ETA: Probleme beim Abbrand

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      • 1

      • # 148939

      ETA: Probleme beim Abbrand

      Hallo Gemeinde.
      Ich habe seit einiger Zeit Probleme beim Abbrand mit meiner Heizungsanlage. Es handelt sich um einen ETA SH30-6521-103 mit einem Pufferspeicher von 2400 Liter. In Betrieb ging die Anlage 2010 und machte bisher keinerlei Probleme.
      Nach Ende der aktiven Heizperiode fiel mir auf, dass bei normaler Befüllung der Brennkammer der Pufferspeicher nicht wie gewohnt auf ca. 75% Füllgard hochgeheizt wurde, sonder nur auf ca. 50%.
      Des Weiteren fiel mir auf, dass ab und zu aus den Schornstein dunkler Rauch aufsteigt. Wenn man dann ins Schauloch der Brennkammer guckt, sieht man keine Flamme die durch das Saugzuggebläse nach unten gezogen wird. Auch die Abgastemperatur sinkt dann ungewöhnlich weit ab.
      Darauf hin kontaktierte ich meinen Heizungsbauer der die Anlage begutachtete. Er prüfte die oberen und unteren Lufteinlässe, die Lamdesonde, ... Es wurde das Saugzuggebläse getauscht, aber ohne Erfolg.

      Was kann euerer Meinung nach noch verkehrt laufen?
      Gruß FlintProbleme beim Abbrand
      • 4

      • # 149011
      Hallo Flint es sieht so aus als ob auf dem obersten Bild rechts oben in der Ecke Dichtung dunkler ist?


      ABER die Dichtungen kannst Du selber mal Stück für Stück überprüfen:
      Die Dichtschnur wird durch die Gegenseite ja etwas eingedrückt sieht aus wie eine Rille. Wenn diese Rille auf der ganzen Seite gleichmäßig tief ist und auch das eingelegte Dichtband gleiche Farbe aufweist, müßte sie dicht sein.

      ABER jetzt kommt es: Sobald die Rille an einer Stelle flach oder nicht eingedrückt ist und an dieser Stelle das Dichtband dunkler bis schwarz ist > dann ist diese Stelle undicht.

      Das kann Ursache sein, das die Türscharniere nachgestellt werden müssen, oder die Vorrichtung der Türverrieglung nachgestellt werden muß sprich straffer, das die Tür etwas schwerer zugeht.
      MfG Jürgen
      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; WW: Vissmann Vitacell 300
      UVR1611/C.M.I.
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;Lamdacheck;
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m

      striegistal-wetterstation.de/
      • 5

      • # 149018

      Flint schrieb:

      Darauf hin kontaktierte ich meinen Heizungsbauer der die Anlage begutachtete. Er prüfte die oberen und unteren Lufteinlässe, die Lamdesonde, ... Es wurde das Saugzuggebläse getauscht, aber ohne Erfolg
      moin flint

      der ""heizungsbauer"" hätte sich die Füllraumtür genauer ansehen sollen ....
      (...die umlaufende äussere Dichtung ist in Ordnung.... )

      ABER
      die Dichtschnur zwischen Füllraum und oberen "nachlege-rauchgas-absaug-kanal" ist völlig schwarz
      >> undicht
      dein Saugzuggebläse hat auch bei geschlossener Füllraumtür Holzgas/Teer direkt (oben ) aus dem Füllraum gezogen,
      daher keine Flamme im Brennraum (wenig Zug unten)

      diese Dichtschnur(direkt oberhalb Füllraumtür"blech") muß erneuert werden

      ggf. eta direkt anrufen >> die haben sicher ne Lösung
      (zB : Schnur "eine Nummer stärker", oder Trennblech zwischen Füllraum u. Absaugkanal verstärken...)

      Gruß Heinrich

      PS :
      lass dir den alten Lüfter zurückgeben, altes Lüfterrad saubermachen, fertig...
      du brauchst kein "neues" Saugzuggebläse ...
      gse40atmos
      LC.>Gust-Tronik>.BR-Temp.Regler
      4100L Puffer
      • 7

      • # 149090
      Hallo @Flint,

      ja, das Drehen der Dichtung um 90 oder 180 Grad funktioniert. Ich habe das auch schon gemacht. Siehe Link zu eta-sh60-leistung-holzverbrauch-vergleich

      Dennoch ist es beruhigend, wenn man vorsichtshalber eine neue Dichtung zur Hand hat. Siehe Link zu eta-haltbarkeit-brennkammer-sh30

      Viele Grüße von Karlheinz :)

      PS:
      Noch eine Bemerkung zum Anhängen von Bildern. Du kannst Bilder direkt an deinen Beitrag hängen, siehe den Reiter "Dateianhänge" beim Erstellen oder Bearbeiten eines Beitrags. Dann brauchst du keinen externen Bilderhoster und wir können deine Bilder (am besten verkleinert) direkt sehen, ohne auf den externen Link gehen zu müssen.
      Seit Juni 2011:
      ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)
      Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Lager für 6 to)
      Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)
      Paradigma FrischWasserStation
      Paradigma VR-Solarpanel: 2x CPC21 Star Azzurro (10m²; Aqua-System ohne Glykol)
      • 8

      • # 149092
      Hallo Flint, ja der Tip vom drehen der Dichtung stammt ursprünglich von mir und funktioniert bei meinem Kessel seit Jahren so, heize seit 18 Jahren und hab erst die 2. Garnitur Dichtschnüre drin, allerdings werden diese bald einmal gegen neue ersetzt.
      So kannst du dir ganz Stressfrei Ersatzschnüre anschaffen und sie zur Reserve legen, dann hast du sie, wenn du sie brauchst!
      Kitt war bei meinem Kessel nicht drin, wird beim ETA auch so sein, denn die Schnur wird in eine U Profil Nut eingedrückt und sollte an sich schon so halten!

      Gruess Ruedi
      Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.
      Werkzeug: Meili DM 36 Traktor, Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 5Kettensägen, Biber mit 461 als Antrieb.
      Anlage kann jederzeit besichtigt werden!
      Spezielles: Offene Anlage mit 180 l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!
      Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
      Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.
      • 10

      • # 149101
      Hallo @Flint,

      auf der Verpackung (siehe Bild) steht:
      • für die Anzündtür: Glasfaserpackung 15 x 15 x 1030 mm
      • für die Fülltür: Glasfaserpackung 15 x 15 x 1870 mm
      Viele Grüße von Karlheinz
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      • 11

      • # 149175
      Hi. Habe die Dichtungen jetzt gedreht, leider keine Änderung.

      Es scheint als würde zu wenig Luft in die Brennkammer gelassen und dann sinkt die Temperatur und es raucht.

      Wie soll den so ein Abbrand optimalerweise aussehen?
      Bei mir ist es so:
      Anheizen geht normal
      Restsauerstoff g echt von über 20% langsam runter
      Ofen regelt dann oberen Lufteinlass langsam runter und unteren langsam hoch
      dann fällt die Temperatur unter 160 Grad und es raucht
      Ofen regelt oberen Lufteinlass hoch
      ...

      Das Gebläse ist fast immer auf vollanschlag
      Die Gluterhaltung funktioniert auch nicht mehr
      Das Gebläse läuft noch obwohl das Feuer schon längst aus ist und die Glut auch fast weg ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Flint ()

      • 12

      • # 149181
      Hallo @Flint,

      ich gehe davon aus, dass die gedrehte Dichtung auch wirklich dicht ist? D.h. es gibt keine Lücken in der Dichtschnur und die Tür(en) schließen "stramm"?

      Da du schreibst, dass die Lufteinlässe "oben" (Primärluft) und "unten" (Sekundärluft) geprüft wurden, kann man auch davon ausgehen, dass der Ruß hinter den Einhängeblechen entfernt wurde? Wenn diese zu sehr "zugewachsen" sind, kann es ebenfalls solche Effekte geben, wie du sie beschreibst.

      Siehst du denn überhaupt einmal eine Flamme durch das Schauglas? Bei einem "normalen" Anheizvorgang sollte nach (aller-) spätestens 5 Minuten nach dem Anzünden eine Flamme sichtbar sein und natürlich sollte die Flamme nicht mehr ausgehen, sondern sie sollte mit der Zeit immer deutlicher in Richtung blau gehen und scharf abgegrenzt sein. Wenn im Brennraum keine Flamme sichtbar ist, oder es zu Flammenabrissen kommt oder der gesamte Brennraum von einer orange-farbenen Flamme gefüllt ist, dann findet keine Holzvergasung statt, sondern das Holz verbrennt, wie in einem "normalen" Holzkessel - mit Rauchbildung und entsprechend schlechter Effizienz.

      Deine Beschreibung, wie sich die Regelung verhält, hört sich erstmal "normal" an. Der Saugzuglüfter läuft solange auf Max-Drehzahl, bis der Kessel seine SOLL-Abgastemperatur erreicht hat. Der Lüfter steuert zusammen mit der Primärluft die AGT. Die Sekundärluft öffnet erst dann, wenn der Sollwert des Rest-O2 unterschritten wurde. Die Lambda-Sonde scheint also zu funktionieren.

      Die Abschaltung des Kessels erfolgt nach einem einstellbaren Rest-O2 Wert (Standard-Wert ist 15%). Wenn der Lüfter beim Ende Abbrands weiter läuft könnte es sein, dass die Taste "Entaschen" gedrückt wurde?

      Zu guter Letzt: Um das Verhalten deines Kessels besser beurteilen zu können, wären mindestens folgende Parameter interessant (diese sind alle einstellbar):
      • Sollwert KesselTemp,
      • Sollwert RüclkaufTemp,
      • AbgasTemp-Max,
      • AbgasTemp-Min,
      • Sollwert Rest-O2, ...
      Nachtrag:
      Das Beste, um deine Probleme mit dem Abbrand über das Forum einzugrenzen, wäre ein fortlaufendes Protokoll des Abbrands. Dazu müsstest du etwa viertelstündlich einige für den Abbrand relevanten Daten vom Display der Steuerung ablesen. Dieser Thread von @Hubert83 ist ein gutes Beispiel dafür, wie so etwas aussehen könnte: eta-sh60-leistung-holzverbrauch-vergleich-mit-euch

      Alternativ könntest du hier deine Postleitzahl angeben (oder noch besser den Standort in deinem Profil ausfüllen ). Evtl. wohnt ja ein erfahrener Forumsteilnehmer oder sogar ein ETA-Heizer in deiner Nähe und könnte sich den Kessel (einen Abbrand) einmal direkt vor Ort anschauen.

      Viele Grüße von Karlheinz :)
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      • 13

      • # 149222
      Hi, Danke für die Info.

      Habe bemerkt dass die Dichtschnurr am Zwischensteg ziemlich hart ist. Werde diese gegen ein neues Stück austauschen.
      Die Primärlufteinlässe hinter den Blechen habe ich geprüft, diese sind frei.
      Werde die Werte wie empfohlen alle 15 Minuten dokumentieren.
      Wie komme ich aber an die o.g. Werte ran (Sollwerte und so)?

      Gruß
      • 14

      • # 149228
      Hallo @Flint,

      aus deinen Fragen schließe ich, dass du dich noch nicht so viel mit deinem ETA beschäftigt hast. :whistling:

      Daher hier eine etwas ausführlichere Beschreibung (vieleicht kann man's ja ein andermal noch gebrauchen). :thumbup:
      Sei mir also bitte nicht böse, wenn ich es "zu genau" für dich erkläre.

      Vorab: Um alle Parameter in der ETA-Regelung zu sehen und um diese Einstellungen ändern zu können, muss man sich im Service-Modus anmelden. Es gibt 3 verschiedene Berechtigungsebenen:
      • Kunde: Passwort 0001 (Standard) - es können Einstellungen angeschaut und einige Betriebsparameter verändert werden (z.B. die Heizzeiten der Heizkreise)
      • Service: Passwort 0135 (steht auch im Handbuch :saint: ) - es erscheinen zusäzliche Parameter und es können fast alle Werte verändert werden.
      • Profi: Passwort nur per PN (weitere undokumentierte Parameter, die meisten sagen auch mir nichts)
      Zur Bedienung:
      • Das 4-zeilige Display zeigt hinter dem jeweils angewählten Menüpunkt ein kleines Dreieck (Pfeil) an.
        Ist der Pfeil ausgefüllt (komplett schwarz), dann kann man mit der Taste "Enter" eine Menüebene tiefer einsteigen.
        Ist der Pfeil nur umrandet dargestellt, dann geht es hier nicht weiter, weil es die letzte Ebene ist.
      • Mit der Taste "Enter" wählt man die Menüpunkte aus und speichert auch einen ggf. veränderten Wert.
      • Mit der Taste "Zurück" landet man wieder im vorherigen Menüpunkt.
        Steckt man irgendwo in den "Tiefen eines Menüs" und will schnell wieder ins Grundmenü, dann drückt man einfach mehrmals hintereinander (beliebig oft) die "Zurück"-Taste und man landet wieder im Grundmenü auf dem Menüpunkt "Temperaturanzeigen"
      • Änderungen in den Parametern nimmt man mit der Taste "Ändern" vor. Zur Kennzeichnug des Änderungsmodus blinkt ein Fragezeichen hinter dem jeweiligen Wert.
        Sonderfunktion: Drückt man diese Taste 2 mal hinterenander, dann wird der Standardwert angezeigt (Auslieferungszustand). Damit lassen sich Änderungen, auch nach langer Zeit überprüfen (mit "Zurück" geht's ohne Änderung zurück) oder auch wieder auf den Werkszustand zurücksetzen (Enter-Taste).
      • Die Cursor-Tasten haben 2 Funktionen:
        Im Menü-Modus dienen sie zur Navigation innerhalb der Menüs. Manche Menüseiten bestehen aus mehr als 4 Zeilen und man kann die Zeilen nach unten (und auch wieder nach oben) scrollen.
        Im Ändern-Modus kann man die Werte mit den Cursor-Tasten umschalten und/oder hoch- und herunter zählen.
      • Die Info-Taste bringt zu sehr vielen (leider nict zu allen) Menüpunkten und Parametern eine gute Kurzbeschreibung.
      Bei den folgenenden Menü-Fotos handelt es sich um meinen Kessel, der als Twin zuätzliche Einstellungen für den Pelletbrenner hat. Bei Anlagen ohne Twin sieht das Menü teilweise anders aus (weniger Einstellungen). Ausserdem kann sich das Menü je nach Anzahl der Heizkreise, Solaranbindung, WW-Bereitung und auch in Abhängikkeit des Softwarestands unterscheiden.

      Weil die Forensoftware nur max. 10 Bilder pro Thread zulässt, muss ich die Bilder auf mehrere Beiträge verteilen:
      1. Anmeldung im Service-Modus mit dem Service-Passwort
        Wenn man im Hauptmenü nach oben scrollt, dann steht hinter dem Menüpunkt "Passwort" zunächst der Text "Kunde".
        Nach Eingabe des Sevice-Passwort und Bestätigung mit "Enter" landet man wieder in der Grundeinstellung "Temperaturanzeige". Zu Sicherheit sollte man nochmals nach oben scrollen um zu prüfen, ob jetzt auch wirklich hinter "Passwort" der Text "Service" steht.
        Wird die Tastatur an der Regelung für 10 Minuten nicht mehr bedient, wechselt die Regelung automatisch wieder in den Modus "Kunde".

        1a_Hauptmenü_Passworteingabe-IMG_2868.JPG 1b_Hauptmenü_ServiceModus-IMG_2869.JPG
      2. Holzkessel-Menü (folgt)
      3. Puffermenü (folgt)
      Gleich geht's weiter... :)
      Seit Juni 2011:
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      • # 149229
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      • # 149230
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      • # 149307
      Hallo @Flint,

      danke für deine schöne Tabelle. :)

      Leider kann ich keine größeren Auffälligkeiten in den Werten entdecken. Für mich sieht das nach einem "normalen Abbrand" aus. Hat der Kessel denn diesmal auch gequalmt? Evtl. brauchen wir noch mehrere solcher Protokolle?

      Dennoch der Versuch einer Analyse:
      • Die Regelung scheint noch mit den Werksparametern eingestellt zu sein. D.h. AGT-Max = 220°C, Rest-O2-Soll= 6,0%, Kessel-Soll = 80°C, Rücklauf-Soll = 60°C, Kes-PuffMitteDif = 15K.
        Mit diesen Einstellungen sollte der Kessel in allen Situationen gut laufen.
        =>Dennoch wäre es gut, wenn wir die genauen Einstellungen kennen würden :whistling:
      • Der Kessel hält die Soll-AGT gut ein (der Wert 23°C um 0,75h ist vermutlich ein Schreibfehler und sollte 213 heißen?).
        Die Soll-AGT geht immer in Richtung AGT-Max und damit "Vollast", solange die Kessel-Soll-Temperatur nicht erreicht wurde und solange die Differenz zwischen Kessel-Temperatur und Puffer-Mitte-Temperatur den Wert 15K nicht unterschreitet.
        Der Kessel geht nicht in Teillast (Unterschreitung 15K Differenz), weil er vorher alles Holz verbrannt hat.
        ==>Einen kleinen Einbruch der AGT auf 190°C um 2,25h sieht man zwar, aber auch das ist nicht ungewöhnlich, oder hat der Kessel da gequalmt?
      • Die höchste Kessel-Temperatur war 79°C. Ob der Kessel die Kessel-Soll-Temperatur von 80°C einmal ereicht hat kann man zwar nicht ausschließen, ist aber eher unwahrscheinlich.
        ==>Hier würde ich den Wert Rücklauf-Soll-Temperatur auf 65°C erhöhen.
      • Der Rest-O2 schwankt während dem Hauptabbrand zwischen 5,4% und 6,4%. Das ist auch nicht ungewönlich, bei einem Sollwert von 6,0%. Ab dem Wert 2,5h steigt der Rest-O2 kontinuierlich an, vermutlich weil das Holz schon verbrannt ist.
        Lediglich in der ersten Stunde des Abbrands hätte ich einen deutlich niedrigeren Rest-O2-Wert von 4,5% erwartet. Bei meinem Kessel ist dieser Sollwert in der ersten Stunde um 1,5% verringert.
        ==>Aber es kann durchaus sein, dass bei deinem Kessel nur 0,5% O2-Reduktion eingestellt sind.
      • Das Verhalten des Stellmotor oben ist ebenfalls völlig normal: Die Primärluft wird stark reduziert um die Holzgasbildung und die AGT "einzubremsen". Der Lüfter läuft weiter mit 99% solange AGT-Max nicht erreicht wurde.
      • Lediglich das Verhalten des Stellmotor unten ist schon etwas ungewöhnlicher: Die Sekundärluft öffnet relativ weit um den Rest-O2 auf 6,0% zu halten.
        ==>Das kenne ich von meinem Kessel nur, wenn ich zu viel "Kleinzeug" reingeworfen habe.
        ==>Allerdings hatten wir im Forum auch schon das Problem, dass es Ablagerungen an der Unterseite der Düse gab (d.h. an den Gusseisenteilen).
      • Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann qualmt dein Kessel auch mal zwischendurch, also mitten im Abbrand. Das wäre schon sehr ungewöhnlich und ich habe diesen Effekt bei meinem Kessel noch nie beobachtet. Auch nicht bei einem Hohlbrand, der immer mal wieder vorkommen kann. Normalerweise qualmen die Kessel nach dem Anzünden, bis die Holzvergasung einsetzt. Es kann auch gelegntlich vorkommen, dass die Flamme anfangs wieder ausgeht (oder pulsiert), dann qualmt es natürlich (und zwar heftig). Wenn die Verbrennung aber einmal stabil ist und die AGT über 150°C steigt, hatte ich noch nie einen Flammenabriss oder Qualm aus dem Schornstein.
        ==>Möglicherweise verstopft bei dir die Düse manchmal - was für eine Art Holz verbrennst du denn?
      • Wie effizient dein Kessel das Holz verbrennt, kann man so nicht beurteilen (du schriebst am Anfang dass "die Puffer nicht mehr so voll werden wie früher").
        ==>Um das halbwegs beurteilen zu können müsste man wissen, welches Holz und wie viel Holz du in den Kessel einbringst (am besten das Holz wiegen).
      Probehalber habe ich deine Werte in meine Excel-Tabelle eingetragen und einmal mit 25,8kg Holz gerechnet (ergäbe theoretisch 100% Energieausbeute) sowie mit 30kg Holz (ergäbe "gute" 86% Energieausbeute). Da du nichts über die Art der WW-Bereitung schreibst, nehme ich an, du hast keinen separaten Boiler, sondern eine andere Art der WW-Bereitung. Deshalb sind diese Werte auf 0 gesetzt.

      Abbrand-2018-09-03_@Flint.png

      Sorry für den vielen Text, aber anders geht es aus der Ferne nicht - insbesondere wenn man nicht alle Randbedingungen kennt. :saint:

      Viele Grüße von Karlheinz
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      • # 149514
      Hallo @Flint.

      mochmal zur Effizienz: Ich habe deine letzten beiden Abbrände wieder in meine Energietabelle übernommen. Da du das Holz jetzt wiegst, lässt sich etwas besser abschätzen, wie effizient dein Kessel Holz in Wärme umsetzt. Allerdings ist das wirklich nur eine grobe Abschätzung der einige Annahmen zu Grunde liegen, die sich nur schwer überprüfen lassen:
      • Temperatur des Pufferwassers: Hier lege ich die Durchschnitstemperatur der 3 Puffertemperaturen zu Grunde. Es wird also angenommen, dass im gesamten Puffer dieselben Temperaturen herrschen. Allerdings bildet sich in jedem Puffer eine Grenzschicht zwischen heißem und weniger heißem Wasser. Je nachdem wo sich diese Grenzschicht zwischen den Temperaturfühlern befindet, ist die so berechnete Durchschnittstemperatur zu niedrig oder zu hoch. Das ist der größte Unsicherheitsfaktor.
      • Energie des Holzes: Je nach Art des Holzes muss man von unterschiedlichen Energiegehalten pro Kilogramm ausgehen. Noch wichtiger ist die Restfeuchte des Holzes. Ich gehe der Einfachheit halber von 15% Restfeuchte und 4,2kWh/kg aus. Das sollte ein nicht zu optimistischer Mittelwert sein
      • Die Werte bei Abbrandende sind nicht ganz klar. Durch die Restwärmenutzung des Kessels kann die Pufferpumpe auch mehrere Stunden nach Ende des Abbrands noch Energie aus dem Kessel in den Puffer befürdern. Als Endwerte habe ich deshalb die letzte Spalte "Ladepumpe aus" herangezogen. Da du die Kesseltemperatur in dieser Spalte nicht angegeben hast, habe ich die Kesselendtemperatur geschätzt.
      • Wenn während der Messdauer Energie aus dem Heizsystem entnommen wird (Heizung oder Warmwasser), dann wird die berechnete Effizienz niedriger sein als sie in Wirklichkeit ist.
      Dennoch würde ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen sagen, dass die Geamteffizienz bei dir höher sein sollte. Statt zwischen 70 und 80% solten sie zwischen 80 und 90% liegen. Ob das an den Flammabrissen liegt, kann ich aber nicht beurteilen.

      Analyse: Wenn du beim Abbrand-2 vom 07.09.2018 nicht von einem Flammenabrisss berichtet hättest, dann hätte ich diesen Abbrand - aufgrund der viertelstündlichen Werte - für mustergültig erklärt. Beim Abbrand-3 vom 12.09.2018 sind die Schwankungen schon eher erkennbar: Da sieht man, dass etwas nicht gestimmt hat. Bei allen drei bisherigen Abbränden, ist der Stellmotor Unten (Sekundärluft zur Regelung des Rest-O2) relativ weit geöffnet. Beim 3. Abbrand sogar längere Zeit auf 99% und damit vollständig offen. Und das, obwohl der Stellmotor Oben (Primärluft zur Regelung der Holzgasmenge) quasi auf Minimum steht.

      Unter der Voraussetzung, dass über die beiden oberen Türen wirklich dicht sind und von dort keine Falschluft (zusätzliche Primärluft) in den Füllraum gelangt, komme ich zu folgendem Fazit.

      Fazit: Der Kessel bekommt m.E. zu wenig Sekundärluft um die Flamme stabil zu halten.
      --> Ich würde die gusseisernen Düsenteile ausbauen und insbesondere deren Rückseite von den dort befindlichen Ablagerungen befreien (Bilder wären interessant).
      Die Lufteinlässe wurden ja schon auf Durchgängigkeit geprüft. Beim Wiedereinbau der Düsenteile muss man darauf achten, dass die Dichtschnur "schön" in der Nut der Düse zu liegen kommt. Andernfalls kann es passieren, dass man die Dichtschnur im Füllraumboden nach unten in den Lufteinlasskanal drückt und die Sekundärluftzufuhr dadurch behindert. Wenn das nicht hilft, dann weiß ich leider auch nicht weiter. :wacko:

      Natürlich könnte man jetzt einige Parameter verändern um z.B. die Primärluft noch weiter schließen zu lassen. M.E. sollte dein Kessel aber erst einmal mit den Werten der Grundeinstellung (wieder) vernüftig laufen. Schließlich lief er ja relativ lange mit diesen Einstellungen.

      2018-09-07-Abbrand-2_@Flint.png

      2018-09-12-Abbrand-3_@Flint.png

      Viele Grüße von Karlheinz :)
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