Atmos: Restsauerstoffgehalt bei bei Messung zu niedrig (Atmos 30GSE)

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      • # 151790

      Atmos: Restsauerstoffgehalt bei bei Messung zu niedrig (Atmos 30GSE)

      Hallo Atmos-Gemeinde,
      ich bin neu hier und würde mich über eine (oder mehrere☺) technische Hilfestellung freuen.

      Folgendes...mein Atmos 30GSE läuft seit Jahren ohne Probleme und mit optimalen Messergebnissen.
      Bei der Messung letzte Woche und auch beim 2. Versuch heute hat der Kessel einen Restsauerstoffgehalt von ca. 1%
      Das ist laut meinem Kaminfeger zu wenig, die letzten Messungen waren immer optimal (ca.10 % +/-)

      Sämtliche Versuche über die Primär und Sekundärluft "Einstellstange" haben keinerlei Veränderungen bei der Messung gebracht.

      Der Kaminfeger sagt, damit ich es auch verstehe, der Kessel bekommt zuwenig Sauerstoff...

      Wer hat eine Idee, wie ich meinen Kessel "beatmen" kann...
      .Sprich...:WAS GENAU ist zu tun???

      Freue mich über Anregungen und hoffe hier die Lösung für mein Problem zu bekommen!

      Gruß, Seimen
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      • # 151792
      Hallo Siemen,

      und herzlich Willkommen im Forum.
      1% Rest O2 ist schon wenig aber wenn der CO Gehalt i.O. ist kann dein Schorni nichts aussetzten den für den Rest O2 gibt es keine Vorschrift und keinen Grenzwert aber du hast halt wenig Luft nach unten. Ein Optimaler Rest O2 liegt im Bereich 6-8%. Ist die Düse noch i.O. Ist der Sekundärluftkanal frei und wenn du etwas verstellst dann braucht der HV ein paar min. bis er das umsetzt. Ich weis ja nicht wie alt dein HV ist ob sich ein Umbau rentiert mit Lufttrennung und FT oder andere Abbrandregelung.

      Sonnige Grüße Reiner
      ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2

      3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
      Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
      DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche
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      • # 151794
      Moin,

      Optimal sind unter 6% aber tiefer als 4 würde ich nicht gehen.

      Bei 1% Prinzipiell die sekundär Stange ziehen oder und gröberes Holz verwenden.
      Wenn das nix bringt, scheint etwas verstopft zu sein im Bereich der Düse bzw. Sekundärluftführung

      Grüße
      Dobia
      _________________
      DC 20 GSLe (2002), Lambdasteuerung 4,5 %, Primärluft-Belimo mit PMA KS45, Eigenbau Rauchgasbremse, Anheizklappe verschlossen, Kugelraumumbau, Startautomatik mit Lüfterdrossel, Abgastemperatur 145-160°C, 2600 l Puffer seriell (einzeln abschaltbar), 12m² Solar, 25kW Flüssiggastherme, 14m³ Nadelholz + 1/3 Gastank pro Jahr, Bauernhaus ungedämmt, 210m² beheizt davon 125m² mit 22°C, Abwärmenutzung vom Heizraum, externer Rauchabzug, CO-Messung mit REGXA1, ca. 20000 kWh/a mit Holz
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      • # 151795
      Hallo,

      Jetzt habe ich aber keinen Atmos, aber etwas Grundsätzliches kann ich dir evtl. doch sagen.

      Erst mal eine Frage:
      Wie ist dein CO und dein Staubgehalt bei einem O2 von 1%?
      Ist der CO und der Staubgehalt OK, dann verstehe ich nicht warum der Schorni meckert.
      Meines Wissens gibt es keinen unteren Grenzwert für den O2 Gehalt.
      Im Gegenteil, da deine gemessenen Grenzwerte auf einen O2 Bezug von 13% umgerechnet werden,
      verbessern sich die Grenzwerte je kleiner dein O2 ist.

      Fährst du einen guten CO und Staubgehalt mit einem O2 von 1% dann ist der Wirkungsgrad besser als wäre der O2 z.B. 10%.

      Ich fahre meinen Kessel mit etwa 3.5...4% O2.
      Ein O2 Gehalt von 10% den du bisher gefahren bist, ist meiner Meinung nach zu hoch.
      Sollte dem Schorni aber egal sein, wenn die anderen Werte passen.

      Was gibt es für einen Zusammenhang:
      Je höher der O2 Gehalt im Rauchgas ist desto höher ist dein Luftüberschuss.
      Je höher der Luftüberschuss, je kleiner wird deine Brenntemperatur im Ausbrand der Brennkammer.
      Eine Brenntemperatur von über ca. 700°C brauchst du aber um das CO zu verbrennen (Zündtemperatur liegt bei etwa 605°C)
      Da du bei hohem O2 eine niedrigere Brenntemperatur bekommst, kommt es irgendwann zu einem Anstieg des CO Wertes
      und damit zu einer schlechteren Verbrennung.

      Das passiert aber auch nach der anderen Seite.
      Bei zu niedrigem O2 kommt es zu Luftmangel und damit ebenfalls zu einem Anstieg von CO.
      Deshalb meine Frage welchen CO du misst bei 1%O2.
      Das wäre vom Wirkungsgrad nicht schlecht aber dabei steigt in der Regel der CO.
      Das wieder gibt Rauch und damit Unverbranntes durch den Kamin.
      Deshalb den O2 nur so hoch fahren damit die Grenzwerte am niedrigsten sind und bleiben.

      Bei zu niedrigem O2 brauchst du nur die Sekundärluft erhöhen.
      Um das zu automatisieren gibt es die Lambdaregelung.

      mfg
      HJH
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      • # 151799
      Mein 40er GSE läuft mit zuwenig Restsauerstoff ganz und gar furchtbar. Ab 2.5% abwärts gibt es Flammabrisse. Ich hab ihn jetzt stabil mit 5,5% laufen, da hatbder Lambdacheck genug Zeit auszuregeln, wenn mal Holz zusammenrutscht. Kann mir nicht vorstellen, das es einen Kessel gibt, der mit 1% vernünftig läuft und bei dem die Staub/CO Werte passen. Darauf bezog sich sicher auch die Anmerkung des schwarzen Mannes. Sekundärluft erhöhen ist das einzige was hier hilft. Wenn das nicht reicht, kann man dazu noch die Primärluft reduzieren.
      Toleranz fängt bei Laktose an!

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