Herlt HV35: Brennkammer selber gießen

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      • # 147651

      Herlt HV35: Brennkammer selber gießen

      Hallo Herltheizer
      Hab einfach mal paar Bilder gemacht vom eigenen Gießen der Brennkammer.Auch diese ist Optimierungsbedürftig.Der Zeitaufwand ist schon erheblich,ca 3,5-4h.Schaut einfach selber.
      Gespannt bin ich auf die Haltbarkeit( siehe meinen Bericht zum Thema : Herlt liefert keine Ersatzteile.
      Berichte dazu frühestens in 6 Jahren (Das war ein Spaß),aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
      Mein Schorni hat die Messung jetzt durchgeführt.Er meint es währe ein Top -Ergebniss.Da ich keine Ahnung
      davon habe frage euch( siehe Foto vom Messergebniss,hoffe man kann es erkennen)holzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aholzheizer-forum.de/index.php?…be93fc651fef2d53bba2da66aHerlt HV35:Brennkammer selber Gießen
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      • # 147740
      Hallo Fritti,

      bin heute auf dieses Forum gekommen weil ich nach Brennkammer für meinen HV35 suchte.
      Hier stelle ich fest das HERLT insolvent ist.
      Dein Eigenguß sieht super aus, wie das Original. :thumbup: :thumbup: :thumbup:
      Fertigst du evtl auf Bestellung, wenn HERLT nicht lieferfähig ist?

      Kurz einiges zu meinem HV (ich hoffe mich hier richtig zu verhalten als Neuling):
      Mein HV35 ist Bj 2004 und hat Anfang diesen Jahres die 2. Brennkammer verbraucht; nach 14 Jahren!
      Erster Wechsel war nach 5 Jahren.
      Vor 3 Jahren habe ich ne eigene Regelung mit drehzahlgeregltem Gebläse 3~400V abhängig der Abgastemperatur programmiert.
      Die Wirkung hat sich bei der Staubmessung vom Schornsteinfeger zum Erstaunen aller Messungsbeteiligten sehr positiv dargestellt.
      Grewzwert wurde bei weitem unterschritten. Auch den sonst im Bereich des Schornsteins aussen rumfliegenden Staub hab ich nicht mehr.
      Der Holzverbrauch ist um ca 1/4 gesunken und die Abgastemperatur liegt zwischen 190 und 210°C.
      Die Brennkammer wird nicht mehr extremen Temperaturschwankungen unterzogen wie es bei der schwarz/weiß Schaltung des Gebläses
      für volle und Teildrehzahl der Fall war.
      So. genug geschrieben...
      Falls es Interesse gibt zur Optimierung der HV's von Herlt gebe ich gern Infos zur Software und Hardware die ich verwende.

      Gut Glut
      Peter
      • 4

      • # 147758
      Hallo Peter
      Erstmal willkommen bei den Holzheizern.Schön das immer mehr Hert-Heizer aus den Löchern kommen um ihre Erfahrung zu teilen.Intressant
      ist das auf jeden Fall mit deiner eigenen Steuerung.,vor allem wenn die Brennkammer dadurch so geschont wird.Hab selbst noch die orginale Steuerung drauf.Ich finde da lässt sich eigentlich zu wenig dran regeln.Selbst das Gebläse kommt nicht weit genug runter mit der Drehzahl.Abgastemperaturen unter 215 Grad sind bei mir fast nicht zu erreichen.Ich habe sogar schon zusätzliche "Halbmonde" an die Rabulatoren geschweisst um den Abgas Strom zu bremsen,was schon erheblich was gebracht hat auch was den Holzverbrauch angeht.
      Deswegen liest man hier auch immer wieder die unterschiedlichsten Werte für die Lebensdauer der Brennkammer.5 Jahre währe ja schon anzu streben.Es ist ja nur ein einfacher Dimmschalter der das Gebläse regelt.Gibt es keine Dimmer die dem Verbraucher (Gebläse)noch mehr den Strom wegnehmen um von diesen enormen Zug runter zukommen?Die Brennkammer ist immer hell glühend,so das man immer den Eindruck gewinnt als wenn sie im nächsten Augenblick schmilzt.
      Wahrscheinlich war deswegen bei mir auch jedes Jahr eine Brennkammer Schrott.
      Aber sonst ist der Ofen grundsolide gut konstruiert,da hab ich nichts zu meckern.Im Winter betreue ich in der Ski Urlaubszeit noch ein Atmos,ein Künzel und ein Attack.Kann bei dem Vergleich nur sagen : Herlt-Heizer haben alles richtig gemacht.
      Ich schicke dir noch eine priv. Nachricht bezüglich deiner Frage.
      Jetzt reichts auch ,schlaft alle gut.Fritti :sleeping:
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      • # 147761
      Moin Moin!

      @Fritti
      Das Ergebnis sieht wirklich gut aus.
      Welchen Feuerfestbeton verwendest Du denn?
      Was kostet dieser?


      @Hollstone

      Ich denke, dass sich viele Holzheizer (nicht nur Herlt-Betreiber) für Deinen Umbau interessieren.
      Ein neuer Thread mit dem Thema "Hard- & Softwareoptimierung Herlt" mit der Beschreibung und ein paar Fotos wäre top.

      MfG Hans
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      • # 147771
      Hallo Hans
      Wenn ich Ehrlich bin kann ich dir das nicht mal beantworten.Ich bekomme das Zeug immer von meinem Nachbarn mitgebracht in einem namenlosen Eimer.Er selbst arbeitet in einer Firma die Industrieheizkessel für Restholzverwertung bauen.Er knüpft mir immer 3€ für das Kilo ab( finde ich auch viel aber das Zeug scheint besser zu halten als das von Herlt),ich weiß nur das die keine Kompromisse machen um ihre Kessel zu schützen.Mein Füllraum habe ich auch mit dem Zeug erneuert( siehe Bilder).
      Wenn einer von euch eine gute Adresse hat für so ein Beton ,währe für alle Beteiligten Intressant. Ich habe auch schon Preise für 1,50€ gesehen,ist es dann das gleiche Matreal?Weiß vielleicht jemand von euch wo man drauf achten muß.
      Wie schon erwähnt hatten wir seiner Zeit 5 Kessel -Anlagen bei Herlt gekauft. Einer von uns hat den HV49(65)jetzt aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben und ihn durch ein E-T-A Pellettkessel ersetzt.Der HV steht jetzt bei mir zur Renovierung in der Scheune.Ich bastel gerade
      an der Gießform für den 65'er,dauert aber noch.
      Beim wiegen der der alten Brennkammerteile ist mir aufgefallen das da zweieinhalb mal so viel Matreal drin steckt wie im 35'er( echt heftig).
      Mal sehen ob man nicht ein günstigeren Bezug bei gleicher Qualität hin bekommt.Intressant wäre es ja auch mal die verschiedenen Betone zu testen.
      Jetzt muss ich aber :sleeping: Fritti
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      • # 149755
      Hallo Fritti,
      deine gegossene Brennkammer sieht gut aus, habe in den letzten Jahren auch schon einige gegossen.
      Das knifflige ist im Nachgang die Isolierung um die Brennkammer zu befestigen.
      Dazu verwende ich Rockwoll 40mm und Papierklebeband.
      Bis jetzt habe ich mir noch keine eigene Hilfskonstruktion gebastelt, aber vielleicht ja du?
      War hier im Forum schon mal vor einigen Jahren aktiv, einen Herlt hatte damals niemand.
      Nun sieht es ja anders aus.
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      • # 149800
      Hallo Christian
      Schön das du den Weg ins Forum zurück gefunden hast.Hab das Forum Langezeit auch immer nur als Gast besucht bevor ich mich angemeldet habe.
      Zu deiner Frage mit der Hilfskonstruktion für die Isolierung um die Brennkammer.Nein habe ich nicht,dazu gleich mehr.Erstmal eine Gegenfrage: Bei einem Innen Rohr Durchmesser des Ofens (HV35)
      von 345mm und einem Brennkammerdurchmesser von 315mm ohne Isolierung hast du theoretisch 30 mm im Durchmesser Platz für deine Isolierung.
      Wie schaffst du es 2x40 mm Wolle auf 30mm so stramm zu wickeln das
      Sie noch in den Ofen passt?Herlt hat bis zum Tausch gegen den Isoliebeton immer 25 mm Steinwolle genommen.Selbst hier gab es oft Schwierigkeiten dann die Kammer in den Ofen zu schieben.
      Nach einiger Zeit des Heizens ist die Steinwolle ( <1000*C)auch immer zusammengesackt,weil diese den Temperaturen nicht stand hält.
      Diese hast du dann zerbröselt und verkohlt,je nach Brennkammerstelle,
      beim nächsten Wechsel aus dem Ofen geholt.
      Selbst nehme ich eine Keramikfasermatte ( bis 1460*C) aber nur 13mm stark(128kg/m3).Da sich diese Wolle nicht mit Papierklebeband komprimieren läst hast du theoretisch noch 4mm zum wickeln.Geht super und die Matte ist auch fester als die Steinwolle und läst sich dadurch auch besser schieben.Der einzige Haken sind 109€ für eine Rolle:610x14500x13 mm .
      Da sich die Keramikfasermatte nicht verändert beim wickeln ,schneide ich Sie auf Maß zu. 315 +2 x13mm x3,14= 1070mm
      Die Breite ist klar mit 180 u. 380mm für die beiden Kammerteile.
      Ich ziehe ein Strich im 90 Gradwinkel zur Vorder od. Hinterkante des Brennkammerteils längst über.Dann sprühe ich mit einem Kontaksprühkleber eine Spur über den Strich und eine Spur über die Stoßkanten der Wolle.Kurz anziehen lassen ,dann um die Kammerteile legen und die Stoßkanten der Wolle treffen sich wieder voreinander am Strich .Dann noch umwickeln damit sich beim reinschieben in den Ofen nicht alles auf den Haufen schiebt.
      Welches Baujahr ist dein Ofen wenn du damals hier im Forum alleine gewesen bist.
      Ein Bekannter hat sein HV65 schon '92 bekommen(quasi gleich nach Firmengründung)noch mit der kleinen Füllraumtür.Er läuft heute noch.
      Grüße Fritti
      • 9

      • # 149825
      Hallo Fritti,
      den Ofen habe ich ende 2005 installiert und heize seit dem. Bei meinen Eltern haben wir 2013 auch den HV35 installiert. Jeder läuft mit einer selbst produzierten BK.
      Als Isolierung habe ich bei meiner ersten BK 50mm Sonorock verwendet, das war zu dick, nun mit 40mm und strammes wickeln funktioniert es, aber ganz schön anstrengend beim Wickeln - aufpassen das das Klebeband nicht reißt, muß aber stramm sein sonst wird es nicht dicht genug.
      Wo kann man die Keramikfasermatte kaufen? Und kann man die wiederverwenden oder wird sie mürbe und zerfällt beim herausnehmen der alten BK?
      Habe noch zwei Sätze die noch mit Isolierung ummantelt werden müssen.
      Weist Du zufällig was im Isolierbeton als Isoliermaterial verwendet wird?
      Mfg
      Christian
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      • 10

      • # 149882
      Hallo Christian
      Rechnung habe ich jetzt gerade keine gefunden aber den Versandaufkleber auf dem Karton mit Keramik Matte.
      Giessereitechnik Wystrach GmbH,Straelen.
      Hab mal gegoogelt.Die Matte wie ich Sie habe führen Sie so nicht mehr,zumindest konnte ich sie nicht finden,aber eine Matte bis 1260*Grad.Müsste theoretisch auch reichen,ist auch billiger.
      Aber ich hab Sie bei Shop.vitcas.de wiedergefunden.
      Keramikfasermatte 1430*Grad/2600*F,13,25,50 mm.
      Die Fasermatte könntest du eigentlich wieder verwenden dann müsstest du äußerst sorgsam arbeiten.Ich schmeiße sie weg ,weil ich in der Regel ja schon eine neue komplette Brennkammer da stehen hab,wenn ich sie wechseln muss.Der ganze Schutt hängt dann auch in den Fasern und das reinigen kostet emenz Zeit,also weg.
      Zum Isolierbeton kann ich dir nicht so viel sagen weil ihn nur augenscheinlich gesehen habe.Optisch sieht er aus wie eine Art Lehm mit Kork Brösel drin.(Was ja nicht sein kann).
      Wenn die neue Brennkammer nicht in den Ofen passt sollst du diese Isoschicht mit einer Drahtbürste auf Maß bringen können.
      Auf jeden Fall soll sie die Hitze aus der BK besser an den Ofen abgeben können,was den Wirkungsgrad auch verbessert.
      Grüße Fritti
      • 11

      • # 149928
      Hallo Hollstone, ich bin gerade auch dabei, das Gebläse an meinem HV 22 zu regeln. Vielleicht kannst du ein paar Details zu Hard- und Software mitteilen? Bin für jede Anregung dankbar.

      Viele Grüße an alle Holzheizer :)
      Uwe
      • 12

      • # 149943
      Hallo Fritti,

      Ja, die Bilder der gegossenen Teile geben was her und machen Eindruck.
      Wie stark ist die Wandung der Brennkammer?
      Die Bilder mit den Amierungseisen sind für mich ein großes Fragezeichen in Bezug der Haltbarkeit. Wie lange werden die Teile halten? Wird die Amierung die Brennkammer sprengen? Ich hatte einmal zwei Platten mit Amierungsdraht gegossen, die hatten nicht gehalten.
      Meine U-Form in der Brennkammer ohne Amierung 3cm stark hat 5 Jahre gehalten.
      In diesem Sommer habe ich wieder eine U-Form für meine Brennkammer gegossen. Diesmal mit 4 cm Wandstärke und den angebotenen Basaltfasern als Bewehrung.
      hier der Link:
      http://www.schamottshop.de/index.php/cat/c101_Feuerbeton.html
      Mit diesem Beton bin ich sehr zufrieden. Es ist ein Stampfbeton. Seit diesem Jahr werden Basaltfasern als Bewehrung angeboten. Diese habe ich diesmal eingemischt. Der Beton wird ziemlich trocken verarbeitet und muss sehr fest gestampft werden. Dazu benutze ich meine Hammerfunktion der Schalgbormaschine. Eine entsprechende Stahlplatte habe ich an einen SDS Bohrer angeschweißt.
      Für ein qdm (1 Liter) fertiges Volumen brauchte ich 2,2 Kg Beton.
      Ich bin gespannt ob die Bewehrung sich beährt.

      Grüße Josef
      • 13

      • # 149986
      Hallo Josef,
      die Wandung der BK ist 25mm. In der BK ist keine Stahlamierung, das würde nicht funktionieren weil die BK ca. 1000°C erreicht und Stahl einen wesentlich höheren Wärmeausdehnungkoeffizienten hat als die Bestandteile des Feuerbetons. Der Feuerbeton würde schnell Risse bekommen und dann allmählich auseinander fallen. In der BK verwendet man als Amierung nur Faserwerkstoffe die Feuerfest sind und einen annähernd gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten besitzen, es ist auch nicht zwingend erforderlich bei der BK Amierung zu verwenden. Ich selber habe für meine BK Glasfaseramierung verwendet, den Tipp mit der Basaltamierung ist interessant werde mir mal anschauen.
      Die Amierung die auf den Fotos von Fritti zu sehen sind nicht in der BK, sie wird beim Herlt im Bereich des Vergasungsraum an den Wänden verwendet das der Feuerbeton auf der Wandung hält.
      Im Vergasungsraum herschen wesentlich geringere Temperaturen und somit sind die Spannungen nicht so hoch.
      Das Wichtigste ist wenn man die Brennkammer als erstes Erhitzt, es muß sehr langsam durchgeführt wird und um so stärker die Wandung desto langsamer.
      Beim ersten Erhitzen wird zum einen das Restwassen (Restfeuchte der BK) ausgetrieben und zum anderen wird über 200°C das Wasser was bei der Hydration des Zements verbraucht wurde langsam wieder abgegeben wird. Geschieht das Aufheizen zu schnell wird viel mehr Wasserdampf frei als über die Struktur des Betons abgegeben werden kann, der Wasserdampf bildet einen Druck im Betons aus. Hält der Beton das dann nicht aus beginnt er zu reißen und ist somit schon geschwächt. Diese BK würde wesentlich schneller mürbe werden - also Schrott. Also Josef weiter testen man lernt ganze Menge dabei, wenn man freudig experimentiert.
      Mfg
      Christian
      • 14

      • # 150075
      Moin Moin
      Nochmal zu Josef seiner Frage mit der Amierung im Füllraum.Die angepunktete Matte im Füllraum ist nicht meine Erfindung.So sieht der Füllraum aus wenn du den alten Feuerbeton alle ausgestemmt hast.
      An der Rückwand sind sogar noch aufrechte Amierungsstangen angepunktet worden um die Matte mit etwas Abstand nach vorne zu bekommen so das man den Beton besser verschmieren kann.Dieser findet so natürlich besseren Halt als an der glatten Kesselwand.
      Wenn der Beton verschleißt und die Matte zum Vorschein kommt,dann ist sie an den Stellen Ruckzuck weg geschmolzen.Man sollte nicht zu lange warten mit der Renovierung des Beton.Auf meinen Fotos kann man gut erkennen an welcher Stelle der Beton auch schon ganz weggefallen war.Trotz Bearbeitung der Kesselwand mit einer Topfbürste auf der Flex kann man dunkle Stellen sehen.Daran erkennt man gut wie wichtig es ist das Kesselblech vor dem eigentlichen Feuer zuschützen.
      Andere Hersteller rechnen mit 0,5mm Verschleiß pro Jahr.Das sind dann die Kessel ,wo nach 8-10 Jahren das Wasser durch den Heizraum fließt.Da hat der Herlt kein Streß mit
      Zu meiner Brennkammer:Grundsätzlich kann ich mich an das geschriebene von Christian anschließen,kann man mit viel gegoogel auch so nachlesen.
      Ich hab beim Gießen der eigenen BK folgende Erfahrung gemacht.Auf so eine Art Handzettel für die Herstellung des Betons steht;man soll 2,5-3Liter Wasser auf 25kg verwenden.Hab ich so gemacht ,die BK wurde nix(ungleichmäßig ,Lufteinschlüsse ,usw.)
      Dann habe ich den Wasser Schlauch so lange in den Mischer gehalten bis der Beton langsam fließfähig wurde.Als Bewährung(Amierung) nehme ich Edelstahlnadeln(ZM-WN1,0,4x25mm,warmfest,DIN 1.4841,3Prozent(1,2kg)der Betonmenge.Dann einen kleinen Rüttler kurz an die Schalung halten und die Schalung wieder bis zur Kante voll machen durch die aufgestiegene Luft die entwichen ist.
      Ich weiß auch das Metall einen anderen Wärmeausdehnungskoeffizient hat als der Beton,aber hält trotzdem wie Bolle.Vielleicht liegt es auch an der suppigen Art und Weise die Kammer zu Gießen,ich habe aber trotzdem keine Erklärung hierfür.
      Die BK bekommt dann nach etlichen Wochen des Heizens einen relativ
      feinen Spannungsriss der sich dann nicht mehr verändert.Jetzt heißt es abzuwarten.Mit den Basaltfasern hatte ich auch schon geliebäugelt.Werde einfach mal eine BK damit machen,weiß dann aber noch nicht wann die mal zum Einsatz kommt. ;)
      Euch eine schöne Woche
      Fritti
      • 15

      • # 152829
      Hallo HERLT-Heizer;

      bin heute mal wieder an der Oberfläche... ^^
      Nachdem meine 2. Brennkammer nach bei meinem 14-jährigen HV35 in letzter Saison verbraucht war habe ich die 3. Neue inkl. Feuerkitt zur dichten Monmtage jetzt direkt bei HERLT in Waren abgeholt. Das Angebot war innerhalb eines Tages per Mail von Herrn Herlt mit Preis von 214,20€ (Abholung in Waren) zurück: schnelle Reaktion im Gegensatz zu den damaligen Rückfragen Anfang 2004/2005. In diesem Punkt scheint der Service wieder Fahrt zu bekommen. Auch der telefonische Kontakt ist sehr gut.
      Mit der beiliegenden Anleitung nach Kammermontage den Beton jetzt Anfang November thermisch eingefahren.
      Am 30.11. hat sich unser BSM zur wiederkehrenden Messung angemeldet und gestern hab ich den neuen Abnahmebescheid bekommen. Bilder vom Einheizen und den Abnahmewerten hänge ich jetzt dran; Bilder von Ansichten der Steuerung mit der Bedienoberfläche folgen später.
      In Punkto Abnahmewerte wäre es vielleicht interessant festzustellen wie die bei anderen Betreibern von HV35 Kesseln aussehen.

      Danke für euer Interesse. :thumbup:
      Holzgas zu fett beim Anfeuern
      hier passt die Gasmischung
      Neu eingestzte Brennkammer
      Beim Anfeuern
      Hier geht der Abgasventilator in Drehzahl zurück
      jetzt pendelt sich die Drehzahl passend ein
      CO und Staub waren über die Meßzeit konstant
      • 16

      • # 155098
      Hallo Hollstone, (habe mal wieder etwas Zeit zum lesen)
      ich bin überrascht das deine Brennkammer ca. 7 Jahre hält (habe noch nie gehört das eine solange hält), wie oft heizt du ihn?
      Habe mir deine Werte mal angeschaut, ich denke man kann sehr zufrieden sein. Einen hohen Einfluß hat natürlich auch die Regelung.
      Habe meine letzte Messung vom Oktober mal mit ran gehängt (Werte sind ähnlich), war bis jetzt meine beste.
      Bei deinen Einstellungen der Regelung ist mir aufgefallen, das deine Kesseltemperatur relativ niedrig ist (75°C), ich habe immer 82°C eingestellt. um mit dem Speicher so weit wie möglich zu kommen.
      Ach die Aufnahmen von der Verbrennungsflamme ist doch schön (blau), ich schaue auch oft durch das Loch.
      Hast du auch eine Sekundärluftregelung?
      Was für eine Regelung hast du?
      Ich verwende die Flammtronic.

      Beste Grüße aus MV
      Files
      • 17

      • # 155565
      Hallo Herltheizer,

      die Heizperiode dauert bei mir ca. 6 Monate und bei Witterungstemperaturen um 5°C heize ich nur jeden 2. Tag; sonst unter 5°C jeden Tag.
      Zur Haltbarkeit der Brennkammer liegt es daran wie hoch die thermische Belastung der Brennkammer ist. Mir ist die ersten Jahre aufgefallen das durch die Drehzahlumschaltung bei 210°C auf Teillast dier Brennkammer eine Art Kälteschock bekommt und durch den abrupten Wechsel von Voll- auf Teillast ein Belastung der Keramik erfolgt. Deshalb hatte ich überlegt wie ein sanfter Übergang bzw. das Halten einer weitestgehend konstanten Temperatur der Keramik die Ausdehnungsbelastung reduzieren kann. Durch Informationen aus dem Netz gibt es viel Möglichkeiten aus denen ich dann eine Drehzahlregelung abhängig von der Abgastemperatur realisiert habe. Zusätzlich habe ich noch eine Lambdasonde (Breitband) installiert um die Brenngasmenge mit der Primärluftmenge auf einen Restsauerstoffgehalt um die 5% einzustellen. Eine Sekundärluftregelung habe ich nicht; der Spalt ist fest eingestellt und passt bis jetzt ohne Änderungen machen zu müssen.
      Die Kesseltemperatur liegt bei mir bei max. 86°C.
      Einschalten der Ladepumpe bei 82°C
      Abschalten bei unter 78°C
      Bei der Regelung hatte ich auch überlegt so etwas wie Flammtronic einzusetzen. Da ich aber dann keine Möglichkeit habe im Detail etwas zu verändern bin ich den (vielleicht aufwändigeren) Weg gegangen und habe mir mit IFM Komponenten und CoDeSys eine Steuerung aufgebaut die ich an meine Bedürfnisse anpassen kann. Durch CAN-Bus kann ich eine Fernbedienung und Visualisierung z.B. im Wohnraum installieren und habe jederzeit die Infos die ich haben möchte.==>Beispiel meiner Steuerung
      Alternativ könnte man auch die Schaltschrankvariante mit WAGO Steuerungsmodulen aufbauen; ich glaube dann gibts auch noch den Vorteil das ganze mit KNX zu verbinden.
      Möglichkeiten gibts viele; für mich ist es ein Hobby und ich brauche bei jedem Problemchen keinen Servicetechniker um die Anlage wieder zum Laufen zu bringen.

      Gut Glut
      • 18

      • # 155622
      Hallo Hollstone,
      das mit der Haltbarkeit der Brennkammer ist schon erstaunlich, du hast Recht ein Kälteschock bzw. schnelle Temperaturänderungen bringe zusätzliche Spannungen in die Keramik.
      Den Restsauerstoff wird bei mir über die Sekundärluft über die Flammtronic geregelt und die Abgastemperatur ebenfalls über die Flammtronik geregelt.
      Seit dem beide Luftzuführungen geregelt werden läuft der Ofen wesentlich konstanter. Mit der Gebläseregelung hatte ich mich schon mal kurzzeitig beschäftigt, hatte aber kein geeignetes Bauteil zum regeln gefunden.

      Mfg
      Christian

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