Brauche eure Meinung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Du hast Probleme beim Login? Schreibe uns im Forum "Probleme mit der Registrierung".
      • 1

      • # 135653

      Brauche eure Meinung

      Hallo!

      Bin neu hier und bin begeistert vom Expertenwissen.

      Brauche mal euren Rat.

      Ich stehe vor einer Heizungserneuerung.
      Mein 2-Familienhaus ist Bj. 1990 u. hat ca. 220 qm² Wohnraum, welcher aber nicht überall beheizt ist.

      Zurzeit habe ich noch einen Künzel HV 20 (26 Jahre alt), eine Vissmann Ölheizung, u. 8 qm² Solar auf dem Dach + 300 l Puffer.

      Brauche ca. 20 -25 Ster Holz u. 600 l Heizöl im Jahr.

      Der HV ist nun am Ende.

      Mein Favorit für eine neue Heizung wäre jetzt eine Kombi von Scheitholz u. Pellets.
      Würde mich aber ca. 20000 - 25000 € kosten (Heizung würde ins Nebengebäude wandern). Für dieses Geld bekomme ich aber natürlich auch eine Menge Heizöl u. man wird ja auch nicht jünger!


      Da meine Entscheidungsfindung noch nicht abgeschlossen ist, würden mich eure Meinungen interessieren.

      Danke im voraus.

      Gruß aus der Oberpfalz
      hoss3
      • 3

      • # 135655
      Also ich finde 20-25k auch etwas zu viel angesetzt. 20K setzte ist bei allen mir vorliegenden Angeboten inkl. IndachSolar, Speicher und allen Zipp und Zapp Obergrenze.
      Möchstest du denn auch die Bafa Förderung in Anspruch nehmen?
      Dann müsste die Ölheizung aber wohl auch raus. Dann wäre aber auch genug Platz um eine Menge Pellets zu lagern.
      Bei der Rechnung kommt es halt auch drauf an wie lange du dir noch zutraust mit Holz zu heizen. Evtl. kannst du mit der neuen Heizung auch auf die Pellets (diese würden ja derzeit die 600L Öl ersetzen) verzichten bzw. verbrauchst weniger.
      • 4

      • # 135656
      Hallo,

      Eine Holzheizung rechnet sich wohl nur, wenn man kostenlos an Holz dran kommt.
      Wirtschaftlich ist es wohl derzeit, sich eine Gas oder Ölheizung einzubauen, da hier der Invest doch bedeutend kleiner ausfällt.
      Bis die Holzheizung sich armotisiert hat, muss wieder eine neue rein, da entweder die Auflagen verschärft wurden oder der Kessel durch ist.
      Also: Gastherme für 3000 rein und für die Restlichen 17.000 Euro Gas kaufen.
      Ist eine ehrliche Meinung.

      Jan
      • 5

      • # 135657

      Anonymic schrieb:

      Hallo,

      Eine Holzheizung rechnet sich wohl nur, wenn man kostenlos an Holz dran kommt.
      Wirtschaftlich ist es wohl derzeit, sich eine Gas oder Ölheizung einzubauen, da hier der Invest doch bedeutend kleiner ausfällt.
      Bis die Holzheizung sich armotisiert hat, muss wieder eine neue rein, da entweder die Auflagen verschärft wurden oder der Kessel durch ist.
      Also: Gastherme für 3000 rein und für die Restlichen 17.000 Euro Gas kaufen.
      Ist eine ehrliche Meinung.

      Jan
      Das stimmt sicher solange man keine Förderung erhält (und oder günstig an Holz kommt und die Arbeit damit als Freizeitvergnügen einstuft). Ansonsten ist Gas sicher die günstigste und !kleinste Alternative. Die Persönliche Einstellung wie umweltfreundlich der jeweilige Energieträger ist, spielt bei einigen sicher aber auch mit.
      • 6

      • # 135658
      klar spielt der Umweltaspekt eine Rolle. Deswegen habe ich auch eine Holzheizung. Ich habe günstige Kessel und liege mit meinem Invest bei etwa 24 bis 26.000 Euro. Abzüglich Förderung bleiben mir immernoch 13.500 bis 15.500€.... Gas wäre bedeutend günstiger geworden.

      Man muss hier ganz klar die Sichtweise beachten. Wirtschaftlich oder Ökologisch. Hier ging es um die Wirtschaftliche Sichtweise. Und da liegt Gas und Öl vorne.
      • 7

      • # 135660
      Dem schließe ich mich an.
      Hätte ich keinen Wald, hätte ich keine Holzheizung!

      Wäre es eine Gasheizung, dann käme nur ne Weishaupt oder Viessmann in Frage!!!
      • 8

      • # 135661
      Es ist nur nicht so das wenn man Wald hat das Holz umsonst ist!Die Kosten für die Technik Betriebsstoffe BG und und und muss man auch mit einrechnen,es sei denn man is Landwirt und man hat Trecker und Hänger eh schon laufen!Ich hab auch Wald wo mir das Holz erstmal nix kostet...nur die Technik kostet.Ich hab mir die Kosten fast die ganze Zeit aufgeschrieben in der ich jetzt Holz mache....so knappe 20 Jahre.Ich komme bei meinem Holzverbrauch von ca 18-20 rm auf ca 30 Euro den Raumeter bevor ich das Holz vom Wald in den Kessel hab!Bedenkt man das man um die 30 Euro den rm beim Forst zahlt plus Transport dann sind es vielleicht 40 Euro komme ich nicht soviel besser wenn das Holz "umsonst" ist!Zumal man da eigentlich nur ne Säge und einen Spalter unterhalten muss.Ok Spalter muss nicht sein,ich finde aber ab einer bestimmten Menge ist der schon hilfreich!Ich hab mal bis nachgerechnet bei meinem derzeitigen Verbrauch würde ich um die 1800 für Öl oder etwa soviel für Pellet bezahlen!Nehme ich 20 rm an sind das für mich Kosten im Jahr von 600 Euro!Ergibt sich eine Differenz von 1200 Euro.Bezahlt hab ich für meinen Fröling reichlich 5000.Ich gehe jetzt einfach mal davon aus das der Kessel ca 15 hält,da ist das schon eine ganz schöne Summe was man so als Hobbyforstwirt bzw Heizer verdient!Klar ein Pellet,Öl oder Gaskessel ist bequemer,nur weiß man da Wie sich die Preise entwickeln?Ich sehe das so ich bin jetzt knappe 40 und hab noch wenn alles gut geht sagen wir mal noch 30 Holzerjahren vor mir.Ich denke auf die Zeit rechnet sich dann schon meine Investitionen in die Technik für das Holz!Ich hab nicht den modernsten Trecker nicht die besten Sägen bzw Spalter/Winde/Hänger nur ihren Zweck erfüllen sie.Fazit für mich wenn ich vom Grundstück her die Möglichkeit hätte mir jedes Jahr einen LKW Holz mit Hänger kommen zu lassen würde ich wahrscheinlich auch nicht selbst in den Wald gehen!Es ist aber numal der Wald meiner Großeltern,ich bin gern dort und mache auch die Arbeit gern rund um das Holz!
      • 9

      • # 135662
      Hallo,

      Wir haben unsere zwei Ölheizungen rausgeworfen, als Holz uns fast nichts gekostet hat. Schwiegervater und Mieter haben sich um den Erwerb und die Bedienung des HV gekümmert. Dann ist SV ausgezogen, eine Gastherme als Backup eingezogen. Holz muss mittlerweile gekauft werden, der Mieter ist zum Glück noch da, das Heizen seine Lebensaufgabe. Ist jetzt aber auch schon 80+, hoffentlich hat er noch lange Kraft und Lust. Wenn er mal nicht mehr kann und Frauchen dann (immer noch) nicht will, wird der HV wohl nur noch Hobby sein...

      Mit dem Holzkaufen habe ich übrigens kein Problem. Haben einen Brennholzhandel hier im Ort, den ich gern unterstütze, zumal ich weiß, woher das Holz kommt und das kein Raubbau an der Natur getrieben wird...

      Also: Wenn Du Zeit und Freude im Umgang mit Holz hast, schaffe Dir ruhig einen modernen HV an und rüste ihn mit ausreichend Pufferspeichern aus.

      Den Öler würde ich aber als Backup lassen, Pellets kommen für mich nicht in Frage, weil sie hier in der Gegend nicht produziert werden. Hier gäbe es nur noch Holzbriketts oder Hackschnitzel aus einem Sägewerk.

      VG Ronny
      • 10

      • # 135669

      hoss3 schrieb:

      Hallo!

      Bin neu hier und bin begeistert vom Expertenwissen.

      Brauche mal euren Rat.

      Ich stehe vor einer Heizungserneuerung.
      Mein 2-Familienhaus ist Bj. 1990 u. hat ca. 220 qm² Wohnraum, welcher aber nicht überall beheizt ist.

      Zurzeit habe ich noch einen Künzel HV 20 (26 Jahre alt), eine Vissmann Ölheizung, u. 8 qm² Solar auf dem Dach + 300 l Puffer.

      Brauche ca. 20 -25 Ster Holz u. 600 l Heizöl im Jahr.


      Gruß aus der Oberpfalz
      hoss3
      Hallo Hoss3, hast du auch einmal überlegt dein Haus etwas besser zu isolieren...etc.
      Mir erscheint dein Holz und Ölverbrauch etwas hoch!
      Vielleicht kaufst du dir wie von Opa orgeschlagen den Wood and pellet von Attack... ist eher ein günstiger Kessel und du hättest finanziell noch etwas Luft um baulich etwas zu verbessern?
      Unser Heizverbrauch bei 220m2 beheizter Fläche liegt bei max. 12 St r Holz und wir haben es gerne warm.
      Wenn du eine günstige Lösung suchst, dann wie gesagt Gas.... wenn du wie ich etwas grün angehaucht bist und Spass an einer Holzheizung hast.... dann rate ich dir zu einem eher höherpreisigen Kessel.... die machen wirklich Spass....
      Ist wie beim Auto.... ein Lada Niva bringt dich auch ans Ziel.... aber Porsche fahren macht mehr Spass.
      ....( ich will aber Attack nicht in die "Ladaecke verschreien"! Übrigens heize ich auch nicht mit dem Porsche, eher mit einem BENZINERvon VW oder einem günstigeren Mercedes!
      Porsche wäre meiner Meinung nach... Brunner, Lopper, Guntamatic....)
      Vergiss auch deine Nachbarn nicht.... die heutigen LAMBDA geregelten Kessel.... und es sollte ein Lambda Kessel werden, alles andere ist nun nicht mehr wirklich Zeitgemäss,
      so wirst du wesentlich weniger Russ und Gestank und Energie in den Himmel pusten, wie bisher... und der Holzverbrauch wird dank besserer Ausnutzung des Brennstoffes auch sinken.
      Und zum Schluss der Tip den HJH immer erteilt: berechne (oder lasse berechnen), den Wärmebedarf deines Hauses, damit die Leistung des neuen Kessels auch zum Haus passt! Es gibt hier im Forum genügend Berechnungsmöglichkeiten und ev. Meldet sich ja User HJH auch noch zu dem Thema???
      Gruess Ruedi
      Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.
      Werkzeug: Meili DM 36 Traktor, Geba Brennholzfräse und El. Spaltmasch. 5Kettensägen
      Anlage kann jederzeit besichtigt werden!
      Spezielles: Offene Anlage mit 180 l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!
      Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
      Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.
      • 11

      • # 135670
      Ich habe vor ca. 4 Jahren die komplette Anlage erneuert. Logano S 261 Holzvergaser und Öl-Brennwertkessel als Backup für ca. 32.000 € komplett von buderus.

      Alleine die vielen Probleme wegen der falschen Planung und dem unfähigen Handwerker reichen schon aus, um heute nicht mehr ganz so begeistert zu sein.

      Der Aufwand für gekauftes Langholz incl. Transportkosten, die Maschinen (Sägen, Ketten, Holzspalter) plus die Arbeitszeit kommen dazu.

      Ich kämpfe noch heute damit, dass die Warmwasseraufbereitung mit Frischwasserstation über die Puffer nicht funktioniert und ärgere mich bei jedem Duschen.

      Wenn ich alle Aspekte zusammennehme, dann wäre ein reine Öl-Brennwertheizung mit Solar und Photovoltaik wahrscheinlich die wesentlich bessere Lösung gewesen.

      Ohne Zweifel hat das Heizen mit Holz seinen eigenen Charme - ob das aber wirtschaftlich ist wage ich zu bezweifeln.
      • 12

      • # 135678

      hoss3 schrieb:

      Hallo!

      ...

      Ich stehe vor einer Heizungserneuerung.
      Mein 2-Familienhaus ist Bj. 1990 u. hat ca. 220 qm² Wohnraum, welcher aber nicht überall beheizt ist.

      Zurzeit habe ich noch einen Künzel HV 20 (26 Jahre alt), eine Vissmann Ölheizung, u. 8 qm² Solar auf dem Dach + 300 l Puffer.

      Brauche ca. 20 -25 Ster Holz u. 600 l Heizöl im Jahr.

      ...
      Hallo Hoss3,


      ich habe letztes Jahr meine Vissmann Gasheizung entsorgt und komplett um- bzw aufgerüstet.
      Solarthermie mit 20m² Fläche, Scheitholzkessel, separater Pelletkessel als Back-up und 3 m³ Pufferspeicher, Frischwasserstation.
      Das Haus hat 220 m² und ist ursprünglich Bj 1840, wurde aber bis in die 90er mehrfach an und umgebaut.
      Der letzte Winter hat rd 20 rm Holz und 300 kg Pellets verbraucht. Seit Ende April liefert die Solarthermie ausreichend Wärme, ich habe einmal den Kessel 1/2 gefüllt und musste etwas nachheizen - der Sommer im Sauerland hatte leider zwischenzeitlich eine längere Pause eingelegt.
      Über die BAFA und regionale Landesmittel (NRW) habe ich etwa die Hälfte der Investition zurück bekommen.
      Ich bereue rein gar nichts und freue mich jeden Tag aufs Neue über diese geile Heizungsanlage :thumbsup:
      Der Schlüssel zum Erfolg und zur Zufriedenheit liegt meiner Meinung nach in einer sehr guten Planung (3/4 Jahr), einer fachlich kompetenten Ausführung und vor allem in der Kombination mehrerer "Heizquellen".

      Diese Woche haben wir den Holzvorrat für die kommende Heizsaison von der Wiese geholt und eingelagert. Die Family ist hierbei voll involviert, alle packen mit an - schön zu sehen wie alle Spaß daran haben und mitziehen und sich der "Spirit" auf den Nachwuchs überträgt.

      Ob eine derartige "Aufrüstung" (und deren Folgen!) unterm Strich wirtschaftlich, besonders ökologisch, einfach aus persönlicher Überzeugung, Neugier, technischem Interesse oder sonstiger Motivation durchgeführt wird - muss jeder für sich entscheiden. Zeit und Bock darauf haben und ein bisschen anders als Andere sollte man jedoch schon sein 8)

      Grüße aus dem Sauerland

      Michl
      Werkzeuge:
      Kettenägen: Husky 455 Rancher, Stihl 024AV, McCulloch 08/15, Dolmar Elektrosäge für Sonntags
      Wippsäge: Jansen SMA 700 mit Benzinmotor
      Spalter: Jansen 22 t stehend/liegend Spalter mit Benzinmotor
      Trecker: Fendt Farmer 2D aus Bj `63
      • 13

      • # 135682

      Michl schrieb:

      Ob eine derartige "Aufrüstung" (und deren Folgen!) unterm Strich wirtschaftlich, besonders ökologisch, einfach aus persönlicher Überzeugung, Neugier, technischem Interesse oder sonstiger Motivation durchgeführt wird - muss jeder für sich entscheiden. Zeit und Bock darauf haben und ein bisschen anders als Andere sollte man jedoch schon sein
      Hallo,

      dieses Zitat von Michl finde ich recht passend.
      Mich schauen auch viele Leute fragend an, wenn die vor der großen Heizungsanlage stehen und fragen mich "... und das Holz musst Du ja auch nicht machen! Da hätte ich keinen Bock drauf". ;)
      Man kann sich die Zähne sauer schreiben über Wirtschaftlichkeit usw. Letztlich muss man bei einem Holzvergaser immer bereit sein etwas mehr Arbeit zu investieren. Ob man nun die Bäume selbst fällt und nach hause fährt, klein macht, spaltet usw. oder ob man fertiges Brennholz bringen lässt und dann nur noch stapelt, Aufwand hat man immer und das muss man auch wollen...
      Wenn einen das nach dem zweiten Mal schon ankotzt, dann lieber Gas, Pellets, Wärmepumpe ...
      Ansonsten ok. Auch unwirtschaftliche Anlagen können Spaß machen :) . Ein automatisches Backup für den Fall das niemand feuern kann ist aber trotzdem ratsam.

      Und ob man gleich einen Traktor mit Winde und Hydraulikspalter benötigt um sein Holz zu holen, darüber kann man heftig streiten. Ich hole mein Holz mit 2t Autoanhänger und habe auch nur eine billige Säge, die komischerweise auch sägt :rolleyes: . Da hält sich der Aufwand und die Kosten in Grenzen. Bei Traktor oder Unimog sieht das anders aus. Zumindest wenn man sich die Karren extra für den Wald anschafft. Die Zeit und das Geld die man in solche Großfahrzeuge steckt sollte man nicht unterschätzen und der Platz muss auch da sein.

      Wir hier, im Dreiländereck zu Tschechien und Polen, haben immerhin auch noch die Möglichkeit Holz günstiger aus dem Ausland zu beziehen.

      Gruß,
      Frank
      • 14

      • # 135684
      @ET14 Wieviel rm pro Jahr Holz musst du vorrausichtlich machen?Ich frage nur deswegen weil ich am Anfang meiner Holzerkarriere auch ähnlich gedacht hab wie du.Wozu braucht man Spalter/Trekker.Bei mir ging das Anfangs so das ich immer mit der Verwandtschaft mein Holz gefahren bzw gerückt habe.Ist auf Dauer nix.Gespalten hab ich auch nur von Hand,alles kein Problem wenn man jung ist!Ich hab mich dann entschieden einen Trekker zu kaufen um unabhäniger zu sein!Spalter kam dann auch ziemlich schnell dazu weil die Menge an Holz immer mehr wurde und die Zeit bzw die Wochenenden dafür weniger.
      Gut wenn man sein Holz mit dem PKW Anhänger holen kann dann ist das was anderes,nur geht das bei mir nicht,weil der Wald bzw die Feldraine die ich bewirtschafte an Stellen sind wo es nur steil bzw bergig ist.Ich hätte da nicht mal mit Jeep eine Chance nur einen Meter rauszubringen.
      Zum eigentlichen Thema von @hoss3!
      Überlege dir das genau mit dem Neubau der Holzheizung!Du hast schon Erfahrung mit dem Holzmachen und kannst denk ich mal ungefähr Abschätzen wie lange du dir die Arbeit noch antun willst,bzw ob es in Zukunft einen Nachfolger gibt der deine Anlage weiterbetreibt!Setz dich mal in Ruhe hin und rechne dir die Varianten Öl/Pellet/Gas/Holz mal durch!Obwohl man sagen muß das man die Preise für Öl und Gas schlecht kalkulieren kann.Hätte auch keiner damit gerechnet der Ölpreis von um die 1 Euro/Liter wieder soweit sinkt.

      Gruß ausm Erzgebirge

      Lars
      • 16

      • # 135686

      alibaba schrieb:

      @ET14 Wieviel rm pro Jahr Holz musst du vorrausichtlich machen?
      Hallo Lars,
      ja das ist die Frage der Fragen. Das werde ich aber erst diesen Winter merken.
      Theoretisch sollten es zwischen 20 und 30 Rm sein, hoffentlich nicht mehr :/ . Wobei wir zuerst nur das OG beheizen, da EG noch im Bau befindlich. Ein bisschen Kohle wird sicherlich auch in den Kachelofen wandern. Also ist das nicht ganz representativ.
      Derzeit habe ich etwa 70...80 Rm liegen und hab keinen Stress unbedingt neues Holz machen zu müssen. Mal sehen wie es in drei Jahren ist :pinch:

      alibaba schrieb:

      am Anfang meiner Holzerkarriere auch ähnlich gedacht hab wie du.Wozu braucht man Spalter/Trekker.Bei mir ging das Anfangs so das ich immer mit der Verwandtschaft mein Holz gefahren bzw gerückt habe.Ist auf Dauer nix.Gespalten hab ich auch nur von Hand,alles kein Problem wenn man jung ist!Ich hab mich dann entschieden einen Trekker zu kaufen um unabhäniger zu sein!Spalter kam dann auch ziemlich schnell dazu weil die Menge an Holz immer mehr wurde und die Zeit bzw die Wochenenden dafür weniger.
      Gut wenn man sein Holz mit dem PKW Anhänger holen kann dann ist das was anderes,nur geht das bei mir nicht,weil der Wald bzw die Feldraine die ich bewirtschafte an Stellen sind wo es nur steil bzw bergig ist.Ich hätte da nicht mal mit Jeep eine Chance nur einen Meter rauszubringen.
      Ja, Du hast durchaus andere Bedingungen. Wenn Dein Wald nicht mit PKW erreichbar ist, fängt der Spaß an. Und das ist bei Euch im Erzgebirge ja durchaus Standard. Da verstehe ich das Du Traktor brauchst. Für den hätte ich allerdings auch kaum Platz.
      Der Doppelachser macht sich gut, da ich einen befestigten Waldweg bis an meinen Forst habe. Auf den Anhänger passen max. 4 Rm, das ist durchaus eine beachtliche Fuhre. Und da mein Wald ein paar Kiloemter weg ist, fährt es sich mit PKW gut.
      Spalter habe ich allerdings auch einen. Nur eben ein "jedermans Gerät", tut allerdings gute Arbeit.

      Grüße
      • 17

      • # 135688
      @ET14

      Da hast du das ja mehr oder weniger perfekt mit deiner Holzversorgung!Das hält sich Kostenmäßig auch im Rahmen!Ich sag mal da hast du alles richtig gemacht das du dich für Holz entschieden hast.20-30 rm is schon ordentlich was ähnlich wie bei mir.Ich brauch in der kalten Jahreszeit so um die 14 rm,hab allerdings nur ein kleines und zum Teil altes Haus.Hinzukommen noch so 3-4 rm für den Rest des Jahres,einerseits für die Warmwasserbereitung und auch noch für die Heizung die ich schon ab und an im Sommer mal andrehen musste.
      • 18

      • # 135700
      Hallo Leute,

      Michl schrieb:

      Zeit und Bock darauf haben und ein bisschen anders als Andere sollte man jedoch schon sein
      Damit hast du sicher Recht....

      Man wird schon immer mal belächelt wenn man 20m³ Holz vor seine Haustüre stapelt und dann anfängt zu Erklären das das nur für einen Winter reicht. 8o

      Die Entscheidung ob du weiter mit Holz heizen willst kann dir keiner Abnehmen. Dein Holzverbrauch wird sicher weniger wenn du auf einen modernen gesteuerten Kessel umsteigst. 26 Jahre ist ne lange Zeit.
      Kommt halt darauf an wie du noch Holz machen willst und auch kannst.

      Ich für meinen Teil würde sofort wieder einen HV kaufen.
      Komme recht günstig an Brennholz und brauche im Winter etwas Beschäftigung.
      Da ich das meiste meiner Anlage selber aufgebaut habe liegen die Anschaffungskosten nur knapp über der 10k Grenze, was die Sache für mich wieder zur "günstigen" Heizquelle macht.

      Große Ausgaben für Maschinen hab ich auch nicht.
      Holz hole ich mit meinem PKW (Grand Vitara) und einem 2to. Anhänger vor einem Freund. (kostet ne Kiste Bier)
      Nur meine Säge hat ne Mark mehr gekostet (Stihl 241 c-vw) denn die hat ne Griffheizung. 8)

      Gruß Christian
      • 19

      • # 135750
      Hallo Hoss, wie schon andere bemerkt haben, erscheint mir der Gesamtenergieverbrauch für ein Haus , BJ 1990 bei 220m² Wohnfläche etwas zu hoch.
      20 Ster Holz (Buche)entsprechen be 1800 kWh/m³ = 20 x 1800 = ca. 36000 kWh/a = 3600 liter Heizöl plus die zusätzlich verbrauchten 600 Liter = 4200 Liter/a!
      Das wären bei 220m² Wfl = 4200/220 = 19 Liter/m²a oder 190kWh/(m²a).
      Da muß der Kessel nicht mehr den besten Wirkungsgrad gehabt haben oder das Haus ist nicht besonders gut gedämmt?
      Ich habe in meinem Haus, BJ 1080 vo 16 Jahren mit ca 300m² beh.Wfl auch einen Künzel-Holzvergaser HV24 und einen Viessmann-Vitola-200 darüber installiert, auf einen 1000Liter Pufferspeicher mit separatem BW-Speicher geschaltet. Ich verbrenne jährlich ca. 3 RM Buchenholz und zwischen 2500 und 3000 lier Heizöl!. Mein Holzkessel hat eine Abgastemperatur von 140-150 grad C. 12 m² Sonnenkollektoren bringen auch etwa 400-500 Liter Öl-Einsparung.
      In Ihrem Fall würde ich die Heizlast mal grob bestimmen, Z.Bsp.: 220m² x 80 W/m² ergäben ca 16 kW Heizlast! Deshalb wäre es m.E. sinnvoll, den Holzkessel knapper zu dimensionieren, damit er die Grundlast deckt und längere Betriebszeiten erreicht. Den Ölkessel weiter als Spitzenlastkessel zu betreiben kann durchaus sinnvoll sein. Ich würde bei mir wieder ein Künzel-Kesselchen installieren, da er gut zu reinigen und der Wirkungsgrad bei der Abgastemperatur von 150 grad C ganz passabel sein muß! Selbstverständlich muß er an einen Pufferspeicher "angebunden" werden, welcher z.Bsp. als Hygienespeicher ausgeführt die Brauchwasserereitung übernimmt. Da gleich Solarthermie einzubinden, oder über PV-Strom elektrisch beheiztes Warmwasser bereit zu stellen, und dadurch sommerlichen Holz-oder Ölverbrauch zu vermeiden ist ebenfalls sinnvoll und evt ebenso klimafreundlich wie ein teurer Kombikessel mit der notwendigen Peripherie.
      Eine Kombi aus Holz und Pellets kann man natürlich machen, wenn der Ölverbrauch minimiert oder ganz vermieden werden soll! Ob der Gesamtwirkungsgrad übers jahr = Jahrenutzungsgrad solcher Kombi Kessel genau so gut ist wie von reinen Pelletkesseln weiss ich nicht! Holz-oder Pelletkessel sind im kurzzeitigen Sommerbetrieb wegen der kurzen Laufzeit zur Brauchwassererwärmung weniger effizient als im Dauer-Heizbetrieb!
      Mit freundlichem Gruß
      Heizerhermann
      • 20

      • # 135975
      Hallo!

      Danke für eure Meinungen, haben mri sehr geholfen!

      Hab mich jetzt meine Öltanks nochmal voll machen lassen.
      Für meinen Künzel HV hab ich jetzt bei ebay ein billiges Gebläse
      gefunden, läuft super. Hoffe die Heizung hält noch 1-2 Jahre. Holz hab ich ja genügend.

      Mein Traum wäre ja immer noch eine PV-Heizung.
      Den im Sommer gespeicherten Strom im Winter als Heizstrom verwenden. Den Platz und die PV-Anlage dafür hätt ich. Nur beim Speicher....... Aber vielleicht tut sich ja da was, die nächsten Jahre.

      Nochmal Danke!

      Gruß
      hoss3
      • 21

      • # 136012
      Du möchtest mit Strom heizen, den du Sommers über einspeicherst.... ja vielleicht tut sich im Batteriesektor ja noch etwas.... aber ev. Tut sich ja bei der Isolierung deines Hauses auch etwas.... denn dein recht hoher Energieverbrauch wird sich noch jahrelang nicht einspeichern lassen.... ausser du hast in der Nachbarschaft noch ne grössere Industriebrache stehen... die du dann mit sicherlich recht bezahlbaren Akkus vollstopfst!

      Du merkst sicherlich meinen leichten Hang zum zynischen, ist nicht böse gemeint, aber du denkst / träumst etwas an der Realität vorbei!
      Viel Glück für dein Vorhaben....
      Für dieses Geld baust du dir die teuerste vollautomatische Dorfversorgungszentrale mit einigen HV s und Oli als Backup... und verdienst am Schluss noch Geld damit!
      Oder du kannst dann an deinem Batteriespeicher die Jahre mit Kreide abstreichen bis sie nix mehr speichern und du wieder neue beschaffen darfst.
      Aber ich weiss ja Die neuen Batterieen werden praktisch unbegrenzt halten und fast für lau zu haben sein... und ganze AKW Leistungen können problemlos gespeichert werden.... das hat es schon vor 25 Jahren in der Ausbildungszeit geheissen....

      Gruess Ruedi und nimm mir den Zyniker nicht allzu böse
      Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.
      Werkzeug: Meili DM 36 Traktor, Geba Brennholzfräse und El. Spaltmasch. 5Kettensägen
      Anlage kann jederzeit besichtigt werden!
      Spezielles: Offene Anlage mit 180 l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!
      Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
      Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

    Webutation