Atmos: DC 25 GSP im Pelletbetrieb brachte Kopfschmerzen im Keller...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Du hast Probleme beim Login? Schreibe uns im Forum "Probleme mit der Registrierung".
      • 1

      • # 147358

      Atmos: DC 25 GSP im Pelletbetrieb brachte Kopfschmerzen im Keller...

      Hallo allerseits,

      als vor zweieinhalb Jahren der Schornsteinfeger das erste mal zur Abnahme kam, war er sehr skeptisch, weil ich einen selbstgebauten, offenen Pelletbehälter neben dem Kessel zu stehen hatte: Pellets scheiden Kohlenmonoxid aus, insbesondere im warmen Umfeld! Da die Messung auch ein ganzes Weilchen dauerte, war der Schornsteinfeger dann doch froh, alsbald wieder aus dem Keller fort zu kommen: er klagte über Kopfschmerzen! Ich reduzierte die Pelletmenge im Behälter auf eine "Tagesration" und beließ es erst einmal dabei.

      Aber wenn ich mal längere Zeit im Heizraum zu tun hatte, während der Pelletbrenner lief, spürte auch ich, dass etwas nicht stimmte. So machte ich mich auf, der Sache auf den Grund zu gehen: mit Feuerzeugflamme suchte ich den Kessel außen ab, denn mir war inzwischen klar, dass es sich hierbei um Abgas handeln musste - und wurde fündig: Während des Pelletbetriebs wird die Zuluftöffnung des Holzvergasers komplett verschlossen - allerdings verbleiben kleine Spalten an den Stellen, wo sich Primär- und Sekundärluft-Schieber des Holzvergasers befinden.

      Sekundärluft-Schieber_Luftspalt.jpg


      In der werksseitigen Einstellung bleibt der Abgasventilator während des Pelletbetriebs AUS, d. h. der Kessel wird mit Brennraum-Überdruck gefahren, wodurch Abgase durchaus den Weg vom Abgassammler durch den Holzvergaser-Innenraum hin zu den Zuluftöffnungen und dann nach draußen gelangen kann.

      Diesen Überdruck "schafft" auch der vorhandene Schornsteinzug nicht abzubauen (Zugbegrenzer vom Schornsteinfeger eingestellt auf -15 Pa). So habe ich bereits vor ein paar Monaten am Pelletbrenner den Parameter S6 von 11 auf 4 geändert, wie es die Beschreibung des Kesselherstellers optional anbietet:

      "Der Abzugventilator des Kessels ist bei der Pelletverbrennung werkseitig ausgeschaltet (Parameter
      S6 = 11). Bei schlechtem Kaminzug kann man den Betrieb des Abzugventilators gemeinsam mit dem
      Pelletbrenner durch Einstellung des Parameters S6 = 4 aktivieren."


      Damit der Saugzug nicht zu doll zieht, läuft in diesem Fall der FU des AGV mit nur 25 Hz, also mit nur halber Drehzahl.. Nun ists gut und es gibt auch keine Kopfschmerzen mehr...

      Kennt / kannte noch jemand dieses Problem/Phänomen?

      Beste Grüße
      Ralf
      • 2

      • # 147359
      Hallo!

      Das ist kein Phänomen,sondern logisch und zugleich sträflich das Atmos das so baut.

      Du hast das einzig vernünftige mit deiner Nachrüstung gemacht.

      Auch die dauerhaft geöffnete Prim. und Sek. Luft ist ist ein Unding während des Pelletbetriebs. 100% schließen lassen sich ja beide bekanntlich nicht.

      Durch solche schlechten Lösungen kommen die Kombiekessel in Veruf.
      • 3

      • # 147361
      Damit bestätigt Atmos mal wieder seinen Rückstand auf den derzeitigen Stand der Technik.
      Es ist schon erstaunlich das Atmos Kessel verkauft bei denen Vergiftungsgefahr besteht.
      Das sollte man mal den zuständigen Prüfstellen mitteilen. Wenn der Schornsteinfeger
      bei seinem Besuch davon Wind bekommen hätte, wäre Deine Anlage wohl stillgelegt worden.

    Webutation