Neue Heizung. Brauchwasser im Pufferspeicher oder extra Speicher

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      • # 135112

      Neue Heizung. Brauchwasser im Pufferspeicher oder extra Speicher

      Hallo Holzheizer

      vielleicht (bestimmt ) könnt ihr mir weiterhelfen ;) . Ich habe momentan eine alte Holzheizung mit 600 Liter Pufferspeicher mit einem Wendel für die Brauchwassererwärmung. Nun möchte ich einen Holzvergaser einbauen ( Fröling oder Eta Entscheidung steht noch aus ?( ). Ich dachte einen oder zwei Pufferspeicher mit 1700 Liter was ist bessen? ?( (einen davon mit Solarflansch). Ich möchte meinen 600Liter Pufferspeicher als Brauchwasserspeicher weiternutzen damit die Solarkollektoren erst die 600Liter aufwärmen und wenn noch Kapazität da ist auf den oder die 1700Liter Puffer umschalten, so das ich auch an einem bewölkten Tag die 600Liter auf jeden Fall warm bekomme. Mein Heizungsbauer meint aber wir wir sollen den alten 600Liter Speicher nicht mehr verwenden sondern nur einen 1700 Liter Pufferspeicher mit Wendel für Brauchwasser.

      Was meint Ihr? Vielen Dank .
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      • # 135113
      Hallo,

      Besser ist es natürlich, wenn man nur einen Speicher nutzen tut. Die Strahlungsverluste sind geringer als bei mehreren Speichern. Und auch die Anbindung ist einfacher. Wenn es mehr Speicher sind, muss man die Verschaltung beachten. Wenn es gleich große sind, kann man mehrere Verschaltungsvarianten nutzen: Parallel, Tichelmann oder in Reihe. Sind die Speicher unterschiedlich groß (z.B. dein 600er und der evtl. zukünftige 1700er), kommt parallel eigentlich nicht wirklich in frage, es sei denn man hebt oder senkt die Speicher. Wäre der 600er im gesamten höher, wird nur der 600er geladen. Ist der meinetwegen bis 60% gefüllt, beginnt ab dann der Ladevorgang für beide Speicher.
      Die größe des Speichers ist abhängig von der größe des Kessels (Füllraum für Holz und auch die Leistung). Hat der Eta nun 20 kW bei 150 Liter (ETA SH20), könnten die 600 Liter + die 1700 Liter ausreichend sein, wenn parallel dazu die Heizung läuft und bereits Leistung aus dem Puffer zieht. Je Mehr Leistung nun der Kessel hat, desto schnelller ist der Puffer voll, die Menge an Wasser, die erwärmt wird, bestimmt aber der Füllraum und wie voll man diesen mit Holz oder gar Briketts macht.

      Wie groß ist denn die Solaranlage? Und welcher Kessel ist in die Wahl gefallen? Ideal wäre ein Speicher, Wenn zwei, würde ich den 1700er mit Wärmetauscher bestellen und den 600er günstig abgeben.

      Jan
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      • # 135115
      Hallo,

      Hier mal eine Erklärung zur Speichergröße:

      https://www.holzheizer-forum.de/index.php?thread/53304-planung-einer-neuen-heizungsanlage-neuer-holzvergaser-f%C3%BCr-270-quadratmeter-dauer/&postID=134870#post134870



      mfg
      HJH

      Noch etwas:
      Wie wäre es mit einer FRIWA (Frischwasserstation) zur Erzeugung von Warmwasser?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HJH ()

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      • # 135118
      Wieviel Solarpanels möchtest du drauf machen?
      Wir haben 20 qm Flachkollektoren und in der ersten Ausbaustufe mit nur 2000 ltr Pufferspeicher waren die Puffer nach drei Tagen voll und konnten keine wärme mehr aufnehmen.
      Jetzt haben wir 4000 ltr Puffer und die waren bisher zu 81% voll, hatten aber auch nur gering teilbedeckten Himmel im günstigsten Fall. Wie das aussieht bei einigen Tagen wolkenlosen Himmel dann werden die auch voll sein.
      Wir kämen mit der BAFA Formel bei weitem nicht hin.
      Mit dem Hygienespeicher sind wir außerordentlich zufrieden eine Friwa käme für mich nach den jetzigen Erfahrungen nicht in Betracht.
      Seit Anfang Mai steht der Ofen es macht alles die Solaranlage.
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      • # 135119
      Ich hab 2x 1000l PUfferspeicher. Beide haben je ein Solarregister unten. Der linke Puffer hat dann noch das Edelstahlwellrohr für die Warmwasseraufbereitung eingebaut. Die 10 m² Solarkollektoren am Dach füllen die Puffer sauber auf. Auch bei ein 2-3 Tagen Regen hatten wir immer ausreichend warmes Wasser. Und sollte das Wellrohr mal ein Problem haben kommt einfach ein externes Frischwassermodul dazu.

      Bevorzugt geladen wird der linke Puffer. Wenn die Temperaturdifferenz (T Kollektor- T Puffer1 unten) zu gering ist oder der linke Puffer 75°C hat schaltet ein Ventil auf das Register im rechten Puffer um.

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      • # 135127
      Hallo! Möchte auch kurz was dazu sagen. Es gibt wie immer bei allem vor und Nachteile.Ich selber bin nicht unbedingt für die Friwa. Das ist einfach der Tatsache geschuldet das ich der Meinung bin das eine Heizungsanlage möglichst einfach und Nachvollziehbar für den Betreiber ausgeführt sein sollte. Das ist mit einem Kombiehygienespeicher ideal umsetzbar. Es gibt aber auch Nachteile. Bei Einbindung von Solar sollte drauf geachtet werden das 2 Solarwendeln vorhanden sind, um den Solarertrag auch effektiv einzuschichten und damit besser nutzen zu können. Argumente wie ,die Warmwasserspirale verkalkt bei Temperaturen über 60C° werden immerwieder ins Spiel gebracht.Nachweislich ist das aber bei noch keinem der Betreiber hier passiert und nach meiner Ansicht hat das auch einen recht einfachen Grund. Vorsorglich kann man aber auch hier einfache Abhilfe schaffen sofern bedenken besteht. Zum Kessel. Sofern du nur diese beiden Kessel im Auge hast würde ich den Preis entscheiden lassen. Wichtig ist das der Fröling über eine Lamdasonde verfügt. Eta hat das standartmäßig. Gruß Randy!
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      • # 135132
      Hallo Matthias,

      ich schließe mich Randy da voll und ganz an. Habe eine eine WW-Spirale im Puffer, mal sehen wie er sich bewehrt, Anlage ist noch nicht im Betrieb. Hatte zwischenzeitlich auch zur Friwa teniert, aber letztlich wieder weg. Die guten sind recht preisintensiv (kann man aber auch selbst bauen), dafür schwören die Betreiber auch drauf. Die Dinger holen selbst aus um die 40°C Puffertemp. oben noch angenehm warmes Duschwasser und der Rücklauf zum Puffer ist immer schön kühl. Habe mich aber für innenliegende Wendel entschieden, so ist keine weitere Regelung und Pumpe für die WW-Bereitung nötig. Vor und nach der Wendel je ein T-Stück mit Kugehähnen, als Möglichkeit zum Spülen mit Säure (zum Kalk lösen).

      Was den Kessel anbetriffst, wirst Du sicherlich mit beiden Herstellern glücklich. Da will ich keinen Hersteller schlecht reden. Ich habe eher zum ETA tendiert, da dieser eine modulare, eckige, Brennkammer hat. Der Fröling hat die runde Wirbelbrennkammer. Die kann man leider nur im Ganzen tauschen, beim ETA auch einzelne Platten. Teuer sind beide! ;)
      Im Bereich um die 20 .... 30 kW wäre bei mir der KWB Classicfire die erste Wahl. Ist auch in drei Hauptteile zerlegbar, somit super einbringbar in Keller usw.

      Gruß,
      Frank
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      • # 135134
      Zu dem Fröling S4 der ist mit einer Breitband Lambdasonde und mit einem Touch Bildschirm ausgerüstet.
      Manchmal auch ab Werk mit automatischen Anheizer.
      Man muss aber auch sagen die Brennkammern halten sehr lange.
      Der S4 hat Einhängebleche und eine Gussrost.
      Ich hatte drei Kessel im Vorfeld mir angeschaut und es kamen da ETA und Fröling in Betracht.
      Ich habe mal den Kessel voll mit Sägespäne vom Holzmachen gemacht und er hat die Problemlos verbrannt.
      Wobei die Steuerung aber voll zu tun hatte mit dem regeln um die Verbrennung stabil zu halten.
      Anbei ein Bild von meine Puffer Daten. Ein Puffer ist ein Hygienepuffer mit Solarwendel die anderen normale Schichtenspeicher.
      Dateien
      • DSC05587.JPG

        (116,31 kB, 8 mal heruntergeladen, zuletzt: )
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      • # 135135

      Cyber schrieb:

      ... und würdet ihr Fröling oder ETA als Holzbrenner favorisieren?
      Hallo @Cyber,

      was Ruedi über Ausstattung des Fröling S4 schreibt, haben alle ETA-Modelle auch. Da schenken die sich nichts. (Breitband-) Lambdasonde und Touchscreen haben inzwischen alle "besseren" Hersteller. Und natürlich lobt hier jeder seinen eigenen HV. :saint:

      Wenn du Preise vergleichst, dann immer das Gesamtpaket und nicht den einzelnen Kessel. Je nachdem welche Ausstattung du willst oder brauchst, sind beim einen Herstellern schon Komponenten mit dabei, die du beim anderen evtl. dazukaufen musst. Zum Beispiel: Rücklaufanhebung, Anfahrentlastung, Zündautomatik, automatische Reinigung der Wirbulatoren, Anzahl Heizkreise, Solarsteuerung, Internet-Anbindung, etc.

      Bedenke auch, dass eigentlich jeder HB seinen Lieblingshersteller hat, mit dem er vermutlich die besten Erfahrungen gemacht hat und mit dessen Komponenten er sich auskennt. Das kann, nicht nur bei eventuellen Problemen, von Vorteil sein.

      Viel Erfolg bei der Auswahl wünscht Karlheinz :)
      Seit Juni 2011:
      ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)
      Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Lager für 6 to)
      Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)
      Paradigma FrischWasserStation
      Paradigma VR-Solarpanel: 2x CPC21 Star Azzurro (10m²; Aqua-System ohne Glykol)
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      • # 135137
      Achso, Puffer werden beim Heizungsbauer gern vom Kesselhersteller mit angeboten, sprich ETA und Fröling haben auch welche im Angebot.
      Da kann man gut und gern ein paar scheine sparen, denn Pufferspeicher lieber von woanders zukaufen. Der HB kann die auch über Großhandel bestellen. Insbesondere bei den einfachen Puffern (ohne Innereien) machen es auch ganz einfache. Alpha Thermotec z. B. macht gute Preise aber auch beim Heizungsdiscount gibts günstige. Sollte man sich auf jeden Fall genau ansehen.

      Grüße

    Webutation