Küchenherd: Pelletofen ohne "Hilfsenergie"

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      • 26

      • # 145034
      Hallo Hans,
      der kleine Schneckenförderer/-dosierer den du oben angesprochen hast, wäre schon das richtige Element.
      Ich habe jetzt einen Winter über Gluthaltung per Holzbriketts betrieben (statt früher Braunkohlebriketts).
      Geht auch, wenn man den Rost zur Hälfte mit einer Keramikplatte abdeckt, die den schnellen Durchbrand verzögert.
      In den meisten Fällen konnte ich/meine_Frau am nächsten Morgen direkt weiterheizen.
      Die Möglichkeit des "Durchheizens" war das eigentliche Anliegen des Pelletröhrenversuchs.
      Das Äquivalent von 1-2 Holzbriketts in Pellet über die Zeit gestreckt wäre eher eine "geringe" Brennstoffmenge.
      Ich vermute allerdings, dass bei Pellets der Abbrand zu schnell erfolgt und wesentlich mehr Futter verbraucht.
      Vergleicht man die dünnsten Abmessungen von Pellet = 6mm und Holzbrikett = 63mm, sieht man einen Faktor 10.
      Klugscheißerei_AN: In der Fouriergleichnung der instationären Wärmeleitung steht dTemp/dt = a*(d²Temp/dx²)
      => ein 10mal dickerer (dx²) Körper braucht etwa die 100fache Zeit um auf dieselbe "Temperatur" zu kommen.
      Dem dürften auch Pyrolysezeit und Abbrand in etwa gehorchen.
      Was mein Pellet in 10sec macht, dazu braucht mein Holzbrikett mindestens 1000/60= 16,6...min
      Dazu kommt noch dass Holzbriketts und insbesondere Holzscheite sehr viel länger kompakt bleiben
      und den Zutritt von Verbrennungsluft ausbremsen, was noch mehr Zeitgewinn bringt.

      Hans:
      Ich kann mir vorstellen, dass man was ähnliches für Pellets bauen kann.
      Zu überlegen wäre auch, ob man statt Pellets nicht besser Holzbriketts nutzt.
      Diese würden sich gut in einem (Schwerkraft-) Magazin "aufmunitionieren" lassen sind auch nicht teurer.

      Folgerung: 3 Holzbriketts müssten für die Nacht sicher reichen...
      HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
      UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
      Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
      UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hammax ()

      • 27

      • # 145068
      ...die von Hans vorgeschlagene Idee mit dem "Schwerkraftmagazin" für Briketts habe ich heute Nacht mal ausprobiert.
      Zunächst denkt man automatisch an einen externen Vorratsbehälter (mit all den unangenehmen Zusatzbedingungen).
      Aber 2 Holzbriketts und der notwendige "Schnell-Abbrand-Verhinderungs-Behälter" lassen sich auch problemlos
      im Feuerungsraum unterbringen.
      Rechteckige Blechdose (Speiseölkanister), einseitig offen, kopfüber auf die Glut gestellt.
      Ich hatte sogar etwas Alufolie einseitig um die Briketts gewickelt, damit garantiert gerichteter Abbrand entsteht.
      Zuviel des Guten, die Briketts waren heute morgen gerade mal moderat an der Stirnseite am Glühen.
      Also: Ist meglich? Im Prinzip ja... Und geht wahrscheinlich ganz einfach - Handling und Dreck sind noch zu bedenken.

      Edit-Nachtrag: Zweiter Versuch ohne Alufolie nur 2 Briketts locker in der überkopf stehenden Dose.
      Auch diesmal nur im untersten Drittel in Verkohlung. Briketts brennen nach dem Ausleeren sofort an.
      Fazit - da reicht auch nur 1 Brikett. Es muss 12h nur genügend brennen/kokeln, um nicht zu erlöschen.
      Suche nach neuer, kleinerer Metalldose....
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      UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
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      als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
      UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hammax ()

      • 28

      • # 145199
      Hallo hammax,

      bei der Fouriergleichung der instationären Wärmeleitung im Detail muss ich passen.
      Zu lange ist es her, dass ich eine Thermodynamikvorlesung besucht habe.
      Aber Deine Schlussfolgerungen aus der Gleichung kann ich nachvollziehen.

      Jetzt stellt sich auch die Frage, was man erreichen möchte.
      Soll 1.) ein Stück Glut über die Nacht erhalten werden, um den Anzündvorgang am nächsten Tag einfacher zu gestalten?
      Oder soll 2.) der Ofen während der Nacht weiterhin Wärme erzeugen mit einer automatischen Brennstoffzufuhr und möglichst sauberer Verbrennung?
      Ich denke Punkt 2.) wäre interessant, weil man vielleicht mit einem Schwerkraft-Brikett-Magazin die Vorzüge eines Pelletofens (autonomer Betrieb) mit den Vorzügen eines einfachen Kaminofens/Herdes (günstige Anschaffung, stromloser Betrieb, freie Brennstoffwahl) kombinieren kann.
      Soweit mir bekannt gibt es gegenwärtig keinen Ofen am Markt, der dieses einfache Prinzip nutzt.

      MfG Hans

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