Fröling S3 Turbo: Täglich Luft im Kessel

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      • # 146150

      Fröling S3 Turbo: Täglich Luft im Kessel

      Hallo,

      ich habe jeden Tag luft im Kessel (Fröling S3 Turbo an 3500 liter Puffer).
      Beim öffnen des Taccosetter hört man wie es gluckert und dann am entlüfter und am Spirovent entweicht.
      Ab und an höre ich auch Siedegeräusche.
      Kennt jemand das problem oder hat jemand ein tipp?

      Danke im Voraus
      MfG JuliusTäglich luft im Kessel
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      • # 146151
      Siede Geräusch klingt nach einer hohen Kesseltemp.. Wie hoch ist denn die Kesseltemperatur?
      MfG Jürgen

      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; Lamdacheck;
      WW: Vissmann Vitacell 300
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.

      striegistal-wetterstation.de/
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      • # 146158
      Hallo,

      wie hoch ist dein Betriebsdruck und wie groß ist das MAG. Es kann auch einer undichten Pumpenverschraubung liegen dort muss kein Wasser austreten aber es kann auf der Saugseite Luft angesaugt werden.

      Sonnige Grüße Reiner
      ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2

      3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
      Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
      DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche
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      • # 146191
      Vordruck ausdehnungsgefäss prüfen und ggf. Nachfüllen,dann entsprechende Wasservorlage ergänzen .
      Im kalten Anlagenzustand 0,2 bar über Vordruck des MAG.
      Wenn das erledigt ist ,wieder hier melden.
      Der mindesttvordruck sollte bei HV Anlagen bei 1,8 bar liegen und der fülldruck bei 2,0 bar,sofern die Auslegung der Mags und SV das hergeben...
      Dann gibt's beim anfeuern keine siedegeräusche und das blubbern ist weg.

      Gruß kd-gast
      • 8

      • # 146240
      Hallo,

      es gibt in "D" für alles eine Norm oder sonst was und das gibt es auch für ein MAG. Desweiteren gibt es glasklare Vorgaben was die Auslegung und Betrieb eines MAG angeht. Warum tut man sich trotzdem so schwer damit?

      kd-gast schrieb:

      Der mindesttvordruck sollte bei HV Anlagen bei 1,8 bar liegen und der fülldruck bei 2,0 bar,sofern die Auslegung der Mags und SV das hergeben...
      Warum? Gibt es in dieser Richtung was zum nachlesen? Woher stammen die Infos? Meines Wissens hat die Wahl des WE nichts mit dem Anlagenfülldruck zu tun.

      Der Vordruck eines MAG ist das Resultat aus statischer Höhe + 0,3 bar, also bei 8 mtr. stat. Höhe sind das 1,1 bar. Dann liegt der Kaltfülldruck bei ungefähr bei 1,25 - 1,3 bar.
      In der Regel sind in "normalen" Heizungsanlagen SV mit Auslösedruck 2,5 bar verbaut. Als max Anlagenenddruck gelten dann 0,5 bar unter Auslösedruck = 2,0 bar.
      Das sollte man als Sicherheitsstrecke unbedingt einhalten.
      Wenn man nun seine Anlage mit einem Kaltfülldruck von 1,8 bar füllt, dann beraubt man sich um einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Ausdehnungskapazitäten des/der MAGs.
      Denn, es kommt ja noch die Ausdehnung des gesamten Heizungsanlagenvolumens oben drauf. Sollte doch aber eigentlich klar sein.

      Mein Vorschlag: Ermittel deine stat. Anlagenhöhe + 0,3 bar = Vordruck deiner MAGs und stell den im drucklosen Zustand an den MAGs korrekt ein. Dann Anlagenfülldruck runter auf max 0,2 bar über Vordruck MAGs. Das sind erstmal die Grundvoraussetzungen für die korrekte Einstellung. Sollten deine Luftprobleme dann immer noch bestehen, gibts noch andere Ungereimheiten in deiner Anlage.
      Die Gesamtgrößé der beiden MAGs sollte ausreichen bei deiner Anlage.

      Und beachten: MAGs sind auch wartungsbedürftig, also nach jeder HP den Vordruck prüfen.


      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
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      • # 146277
      Daa sind meine Erfahrungswerte...
      Ansonsten stimme ich dir zu.michael.
      Unter 2 bar kalt gibt's bei meinem Altkessel Probleme,ist ja auch einleuchtend,je niedriger der Druck im system desto eher gibt's an ungünstig durchströmten kesselteilen, heiße stellen,wo sich Dampfblasen bilden können...

      Damit habe ich das besser im Griff.

      Mag bei neuen Kesseln besser sein.
      Auf jeden Fall einmal jährlich das bzw.die Mags prüfen,ggf.nachfüllen.

      Gruß kd-gast
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      • # 146323

      Holzpille schrieb:

      Hallo,

      es gibt in "D" für alles eine Norm oder sonst was und das gibt es auch für ein MAG. Desweiteren gibt es glasklare Vorgaben was die Auslegung und Betrieb eines MAG angeht. Warum tut man sich trotzdem so schwer damit?

      kd-gast schrieb:

      Der mindesttvordruck sollte bei HV Anlagen bei 1,8 bar liegen und der fülldruck bei 2,0 bar,sofern die Auslegung der Mags und SV das hergeben...
      Warum? Gibt es in dieser Richtung was zum nachlesen? Woher stammen die Infos? Meines Wissens hat die Wahl des WE nichts mit dem Anlagenfülldruck zu tun.
      Der Vordruck eines MAG ist das Resultat aus statischer Höhe + 0,3 bar, also bei 8 mtr. stat. Höhe sind das 1,1 bar. Dann liegt der Kaltfülldruck bei ungefähr bei 1,25 - 1,3 bar.
      In der Regel sind in "normalen" Heizungsanlagen SV mit Auslösedruck 2,5 bar verbaut. Als max Anlagenenddruck gelten dann 0,5 bar unter Auslösedruck = 2,0 bar.
      Das sollte man als Sicherheitsstrecke unbedingt einhalten.
      Wenn man nun seine Anlage mit einem Kaltfülldruck von 1,8 bar füllt, dann beraubt man sich um einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Ausdehnungskapazitäten des/der MAGs.
      Denn, es kommt ja noch die Ausdehnung des gesamten Heizungsanlagenvolumens oben drauf. Sollte doch aber eigentlich klar sein.

      Mein Vorschlag: Ermittel deine stat. Anlagenhöhe + 0,3 bar = Vordruck deiner MAGs und stell den im drucklosen Zustand an den MAGs korrekt ein. Dann Anlagenfülldruck runter auf max 0,2 bar über Vordruck MAGs. Das sind erstmal die Grundvoraussetzungen für die korrekte Einstellung. Sollten deine Luftprobleme dann immer noch bestehen, gibts noch andere Ungereimheiten in deiner Anlage.
      Die Gesamtgrößé der beiden MAGs sollte ausreichen bei deiner Anlage.

      Und beachten: MAGs sind auch wartungsbedürftig, also nach jeder HP den Vordruck prüfen.


      Gruß, Michael
      Moin
      genauso kannte ich es auch mit dem einstellen.
      Und habe es vor einem Jahr ca auch so gemacht.
      Da werde ich wohl mal schauen müssen ob die Drücke noch so stimmen.

      Danke schonmal für die antworten bisher.
      Werde auch noch die Verschraubungen nachziehen.

      MfG
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      • # 146328
      Was hältst Du von sowas?

      amazon.de/Gef%C3%A4%C3%9F-F%C3…00UU3LL46/ref=pd_sbs_60_1


      Nochmal zur Berechnung des Vordrucks beim MAG. Dem Berechnungsweg kann ich folgen, aber was spricht denn dagegen bei 8m Höhe statt des Vordrucks von 1,1bar, 1,5bar einzustellen und den Kaltdruck dann bei 1,8bar zu haben? Das Sicherheitsventil öffnet bei 3bar. Da ist doch ausreichend Abstand gegeben. Und man hat trotzdem mehr Sicherheit gegen Dampfblasenbildung und Kavitation.
      Heizungsschema: -> Drück mich!
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      • # 146353
      Hallo,

      Oliver schrieb:

      Nochmal zur Berechnung des Vordrucks beim MAG. Dem Berechnungsweg kann ich folgen, aber was spricht denn dagegen bei 8m Höhe statt des Vordrucks von 1,1bar, 1,5bar einzustellen und den Kaltdruck dann bei 1,8bar zu haben? Das Sicherheitsventil öffnet bei 3bar. Da ist doch ausreichend Abstand gegeben. Und man hat trotzdem mehr Sicherheit gegen Dampfblasenbildung und Kavitation.
      grundsätzlich spricht da nichts gegen. Wenn ein 3 bar SV verbaut ist, die Anlagenkomponenten das Spiel mitmachen kann man dass machen. Wie aber das Beispiel vom TS zeigt, es bringt ihm nichts. Ein hoher Fülldruck in einer Anlage ist nicht die Lösung von Luftproblemen.

      In einer Heizungsanlage die mit Temperaturen unter 100°C bei normalen Bedingungen betrieben wird, gibt es keine Dampfblasenbildung. Um das zu erreichen, müsste die Anlage bei 1,25 bar Druck auf 106°C aufgeheizt werden, bei 1,8 bar wären es 117°C. Nicht alles was in der Pumpe rauscht ist Kavitation.
      Wenn man nach diesen Kriterien Heizungsanlagen betreiben wollte, mit welchen Drücken müsste man dann erst große Anlagen (>1000 kw) betreiben.

      Auch kennt man die Anlagenkonfiguration des TS nicht. Es gibt vieles was man bei einer Anlage verkehrt machen kann.


      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
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      • # 146355
      Alles was Michael bis jetzt aufgeführt hat ist vollkommen richtig und hat Hand und Fuß.
      Ich verstehe auch nicht, dass eine Vielzahl der Betreiber zu höheren Drücken will.
      Erstens belastet das die Bauteile und Zweitens bringt es in Richtung Sicherheit nichts.
      Ich versuche immer auf dem niedriegsten Niveau zu fahren, damit bei einer Entgleisung nach
      oben mehr Spielraum ist.
      Ich gebe doch nicht freiwillig und ohne Not Sicherheitpuffer ab ?( .
      So machen wie es aufgeführt wurde und dann muß es gehen.
      Geht es nicht..............Fehler suchen.

      Gruß Gerd
      • 16

      • # 146363
      Hallo

      Ok ich danke für die Tipps und vorschläge.
      Habe erstmal die verschraubungen nachgezogen und werde dann feuer machen und testen.
      wenn das nicht geholfen hat werde ich den Druck vom MAG prüfen und bei bedarf nachfüllen mit kompressor.

      Aber mit kompressor drücke ich auch sauerstoff mit rein, wie ist das dann mit korrosion?

      MfG
      • 17

      • # 146368

      Holzpille schrieb:

      Hallo,

      ...
      In einer Heizungsanlage die mit Temperaturen unter 100°C bei normalen Bedingungen betrieben wird, gibt es keine Dampfblasenbildung. Um das zu erreichen, müsste die Anlage bei 1,25 bar Druck auf 106°C aufgeheizt werden, bei 1,8 bar wären es 117°C. Nicht alles was in der Pumpe rauscht ist Kavitation....
      Hallo Michael,

      das leuchtet mir schon ein. Aber was heisst denn beispielsweise 80°C Kesseltemperatur? Eigentlich nur, dass da wo der Fühler sitzt 80°C herrschen.
      O.K., ich bin kein Spezialist für Kesselanlagen, aber arbeite in der Entwicklung von Verbrennungsmotoren, und da bedeuten ja 85°C Kühlwasser am Thermostatausgang auch nicht, dass nicht irgendwo im Motor höhere Temperaturen herrschen können. Zylinderkopf im Auslassventilbereich oder bei wassergekühlten Turboladern können da auch Temperaturen über 100°C auftreten, obwohl die Kühlwassertemperatur im Normalbereich ist. Darum hat man ja auch bei Auto geschlossene Kühlkreisläufe die mit Überdruck arbeiten, damit es bei 100°C nicht gleich zu Dampfblasenbildung kommt.
      Und wer sagt mir darum, dass bei den Wärmetauscherrohren im Kessel aus für Gründen auch immer (schlechte Strömung, Toleranzen, usw.), es nicht auch zu lokalen Überhitzungen kommen kann, obwohl die "Kesseltemperatur" nur 80°C beträgt?
      Heizungsschema: -> Drück mich!
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      • # 146387
      Hallo Julius

      selbstverständlich kommt mit Pressluft auch Sauerstoff rein, aber bedenke einfach mal die Mengen.....
      Und der Sauerstoff bleibt im MAG, das Rostet solange von innen auf der Luftseite bis der Sauerstoff "verbraucht" ist.

      ciao Peter

    Webutation