wissen wie dein Kessel aussieht auf mögliche Fehler zu schliessen.
      Dein Kessel hat aber, und das wusste ich nicht,
      Eine total andere Regelphilosophie, wenn deine gemachten Beobachtungen stimmen!
      Ich an deiner Stelle würde mit dem Liebitechniker verbindung aufnehmen, sei es auch erst anlässlich einer Revision od. ähnlich.
      Frage doch bei Liebi auch nach anderen Referenzen, dann kannst du ev. Mit einem anderen LSK Heizer direkt Kontakt aufnehmen.
      Ich denke eben. Dein Kessel ist so Hochpreisig gewesen, der wird nicht sehr oft ins Ausland exportiert und hier im Forum sind wir Schweizer eher selten vertreten!
      Ob sich mit meiner Sommerferien whng. Vermieterin etwas abmachen lässt, kann ich dir eher schwer sagen, kenne sie nicht soo sehr gut.
      Gruess Ruedi
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      • # 131775

      fritzmaus schrieb:

      In der Hauptphase (160 Grad erreicht) verhalten sich dann die Klappen so: Primär erst 100% offen, Sekundär öffnet sich, damit sich der soll O2 wert nicht zu weit vom istO2wert entfernt. Wenn die Sekundärklappe 70% erreicht hat, regelt die Primärklappe runter. Von da an ist die Primärklappe "verantwortlich" für das "einhalten" des SollO2 wertes, die Sekundärklappe bleibt nun ständig auf 100% offen, auch wenn die "Flammenabrisse" einsetzen, hmmm...
      Gruss Fritzmaus, der die Hoffnung noch nicht aufgibt... :)
      Also das ist sehr eigenartig und habe ich so auch noch bei keinem anderen Hersteller gesehen.
      Also wenn 100% Sekundär nicht ausreicht, dann ist zuviel Gas da, vergleichbar mit zu viel Leistung, die der Kessel nicht verarbeiten kann. Die Folge der Flammenabrisse ist daher völlig logisch. Die Luftmenge scheint mir viel zu hoch zu sein, wenn er mit 100% Sekundärluft die Sollwerte erreicht.

      Man muss zudem beachten, dass es ein Ausgasungsphänomen gibt.
      Heißt im Klartext folgendes:
      In der Anheizphase wird mit relativ viel Primärluft ein Glutbett erzeugt, was sich bestensfalls bis zum Erreichen der AGT-SOLL auf die gesamte Kesselbreite ausgebreitet hat. Ist AGT-SOLL erreicht wird die Primärluft langsam gedrosselt. Hierbei kommt es zu einem Effekt, der lange Zeit die Regelprozesse sehr schwer gemacht hat und teilweise immernoch nicht gänzlich erklärt werden kann: Es entsteht unter Sauerstoffmangel noch MEHR Holzgas und höhere Glutbett Temperaturen, die wiederum für mehr Holzgas sorgen, im Umkehrschluss aber das Gas für eine Vermischung mit kalter Sekundärluft besser "vorbereiten". Diese sog. Reduzierphase in den Regelbetrieb des Hauptabbrandes ist der Knackpunkt einer jeden Regelung.
      Wenn du jetzt schon VORHER 100% Sekundärluft brauchst, kann es unmögluch funktionieren.

      Für mich klingt es nach zu hohen Luftmengen in der Anheizphase. Klappenstellungen oder Lüfterdrehzahl reduzieren. Anders wird das nicht klappen.

      Zumal der Faktor ZEIT in der Düse extrem kurz wird, um die Gase heiß und schnell ausreichend zu mischen, dass diese vollständig verbrennen, zudem kommt das kühlere Glutbett von oben wieder ins Spiel.
      Würde man merken, wenn z.B. bei gleicher angenommener Holzgasmenge die Klappen entweder 70/100 oder 30/100 offen hätte. Bei ersterem haste Spass im Keller und flüchtest ggf nach draußen. Beim zweiten schnurrt der Kessel wie ein Kätzchen....
      Es gab mal ein tollen Bericht von 200 Seiten, den ich zur Holzvergasung in meier Zeit im BIO-Masse Heizsektor zwischen den Fingern hatte. Leider ist mein ehemaliger Chef verstorben und der Sohnemann kennt weder den Artikel, noch meiner Einer...

      Chaletheizer schrieb:

      Also... so gut kenn ich deinen Kessel ja auch nicht, aber etwas merkwürdig finde ich das Regelverhalten schon???
      Denn Grundsätzlich sind es je nach Regelung mehrere Regelstrecken die bei einem Holzvergaser ineinandergreifen!
      Und genau das meine ich. Echt komisch.... was ist da für eine Regelubg drauf?
      • 15

      • # 131782
      Hallo Fritzmaus, versuche es einmal mit total anderem Holz... sagen wir mal, mit eher grob gespaltener knapp trockener Tanne, fals vorhanden.
      Mein Kessel verschluckt sich beim, wie von Bahnhof eklärten, einregeln auf Nennlast nach der anheizphase, auch am ehesten, wenn das Holz sehr trocken ist und / oder zu fein gespalten?
      Was schlägt Liebi denn für Holzquerschnitte vor,bzw. Seitenlängen der Scheite?
      Ist die Düse sauber?
      Nachbrennkammer nicht mit übermässig Asche zugewachsen, denn zu enger Ausbrandraum verhindert das gute Durchmischen der Sekundärluft mit dem Gasgemisch und letztlich auch ein sauberes Ausbrennen, da z wenig Platz vorhanden.
      Gruess Ruedi
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      • # 132112
      Hallo Ruedi und Bahnhof
      Vielen Dank für Eure Antworten.
      Mit total anderem Holz habe ich es noch nicht versucht, aber gemischt mit anderem Holz habe ich auch schon..., mit dem kaum besseren Resultat. Ich werde das bei Gelegenheit einmal versuchen, danke für den Hinweis!
      Ich bin momentan ziemlich beschäftigt, werde mich aber wieder melden :)
      Bis dann taucht vielleicht "Es gab mal ein tollen Bericht von 200 Seiten, den ich zur Holzvergasung in meier Zeit im BIO-Masse Heizsektor zwischen den Fingern hatte" auf :)
      Liebe Grüsse
      Fritzmaus
      • 17

      • # 136888
      Hallo Fritzmaus...
      Gibt es News von deinem Kessel?
      Gruess Ruedi
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      • 18

      • # 147547
      Liebe Holzheizer
      Ich bin zur Überzeugung gekommen, dass der Liebi LSK30 ein Nischenprodukt mit etlichen Mängeln ist. Der Touchscreen fällt von Zeit zu Zeit aus und man muss den Kessel neu starten. Eine Referenzliste oder mehrere Referenzen für genau diesen Typ sind kosequent nicht erhältlich oder man erhält Referenzinstallationen des Vorgängerkessels (es wird gesagt, alt und neu sei das gleiche -> einfach nicht glauben...). Die Primärluftzuführung wurde an meinem Exemplar nachträglich verändert. Die Einstellungen von Ventilator und Primärluftklappe wurden später nacheingestellt, dass er zwar einigermassen funktionierte, an Effizienz aber spürbar einbüsst.
      Ich weiss, dass dieser Beitrag wohl fast niemanden interessieren wird, da der Kessel wegen seiner "kleinen" Stückzahl für die Holzheizerszene kein Rolle spielt, und trotzdem finde ich das Holzheizerforum genau den richtigen Ort, transparent und einszueins seine Erfahrungen mit anderen Holzheizern zu teilen. Den LSK30 gibt es vorwiegend in der Schweiz.
      Dieser Kessel ist trotz einigermassen valablen Komponenten zu wenig abgestimmt und ein allfälliger Kaufentscheid gut zu prüfen.
      Liebe Grüsse
      Fritzmaus

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von fritzmaus ()

      • 19

      • # 147551
      Hallo,Fritzmaus...
      Tönt ernüchternd... was sagen denn die Firmenbosse darauf angesprochen?
      Was denkst du jetzt zu tun?
      Mängelrüüge zum X Zen mal oder rauswerfen in Bucht günstig verhökern und ETA rein?
      PS: schau dir mal den Schmid Zyklotronic an...
      also ich bin restlos zufrieden mit meinem Kessel!
      Gruess Ruedi
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chaletheizer () aus folgendem Grund: Ergänzungen

      • 20

      • # 147566
      Hallo Fritzmaus...
      Nochmals zurück zur Ausgangsfrage:
      Ist das Regelverhalten wirklich so, wie von dir geschildert?
      Hast du das dem Servicemanager so verklickert ?
      Ev. macht einfach nur deine Regelung nicht das was sie soll/müsste!

      Gruess Ruedi
      Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.
      Werkzeug: Meili DM 36 Traktor, Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 5Kettensägen, Biber mit 461 als Antrieb.
      Anlage kann jederzeit besichtigt werden!
      Spezielles: Offene Anlage mit 180 l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!
      Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
      Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.
      • 21

      • # 147568
      Hallo Ruedi

      Ist das Regelverhalten wirklich so, wie von dir geschildert? Ja, im Hauptabbrand ist und bleibt die Sekundärklappe 100% offen, ausser man öffnet die Türe, was man höchstens zum Nachlegen vor der Abbrandphase machen sollte (hat der erste Servicetechniker nach dem Flammenabriss gemacht), dann beginnt so ungefähr das Anheizprozere, einfach alles schneller.

      Hast du das dem Servicemanager so verklickert ? Das war bei der Inbetriebnahme so, und wie oben beschrieben, da war der Programmierer live dabei, und später das gleiche Problem nach den modifizierten Luftzugängen, also 3 verschiedene Leute der Firma haben das miterlebt.
      Tönt ernüchternd... was sagen denn die Firmenbosse darauf angesprochen? Mit den Nacheinstellungen läuft das Gerät, wissen sie zu wissen...
      Was denkst du jetzt zu tun? Ich gehe Wärme suchen für den nächsten Winter... :)

      Mängelrüüge zum X Zen mal oder rauswerfen in Bucht günstig verhökern und ETA rein? Mängelrüüge nein, dafür habe ich keine Energie mehr, Ich gebe meine Energie lieber in ein anderes Produkt. Vielleicht ETA, Schmid, Hargassner.. weiss auch noch nicht, es sollte einfach ein gallopierendes Pferd sein, nicht das Andere, das habe ich schon :)

      E liebe Gruess
      Fritzmaus
      • 22

      • # 147601
      Hallo Fritz,
      Hab grad wegen kühler Witterung meinen Kessel angezündet und vom Holzmachen Sägespähne und Rinden im Kessel.
      Wenn der Kessel mit sich kleinkörniger Waare läuft, hat er ein ähnliches Regelverhalten wie deiner...
      Sekundärklappe praktisch dauernd auf 100% und weil die Abgastemperatur Ansteigen würde, regelt er die Primärklappe bis auf ca. 15% zu....
      Brennt aber ordentlich mit schöner bekannter oranger Flamme mit blauem Schimmer... also alles in... aussen auch nur leichte weisse Dampffahne zu sehen!
      Das hat mich nun zur Überlegung gebracht...
      Ev. hast du zu fein gescheitetes Holz im Kessel?
      Früher liess ich den Serviceman auch mal anrücken wegen vermehrten Flammabrissen....
      Er hat die Feuchte gemessen im Holz und es mit unter 15f als sehr trocken eingestuft... mit dem komme der Kessel aber mühelos klar... dann hat er einige Parameter geprüft und neu eingestellt.... na ja sagen wir mal... etwas besser hat er gebrannt....
      (also der Kessel, nicht der Servicetechniker)
      Beim nächsten Kessel befüllen nahm ich auf seine Anweisung hin nur die dicksten Scheiter der Beige... und siehe da... Es brannte deutlich ruhiger und die SEK. Klappe war nurmehr zu Max. 20% offen... dafür die Primärklappe auf 20 bis 40%!
      Seitdem Spalte ich das Holz etwas dicker und habe Ruhe im Kessel!
      Bei der Messung des Feuerpolizisten war alles im perfektgünen Bereich, er monierte aber das Holz sei sehr dick....
      Er redete aber bei den Scheiterdicken von Angaben bei oberen altmodischen Abbrand... nach meinen Erklärungen zu meinem Vergaser war er etwas gescheiter und hatte sichtlich Freude an meinem „18 jährigem Kessel mit super Resultat“!

      Also, bevor du dim Liebi d‚ Liebi chündisch“...
      Versuechs nur mol mir z lieb mit de Dickschte Schiiter wo‘d findsch!

      PS:
      Wenn du ihn dennoch ersetzen würdest.... auch ohne gutes Gefühl beim Weiterverkaufen.... schreib ihn doch auf Ricardo oder Tutti.ch für einige wenige Fr. aus... ev. für den Schrottpreis den dir der Abbrecher dafür verrechnen würde, ev. ja mit dem Hinweis... hat einige kleinere Mängel...
      Da wird sich sicher jemand finden der das Teil holen wird, ansonsten wars mindestens der Versuch wert!
      Gruess Ruedi
      Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.
      Werkzeug: Meili DM 36 Traktor, Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 5Kettensägen, Biber mit 461 als Antrieb.
      Anlage kann jederzeit besichtigt werden!
      Spezielles: Offene Anlage mit 180 l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!
      Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
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      • 23

      • # 147622
      Hallo Ruedi
      Vielen Dank für Deine Tipps. Mit verschieden dick gescheitetem Holz habe ich auch schon ziemlich viel probiert, eine Holzlieferung war ziemlich grob gescheitet, dass der Kessel damit besser zurecht gekommen wäre, hätte ich nicht bemerkt.
      Bemerkenswert finde ich, dass die alten Kessel wie Du einen hast oder scheinbar auch der Vorgänger des LSK30 problemlos funktionieren.
      Merci auch für den Tipp der Gebrauchtwarenbörsen, habe gerade eine Offerte für das Ein-/Ausbringen der Kessel... Es laust der Affe...
      Gruess Fritzmaus

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