Wie schafft ein Fröling FHG 3000 BJ 2009 die 2. Stufe der BImSchV (Ulmenhof)

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      • # 141486

      Wie schafft ein Fröling FHG 3000 BJ 2009 die 2. Stufe der BImSchV (Ulmenhof)

      Wie schon in diesem Thread erwähnt, betreibe ich seit 2002 einen Fröling FHG 3000 mit dem ich soweit zufrieden bin.

      Nun will ich im anderen Gebäude den gleichen Kessel (gebraucht) als Provisorium für 5-10 Jahre installieren.
      Der Schornsteinfeger fordert - weil Neuanlage:
      • Herstellererklärung bzgl. BImschV
      • Messung nach 2. Stufe der BImschV
      Fröling gibt eine Herstellererklärung von 2007 heraus, in der die erste Stufe eingehalten wird, von der zweiten Stufe hat damals noch niemand geträumt. Für die zweite Stufe wird der Feinstaubanteil jedoch überschritten. Der Kessel ist also in Deutschland nicht mehr genehmigungsfähig!
      Die Messung meines Bestands-Kessels erfüllt die 1. Stufe, überschreitet jedoch die 2. Stufe.
      Die angefragten Verkäufer der Gebrauchten haben ähnliche Ergebnisse.
      Damit lässt Fröling den Besitzer eines 9 Jahre alten Kessels, der auf Pellets umsteigt und den FHG verkauft, im Regen stehen!!!
      Anfragen nach Unterstützung bei Einhaltung der Feinstaubwerte, Nachrüstung... wurden nicht beantwortet! Das nennt man After-Sales-Service, oder eben nicht.

      Ein Staubabscheider muss also her für die provisorische Anlage, wo später ein großer SP Dual hin soll. Der kostet ohne Installation ca. 1000 €.
      Nehme ich den Marktpreis eines neuen S4 abzüglich der BAFA-Förderung, kalkuliere für Verschleißteile/Rep. 2000 € Reserve ein und rechne für Demontage, Transport etc. etwas, darf ich für den gebrauchten FHG 3000 keine 1000 € ausgeben! Da sind die Vorbesitzer stinksauer, wenn ich das vorrechne.

      Also: Wie bekomme ich den Feinstaub runter? Er muss etwa halbiert werden. Für wenig Geld/mit vertretbarem Aufwand.
      • Eine "Bremse" in die Wirbelkammer einbauen, wodurch die Temperatur erhöht, damit mehr verbrannt und das Gas danach beruhigt wird. z. B: aus Hochlochziegel zum Herausnehmen. An der untersten Tür würde sich damit erheblich mehr Asche ablagern.
      • eine "Bremse" mit "Schattenbereich" zur Ascheablagerung beim Rauchgaseintritt in den Raum unter den Wärmetauschern. Entnahme durch die hinteren Reinigungsöffnungen
      • einen Kettenvorhang an ebendieser Stelle, an dem sich die Flugasche verfängt, der mit der WOS zusammen durchgeschüttelt wird.
      Die Ascheentnahme muss einfach sein.
      Diese Maßnahmen würde der Schwarze nicht sehen und dafür bräuchte es keine Zulassung.
      • Einen Fallschacht mit Beruhigungszone im Rauchrohr nach dem Saugzugventilator
      • ein einfacher Zyklon, ggf. mit Lochblech
      Das wäre extern, bräuchte Platz und Zulassung. Der Kesselraum würde gut geheizt, das Abgas deutlich abgekühlt - der Schornstein sollte auf erhöhte Kondensatbildung (Versottungsgefahr) überwacht werden....

      Wer hat da Erfolge, Erfahrungen, Lösungen, Ansätze, Ideen?
      Wer hat Lust, mitzudenken oder zu experimentieren?

      P.S: Feinstaub
      In einer Silvesternacht sind das rund 5000 Tonnen, wie das Umweltbundesamt angibt. Das entspricht etwa 15 Prozent der jährlich im Straßenverkehr freigesetzten Feinstaubmenge.

      Quelle:tagesschau.de/wirtschaft/verkauf-feuerwerk-101.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ulmenhof ()

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      • # 141533

      Ulmenhof schrieb:

      Also: Wie bekomme ich den Feinstaub runter? Er muss etwa halbiert werden. Für wenig Geld/mit vertretbarem Aufwand.

      Hallo @Ulmenhof, wilkommen in unserem Holzheizer-Holzvergaser-Forum.

      Du bist ja schon ein sehr erfahrener Holzheizer, insbesondere ist deine "Ofensammlung" durchaus beeindruckend... ^^

      Zum Staubproblem "Stufe-2" (20 mg/m³) beim Fröling FHG kann ich leider nichts direkt beitragen, ich denke du bist mit deinen Ansätzen auf dem richtigen Weg.

      Dennoch möchte ich dich auf zwei Threads aufmerksam machen, die du vielleicht noch nicht entdeckt hast:
      1. Wie schafft mein alter Holzvergaser oder Festbrennstoffkessel die BImSchV Stufe 1 und 2?
        Das dort beschriebene "Putzen" sollte man aber auch nicht übertreiben, bzw. etwa eine Woche vor der Messung durchführen. Ich habe meinen Kessel vor den bisherigen Messungen z.Bsp. überhaupt nicht geputzt. Du schreibst, dass du auch auch Tischlereiabfälle verbrennst. Ich gehe mal davon aus, dass du zur Messung nur "Normholz" verbrennst, und alles unterlässt, was die Staubbildung erhöhen könnte? :whistling:
      2. An alle Holzheizer: Tabelle mit euren Messwerten nach der 1. BImSchV
        Dort fehlt z.Bsp noch ein Fröling FHG Kessel. Vielleicht findest du ja noch die Zeit, zumindest die Daten einer der bisherigen Messungen einzustellen?

      Viele Grüße und ein Gutes Neues Jahr 2018 wünscht Karlheinz
      Seit Juni 2011:
      ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)
      Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Lager für 6 to)
      Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)
      Paradigma FrischWasserStation
      Paradigma VR-Solarpanel: 2x CPC21 Star Azzurro (10m²; Aqua-System ohne Glykol)
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      • # 141571
      Moin Moin!

      Bevor man hier Aufwand auf der technischen Seite betreibt, sollte man meiner Meinung nach erst einmal die rechtliche Seite wasserdicht abklären.
      In dem erwähnten Thread "Wie schafft mein alter...." geht es um alte Kessel im Bestand.
      In Deinem Fall geht es allerdings um die Neuerrichtung eines gebrauchten Heizkessels, also rechtlich ganz was anderes.
      Du hast oben schon die beiden Bedingungen aufgelistet, die Dir Dein Schornsteinfeger genannt hat:
      1. ) Herstellererklärung BImSchV 2
      2. ) Reale Messung nach BImSchV 2
      Wenn Punkt 1 ein Muss-Kriterium ist, brauchst Du Dir auch keine Gedanken um die Reduktion des Feinstaubes zu machen und kannst das gesamte Vorhaben vergessen. Leider.
      Ich fürchte aber, dass die meisten Schornies diese Frage nicht mit Angabe der betreffenden Textstelle beantworten können.
      Man müsste also im ersten Schritt SELBST recherchieren, wie sich die Sache verhält.

      MfG Hans
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      • # 141574
      Mein oller Atmos war ja nun auch gebraucht. Mein schwarzer Mann hat lakonisch gemeint, das ein gebrauchter Kessel ja nur die Grenzwerte des jeweiligen Baujahres einhalten müsse und die Anlage letzten Februar nach Stufe eins gemessen. Ich bin mir bewusst, das es dejure nicht wirklich viel Spielraum gibt, aber bei einer Tasse Tee freundlich nachfragen kostet ja nichts.
      Toleranz fängt bei Laktose an!
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      • # 141622
      Noch... Wenn ich meinem Schorni glauben schenken darf wird der Spielraum dafür immer enger da er nicht mehr allein über die Protokolle verfügt.

      Sicherlich konnte man hier und da nochmal mit dem Inbetriebnahmedatum jonglieren.
      Je weiter 2017 sich aber entfernt umso unglaubwürdiger wird das ganze.

    Webutation