Planung einer neuen Heizungsanlage - Holzvergaser für 350m² gesucht - sanyu

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      • # 135096

      Planung einer neuen Heizungsanlage - Holzvergaser für 350m² gesucht - sanyu

      Hallo liebe Mitglieder,

      ich plane eine neue Heizungsanlage. Hier die Eckdaten für die neue Anlage:

      Wie wird Dein Haus im Moment beheizt?

      Gas, Einzelofen

      Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m² (Bitte nur Ziffern eingeben)?

      350

      Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?

      Flachland 317 m ü A

      Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden)?

      mittel

      Wie hoch war dein bisherige Energieverbrauch lt/m³/KWh (Öl,Gas,Strom) im Jahr?

      unbekannt

      Stückholz? (Je nach Außentemp und Puffer Volumen 1 max 2 x am Tage heizen und wenn Kessel nach x Stunden leer ist nachfüllen) Holz muß gekauft werden > ins Grundstück transportieren > auf entsprechende Länge gesägt > gespalten > gestapelt > jenach Holzart mind. 2 - 3 Jahre trocknen jedes Jahr für sich
      Pellet? (Die Beschickung des Kessel funktioniert automatisch über Förderschnecke. Man muß trotzdem täglich kontrollieren) Ein Vorratsbunker der trocken sein muß in der Nähe des Kessels - Alternativ gibt es gr. BigBags
      Solar geplant?


      Stückholz
      Holzabfälle

      Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz/Holzbrikett, Pellet etc.) und wie viel KW Heizleitung der neue Kessel haben soll?

      einer von den dreien soll es werden:

      ETA SH 40
      Eder Biovent slc 36 oder 42
      Attack slx lambda 40

      Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?

      nicht über die Heizung

      Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw. Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?

      4000 Liter

      Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?

      der Heizraum wird in einem Nebengebäude neu errichtet (genügend Platz), die Versorgung des Wohnhaues erfolgt über eine 20 Meter lange Fernwärmeleitung

      Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?

      wird gemacht sobald der Kessel feststeht

      Hast Du schon bei einem Heizungsbauer ein Angebot machen lassen?

      Angebote für alle 3 Kessel liegen vor

      Hast Du schon "genügend" (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet
      auf dem Grundstück zu liegen? Hast Du genügend Fläche im Grundstück zur Lagerung des Holzes?
      Bedenke Holz muß zwischen 2 und 3 Jahre an der Luft (oben abgedeckt) trocknen können. Jede Holzlieferung getrennt lagern (Verwechslungsgefahr)


      hab ich

      Weitere Informationen:

      Hallo Zusammen,

      Schön langsam wird es ernst mit der Planung meiner neuen Heizanlage und es steht die schwierig Entscheidung an, welchen Kessel ich nehmen soll. Die Anlage soll ein Haus mit zwei Wohneinheiten und insgesamt ca. 350m² Wohnfläche beheizen. Das Haus wurde in den 90er Jahren gebaut und ist dem Baujahr entsprechend gedämmt. Aus Platzgründen wird der Heizraum im benachbarten Nebengebäude neu errichtet und mit einer Fernwärmeleitung mit dem Wohnhaus verbunden. Zum bisherigen Energieverbrauch kann ich leider nicht viel sagen, weil wir das Haus erst seit kurzem bewohnen. Der Kessel soll auf jeden Fall auch mit Holzresten und Abfallholz mit Nägeln zurecht kommen (davon habe ich jede Menge). Da wäre wahrscheinlich der Eder SLC mit hinterem Abbrand von Vorteil, den könnte ich auch beim Großhändler um die Ecke beziehen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Kessel, im Internet findet man leider nur sehr wenig zur Marke Eder? Alternativ ziehe ich auch den ETA SH oder den Attack SLX Lambda in Betracht. ETA und Eder sind Preislich etwa auf dem selben Niveau, welche Abstriche muss man beim Attack machen, der ja deutlich billiger zu haben ist? Sind 40kw Leistung mit 4000l Puffer eurer Meinung nach angemessen um das Haus einigermaßen komfortabel zu beheizen?

      Im Voraus vielen Dank für Eure Unterstützung!

      Vielen Dank
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      • # 135099
      Das Prinzip mit Vergaserkammer und Wärmetauscher is eigentlich bei fast allen gleich.Der Euro hat den Füllschachtdeckel oben.Ich mit meinem Fröling der wie die anderen den Füllschacht an der Seite hat...tue mich schwer mit kleinem Holz bzw Restholz.Beim Euro schüttest du einfach das zeug von oben rein und gut.Füllraumvolumen beim Euro is auch gigantisch...für dein großes Haus ein Komfortvorteil
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      • # 135100
      Hallo! Zum Attack.Beim Kessel selber musst du weniger Abstriche machen als du vieleicht denkst. Der hat zt. sogar mehr an Ausstattung als diverse Hochpreiskessel.Aber an anderer stelle auch weniger.Siehe Anheiztür.Was man Attack vorwerfen muss ist die Servicemoral. Alpha... ist zwar der empfohlene Generalvertrieb von Attack ,kommt aber immerwieder vor das sie nicht gerade mit Herzblut an der Sache glänzen.Da muss man dann deutlicher werden.Probleme werden aber letztlich trotzdem gelöst.Zum Betrieb oder Einstellungsgeschichten bist du hier ganz gut aufgehoben.
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      • # 135102
      Hallo.
      Schließe mich mit dem Hdg Euro an. Alternativ kann ich aus eigenem Erleben auch den Lopper Drummer 45kw empfehlen.
      Beide eignen sich sehr gut für Holzreste neben Scheitholz.
      Aufgrund des Füllraums solltest du deine angegebenen 4000 Liter Puffer als Mindestvolumen betrachten.

      Wie viele Heizkreise planst du? Habe selbst reichlich 400qm mit einem Heizkreis. Mit dem hydraulischen Abgleich habe ich nichts falsch gemacht, die Wilo Yonos Pico 25/1-4 kommt super bei 1,8m variabel klar
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      • # 135103
      Hallo!

      Beim HDG Euro hättest Du neben der Vorteile des großen Füllraumes, der Möglichkeit auch Hackschnitzel und Späne verbrennen zu können und der nach oben zu öffnenden Tür auch noch den Vorzug,
      dass der Füllraumboden und die Düse aus Spezialguss bestehen.
      Die "normalen" Füllraumböden aus Feuerbeton leiden unter der Verbrennung von Abfallholz (Nägel usw.).
      Der Kessel wird als 30, 40 und 50kW-Variante angeboten.
      Das Füllraumvolumen ist immer gleich (220L).
      Wahrscheinlich unterscheiden sich die Kessel in nur wenigen Bauteilen (Düse) und in der Software.
      Von daher würde ich die 30kW-Variante empfehlen --> längere Abbranddauer, weniger Pufferung notwendig.
      Theoretisch würde der Kessel im Sommerbetrieb, wenn mit 220L Hartholz bestückt, sogar 4600L um 45 Kelvin erwärmen.

      MfG Hans
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      • # 135110
      Erst mal vielen Dank für eure Antworten!

      Ich werde mir den HDG einmal anbieten lassen, mal sehen ob er auch preislich in Frage kommt.

      @mike

      es sind 2 Heizkreise geplant (2 getrennte Wohneinheiten)

      @Hans

      Hans schrieb:


      Von daher würde ich die 30kW-Variante empfehlen --> längere Abbranddauer, weniger Pufferung notwendig.
      Würdest du für die 30kw Variante trotzdem 4000 Liter Puffer nehmen oder reichen dann auch 3000 Liter?
      • 11

      • # 135123
      Hallo!

      Nein, ich würde trotzdem 4000L Puffer nehmen.
      Aus folgenden Gründen:
      1. Du baust den Heizraum sowieso neu --> Platz ist kein Problem
      2. Pufferspeicher sind im Verhältnis zum Heizkessel und den Installationskosten der Anlage günstig --> nur wenig Mehrkosten
      3. Mit mehr Puffer hast Du in der Übergangszeit längere Überbrückungszeiten, also mehr Komfort.
      4. Falls Du Dich für den HDG Euro entscheidest, und diesen in der Übergangszeit oder im Sommer mit 220L Hartholz bestückst, dann würde diese Holzmenge sogar 4600L Pufferspeicher erwärmen (wie oben schon geschrieben). Also selbst mit 4000L kannst Du im Sommer den Kessel nicht komplett füllen.
      Eine 3000L-Variante wäre nur ein Kompromiss, wenn der Platz nicht ausreichen würde.
      Das ganze würde im Winter auch komfortabel funktionieren, wenn die Heizkreise während der Brenndauer einen großen Teil der Energie "just in time" verbrauchen.
      In der Übergangszeit dürfte man dann den Kessel allerdings nie komplett füllen.

      Vielleicht ist ja ein solcher Pufferspeicher was für Dich:
      Pufferspeicher aus Gastank 4800l Anleitung

      Schade, dass Du keine Angaben zum bisherigen Verbrauch machen kannst.
      Sonst hätte man über die Schweizer Formel relativ verlässliche Aussagen über Heizlast, Holzverbrauch, Nachlegeintervalle usw. machen können.
      Kann man denn die letzten Gasverbräuche nicht beim Gasanbieter bzw. Netzbetreiber erfragen?
      Oder die Jahresverbräuche aus dem Zählerstand und dem Einbaudatum des Zählers ermitteln?
      Oder kannst Du uns wenigstens sagen wie Dick die Außenwände sind, aus welchem Material, wie die oberste Geschossdecke gedämmt ist und wie der Grundriss (verwinkelt oder quadratisch) und die Geschossanzahl des Hauses sind?

      Warum willst Du denn Warmwasser nicht mit über die HV-Anlage machen?

      MfG Hans
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      • # 135124
      Hier ist mal beispielhaft eine Berechnung,
      die sich auf Grund der wenigen verfügbaren Informationen nur auf die Aussagen "90er-Jahre-Bau" und 350m² stützt, und somit nicht besonders belastbar ist:
      Schweizer Formel und Speicherberechnung_sanyu_2017_07_17.pdf
      Schweizer Formel und Speicherberechnung_sanyu_2017_07_17.zip
      Demnach wären selbst bei Hartholzbetrieb die 220L Füllraumvolumen des HDG etwas knapp mit 1,3 Füllraumfüllungen pro durchschnittlichen Januartag.
      Die Zielstellung vieler Holzheizer ist es, bei Normaußentemperatur nur 1x pro Tag den Kessel füttern zu müssen.
      Da dies meist nicht zu erreichen ist (keine Holzvergaser mit entsprechend großen Füllräumen verfügbar), strebt man den guten Kompromiss an, an einem durchschnittlichen Januartag nur 1x pro Tag füttern zu müssen.
      Damit ist dann statistisch der ganze Winter bis auf einige wenige Tage abgedeckt.
      Wenn es an den einigen wenigen Tagen doch kälter wird, dann wird beim Anheizen 1x komplett bestückt und nach der Abbranddauer noch einmal (entsprechend der freien Pufferkapazität) nachgelegt.
      An sich wäre der Strebel TT40S wegen seiner 290L Füllraum komfortabler unter Deinen Gegebenheiten.
      Allerdings darf dieser Kessel nur mit Scheitholz gefüttert werden.
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      • # 135167

      Hans schrieb:




      Kann man denn die letzten Gasverbräuche nicht beim Gasanbieter bzw. Netzbetreiber erfragen?
      Oder die Jahresverbräuche aus dem Zählerstand und dem Einbaudatum des Zählers ermitteln?
      Oder kannst Du uns wenigstens sagen wie Dick die Außenwände sind, aus welchem Material, wie die oberste Geschossdecke gedämmt ist und wie der Grundriss (verwinkelt oder quadratisch) und die Geschossanzahl des Hauses sind?

      Warum willst Du denn Warmwasser nicht mit über die HV-Anlage machen?

      MfG Hans
      Zum Gasverbrauch kann ich leider nichts sagen weil der Kessel an einem Subzähler angeschlossen war, der inzwischen demontiert wurde.

      Das Haus besteht aus zwei Einheiten:

      1. Einheit 100m² Grundfläche, 2 Geschosse, quadratischer Grundriss. Wände 25er Ziegel mit 5cm Vollwärmeschutz, Dämmung der obersten Geschossdecke unbekannt, aber gefühlsmäßig eher bescheiden
      2. Einheit wurde später dazu gebaut, 1 Geschoss 150 m² Grundfläche, allerdings sehr hohe Räume (Giebel bis 5 Meter), 38er Ziegel ohne zusätzliche Dämmung, das Dach hat 12cm XPS Aufsparrendämmung.
      Nachdem die Warmwasseraufbereitung über E Boiler erfolgt und keine Verrohrungen vorhanden sind, wäre der Aufwand unverhältnismäßig.
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      • # 135178

      sanyu schrieb:

      Nachdem die Warmwasseraufbereitung über E Boiler erfolgt und keine Verrohrungen vorhanden sind, wäre der Aufwand unverhältnismäßig.
      Langfristig, glaube ich das nicht!
      Muß bei uns, eigentlich auch das Warmwasser(Kosten) errechnen, bekomm es aber nicht hin. Haben Bolier im Puffer und das Warmwasser fällt nebenbei ab! Geschirrspüler, Waschmaschine läuft über WW, gekocht wird auch möglich mit WW.


      sanyu schrieb:

      Einheit 100m² Grundfläche, 2 Geschosse, quadratischer Grundriss. Wände 25er Ziegel mit 5cm Vollwärmeschutz, Dämmung der obersten Geschossdecke unbekannt, aber gefühlsmäßig eher bescheiden
      Hoffe, die Räume mit den 5cm "Vollwärmeschutz", sind im Winter sehr gut beheizt! Nicht das du dir Feuchte Wände bekommt!
      Gruß Maik
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      • # 135189
      Hallo!

      Unter den geschilderten Bedingungen halte ich die Berechnung vom 17.07.2017 für zutreffend.
      Pi mal Daumen.

      Zum Thema Warmwasserbereitung mit Strom sind hier mal Zahlen genannt worden:
      Planung einer neuen Heizungsanlage - Holzvergaser ausschließlich zum Heizen - Benjamin S.

      MfG Hans

    Webutation