Pelletofen wasserführend als Hauptversorger im Wohnbereich?

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      • # 153772

      Pelletofen wasserführend als Hauptversorger im Wohnbereich?

      Hallo!

      Gibt es hier Erfahrene die einen Pelletofen als Hauptversorger im Wohnbereich betreiben?

      Ist das zu empfehlen als Kompromiss zwischen gewünschter Feuerathmosphäre und (noch) effizientem Betrieb als Hauptversorger?

      Z.B. so einer hier:

      kamdi24.de/Justus-Sirkos-Aqua-…etofen-Stahl-Schwarz.html

      Derzeit habe ich einen 14,9 KW Pelletkessel. Wegen der Solaranlage könnte ich mir gut vorstellen, dass mir nun ein 9KW Pelletofen vollkommen genügt. Wenn dieser dann im Wohnzimmer stünde, statt wie jetzt im benachbarten HWR, hätte ich im Wohnzimmer (nur zur Heizsaison) sichtbares Feuer im Ladebetrieb und im HWR wieder etwas mehr Platz.

      Wieviel Abwärme liefert so ein Pelletofen im Aufstellraum im Betrieb, wenn währenddessen der Wasserwärmetauscher im Betrieb ist um den Pufferspeicher zu laden? Ziel ist es nicht die Abwärme großartig im Haus zu verteilen sondern allenfalls etwas im Wohnzimmer - am besten so wenig wie möglich ...
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      • # 153838
      Ich habe kein Pellet. Aber wenn Du so etwas vorhast mußt Du zuerst den Schorni fragen ob er dies genehmigt. Zu diesem Kessel im Wohnbereich mußt Du bestimmt im Schornstein einen Zuluft Kanal haben. Unser Sohn hat im Wohnzimmer sich zu seinem HV einen Kamin installieren wollen und mußte extra sich einen neuen Schornstein hochziehen mit einem Zuluft Schacht.
      Ich habe ihm geholfen diesen Bausatz Kamin mit auf zu stellen. Hat auch sec /prim Luft Zufuhr Schieber. Vorne Glastür auf oder zu. Die Hitze (Umluft) kommt an seitlichen Schächten raus. 40 m² Wohnzimmer ist in 15 min warm.
      MfG Jürgen



      DC GSE 30; Wirbulatoren Version 2.0; 2 x 1000 lt. Puffer; WW: Vissmann Vitacell 300
      UVR1611/C.M.I.
      RLA Dreiwegereglung; Kessel Vorheizung;
      Notheizung De Dittrich Gaskessel von der Hydraulik getrennt durch elektr. Dreiwegekugelventil.
      180 m² Wohnfläche; Esse 11 m

      striegistal-wetterstation.de/
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      • # 153847
      Ich habe einen Holzvergaser im WZ stehen, evtl. hilft dir das auch etwas weiter.
      Bei der Auswahl des Ofens solltest du auf die Lautstärke achten. Am besten einmal im Betrieb ansehen, idealerweise beim Anzünden, da läuft der Ventilator bei max. Drehzahl.
      Wie groß ist der Vorratsbehälter, also wie lange läuft der Ofen bei Nennleistung ohne nachzufüllen? Welche Menge Pellets musst du pro Jahr ins WZ schleppen?
      In der Regel haben die Pelleter, auf die Gesamtleistung bezogen, eine geringere Abstrahlung in den Raum als Scheitholzöfen. Auf das Verhältnis Wasser-/Luftwärmeabgabe würde ich dennoch achten, damit der Aufstellraum nicht zur Sauna wird.
      Hast du dir Gedanken gemacht, wie du heizt, wenn du im Winter für ein paar Tage wegfährst?
      Auch beim Pelletofen wirst du Dreck im WZ haben - Pellets nachfüllen, Ofen reinigen etc.

      Hast du die Solaranlage nach deinem Kessel installiert und die Erträge protokolliert? 40 m² sind schon eine Hausnummer, aber ich wäre trotzdem vorsichtig, also den Ofen lieber etwas größer wählen.

      joe
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      • # 154157
      Die Solaranlage habe ich etwa 10 Jahre nach dem Pelletkessel installiert.

      Beispielerträge 2018:

      Erträge im November: 750+714=1464kWh

      Erträge bis heute im Dezember: 412+209=621kWh

      Die Pelletszufuhr würde ich über ein 100er HT Rohr mit Gefälle vom Voratsbehälter im HWR (knapp unter der Decke mit Saugturbine und Maulwurf im Pelletlager draussen) bis ins Wohnzimmer lösen, so dass die Pellets allein durch die Schwerkraft nachrücken.

      Denke dass 30 Grad Gefälle im glatten HT Rohr genügen müssten für eine Strecke von 3m?
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      • # 155683
      Hallo

      Ich habe einen wasserführenden Pellettsofen der Marke MCZ Ego Hydro im Betrieb. Von diesem Forum hier habe ich noch nichts gewusst, als ich ihn erwarb. Entsprechend mager waren damals auch meine Kenntnisse über optimale Verbrennung usw. Ich war in der Meinung, einen nahezu vollwertigen Ersatz für einen proffessionellen Pelletskessel erworben zu haben. Heute weiss ich, dass es zwar als Notlösung gut funktionieren mag, mehr aber auch nicht. Warum?


      Eines vorweg: der Ofen hat mich noch nie im Stich gelassen. Ich heize damit 3 Räume plus den Aufstellungsraum (Hausgang) und das ohne Puffer (RLA ist vorhanden). Bis vor 2 Jahren war das Haus nicht gedämmt, da hatte er schon einiges zu tun und musste auch oft takten.

      Jetzt aber zu den Nachteilen:
      • Dieses Modell ist mindestens so laut, wie eine alte Waschmaschine. Standort in einem Wohnraum = undenkbar. Es soll allerdings schon leisere Öfen anderer Hersteller geben.
      • Als ich in diesem Forum hier die zahlreichen Berichte über optimale Verbrennung gelesen habe, dass die Flamme in einem mit Schamott o.ä. gedämmten Raum ungekühlt brennen soll und die Wärmeabgabe ans Heizwasser erst dahinter durch die heißen Abgase stattfinden soll bin ich zum Entschluss gekommen, dass ein Feuer hinter einer kühlender Glasscheibe nie und nimmer effizient brennen kann. Bei meinem Ofen kommt noch erschwerend hinzu, dass das Feuer in einer vom Heizwasser ummantelter Brennkammer brennen muss. Beim Säubern der wärmeübertragenden Teile sieht man auch, dass die Rauchgasablagerungen eher schwarz und schwer zu entfernen sind. Ich zweifle sehr, ob dieser Ofen die angegebenen 96% Wirkungsgrad erreicht!
      • Ich glaube einmal in der Betriebsanleitung gelesen zu haben, dass das Gerät 30% der Gesamtenergie an den Aufstrellungsort und 70% ans Heizwasser abgibt. Und da sind wir schon wieder bei einem Nachteil: abhäng davon was der Ofen alles heizen muss, könnte es im Aufstellungsraum verdammt warm werden. Musst du diese Wärme womöglich ablüften, fällt der eff. Wirkungsgrad noch weiter in den Keller.
      Mein Fazit: Wenndu ein sehr gut gedämmtes Haus mit wenig Energiebedarf hast, dich das regelmäßige Reinigen der Brennkammer usw. im Wohnbereich nicht stört (der dabei entstehende Schmutz hält sich in Grenzen) und du viel Wert auf ein sichtbares Feuer im Wohnraum legst (ich muss das nicht haben), dann würde ich sagen kannst du den Mehrverbrauch gegenüber deinem jetzigen Kessel in Kauf nehmen. Ansonsten würde ich es mir schon gut überlegen.
      Ob es mitlerweile bessere, effizientere Geräte gibt, weiss ich nicht.

      Ich jedenfalls freue mich schon, wenn ich in meinem Heizraum endlich einen Vergaser in Betrieb nehmen kann, dann wird mein MCZ als Notkessel mit eingebunden, wofür er sich allemal gut eignen sollte.

      Viele Grüsse

    Webutation