Planung einer neuen Solaranlage

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      • 29

      • # 145338
      Guten Abend Holzheizer,

      ich bin Sebastian, der Nachbar von Benny42, der mich überzeugt hat mich endlich mal hier anzumelden, anstatt nur zu lesen.
      Bin ebenfalls Holzheizer, allerdings nicht mit einem Grundofen sondern einem Spartherm mit Wasserführung.

      Da auch ich an unserem Haus fast alles selbst gemacht habe, auch die Heizung und Benny und Ich in regem Kontakt stehen möchte auch ich nun endlich meine Heizungsanlage optimieren bzw. mit Hilfe von Euch und den Jungs aus dem Haustechnikforum in eine Anlage umbauen, die effizient läuft.

      Ich möchte auch auf Grund der Bafa-Förderung eine Solarthermie-Anlage installieren und bräuchte hier konkret von euch folgenden Rat, weil ich nicht exakt die gleiche Aufstellmöglichkeit wie Benny habe.

      Ich würde gerne wissen, ob ich Flach- oder Röhrenkollektoren holen soll und welche Fläche jeweils!

      Die Anlage auf mein Hausdach:
      • Ausrichtung voll nach Süden
      • Winkel 32 Grad
      • keine Verschattung
      • 800L Kombispeicher
      Besten Dank für die zusätzlichen Tipps speziell für mich. Den Rest kann ich mir ja hier rauslesen bzw. mich mit meinem Nachbarn beratschlagen.

      Gruß Sebastian
      • 31

      • # 145343
      Hallo Benny,

      Ich habe 20 m2 Flachkollektoren (8 Platten) von Sonnenkraft. Dazu 3000 Liter Puffer. Geladen wird über ein Schichtlademodul daß den Puffer in 3 Bereiche unterteilt.
      Die Kollektoren sind 50 Grad aufgeständert um die Sonne vor allem in der Übergangszeit zu nutzen.
      Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit der Solaranlage.

      Richard
      • 32

      • # 145349
      Hallo

      Also ich habe 12 m2 auf dem Dach 100% Süden.
      Bei mir ist der Hygiene Kombispeicher mit 800 L die Zentrale von hier geht es zu den Heizkreisen Heizplatten/Fußbodenheizung und ebend Wasserzapfstellen.
      Also im Sommer wird bei ausreichenden Sonnenertrag die Warmwasserversorgung durch die Solaranlage sichergestellt ales was dann zuviel an Energie vom Dach kommt wird vom H. Kombispeicher in den 800 L Pufferspeicher vom Pelletkessel und gleichzeitig in den 500 Liter Pufferspeicher vom Kaminofen umgepumpt. Sollte in den folgenden Tagen die Sonne nicht scheinen und die Wärme im H. Kombispeicher unter eine bestimmte Gradzahl sinken wird erst die Wärme aus dem 500 L Pufferspeicher (Kaminofen) in den H. Kombispeicher gepumpt je nachdem wieviel benötigt wird. Ist der Puffer(500L) soweit mit der Temperatur runter wird auf den Puffer( 800L Pelletkessel) umgeschaltet wenn auch der temperaturmäßig soweit unten ist springt wenn bis dahin die Sonne noch nicht wieder die Solaranlage bedient hat automatisch der Buderus Oelkessel an und bringt Wärme in den H. Kombispeicher.
      Da brauche ich mich aber nicht drum kümmern regelt alles die Solarsteuerung.

      Mfg Günter
      • 33

      • # 145365
      Hallo Zusammen,
      nachdem ich mir jetzt eine Menge Kollektoren angeschaut habe, tendiere ich im Moment klar zu dem Flachkollektor KS2400TLP AC von Hewalex. Ich finde den Kollektor von der Ausführung und vom Aufbau her hochwertig verarbeitet und die Werte sind auch nicht schlecht + 10 Jahre Garantie.
      Das sind dann 12,3 m² Bruttofläche.
      • 36

      • # 145373
      Danke für den interessanten Link. Ja, das mit dem Alu Absorber habe ich auch gesehen, aber ich glaube auch die hochwertigeren Kollektoren von z.B. Wolf haben auch Alu Absorber verbaut.
      Oder hat jemand andere Informationen? Sollte man die Finger dvon lassen, wenn Alu verbaut ist?
      • 38

      • # 145381
      Hallo

      Steamback heißt, dass die Anlage kocht und durch das Gaspolster die Kollektoren leergedrückt werden. Ausreichendes MAG und richtige Druckverhältnisse vorausgesetzt.
      Und "Leerkochen" passiert im Sommer, nicht im Winter. Also habe ich meine Anlage mit Glykol betrieben.

      Was anderes wäre es bei Drainback Anlagen.........

      ciao Peter
      • 39

      • # 145389
      Die Kollektoren von Hewalex gibt es auch mit Kupferabsorberplatte:
      KS2000 TLP TINOX

      Dieser hat allerdings nur 2,09 m².

      Für das gleiche Geld bekomme ich den:

      KS2600TLP AC
      Dieser hat dann 2,65m².

      Die Frage ist jetzt, von welchem Kollektor hat man mehr? Was sind die Vor- und Nachteile?
      Kann mir vielleicht jemand was zu dem Thema Aluabsorber vs. Kupferabsorber sagen?

      • 40

      • # 145390
      Hallo

      vergleiche einfach mal die technischen Werte wie Wärmeleitfähigkeit, Zugfestigkeit, usw.
      Dabei auch nicht ausser acht lassen, dass der Materialmix mit Aluminium aufbereitetes Heizmedium
      fast voraussetzt. Und nimm einen Alustreifen und einen Kupferstreifen und biege das ganze oft hin und her.
      Deine Kollektoren werden zwar nicht verbogen aber durch unterschiedliche thermische Belastungen unterliegen sie
      jedoch Wärmespannungen.....
      Die ersten Kollektoren die ich mit verbaut hatte waren aus V4A Flachkollektoren. Und das werden im Sommer 38 Jahre.
      Mein Großkollektorfeld folgte damals ganz einfach der Aussage eines Freundes. Die richtig guten haben 10% mehr Wirkungsgrad kosten aber 700% mehr.
      Ergo etwas mehr Fläche als sehr teure Kollektoren. Und bei meiner flachen Aufstellsituation bleibt im Winter sowieso fast kein Ertrag.

      ciao Peter
      • 41

      • # 145415
      Hallo,

      v-two schrieb:

      Steamback heißt, dass die Anlage kocht und durch das Gaspolster die Kollektoren leergedrückt werden. Ausreichendes MAG und richtige Druckverhältnisse vorausgesetzt.
      Und "Leerkochen" passiert im Sommer, nicht im Winter. Also habe ich meine Anlage mit Glykol betrieben.

      Was anderes wäre es bei Drainback Anlagen.........
      bei einer Steamback Anlage zirkuliert das Pufferwasser auch durch die Kollektoren, d.h. die Anlage ist direkt mit dem System verbunden. Bei Überhitzung wird das Wasser durch den enstehenden Druck zurück in die Anlage gedrückt. Hierbei ist wichtig, dass das MAG der Heizungsanlage diesen zus. Wassereintrag mit aufnehmen kann. Frostschutz funktioniert mittels der Solarpumpe, in dem Wasser aus dem Puffer durch die Kollektoren gepumpt wird.

      Drainbackanlagen sind drucklose Anlagen die sich bei Frostgefahr und drohender Überhitzung selbsttätig in einen Behälter entleeren. Bilder und Erläuterungen gibts im "WWW" zuhauf. Das spar ich mir jetzt.

      Beide zuvor beschriebene Anlagen brauchen kein eigenes MAG.

      Die normalen Anlagen brauchen ein MAG.

      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
      • 42

      • # 145459
      Hallo

      meine Solaranlage war durch einen Plattenwärmetauscher von den Puffern getrennt.
      Und sie "kocht leer" bei Stillstand. Ich hátte 6600 Liter Pufferinhalt, da kostet das Glykol
      soviel, wenn nicht mehr wie die Systemtrennung.

      ciao Peter
      • 43

      • # 145463
      Moin,
      ich habe knapp über 20m² Flachkollektoren in 2 Reihen á 5 Stück. Ausrichtung Süd mit ein paar Grad Abweichung nach Süd-West, Dach-Winkel ~ 45°C. Leider haben wir "Bergschatten", sodass aktuell nur zwischen 10:30 und 15 Uhr im Sommer bis 17:30 Uhr geladen werden kann.
      Geladen wird in einen Puffer mit 1.500 L Inhalt über ein Schichtladeventil = je nach Pufferladezustand zuerst oben bis 65°C und danach unten. Grund hierfür ist eine FriWa die ausreichend versorgt werden möchte.
      Ein zweiter Puffer mit 1.500 L ist parallel verbunden und kann über Kugelhähne abgeschaltet werden.
      Die "Wärmenegenzählung" der Kesselsteuerung zeigt aktuell errechnete Leistungen je Stunde bis max ~ 7,5 kW aus, die bei voller Mittagssonne herunter kommen. (So ganz exakt wird die nicht sein, es ist aber ein guter Anhaltswert). Tagesleistung Ende Februar/Anfang März bis 25 kWh - im Sommer aber auch schon mal über 40 kWh. Die geregelte Pumpe läuft über den Winter mit max. 9 L/Min und 12 K Spreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf, im Sommer läuft sie mit 11 L/Min.
      Die 3 m³ Puffervolumen sind zwingend erforderlich, ich hätte gerne noch 1.000 L mehr um im Sommer auch Zeiten mit sehr wenig Solarertrag überbrücken zu können. Von April bis September schafft die Solarthermie den Wärme + Brauchwasserbedarf zu stemmen, ggfls ist auch ein oder zwei mal eine halbe Kesselladung erforderlich. (Fachwerkhaus Bj 1840, 2 Etagen á 120 m², 5 Personen).

      Im Nachhinein hat sich die Kombination Schichtladeventil bzw. Puffer mit zwei Solarwärmetauschern, die FriWa und der "abtrennbare" zweite Puffer als richtige Entscheidung heraus gestellt. In der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst und/oder je nach Wettervorhersage lade ich nur den Hauptpuffer um dort ein ausreichend hohes Temperaturniveau zu haben.

      Grüße aus dem Sauerland
      Michl
      Werkzeuge:
      Kettenägen: Sachs-Dolmar 153, Husky 455 Rancher, Stihl 024AV, McCulloch 08/15, Dolmar Elektrosäge für Sonntags
      Wippsäge: Jansen SMA 700 mit Benzinmotor
      Spalter: Jansen 22 t stehend/liegend Spalter mit Benzinmotor
      • 44

      • # 145467
      Hallo,

      v-two schrieb:

      Ich hátte 6600 Liter Pufferinhalt, da kostet das Glykol
      soviel, wenn nicht mehr wie die Systemtrennung.
      wenn du keine Systemtrennung hättest, müsstest du deine Anlage doch nicht mit 6600 ltr. Glykolgemisch füllen. Oder habe ich dich da jetzt falsch verstanden?

      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
      • 45

      • # 145470
      Hallo Michael

      Du hattest geschrieben:

      Holzpille schrieb:

      bei einer Steamback Anlage zirkuliert das Pufferwasser auch durch die Kollektoren, d.h. die Anlage ist direkt mit dem System verbunden. Bei Überhitzung wird das Wasser durch den enstehenden Druck zurück in die Anlage gedrückt. Hierbei ist wichtig, dass das MAG der Heizungsanlage diesen zus. Wassereintrag mit aufnehmen kann. Frostschutz funktioniert mittels der Solarpumpe, in dem Wasser aus dem Puffer durch die Kollektoren gepumpt wird.
      Kann sein, dass ich etwas von Dir falsch verstanden habe. Bei mir zirkuliert kein Pufferwasser, sondern Glykol. Und das funktioniert nur mit Systemtrennung.

      ciao Peter
      • 46

      • # 145485
      Ich habe mich mitlerweile ein wenig mehr eingelesen. Steam Back kann man wohl einmal mit, einmal ohne Glykol betreiben. Mit Glykol ist dann ein Systemtrenner (WT) erforderlich. Hier wird die Anlage halt im Sommer bei hohen Temperaturen entleert.
      Ohne Glykol kann man natürlich auch mit Systemtrennung arbeiten (mach nur weniger Sinn). Hier muss im Winter wie Holzpille geschreiben hat warmes Wasser durch die Kollektoren gepumpt werden. Diese Variante wäre mir persönlich zu heikel; was ist bei Frost und Strom/Pumpenausfall? Ich hoffe es ist so richtig.... ?(
      • 47

      • # 145486
      Hallo,

      Bei Stromausfall öffnet ein Ventil und lässt direkt das ganz heiße wasser auf das Dach durch Schwerkraft. Wenn Strom da ist, pumpt die Pumpe das wasser herum, bis z.B. wieder 10 Grad am kollektor sind. Bei Röhren sprechen wir hier im schnitt von 1,25 - 2 Liter pro Kollektor. Also nicht die Welt.

      Jan

    Webutation