Unical SHMG 40: Unical Holzvergaser bei Messung durchgefallen

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      • # 131575

      Unical SHMG 40: Unical Holzvergaser bei Messung durchgefallen

      Hallo liebes (neues^^) Forum,

      es war soweit, mein Unical von 1990 musste gemessen werden und ist durchgefallen.

      Zu viel Kohlenmonoxid, 1.6g statt der erlaubten 1.0g. Protokoll ist angehängt.

      Der Kessel hat keine Regelung, Primär- und Sekundärluft werden über Stellschrauben eingestellt, die große für Primärluft und die beiden kleinen für Sekundär. Das Gebläse wird Temperatur- und Zeitgesteuert ein- und ausgeschaltet. Bild ist angehängt.

      Ich hatte den Kessel einige Tage vorher gereinigt, 3 Füllungen abgebrannt und habe gerade, trockene, entrindete Buchenscheite genommen.

      Es gibt wohl noch einen Werkskundendienst, der könnte den Kessel vielleicht besser einstellen, aber natürlich ohne Gewähr. Eine andere Steuerung könnte ich laut Schornsteinfeger einbauen, ein weiteres Gebläse um die Luftzufuhr zu trennen jedoch nicht. Hier in der Gegend ist kürzlich ein Haus wegen der Heizung abgebrannt und er will deswegen keine Bastellösungen..

      Ausserdem ist eine Ölheizung vorhanden. Früher etwa 3500 Liter Öl/Jahr, vorletztes Jahr 20 Ster + 300 Liter, letztes Jahr 14 Ster + 1000 Liter und diesen Winter bisher 6 Ster + 1800 Liter.

      Kann mir jemand einen guten Rat geben was ich tun sollte? Momentan tendiere ich dazu den Holzvergaser stillzulegen und einfach Öl zu verbrennen. Ob ich Holz oder Öl kaufe spielt keine große Rolle, da ich das Holz mangels Lagerfläche ofenfertig kaufe. Wenn Öl dann absehbar teurer wird gibt es sicherlich immernoch BAFA und co..

      Danke schonmal für Antworten/Ratschläge,

      ein vom "Umweltschutz" Genervter.
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      Unical SHMG 40 Druckgebläse
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      • 2

      • # 131592
      hallo .
      Wie ging der Vorgang des Messens?
      Nicht das da der Fehler lag
      Ist doch ein druckgebläsekessel.anheizklappe schließt dicht? Ordentliches glutbett erstellt bevor aufgelegt wurde und ne Viertelstunde gewartet bis die Messung begonnen wurde?
      Rindenarmes gerades,gleichmäßig gespaltenes Holz aufgelegt,ohne grosse Hohlräume?
      Brennerdeck und düse in Ordnung?
      Gruß kd-gast
      • 3

      • # 131614
      Ich hab angefeuert etwa 1.5h bevor der Schorni kam. Kohle war vom Vortag noch gut 20cm hoch im Kessel. Er hat keine Klappe aufgemacht oder ähnliches und die AGT war während der Messung stabil, hat eigentlich super gebrannt.

      Ja, Druckgebläsekessel. Anheizklappe hat er nicht, nur Füllraumtür und Brennkammertür mit weißer faseriger Dichtung. Waren beide gut zu würde ich sagen..

      Holz war gerade, entrindet, Buche.. traumhaftes Kaminholz.

      Mit Brennerdeck meinst du den Brennkammerboden? Der ist intakt. Die Düse besteht aus gußeisernen Elementen und ist relativ neu, kein Verschleiß zu sehen.

      Deswegen kann ich mir das auch nicht erklären und bin da etwas genervt.. Der Hersteller meinte dass die Kessel die Werte erreichen können, wenn auch "gerade so".

      Ich hab mal noch je ein Bild von Brennkammer und Füllraum angehängt.
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      • 4

      • # 131621
      Heiße Brennkammer aus Stahl und die Seiten auch höchstwahscheinlich noch wasserführend?
      Habe selbst bei meinem Kessel so eine halbrunde Wanne aus Stahl drinnen gehabt, eine ordentliche Verbrennung gab es da nicht. Jetzt ist es ein Edelstahlkasten mit einer Schamotte-Keramikfaser- Verbundeinlage.
      Sauerstoff scheint bei dir ja ausreichend vorhanden zu sein, die Abgastemperatur ist auch ordentlich hoch (was allerdings nicht viel über die Brennkammertemperatur aussagt, im Bereich von 700- 900 °C wären dort nicht schlecht).
      Lassen sich die Seiten der Brennkammer mit Vermiculit oder Schamotte etwas dämmen? Baumarkt- Vermiculit, einfach zum Verarbeiten. Den Hitzeschild (nach Unical, ist aber eher ein Kühlschild) könnte man u.U. mit Vermiculit- Streifen (Dicke 1 bis 1,5 cm) auslegen und somit das vorzeitige "Herausziehen" der Wärme aus der Flamme reduzieren. Die Streifenlösung hatte ich ein Weilchen, eine Fleißarbeit und hält auch nicht ewig, aber ein Anfang. Im vorderen Bereich des Hitzeschlides könnte man noch eine kleine halbrunde Aufkantung platzieren, damit die heißen Abgase nicht gleich nach unten in den kälteren Bereich wegziehen.

      Meine bei den neueren Unicalkesseln (GASOGEN G3 2S) soetwas wie einen Katalysatorstein gesehen zu haben, dies geht scheinbar in der Auswirkung in Richtung der Vermiculit- Auskleidung.

      Wenn du diese Änderungen machst, wirst du wahrscheinlich die Primär- und Sekundärluftmenge anpassen müssen.
      Die aktuellen Lufteinstellungen wird er wohl brauchen, um die Brennkammer einigermaßen heiß zu bekommen und dabei "rotzt" er das Holzgas regelrecht durch den Kessel, d.h. keine Zeit für einen ordentlichen Ausbrand und hinterm Kessel kommt es dann noch recht heiß raus. "Gerade so" wird den seltenen Zustand beschreiben, der erreicht wird, wenn alle Einflußfaktoren optimal zusammenspielen und da wird keine "Luft" für Abweichungen sein - kein Zustand für den normalen Nutzer.


      Gruß
      Oli
      Heizkessel: Kombikessel Schuster DuoluxTurbo D-St 27-32
      -- Brenner 1: Holzvergaser ungeregelt (an/aus)
      -- Brenner 2: Öl- Gebläseblaubrenner Intercal BNR 20
      Puffer: Kombispeicher Schuster GPS-B 1000/200
      -- 800 Liter Pufferwasser, 200 Liter Warmwasser
      Solar: Vakuumröhrenkollektor Mazdon 20/30 insg. 70 Röhren
      sonstiges: 2 x UVR 16x2S, TA C.M.I., TA CAN-Touch, TA O2-DL
      • 5

      • # 131671
      Was heisst "heiße Brennkammer"? Ja, alles Stahl. Die Tür und der hintere Teil sind mit einem bröseligen weißen Material verkleidet.

      Die Seiten sind wasserberührt, ja. Könnte ich mit Vermiculite sicher verkleiden. Wenn der Ofen ordentlich rennt glüht die halbrunde Platte vorne an der Kante.

      Wie kann ich denn ohne irgendwelche Messtechnik die Luftzufuhr ordentlich einstellen?

      Wenn ich den Ofen sicher durch die Prüfung bringen könnte würde ich auch durchaus etwas in eine Steuerung o.Ä. investieren..


      Gibt es denn einen Brennstoff mit dem ich sicher bessere Werte bekomme? Holzkohle oder Holzbriketts z.B.?
      Unical SHMG 40 Druckgebläse
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      • 6

      • # 131688
      moin Simon,
      in der Suche "unical" eingeben... hast du gemacht
      "acra"..., der kessel sieht auch so aus(saugzugvariante)... FALSCH
      >> ARCA << ist der Name...

      SimonK wrote:

      "heiße Brennkammer"? Ja, alles Stahl. Die Tür und der hintere Teil sind mit einem bröseligen weißen Material verkleidet.

      Die Seiten sind wasserberührt, ja.
      vermiculite bröselt weg im Brennraum, das ist keine dauerhafte Sache

      ich würde es mit einfachen 2cmSchamotteplatten(24x12 ?) versuchen,
      -12|12|12- in das "Aschehalbrund", und jeweils -|12- an die senkrechte Seite
      (auf der 'zieharmonikakante')
      [die Brennraum'wärme' kann nicht mehr so direkt im Wasser 'verschwinden'
      [die BR.Temp bleibt stabiler

      Gruß Heinrich
      gse40atmos
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      • 7

      • # 131699
      Hallo Simon!

      Die BImSchV Stufe 1 sollte mit diesem Kessel machbar sein, auch ohne Umbauten.
      Schau mal hier:
      Wie schafft mein alter Holzvergaser oder Festbrennstoffkessel die BImSchV Stufe 1 und 2?

      Kommt halt drauf an, ob Du einfach nur die Messung bestehen oder permanent optimale Abgaswerte haben willst.

      Ich würde an Deiner Stelle die Primärluft etwas erhöhen.
      Dadurch steigen Leistung, Brennkammertemp. und Abgastemp.
      Durch die höhere Brennkammertemp. wird das CO minimiert.
      Außerdem würde ich die Sekundärluft erhöhen,
      denn 8 % Restsauerstoff sind schon bissl knapp für einen ungeregelten Kessel.
      Durch das Plus an Sekundärluft wird das CO ebenfalls minimiert.
      Der Kessel hat doch ein Schauglas.
      Damit kannst Du schon mal eine Grobeinstellung vornehmen.
      Also erst Primär soweit erhöhen wie der Kessel es ohne Störungen (Hohlbrand, Pulsieren etc.) zulässt.
      Dann Sekundär erhöhen bis die Flamme sauber brennt und noch ein Stück weiter.
      Feineinstellung der Sekundärluft würde ich dann machen, wenn der Schorni seinen "Rüssel" reingehängt hat.

      Nach der Messung würde ich die alten Einstellwerte wieder nutzen,
      da sonst der Wirkungsgrad durch die erhöhte Abgastemp. unnötig schlecht wird.

      MfG Hans
      • 8

      • # 131757
      HKruse: Einige der Beiträge die man bei der Suche nach "Unical" findet sind auch von mir.. leider ein Exot, gab glaube insgesamt nur 3 Stück in diesem und dem ehem. HV-Forum. Sollte ich mal nach ARCA suchen? Hab ich bisher noch nie gehört.
      Was genau meinst du mit -12|12|12- und -|12-? Die Anordnung der Platten..?


      Hans: Eigentlich.. die Messung bestehen. Hatte auch schon mit einer Flammtronik geliebäugelt, aber dadurch dass ich die Gebläsekulisse nicht nennenswert verändern darf wäre das nicht sonderlich sinnvoll.. Deswegen wäre mir auch Vermiculite recht, das isoliert halt während Schamott Wärme speichert. Was da jetzt sinnvoller ist, keine Ahnung? Bei der Lufteinstellung muss ich ja erstmal beides gleichmäßig erhöhen, da nur ein Gebläse vorhanden ist?

      Auch was Holzbriketts vs. Holz angeht findet man Aussagen in alle möglichen Richtungen..
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      • 9

      • # 131759

      SimonK wrote:

      Gibt es denn einen Brennstoff mit dem ich sicher bessere Werte bekomme? Holzkohle oder Holzbriketts z.B.?
      Versuche es mit Holzbrikett. Ich habe meine 2 Messungnen einwandfrei durch gestanden. Und ich habe auch von andern gehört das es auch keine Probleme gab.
      MfG Jürgen



      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; WW: Vissmann Vitacell 300
      UVR1611/C.M.I.
      RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m

      striegistal-wetterstation.de/
      • 10

      • # 131765
      Ich denke man kann die Messung sowohl mit geschälter Buche als auch mit Holzbriketts bestehen.
      Es kommt auf auf das Anheizverhalten und die Einstellung des Kessels an.
      Für die Buche würde in Deinem Falle sprechen,
      dass bereits eine Messung damit durchgeführt worden ist,
      die nicht soooo schlecht war und als Referenz zum Einstellen des Kessels dienen kann.
      Andererseits spricht für die Briketts eine wahrscheinlich schnellere Holzgasfreisetzung,
      aus der eine höhere Kesselleistung, höhere Brennkammertemp. und weniger CO resultieren kann (bei genug Sekundärluft).

      Ich würde bei der Buche bleiben und wie weiter oben schon beschrieben verfahren.
      Also Primär- und Sekundärluft erhöhen.
      Sekundär etwas mehr als Primär.
      Sekundär grob nach Schauglas und dann Feineinstellung wenn der Schorni seinen Rüssel drin hat.

      Ob Schamotte oder Vermiculite ist für die Abgaswerte egal.
      Nimm das billigere.
      Wie gesagt, der Kessel schafft das auch ohne Dämmung der Brennkammer.....
      Mit der Dämmung wird es allerdings einfacher.

      Du könntest auch mal einen Blick auf die Restfeuchte der Buche werfen und ggf. in einem Backofen oder Ähnlichem vortrocknen.

      MfG Hans
      • 11

      • # 131777

      SimonK wrote:

      -12|12|12- und -|12-? Die Anordnung der Platten..?
      moin Simon,
      der 'Transport' der Verbrennungs-/Brennraumwärme soll etwas verlangsamt werden

      Vermikulite läßt sich leicht bearbeiten, nimmt aber beim Kesselstart Feuchtigkeit auf...
      ...trocknet zwar wieder,
      hat aber irgendwann "Kekskonsistenz" > nasse Knäcke, wieder 'luftgetrocknet'...
      Vermikulite ist dann bröselig,
      bei der Brennraumreinigung möglichst nicht zu viel Vermikulite "mitrausfegen"...

      ich hatte an zB sowas gedacht...
      amazon.de/Kaminat-Schamotteste…124x20mm-10/dp/B00VTA6KFO
      ...
      scheint relativ günstig,
      jeweils zwei(od. 1 + 1/2) Platten hintereinander( 12,5er 'Streifen') einschieben
      (Asche wird die Freiräume von selbst zusetzen)

      ...Lufteinstellungen...
      Hans hat da tipps gegeben,
      zusätzlich würde ich einen TypK.mantelthermofühler einsetzen,
      "parallel" zu deinem Schauglas
      (der muß nicht die BR.Temp "direkt" in der 'Höchst.temp.zone' messen
      (bei mir zB am "Türflansch" ca 30-40cm von der Düse weg, vor dem seitl. Abgasweg
      (diese <düse|tür>Temp.differenz bleibt recht konstant

      Gruß Heinrich
      gse40atmos
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      • # 131839
      Hans: Dass es mit Dämmung einfacher wird ist meine Hoffnung, noch einen Versuch wird es nämlich nicht geben. Ich nehme mal an dass ich nach einer Auskleidung die Luftzufuhr eher etwas senken muss?

      Heinrich: Gibt es das fertig, also mit Display oder ähnlich? Wüsste nicht wo ich das aktuell anschließen sollte.
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      • 15

      • # 131910
      moin Simon

      SimonK wrote:

      Dass es mit Dämmung einfacher wird ist meine Hoffnung, noch einen Versuch wird es nämlich nicht geben.
      viel Glück bei deinem einmaligen Versuch, ...echt ambitioniert ...

      SimonK wrote:

      Gibt es das fertig, also mit Display oder ähnlich?
      gibt es, zB das hier : leda.de/ledacmsde.nsf/public/ledatronic.html ...Display ist auf jeden Fall dabei
      (ich habe gebastelt, funktioniert brauchbar, aber sieht nicht so gut aus, ohne 'touch' eben...)
      gse40atmos
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      • 17

      • # 132055
      moin Simon

      SimonK wrote:

      da ich das Holz mangels Lagerfläche ofenfertig kaufe
      da mußt du selbst entscheiden..., 'lohnt' es sich alle 2jahre die "Bimsch I"-werte zu 'wiederholen'...

      SimonK wrote:

      Sag ich meinem Schornsteinfeger auch.. aber da es dann schon die Wiederholungsmessung ist...
      zusätzlich zu den 12cm-Schamotte'streifen' im Brennraum würde ich bei einem 'ungeregelten' Druckluft.kessel zwei Sachen machen :
      a_
      dein Kessel bläßt die Primluft irgendwo in den Füllraum,
      gern geht das Gas dann 'von oben' direkt durch die Düse
      >Hohlbrand, hoher rest.O2.wert, keine ausreichende BR.Temp., hoher CO.wert<
      für den Schornie.test würde ich einen simplen "Holzgasverteiler" einbauen...
      über der Düse eine 24x12.5 Schamotteplatte auf querliegenden U.eisen(ca 2cm)
      >> das Gas kann nicht mehr senkrecht von oben in die Düse, weniger Hohlbrand..
      b_
      zwischen Drucklüfter und se.Luft.zuführung einen leichtbedienbaren Schieber...
      (vorher mit dem Schornie reden...
      > gezielte O2.einstellung während der Messung > CO.wert...)

      [wie du nach Gespräch/Messung weiter vorgehst ? ...erstmal kostengünstig...]

      Gruß Heinrich
      gse40atmos
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      • 18

      • # 132932
      Knappe 2 Wochen später wurde dann auch (erfolgreich) gemessen. Nach auskleiden mit Schamott, Grundreinigung und sauberer Einstellung hätte der Kessel sogar die schärfere Stufe bestanden.^^

      Bevor der Schorni da war ist mir der Kessel 2mal "durchgegangen" - AT von über 300°C und so eine Wärmeentwicklung dass die Pumpe nicht hinterher kam und trotz Gebläseabschaltung die TAS angesprungen ist. Hab das Holz wohl etwas zu gut vorbereitet..

      Mein Schorni rät trotzdem zum Austausch, da ich mit einem neuen Holzvergaser angeblich 50% weniger Holz verbrauchen würde. Fällt mir schwer zu glauben, gibt es zu so einem 1:1 Tausch ohne sonstige Änderungen schon Erfahrungswerte im Forum?

      Jedenfalls Danke für eure Hilfe! :thumbsup:
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      • 19

      • # 132933
      Naja... das würde bedeuten, dass dein Kessel derzeit weit unter 50% Wirkungsgrad hat ;)
      Der will nur nicht zugeben, dass die Kiste die Werte einhält (und das sogar deutlich unter Soll)
      Also wieso tauschen wenns läuft
      • 20

      • # 132934
      Hallo!

      Schön, dass der Kessel bestanden hat. :)

      Mit den 50% Ersparnis hat er schon bissl sehr übertrieben.
      Das trifft vielleicht zu, wenn man einen holzbetriebenen Braunkohlekessel gegen einen modernen Holzvergaser ersetzt.
      In Deinem Fall und in Anbetracht der Messwerte wird die Ersparnis im Bereich von 15% liegen,
      wenn Du gegen einen Mercedes-Benz-Kessel tauschst.
      Schätze ich mal so...
      Der Ersparnis an Holz stehen bei einem modernen Kessel in der Regel erhöhte Kosten für Verschleißteile (Brennkammerauskleidung, Düsenstein, Elektronik, usw.) gegenüber.
      Mal abgesehen von der Investition.
      Also: Holz sparen - ja. Geld sparen - nein.

      MfG Hans
      • 21

      • # 132942
      moin Simon

      SimonK wrote:

      Mein Schorni rät trotzdem zum Austausch, da ich mit einem neuen Holzvergaser angeblich 50% weniger Holz verbrauchen würde. Fällt mir schwer zu glauben, gibt es zu so einem 1:1 Tausch ohne sonstige Änderungen schon Erfahrungswerte im Forum?
      da hat Hans recht...
      egal wie "alt" dein Vegaser ist, der "arbeitet" doch wie gefordert...

      ______________________
      von spänex'beistell'kessel bis 2009,
      zu LambdaCheck + Atmos und Puffervolumenverdoppelung...
      da habe ich den Holzverbrauch "halbiert"

      ...mein Bruder hat ab 2010 ca 20% Holz weniger verbraucht...
      am 1998/99er FischerGaTx den LC angebaut und den Kessel insgesamt 'besser' eingestellt...
      ________________

      10-20% einsparung wären realistischer...
      ....bei "alt.Holzvergaser-heizern" also um/ab 5000€ für ca 2rm Holz weniger im Jahr...

      Gruß Heinrich
      gse40atmos
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      • 22

      • # 133338
      Kam mir auch komisch vor. Darf also bleiben. Der Ölkessel wird auch bald 30, dann mal weiter sehen.

      Ich überlege nur gerade die Schamottsteine zumindest teilweise wieder zu entfernen, imo brennt der Kessel zu heiß. AGT von mind. 250°C und die Pumpe kriegt die Wärme nicht weg.
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      • 24

      • # 133425
      Natürlich, eine stärkere Pumpe wäre auch eine Möglichkeit. :D Aber 280°C Abgastemperatur kann auf Dauer nicht gut sein.

      Die Luft ist auf Werkseinstellung, damit hat er die Messung sehr gut bestanden. Ich schätze mal dass er ohne Schamott kühler brennen würde, aber wohl auch schlechter..

      Wäre die TECH ST-81 zPID Regelung in dem Fall vielleicht hilfreich?
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      • 25

      • # 133430
      Hallo,

      Mal kurz gefragt...
      Der Schamotte in der Brennkammer isoliert die Flamme direkt. Der restliche weg bleibt davon jedoch komplett unberührt. Von daher sind die Platten nicht dran schuld, das der 280 Grad hat. Alle Tauscherflächen Mal reinigen und die Lufteinstellungen merken, dann die Primärluft, sowie die Sekundärluft reduzieren. Immer jeweils einen Millimeter reduzieren und Mal 5min warten, was sich ändert.

      Jan

    Webutation