Warmwasserzirkulation ohne Pumpe

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      • # 151463

      Warmwasserzirkulation ohne Pumpe

      Moin Moin!

      Unsere Warmwasserbereitung erfolgt über einen 200L-Warmwasserspeicher im Keller,
      der die Verbraucher (Küche, Bad) in den darüber liegenden Stockwerken versorgt.
      Zusätzlich zur eigentlichen Versorgungsleitung gibt es eine dünne Rücklaufleitung mit Zirkulationspumpe,
      so dass immer sofort heißes Wasser an den Hähnen verfügbar ist.
      Der Speicher hat für die Rücklaufleitung/Zirkulationsleitung einen extra Anschluss.
      Ein weiterer Verbraucher (Waschbecken und Dusche) im Keller ist ohne Zirkulation angeschlossen,
      was auf Grund der kurzen Leitungslängen und geringen Leitungsquerschnitte nicht negativ auffällt.
      Soweit ist das alles nichts besonderes und hat ca. 20 Jahre problemlos funktioniert.

      Vor ca. einem Jahr bemerkte ich ein lautes Brummen der Zirkulationspumpe und vermutete,
      dass der Rotor durch Verkalkung blockiert ist.
      Diese Störung lag vor ein paar Jahren schon einmal vor und konnte durch Entkalkung behoben werden.
      Folglich schaltete ich die Pumpe aus und nahm mir vor, sie zeitnah zu demontieren.
      In den darauffolgenden Tagen stellte ich aber fest,
      dass an den Verbrauchsstellen trotzdem sofort heißes Wasser zur Verfügung steht.
      Es findet also eine (in diesem Fall vollkommen ausreichende) Schwerkraftzirkulation statt.
      Da mir die Pumpe keinen weiteren Vorteil bringt,
      werde ich diese nicht reparieren/austauschen und mir die Stromkosten sparen.
      Sie dient jetzt nur noch als Dummy.
      Das heiße Wasser steigt in der Versorgungsleitung auf und kommt durch die dünne Zirkulationsleitung wieder nach unten.

      Diese Beobachtung kann interessant sein für die Planung einer neuen Heizanlage/Warmwasseranlage.
      Ich denke, man kann sich in vielen Fällen die Pumpe sparen, unter der Bedingung,
      dass ein Höhenunterschied zwischen Speicher und Verbraucher vorhanden ist und die Verbraucher nicht zu weit auseinander liegen.
      Wer sich je nach Situation nicht sicher ist ob es funktioniert,
      kann ja die Verschraubungen für eine Pumpe schon vorsehen und stattdessen ein stupides Verbindungsrohr einsetzen,
      um im Fall der Fälle aufrüsten zu können.
      Neben den Stromkosten spart man sich die Anschaffung und die regelmäßige Reparatur der Pumpe bzw. deren Austausch.

      MfG Hans
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      • # 151464
      Denke das es da einige Anlagen gibt, bei denen das ohne es zu wissen funktioniert.
      Stellt aber unter umständen das Problem dar, das mehr Wärme gezogen wird als einem lieb ist ,da der Kreislauf ununterbrochen aktiv ist.
      Da fällt mir nur ein 2Wegeventil ein welches individuell angesteuert wird.
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      • # 151467
      Hallo,

      ja, dass sehe ich auch wie Randy.

      Permanente Zirkulation durch Schwerkraft verursacht mit Sicherheit mehr Kosten als eine kontrollierte Zirkulation mit Pumpe und Schwerkraftbremse.
      Selbst wenn man die Dynamik in der Leitung, beispielsweise durch eine absperrbare HK Verschraubung, einbremst, so ist doch eine kontinuierlicher Energieabfluss vorhanden.

      Es gibt mittlerweile genügend Möglichkeiten Komfort und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut zu bringen.

      Das mit dem Motorventil ist nicht gut, weil das zu lange dauert. Dynamisch geht nicht ohne Pumpe.


      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
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      • # 151471
      Das mit den zusätzlichen Wärmeverlusten ist natürlich ein Argument.
      Zumindest im Sommerhalbjahr, weil dann die Wärmeverluste das Gebäude ungewollt beheizen.
      In meinem Fall war es allerdings so, dass die Zirkulationspumpe zwar nur zu bestimmten Tageszeiten angesteuert wurde, die Zirkulation aber ständig stattfand.
      Eine Schwerkraftbremse ist nicht verbaut.
      Von daher hatte ich die ganzen Jahre die Stromkosten und den erhöhten Wärmeverlust des Warmwassers durch die permanente Zirkulation.
      Nun spare ich wenigstens den Strom und die Kosten für eine neue Pumpe.

      Bei Gelegenheit werde ich Randys Vorschlag mit dem Zweiwegeventil umsetzen und damit die Zirkulation zeitgesteuert unterbrechen.
      Dass die Schwerkraftzirkulation eine gewisse Zeit braucht um in Gang zu kommen,
      ist mir bewusst.
      Ich werde diese Zeit ermitteln und dann das Ventil entsprechend ehr öffnen lassen.

      MfG Hans
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      • # 151473
      Hallo Hans,
      ich habe auch Heizung/WW im Keller aber nur 1/2 Keller 70 cm unter Erdreich. Man hatte mir auch geraten bis in den 1. Stock eine Zirkulation mit Pumpe und natürlich Ventile. Die Pumpe ist nur mal zum testen gelaufen. Wenn wir Besuch haben und sie wohnen oben dann drehe ich nur ein Ventil halb von der Zirkulation auf und das reicht aus wenn man oben einen Hahn aufdreht nach ca. 1/2 lt kommt warm bzw 1 lt ist heißes WW da. Versuch: Ventil zu > Hahn auf 8 lt bis heißes Wasser kam. In unserer Wohnetage (über Keller) habe ich keine Zirkulation je nach WW Entnahmestelle vom Hauptstrang fließ auch entsprechend abgekühltes WW bis es heiß wird. Ca. mittig im Haus habe ich Unterputz einen Schacht indem sind alle Leitungen Brunnen: Kalt-;Warm- wasser;Trinkwasser kalt und die Abwasser Rohre.
      MfG Jürgen
      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; WW: Vissmann Vitacell 300
      UVR1611/C.M.I.
      Abgastemp. Regl.mit KS 40-1; RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;Lamdacheck;
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m

      striegistal-wetterstation.de/
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      • # 151474
      Hallo,

      Hans schrieb:

      In meinem Fall war es allerdings so, dass die Zirkulationspumpe zwar nur zu bestimmten Tageszeiten angesteuert wurde, die Zirkulation aber ständig stattfand.
      wenn Pumpe dann auch mit Schwerkraftbremse, sonst macht das keinen Sinn. Bei modernen Pumpen ist die heute schon eingebaut.

      Ich habe diese Zirkulationslösung: funkschalter-intertechno.de/-F…-Funk-Wandsender::34.html

      home4u-shop.de/intertechno-itl…tautomatik-im-soft-design
      Funktioniert seit Jahren zuverlässig.

      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
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      • # 151494
      Hallo Hans,

      ich weis ja nicht welche Pumpe bei dir verbaut ist aber bei meiner Pumpe BJ 05 ist ein Rückschlagventil und ein Kugelhahn in dem Pumpenanschluss der Pumpe integriert und wie die anderen schon geschrieben haben ist der Verlust durch die ständige Zirkulation nicht unerheblich.

      Sonnige Grüße Reiner
      ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2

      3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
      Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
      DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

    Webutation