Atmos: Atmos GSE 25 AGT zu hoch -> Tipps und Tricks für die Einstellung Primär Sekundärluft

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      • 1

      • # 152571

      Atmos: Atmos GSE 25 AGT zu hoch -> Tipps und Tricks für die Einstellung Primär Sekundärluft

      Hi jungs,
      nachdem sich mein Primärluftproblem geklärt hat und mein gse wieder ballert nun zum nächsten:

      Abgastemperatur (AGT) 250 Grad unter vollast. ( hab nix gegen 180 statt 130 aber 250 ist verschwendung)

      Primärluftregler komlett offen

      Sekundär aktuell 15 mm offen

      Wenn ich mit Sekundärluft spiele verändert sich minimal das "geballer"... von einem "zischen" ist nix zu vernehmen...

      Muss ich zwingend die Primärluft wieder richtung "zu" bewegen um bessere Werte zu bekommen ?
      Bin gerade erst froh dass der hobel wieder ballert.... :D

      Grüße mazzam
      • 2

      • # 152573
      Versuche mal Primärluft in kleinen Schritten kleiner zu stellen.
      Du musst beide Primär und Sekundär versuchen in eine möglichst optimale Position zu bringen.
      • 3

      • # 152576
      Moin Moin!

      Die AGT kann man nur über zwei Wege senken.

      1.)
      Durch Reduktion der Kesselleistung, was einer Reduktion der Primärluft entspricht.
      Wie Rüdi schon schrieb muss dann die Sekundärluft ebenfalls gesenkt bzw. neu eingestellt werden.
      Treibst Du dieses Spielchen zu weit, wird die Sekundärverbrennung zu kalt und damit die Verbrennungsqualität und der Wirkungsgrad schlecht.

      2.)
      Durch eine bessere Abgaskühlung.
      Also Wirbulatoren im Wärmetauscher und einen sehr gut gereinigten Wärmetauscher.
      Treibt man dieses Spielchen zu weit, dann steigt der Strömungswiderstand des Kessels soweit an, dass ebenfalls eine Leistungsreduktion stattfindet, die mit einer schlechten Verbrennungsqualität einhergehen kann.

      MfG Hans
      • 4

      • # 152577
      Wie schon geschrieben, mit sec wirklich mm weit verschieben und das Geräusch beobachten. Primär versuchen weiter rein zu schieben.
      Ich fahre ja allerdings GSE 30 mit 160° AGT und wunderte mich jetzt das vergangene Woche ich bei 200° lag. Ich erschrak und stellte fest ich hatte am Wochenende vergessen meine Turbos Schächte sauber zu putzen. Nächsten morgen war das erste Schächte sauber putzen und ich liege wieder bei 160° AGT.
      Es macht als was aus wenn der Kessel in allen Ecken inkl Wärmetauscher sauber ist.
      MfG Jürgen
      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; WW: Vissmann Vitacell 300
      UVR1611/C.M.I.
      RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m

      striegistal-wetterstation.de/
      • 5

      • # 152578
      Hallo mazzam,

      Mach einfach mal Primär und Sekundär zu, natürlich alles unter beobachtung. Der Ofen bekommt dann immer noch Luft. Einmal hat die Primärluft Sicken an Ihrem Teller und die Sekundärluft hat eine Zwangsöffnung.
      Wenn das auch nichts nützt mach die Frischluftklappe ( Belimo ) etwas zu.

      monty
      DC 25 GSE, 2 x 800 L Puffer, 7,5 qm Solar

      Was lange währt,wird endlich gut.
      • 6

      • # 152580
      Hallo,

      Meine Theorie ist diese: (habe ich aber schon öfters hier gesagt)
      Das mit dem öfters gesagt ist halt "Besserwisserei" ich weiß, mit 72 darf man das vielleicht.

      Die Primärluft bei einem Holzvergaser bestimmt die Leistung welche gefahren wird.
      Viel Primärluft ist auch viel Leistung.

      Wenn man die Verbrennung rechnet kommt man bei ca. 4% O2 bei trockenem Holz eigentlich auf weit über 1000°C Brenntemperatur.
      Wenn wir aber messen, sind das dann zwischen 600...800°C,
      vielleicht auch etwas höher bei Kessel mit Zusatzblechen in der Brennkammer.

      Die Frage ist halt, woher kommt dieser Unterschied.

      Das hängt damit zusammen das im Füllraum das Holz schon brennt und damit Wärme an die Wärmetauscherflächen
      des HV abgibt.
      Die Wärmeabgabe im Füllraum wird kleiner wenn man die Heizflächen durch Bleche abhängt, man dämmt halt ein wenig.

      Der Wärmeabbau ist im Füllraum fast immer gleich. Man hat halt eine Fläche und diese ist immer gleich.

      Fährt man jetzt mit der Primärluft höher, wird die Leistung höher und damit steigt die Brenntemperatur nach der unteren Ausbrandkammer.
      Fährt man die Primärluft kleiner, dann geht auch die Brenntemperatur runter.

      Je nach Ausführung der Primärluftzugabe kann man dann schon in einem recht weiten Leistungsbereich den HV fahren.

      Wie wir wissen hört das aber bei niedriger Brenntemperatur auf wenn wir die sichere Zündtemperatur von CO verlassen.
      Unter einer bestimmten Brenntemperatur, welche auch höher wie die Zündtemperatur von CO (ca.605°C) liegen kann,
      wird es zu verstärkter CO Bildung kommen. Das mag der Gesetzgeber aber nicht.

      Fährt man mit einer hohen Leistung, mit mehr Primärluft, wird die Brenntemperatur immer höher.
      Da stößt man dann mit der verwendeten Keramik zusammen.
      Ist halt eine thermische Belastung welche die Lebensdauer der Keramik zusetzt.
      Erhöht man die Temperatur auf über 1000°C, tritt je nach Holzsorte, Verschlackung auf, welch verstärkt der Keramik weh tut.

      Also, die Kunst ist, eine Einstellung zu finden in der eine mittlere Brenntemperatur gefahren werden kann.
      Immer auch bedenken: CO Bildung bei niedriger Leistung, damit niedriger Rauchgastemperatur ist schlicht und einfach auch schlechter Wirkungsgrad.

      Jetzt zur Sekundärluft.
      Die Sekundärluft wird zur Nachverbrennung benötigt.
      Gleich vornweg, eine Festeinstellung passt nie.
      Es sollte damit ein Lambdaregelung sein.

      Der Ablauf der Verbrennung mit Holz ist sehr unterschiedlich.
      Bei zu stark auftretendem Holzgas, oft am Anfang der Verbrennung, wird durch Sekundärluftzugabe eine Nachverbrennung erreicht.
      Am Anfang hat man aber nicht immer die Temperatur dazu.
      Eine Sekundärluftzugabe macht dann eine "Rauchverdünnung" und hilft damit schon mal etwas Ärger mit dem Nachbarn zu vermeiden.
      Eine Konstanthaltung der O2 Abgaswerte als auch der Konstanthaltung der gleichmäßigen Verbrennung sorgt für höhere Brenntemperaturen
      und für einen wesentlich besseren Wirkungsgrad.

      Ist der Abbrand soweit am Ende, (nicht mehr genügend Gas vorhanden) ist die Sekundärluftklappe geschlossen.

      Dann zu deiner Frage der Abgastemperatur:
      Nimm die Temperatur welche der Hersteller angibt.
      Du hast natürlich recht, niedrige Abgastemperatur bedeutet längere Laufzeiten,
      längere Laufzeiten wieder kleineren Speicher aber auch evtl. schlechtere Verbrennung.
      Der Hersteller kann natürlich die Abgastemperatur senken indem er die Heizflächen vergrößert.
      Hat er aber nicht, da vergrößerte Heizflächen ja auch Geld kosten und das ist bei dem Kauf de HV schon ein vordergründiges Verlangen.
      Der wirtschaftlich denkende Mensch steckt halt in uns allen.

      mfg
      HJH
      • 7

      • # 152622
      Hallo Maz

      Wie HJH schon sehr genau beschrieben hat ,ist das mit der Verbrennung nicht so einfach.

      Mit etwas Geduld bringt man mehr minder auch ohne Meß- und Steuerungsmöglichkeiten die
      Verbrennung soweit hin das es einigermaßen klappt ,weil sich ein gewisses Gleichgewicht
      derselben einstellt (ähnlich dem Lagerfeuer) .

      Wirken jedoch verschiedene Störgroßen ein (Kaminzug ,Brennmaterialdichte (Hohlbrannt udgl)
      trifftet die Verbrennung in die eine oder andere Richtung.

      Die meisten Regelungen greifen daher nur über Restsauerstoffmessung auf die Sekundärluftsteuerungen zu.
      Über die Abgastemperatur welche ja in Zusammenhang mit der Brennkammertemperatur steht
      (bei gereinigten Wärmetauscherflächen und konstanten Massestromverhältnissen) über die
      Lüftersteuerung (bei besseren) auch zusätzlich über die Primärluftsteuerung.

      Eine optimale Verbrennung ist bei Scheitholz nur schwer zu erreichen ,wo Abgaswerte und Abgasverluste sich in Grenzen halten .
      Da muß man schon viele Dinge zusätzlich messen wie Brennraumtemperatur ;Vergaserraumtemperatur ,
      Nachverbrennung ,CO- Wert ,Unterdruck,Flammüberwachung,Variable Brennerdüse udgl.

      Dies Parameter im entsprechenden Einklang zu bringen ,dafür sind entsprechende Zeiträume
      erforderlich (Heizperioden) um das Optimum zu finden.(ist bei jeden HVG verschieden).

      Also mit kleinen Schritten sich herantasten , ev sich überlegen ob man nicht die eine oder andere Meßeinrichtung ins Auge fasst (zb. Restsauerstoffmessung) auch ein Drehzahlgeregelter Ventilator wirkt oft Wunder ,es kommt halt darauf an welche
      Zielvorgaben man hat ,mitunter will man ja den Nachbar auch nicht nach Indianerart signalisieren
      das man angeheizt hat .

      Über den ev geringeren Holzverbrauch ist man ja auch nicht abgeneigt.

      mfg Ludwig
      Die wichtigste Erfindung der Menschheit ist:
      Bleistift und Papier

      v.T.A.Edison

    Webutation