Planung einer neuen Heizungsanlage - hv + pv - obi78

    Du hast Probleme beim Login? Schreibe uns im Forum "Probleme mit der Registrierung".
      • 1

      • # 148961

      Planung einer neuen Heizungsanlage - hv + pv - obi78

      Hallo liebe Mitglieder,

      ich plane eine neue Heizungsanlage. Hier die Eckdaten für die neue Anlage:

      Wie wird Dein Haus im Moment beheizt?

      schwerkraftheizung, gk 21, bj 1984, scheitelholz

      Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m² (Bitte nur Ziffern eingeben)?

      115

      Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?

      mitteldeutschland, sachsen-anhalt, ca. 100 m über nn

      Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden)?

      bj 84, 36er gasbeton, fenster 2-fach verglast (einbau 2005), voll unterkellert, decke auf dachboden gedämmt

      Wie hoch war dein bisherige Energieverbrauch lt/m³/KWh (Öl,Gas,Strom) im Jahr?

      kann ich nicht beurteilen

      Stückholz? (Je nach Außentemp und Puffer Volumen 1 max 2 x am Tage heizen und wenn Kessel nach x Stunden leer ist nachfüllen) Holz muß gekauft werden > ins Grundstück transportieren > auf entsprechende Länge gesägt > gespalten > gestapelt > jenach Holzart mind. 2 - 3 Jahre trocknen jedes Jahr für sich
      Pellet? (Die Beschickung des Kessel funktioniert automatisch über Förderschnecke. Man muß trotzdem täglich kontrollieren) Ein Vorratsbunker der trocken sein muß in der Nähe des Kessels - Alternativ gibt es gr. BigBags
      Solar geplant?


      stückholz, vorrat auf grundstück für nä 10 jahre vorhanden, schon gespalten, nachschub kein problem
      wunsch: holzvergaser, max 2 am tag beschichten
      solar: geplant als unterstützung warmwasser
      (50 qm würden zur verfügung stehen)

      Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz/Holzbrikett, Pellet etc.) und wie viel KW Heizleitung der neue Kessel haben soll?

      stückholz ---> holzvergaser
      kw? keine ahnung. monentan zu beheizende fläche: 115 qm; evtl in 3 - 4 jahren anbau von ca. 40 qm
      ergo: system sollte jetzt schon für 150 qm ausgelegt sein.

      Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?

      keine expliziten vorstellungen, ABER: im winter kann es über hv geschehen und im sommer sollte es über pv geschehen

      Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw. Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?

      keine gedanken gemacht. für vorschläge aus euren erfahrungswerten offen.

      Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?

      ja. voll unterkellertes haus. ca 115 qm.

      Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?

      ja.

      Hast Du schon bei einem Heizungsbauer ein Angebot machen lassen?

      nein. passiert ab nä woche. 3 verschiedene firmen.

      Hast Du schon "genügend" (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet
      auf dem Grundstück zu liegen? Hast Du genügend Fläche im Grundstück zur Lagerung des Holzes?
      Bedenke Holz muß zwischen 2 und 3 Jahre an der Luft (oben abgedeckt) trocknen können. Jede Holzlieferung getrennt lagern (Verwechslungsgefahr)


      ja. für ca. 10 jahre. grundstück ca. 1800 qm.

      Weitere Informationen:

      ich bin neu auf diesem gebiet und nehme jeden vorschlag an.

      Vielen Dank
      • 2

      • # 148962
      Hm, wie wäre es mit einem ungefähren Holzverbrauch pro Jahr? Die Angabe "weiss ich nicht " ist schlecht.
      (Oder gerade erst gekauft und noch keine Erfahrungswerte?)

      Was meinst du mit "Solar als unterstützung für Warmwasser" und dann weiter "im winter kann es über hv geschehen und im sommer sollte es über pv geschehen"?
      Willst Du Solarthermie, oder Photovoltaik, oder beides kombiniert?
      • 3

      • # 148963
      das haus habe ich geerbt. weiß nur, dass halt nur mit holz geheizt wurde. vom voreigentümer kann ich leider keine verbrauchswerte mehr einholen. ergo: keine erfahrungswerte.
      zur sache solarthermie/ photovoiltaik: ich habe 60 qm als nutzfläche...
      habe nun ein angebot von solarbayer für einen hv + solarthermie (24 qm). ich wollte aber eigtl darauf hinaus, lieber strom zu produzieren.
      ergo: im winter sollte der hv die fußbodenheizung und das brauchwasser erwärmen. im sommer sollte der hv, wenn nicht benötigt zwecks heizung ausbleiben, aber brauchwasser brauche ich ja trotzdem. dies wollte ich über selbstproduzierten strom erwärmen und gleichzeitig auch noch strom selbst verbrauchen. dies ist mit solarthermie ja nicht möglich. also entweder system mit max 60 qm photovoiltaik oder system mit minimaler fläche solarthermie und rest photovoiltaik, wenn die restfläche überhaupt ausreicht bzw sich lohnt/ rentiert.
      • 4

      • # 148964
      Hm, ich kann dir von meiner Situation beschreiben, vielleicht hilft es dir, das für dich abzuschätzen.
      Am besten wäre es, natürlich einen Energieberater sich zu holen und die Heizlast zu berechnen.

      Also, meine Anlage siehst du ja in meinem Profil.

      Gesamtraumfläche beheize ich 300qm, Bauernhaus ca. 1750 Baujahr, schlechter Dämmzustand, teilweise Einfachverglasung als Kastenfenster. 2 Erwachsene 2 Kinder, Raumtemps so um die 20 Grad (reicht für uns aus, andere mögens wärmer ...).
      Ein Jahr mit Pellets geheizt, 8 tonnen Pellets verbraucht. Dann auf Scheitholz umgestellt: Buche/Eiche: ca. 18 RM verbrauch (waren aber auch keine sehr kalten Winter die letzten zwei Jahre).

      Im Sommer bleibt die Anlage von ca. Ende April bis Ende Oktober aus, da wird rein mit Solarthermie geheitzt / warmwasser bereitet. Ca. 5qm liegen auf dem Dach (Flachkollektoren), der ursprüngliche 1000 liter Puffer war dafür zu klein, daher die Erweiterung um 4x850 (1000er konnte ich nicht hinstellen, Raumhöhenproblem).

      Meine Heizlast liegt eigentlich bei ca. 17 bis 20 kW, aber der 30kW Kessel geht auf die Puffer, daher ists egal und ich freu mich über den einigermassen großen Brennraum. Im Winter feuere ich nur einmal pro 24h, es gibt vereinzelt Tage da muss ich morgens voll und abends nochmal ca. 1/3tel zu heizen.

      Wie gesagt, nur für dich ne erste Idee, wie es funktionieren kann. Beim Holzvergaser halt auf schönen großen brennraum achten, damit du möglichst viel reinbekommst, und daraufhin die Puffermasse abstimmen. Lieber 1000 liter zu viel, als 500 zu wenig ... :)

      Grüßend
      Oliver
      • 5

      • # 148965
      erstmal danke für deine info.
      gehe ich mal logisch voran:
      ich hätte die hälfte fläche von dir zu heizen, 1 person weniger. müsste ich etwas weniger raummeter benötigen, aber nehme mal deine 18 an. auf dem grundstück liegen ca. 250 raummeter.
      würde mir dann 10 qm solarthermie auf das dach bauen und rest mit pv. wenn ich nach richtwerten aus dem i-net gehe, dürfte ein 25 kw-kessel reichen.
      wie groß sollte dann mein speicher sein?
      und würden sich 40 - 45 qm pv lohnen, um im nichtwinter das brauchwasser zu erwärmen und einen gewissen teil des stromverbrauchs zu decken?
      • 6

      • # 148966
      Hallo Stefan,
      erst einmal willkommen in unserem Forum.
      Du willst/möchtest und hast Deine Eckdaten eingestellt. Einige Antworten hast Du schon bekommen.
      Frage zum "Heizraum" wie hoch ist die Decke? Dieses Maß ist sehr wichtig zum aufstellen der Puffer. Es gibt beim Puffer ein "Kippmaß". Zum aufstellen des Puffers benötigst Du mehr Höhe als der Puffer hoch ist. Wenn Du ganz oben in der Pufferspitze noch den Heizungsvorlauf (allgemein üblich) einbindest, benötigst Du noch mehr Höhe, weil Du den Winkel ja ganz oben einschrauben mußt. Diese Gewindelänge kommt noch dazu!!! Wenn es da Probleme gibt mußt Du statt 1000 lt auf 800 lt gehen die sind niedriger. Dann mußt Du einen Puffer mehr aufstellen.
      Zur Kessel Größe mein Vorschlag nimm einen 30 Kw. Eine eingebaute Reglung mit Lambda usw. im Kessel raten wir jedem zu. Sie ist nicht wesentlich teurer und hilft Dir Deine Heizung umweltfreundlich und effektiv d.h. Holz sparen, zu betreiben. Die das nicht getan haben fangen jetzt an nachträglich solche Lambda Reglung etc ein zu bauen.
      Ich würde Dir auch raten es gibt hier zu jedem Hersteller den entsprechenden Blog. Lese Dich ein und stelle dann die entsprechenden Fragen.
      Eins bitte nicht vergessen die BAFA fördert Dein Vorhaben. Bitte lese auch dort Dich ein wie Du vorgehen mußt.
      Wenn Du dann für einen Typ liebäugelst, Vorschlag von mir, gebe Deine PLZ hier ein und frage an wer in Deiner Nähe wohnt mit so einem Kessel und besuche ihn. Dann kannst Du vor Ort ihn ausfragen......

      Ich sehe Du hast eben geschrieben.
      30 Kw und mind. 2500 lt Puffer deshalb, je größer umso größer ist auch der Füllraum. Je nach Witterung und Wärme Verbrauch raten wir jedem das er mit dem Puffer Volumen mind. 24 Std seine Wohnung im Winter warm halten soll. Sonst wirst Du ein Sklave Deiner Heizung d.h. Du mußt ständig nachlegen weil die Familie es warm haben möchte. Dazu kommt ja noch das von dem Puffer Inhalt auch noch WW (Warmwasser) bereit gestellt werden soll.
      MfG Jürgen

      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; Lamdacheck;
      WW: Vissmann Vitacell 300
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.

      striegistal-wetterstation.de/
      • 7

      • # 148967
      deckenhöhe ist 2,25. das angebot, welches mir solarbayer gemacht hat, ist der 25 kw- kessel mit 2 pufferspeicher a 800 liter. kippmaß ist 1950 mm.
      hatte mich halt ein wenig belesen und die meisten positiven meinungen zu solarbayer gelesen. deswegen dort das erste angebot eingeholt. lambda sowieso. das habe ich als anfänger schon herausgelesen.
      • 8

      • # 148968
      Hallo!

      Wie offen bist du denn bei den HV Fabrikaten?

      Es ist so.Wenn du dich bei den Premiumkesseln umsiehst wirst du feststellen das so gut wie keiner Druckgebläsekessel verwendet.
      Das hat einen recht einfachen Grund.
      Ist was undicht an den Türdichtungen ,drückt dir der Rauch in den Aufstellraum.

      Die Vigaskessel könnten meiner Meinung nach ne Generalüberholung zwecks Entwicklungstand bekommen.
      • 9

      • # 148969

      obi78 schrieb:

      das haus habe ich geerbt. weiß nur, dass halt nur mit holz geheizt wurde. vom voreigentümer kann ich leider keine verbrauchswerte mehr einholen. ergo: keine erfahrungswerte.
      zur sache solarthermie/ photovoiltaik: ich habe 60 qm als nutzfläche...
      habe nun ein angebot von solarbayer für einen hv + solarthermie (24 qm). ich wollte aber eigtl darauf hinaus, lieber strom zu produzieren.
      ergo: im winter sollte der hv die fußbodenheizung und das brauchwasser erwärmen. im sommer sollte der hv, wenn nicht benötigt zwecks heizung ausbleiben, aber brauchwasser brauche ich ja trotzdem. dies wollte ich über selbstproduzierten strom erwärmen und gleichzeitig auch noch strom selbst verbrauchen. dies ist mit solarthermie ja nicht möglich. also entweder system mit max 60 qm photovoiltaik oder system mit minimaler fläche solarthermie und rest photovoiltaik, wenn die restfläche überhaupt ausreicht bzw sich lohnt/ rentiert.
      Hallo Stefan,

      du schreibst du hast 60 qm Nutzfläche für Kollektoren egal welcher Art. Weiterhin möchtest du lieber Strom produzieren.
      Warum machst du nicht auf die ganze Fläche Photovoltaik und baust dir in den Puffer nen Elektroheizstab ein?
      Mit der Lösung würdest du wie von dir gewünscht viel Strom selbst Produzieren und könntest im Sommer mit dem selbst Produzierten Strom dein Brauchwasser erwärmen.

      Bzgl Kessel: Schau dir die 30kw Kessel genau an! Meistens sind die 20/25er und 30er jeweils des gleichen Herstellers vom Füllraum her gleich. Die 30er sind lediglich vom Abbrand her schneller. D. h. sie verbrennen die Füllung einfach schneller. Die 20/25er nehmen also die gleiche Holzmenge auf, geben sie jedoch langsamer an das System ab. Somit hast du im Winter eine längere Kessellaufzeit, aber auch eine längere Zeit in welcher deine Heizung direkt vom Kessel versorgt wird und nicht vom Speichervolumen zehrt.

      Gruß
      Jürgen
      • 10

      • # 148971
      Hallo
      PV über Heizstab zu verbrennen ist zu ineffektiv: 1kW Strom = 1kW Wärme
      Da die Brauchwarmwasserbereitung auch noch offen ist schmeiße ich noch Mal die Brauchwasserwärmepumpe ins rennen. Diese gibt's auch mit einem "Solarwärmetauscher" diesen würde ich für die Heizphase mit Heizungswasser beschicken um so im Winter Warmwasser aus Holz zu gewinnen. die
      Auch falls das Geld jetzt für eine PV-Anlage zu knapp ist kannst du zu einem späteren Zeitpunkt den Solarstrom effektiv nutzen 1kW Strom~=3,5-4kW Wärme.
      Eine Frischwasserstation oder ein neuer Brauchwasserspeicher kostet auch nicht wenig, speziell letzteres wird jedoch definitiv günstiger sein.
      Mit PV im Hinterkopf bist du mit der Wärmepumpe jedoch besser aufgestellt denke ich.
      MfG
      Dennis
      • 11

      • # 148972
      Hallo,

      derrotefeuerstuhl schrieb:

      1kW Strom~=3,5-4kW Wärme.
      max COP 3,0. COP-Werte sind Hersteller/Prüfstandsangaben, ähnl. dem Benzinverbrauch beim KFZ. Realer ist die Jahresarbeitszahl (JAZ).

      derrotefeuerstuhl schrieb:

      Eine Frischwasserstation oder ein neuer Brauchwasserspeicher kostet auch nicht wenig, speziell letzteres wird jedoch definitiv günstiger sein.
      Wenn man die WP direkt mit der PV Anlage versorgen will ist ein Wechselrichter und Batteriekapazitäten vonnöten. Somit würde ich in diesem Zusammenhang mal nicht von günstig reden. Speist man den Strom ins Netz und nimmt ihn konventionell aus der Steckdose würde ich das auch so sehen.
      Grundsätzlich aber überlegenswert. Für Dauerduscher und Vielverbraucher eher nicht geeignet aufgrund der schlappen Leistungsdaten.

      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
      • 12

      • # 148973
      Einen Gedankengang zur Solar/PV will ich noch anmerken. Der Wirkungsgrad bei PV-Anlagen ist im Bereich von etwa 15 bis knapp 20 Prozent und bei Solaranlagen bei etwa 80 bis 90 Prozent. Das bedeutet das man aus der gleichen Fläche deutlich mehr Energie ernten kann.
      Etwa 10 m2 Kollektorfläche reichen um im Sommerhalbjahr das Warmwasser zu erzeugen. PV-Strom muss nicht immer ganz umsonst sein (z. B. EEG-Umlage, Umsatzsteuer) aber da bin ich nicht mehr auf dem Laufenden.
      • 13

      • # 148974
      guten morgen. erstmal vielen dank für eure antworten.
      @Randy: ich bin komplett offen für einen hv-hersteller. wie gesagt, ich hatte mich ein wenig eingelesen im internet und habe über solarbayer relativ viel positives gelesen. bedeutet nicht, dass ich diesen nehme. ich stehe ja erst am anfang meiner suche.
      @schuesche: das mit dem heizstab und komplett pv hat mir auch der erste heizungsbauer empfohlen, der sich mein projekt angehört hat. das mit den kesselgrößen ist interessant. also lieber einen kleineren kessel, weil längere abbrandzeit und ich weniger nachlegen muss?!? natürlich nur bei gleicher füllraummenge in bezug auf größeren kessel.
      @all: wie sieht es denn mit der variante aus: 25-kw kessel + 3 x 800er speicher + 10 qm wasserthetmie + 45 - 50 qm pv? solarwärmetauscher, der im sommer mein brauchwasser erwärmt. im winter kann das ja alles mit über den kessel erfolgen. und die pv erzeugt meinen strom. klingt das so in etwa funktionstüchtig?!?
      • 14

      • # 148983
      Hallo,

      die Kesselleistung ist erstmals zweitrangig denn viel wichtiger ist das Füllraum und Puffervolumen zusammen passen und danach ist die Heizlast gefragt und wie oft du den HV im Winter anheizen willst und bedenke auch eine alternative dazu wenn du nicht kannst oder der HV ausfällt und wenn du Solar machst dann sollte die Reglung alles beherrschen um optimal zuarbeiten. Bei deiner Deckenhöhe bekommst du auch 1000l PS hinein mit vernünftiger Isolierung.

      Sonnige Grüße Reiner
      ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2

      3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
      Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
      DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche
      • 15

      • # 149021

      Neu

      grüße. habe mich die letzten tage über verschiedene holzvergaserfirmen und hier im forum belesen. nach jetzigem stand favorisiere ich dies:

      attack slx 25 lambda touch
      + 1 x 1000 liter pufferspeicher
      + 1 x 1000 liter hygienespeicher mit solarwärmetauscher
      + 5 - 7 qm solarthermie

      was meint ihr?!?
      • 16

      • # 149022

      Neu

      Hallo,

      Wie kommst du auf 1000L Speicher bei 25kW HV?
      Das passt nicht.

      Warum in alles in der Welt setzt man immer wieder bei einer Speicheranlage auf einen Hygienespeicher?

      Nimm eine FRIWA! (z.B- Oventrop wegen niedriger Rücklauftemperatur)

      Ein Speicher sollte/muss schichten.
      Diese Schichtung wird mit einem Hygienespeicher zerstört.

      Du solltest erst einmal feststellen welche Heizlast du benötigst!
      Heizlast ist die Leistung in kW welche dein Haus benötigt um bei niedrigster regionaler Außentemperatur
      deine gewünschte Raumtemperatur zu halten.

      Ist deine Heizlast 10kW dann benötigst du in 24h, 24h x 10kW = 240kWh.

      Jetzt kann man irgend etwas raten, aber besser ist es zur Leistungsauslegung die Heizlast zu kennen.
      Nach der Heizlast legt man den HV als auch den Speicher aus.

      mfg
      HJH
      • 17

      • # 149024

      Neu

      Hallo

      Obi78 hat 2000 ltr Speicher stehen (1000 + 1000 Hygiene).
      Ist aber bei dem Kessel zu wenig. Habe bei mir von 3 auf 5000 erhöht um den Kessel immer ganz füllen zu können. Geht eben beim 25er bissle langsamer, aber die Energiemenge im Füllraum ist die gleiche wie bei mir.
      Bin mit meinem Hygienespeicher zufrieden. Kaltes Wasser unten rein und warmes oben raus.

      Hoss

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hoss ()

      • 18

      • # 149025

      Neu

      Ich lese 2000Liter Speicher heraus.
      Ich betreibe in etwa meine Anlage so wie "obi78" vorgeschlagen hat.

      Simpler Aufbau der Hydraulik und unkomplizierte Einbindung externer Komponenten ist wohl das stärkste Argument neben dem preislichen Vorteil .
      Das mit der Schichtung wird etwas überschätzt. Defakto merkt man davon nichts das hier irrgendwas zerstört wird.
      Am besten währe ne 1 Speicherlösung.
      Könntest du das bei dir umsetzen?
      • 19

      • # 149026

      Neu

      Also bei meinem Hygienespeicher wird auch nix in der Schichtung zerstört, selbst bei langen Duschzeiten.
      Vielleicht hat HJK mal ein Beispielgraph, wo man sowas sieht?
      • 20

      • # 149029

      Neu

      Hallo,

      wie die anderen schon geschrieben haben sind 2000l bei 200l Füllraum viel zu wenig außer du hast eine Heizlast bei 0°C von 15kW oder mehr.
      Zum Vergleich: ich habe 2400l PS und wenn die runter sind auf 35°C dann benötige ich ca. 1 3/4 Ladung meines BK15 und der hat einen Füllraum von 60L und da bekomme ich ca. 22kg Holz bei einer Füllung herein um die Heizkreise zu bedienen und die PS auf 95°C auf zu laden und beim SLX gehen so 80kg +x Holz bei einer Füllung herein und da kannst du dir mal ausrechnen wieviel PS du brauchst wenn nicht genügend Abnahme herrscht.

      Sonnige Grüße Reiner
      PS. ich würde dir auch zu blanken Blechbüchsen und FRIWA raten
      ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2

      3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
      Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
      DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche
      • 21

      • # 149031

      Neu

      Hallo,

      Hier noch einmal meine Betrachtung zur Auslegung einer HV Anlage:

      Als Grundlage 1x heizen (aber mehrmals nachlegen) innerhalb von 24h.
      Längere Bevorratung von Heißwasser im Speicher wie 24h kommt bei niedrigerer AT automatisch.
      Auch muss man beachten das der Speicher schon auch, je nach Dämmstandard, Wärme verliert bzw. an den Aufstellungsort abgibt.
      Deshalb auch IMMER den Speicher innerhalb der "Wärmehülle" des Hauses aufstellen!

      Anlagendaten:

      3500Ltr. Speicher bei HV 35kw Attack 200L Füllraum, VL80°C, RL 45°C
      Speichergröße ist genau genommen egal, warm wird es immer wenn der HV größer ist wie deine Heizlast, ist halt ein Frage unter welchen Umständen.
      Wenn der Speicher kalt wird wirst du halt neu anheizen müssen.

      Eine Berechnung sollte man unter dem Gesichtspunkt sehen wie :
      Dann wollen wir mal genau rechnen, dann nehmen wir mal an……... also rechnen aber nicht auf das Komma genau ernst nehmen.


      Mal angenommen du hast 14kW Heizlast, 45°C Rücklauftemperatur und willst mit 2x Auflegen bei niedrigster AT hinkommen, dann schaut das so aus:

      Deine Heizlast beträgt 14 kW, das sind in 24h, 24hx14kW=336kWh.
      Diese Energiemenge benötigt dein Haus bei deiner niedrigsten regionalen mittleren Außentemperatur.

      Dein HV hat 35kW.
      336kWh:35=9,6h, das ist die Laufzeit des HV um den Tagesbedarf an Energie von 336kWh zu erzeugen.

      Da du aber 24h gleichmäßig heizen (Wärmeentnahme) musst, wirst du einen Teil der Energie im Speicher ablegen müssen.

      24h-9,6h=14,4h musst du aus dem Speicher leben.
      9,6h heizt der HV das Haus und gleichzeitig wird in den Speicher geladen.

      14,4h x 14kW=201,6kWh müssen im Speicher eingelagert werden.
      Bei einer Rücklauftemperatur von 45°C und einer Speicherladetemperatur von 80°C sind das 5037 Ltr. an Mindest-Speichergröße.

      Damit liegst du mit 3500Ltr etwas unter der "Bequemlichkeitsgrenze von ca. 5500L".

      Wenn du aber deine Heizzeit einteilst, morgens heizen und nach 12h wieder neu heizen, dann reichen auch 25000L an Speicher.
      Alles eine Sache des Betrachtungswinkels.


      Hoss schrieb:

      Obi78 hat 2000 ltr Speicher stehen (1000 + 1000 Hygiene).
      So würde ich das schon mal nicht sehen.
      Wenn 1000L Hygienespeicher voll sind dann kann man diese nicht mehr zu einer Speicheranlage rechnen.
      Dann hat man halt nur 1000L an Speicher.


      Hoss schrieb:

      Bin mit meinem Hygienespeicher zufrieden. Kaltes Wasser unten rein und warmes oben raus.
      Ich habe auch nicht den Hygienespeicher gemeint.
      Sondern den 1000L Schichtladespeicher.

      Ich habe deshalb bei mir selbst eine FRIWA installiert.
      Meine Rücklauftemperatur liegt in der Regel bei um die 27°C.
      Meine 2000L Speicher kann ich bis zum letzten Tropfen nutzen.
      Egal ob im Moment bei nur Warmwasser oder auch in Kombination mit der Heizung.

      Letztes Jahr hat ein Bekannter eine Heizung gebaut mit einem Ofen auf einen 1000L Speicher (Heizlast <3kW).
      Warmwasser wird gemacht über eine WP auf einem Boiler.
      Alternativ über eine Rohrschlange im Boiler.
      Über die Rohrschlange wird mit 48°C Heizwasser aus dem Speicher der Boiler auf 45°C erwärmt.
      Wird der Boiler kälter, wird wieder über die Umwälzpumpe der Boiler wieder aus dem Speicher nach geheizt.

      Dabei kommt vom vom Boiler ca. 45°C wieder zurück und geht in den Speicher.
      Der Speicher hat von der FBH unten Temperaturen um die 25°C.
      Jetzt kommen die 45°C vom Boiler wieder dazu und vermischen sich.
      Das werden jetzt um die 40°C im Speicher unten.
      Damit kann man jetzt immer noch die FBH bedienen aber nicht mehr den Boiler vom WW.
      Also, Speicher wieder auf Ladetemperatur des Boilers aufheizen.
      Würde das Wasser im Speicher aber geschichtet wie bei einer FRIWA, könnte man mehrmals den Boiler nachladen.

      Natürlich wird das Wasser auch mit einem Hygienespeicher (was ein Wort) warm aber nicht mit der vollen
      Energienutzbarkeit wie mit einer FRIWA!



      Randy schrieb:

      Das mit der Schichtung wird etwas überschätzt.
      Siehe oben.
      Du kannst weniger Energie speichern wenn deine Rücklauftemperatur höher liegt.


      borgplasma schrieb:

      Also bei meinem Hygienespeicher wird auch nix in der Schichtung zerstört
      Noch einmal, ich meinte den Speicher und nicht den WW Hygienespeicher!


      reinelektronik schrieb:

      ich würde dir auch zu blanken Blechbüchsen und FRIWA raten
      Das ist auch genau meine Meinung!

      mfg
      HJH
      • 22

      • # 149032

      Neu

      okay leute. erstmal danke.
      ich habe jetzt die seite (ibo-plan/heizlastberechnung) benutzt. dabei kam heraus:
      15,3 kw bei jetzigen 115 qm
      gleiches durchgerechnet mit 150 qm (siehe ausgangspost ---> evtl anbau in ca. 3 jahren). dabei kamen 19,1 kw heraus.
      für den oben beschriebenen attack habe ich mich entschieden, weil großer füllraum. hatte das so aus dem forum herausgelesen. großer füllraum = weniger nachlegen = mehr kompfort.
      zu den speichern: haus ja voll unterkellert. hv + speicher würden ca. mittig im keller stehen. deckenhöhe keller: 2,25 m.
      • 23

      • # 149034

      Neu

      Hallo,

      Rechnen wir das doch mal mit den Daten 16kW Heizlast aus:

      16kW Heizlast, 45°C Rücklauftemperatur, dann schaut das so aus:

      Deine Heizlast beträgt 16 kW, das sind in 24h, 24hx16kW=384kWh.
      Diese Energiemenge benötigt dein Haus bei deiner niedrigsten regionalen mittleren Außentemperatur in 24h.

      Dein HV hat 35kW.
      384kWh:35=10,9h, das ist die Laufzeit des HV um den Tagesbedarf an Energie von 384kWh zu erzeugen.

      Da du aber 24h gleichmäßig heizen (Wärmeentnahme) musst, wirst du einen Teil der Energie im Speicher ablegen müssen.

      24h-10,9h=13,1h musst du aus dem Speicher leben.
      10,9h heizt der HV das Haus und gleichzeitig wird in den Speicher geladen.

      13,1h x 16kW(Heizlast)=209,6kWh müssen im Speicher eingelagert werden.
      Bei einer Rücklauftemperatur von 45°C und einer Speicherladetemperatur von 80°C sind das 5298 Ltr. an Mindest-Speichergröße.

      Bei 30°C Rücklauftemperatur kommst du auf 3709L Speichergröße.
      Beim Bau einer neuen Heizung sollte der Schwerpunkt auf niedriger Rücklauftemperatur liegen!

      Du liegst mit deiner Dämmung relativ schlecht nach heutiger Bemessung.
      Die Dämmung sollte nicht auf die m² Wohnfläche sondern auf m² Umhüllungsfläche bewertet werden.
      Nach deinen Angaben hast du bei 100² Wohnfläche etwa 1,83 W/m² K Energieabgabe über die Umhüllungsfläche deines Hauses. Nach EnEV sollte man 0,28 nicht überschreiten!

      mfg
      HJH

      Im Anhang mal eine komplette Ausrechnung
      Dateien
      • OBI78_01.pdf

        (871,23 kB, 5 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • 24

      • # 149036

      Neu

      Hallo,

      die allseits geschätzten Rechenbeispiele von "HJH" :) in allen Ehren, aber ich bin der Meinung das 24h/d Heizung doch ein wenig übertrieben ist. Schließlich haben wir ja nicht jeden Tag 12°C minus oder darunter, je nach Region.

      Ich möchte mal aufgrund eigener Erfahrung und Daten folgende Rechnung aufmachen:

      Mein Haus ist Baujahr 1977 und ich habe ca. 135 m² zu beheizende WF. Durchschnittliche Heiztemperatur 21,5°C. Dämmstandard mittelmäßig.
      Durch einen Betriebsstundenzähler habe ich ca. 1700 Betriebsstunden/HP (seit 6HP) ermittelt. Geheizt wird ab ca. 10 Sept. - Angang Mai - Heizung und TWW Bereitung in einem 140 ltr. Speicher. Im Haus wohnen 3 Personen.
      Der Verbrauch an Pellets beträgt 25000 kwh/HP. Geheizt wird von morgens 6:00 - 23:00 Uhr, danach Nachtabsenkung um 5K, was aber zur Folge hat, dass die Heizung über Nacht außer Betrieb ist, d.h. es wird auch kein Wasser aus dem Puffer entnommen. Meine Puffergröße 800 ltr. Spielt aber keine Rolle, da kein Holzvergaser den Puffer füllt.

      Heizlast: 25000kwh : 1700h = 14,7 kw 25000 : 200d = 125 kwh Energiebedarf für 17h. Kessellaufzeit: 1700h : 200d = 8,5 h/d
      125kwh/d : 8,5h/d = 14,7 KW durchschnittlich aufgewendete Kesselleistung.

      Diese Werte umgeformt auf unser Thema wäre: 16kw X 1700h = 27200 : 200d = 136 kwh/d. Bei Heizleistung 25 KW (136 : 25) = ca. 5,5h Kesselbetriebszeit.

      Ausgehend von 17h/d Heizzeit: 17 - 5,5 = 11,5h = 136h : 17h x 11,5h = 92 kwh. Speichervolumen bei 40K: 92 : 40 : 1,16 = 1,98 m³. Speichervolumen bei 35K = 2,27 m³

      Ich schätze nach meiner Erfahrung diese vorgenannten Werte als realitätsnäher ein. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Dem TS bleibt es nun überlassen ob er lieber mit 24h Heizbetrieb rechnet.

      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
      • 25

      • # 149039

      Neu

      Hallo,


      Holzpille schrieb:

      Dem TS bleibt es nun überlassen ob er lieber mit 24h Heizbetrieb rechnet.
      So ist es.

      Die Ausgangsfrage für mich war " Welche Energie wird an den kältesten zu erwartenden Tagen in 24h benötigt.
      Diese Leistung welche das Haus über 24h gemittelt abgibt muss auch dem Haus wieder zugeführt werden, nenne ich "Heizlast".

      Nochmal zur Erinnerung:
      Heizlast ist die Leistung welche einem Haus bei niedrigster regionaler Außentemperatur zugeführt werden muss um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.

      Die Frage ist halt wie man an die Heizlast kommt.

      Das ist einmal nach der "Neuen Schweizer Formel" welche als Grundlage den Jahresverbrauch heranzieht.
      Zum anderen Mehrfachmessung des Energiebedarfes an kalten Tagen.
      Oder auch über eine "echte" Heizlastberechnung z.B. bei Neubauten.

      Bei älteren Heizungsanlagen waren die Ölbrenner richtig überdimensioniert. (Takten total)
      Ich habe den gesamten Wärmebedarf einer Metzgerei und Gastwirtschaft mit einer 0,85 G Düse fahren können. Das was die Heizungsbauer früher so eingebaut haben war oft keine "Meisterleistung".

      Man kann natürlich, wie in deinem Beispiel, durch eigene Messung herausfinden.
      Dabei gehst du aber nicht vom kältesten zu erwartendem Tag aus sondern über einen Durchschnittsverbrauch.
      Es wird halt erneut geladen wenn der Speicher leer ist.
      Das ist natürlich auch bei einem Pelleter etwas anders wie bei einem HV.
      Meiner Meinung nach kann man das bei einem Pelletskessel schon so machen, aber nicht bei einem HV.

      mfg
      HJH

    Webutation