Herlt: Material Brennkammer

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      • # 157056

      Herlt: Material Brennkammer

      Hallo,
      ich heize seit einigen Jahren mit einem HV35. Wie die meisten bin ich ein totaler Fan des Ofen, allerdings das Thema Brennkammer bleibt ein "Thema".
      Meine aktuelle Brennkammer hat jetzt schon 2,5 Jahre auf dem Buckel und ist eigentlich schon wieder am Ende. Mir graut es schon, diesmal muss ich sie alleine wechseln :wacko:

      Wie viele frage ich mich auch, was denn die Ursache für den Verschleiß ist. Gibt es da irgendwelche Erkentnisse zu dem Thema?
      Wenn man wüsste woran es genau liegt, könnte man ja eventuell ein wenig Einfluss darauf nehmen bzw. versuchen, sie ein wenig zu schützen.

      Was ich schon gesehen habe ist die selbst gegossene Kammer von Fritti die ja wirklich top aussah.

      Gruß MartinMaterial Brennkammer
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      • # 157068
      Hallo Martin
      Schön dich hier begrüßen zu dürfen. Ich antworte dir gerne mit als erstes,weil mich die Haltbarkeit der Brennkammer auch in den Wahnsinn getrieben hat und weil ich der Fürsprecher dieses Ofens war den wir mit voller Überzeugung mit mehreren gekauft haben.In den Kesselkörper ist jeder"verliebt",der ihn betreibt.Ja das liebe Thema Brennkammer.
      Mit 2,5 Jahren bist du ja noch "schon"auf der Gewinnerseite.Ich gehe mal stark davon aus das du schon die " neuere Reglung" mit den 230V Bausteinen(AC1-5T und AC1-5J) von LAE hast.
      Ein Kumpel von mir hat seine Reglung ( noch die Alte mit den 12V Bausteinen LTW12 Abgas und MTC12 Kesselwasser von LAE am Anfang des Jahres auch tauschen müssen.Sein Elektrikerkumpel hatte die letzten Jahre immer schon daran rumgebastelt um die Funktion aufrecht zu halten.Aber Achtung : Herlt gibt 50€ Rabatt beim Tausch für die alte ,kaputte Reglung.Sein Elektrikerkumpel hatte sie blöderweise in den Schrott geschmissen.
      Auf der Rechnung steht dann auch " generierte" Reglung.Das heißt für mich ; Alte Reglung mit neuen Komponenten.
      Das Intresannte daran ist das die "neuere Reglung" viel viel besser das Gebläse in der Drehzahl runter regelt als die alte Reglung mit den 12V Bausteinen.Wenn der Ofen 210C Abgastemperatur erreicht hat merkt man einen sehr deutlichen Drehzahlreduzierung des Gebläses ,das dann nur noch mit ca.90 Watt läuft in der kleinsten Stufe des Drehzahldimmers.Das war bei der " alten " Reglung mit den 12V Bausteinen fast nicht fest zustellen,der knüppelte immer weiter ,obwohl die Funktion auch schon gegeben war.Da sind die BK immer nach einem Jahr in den Bauschutt gewandert.
      Ich behaupte mal einfach das die Haltbarkeit der Brennkammer sehr abhängt von der Reglung,von der Heizlast, und was ich selbst erfahren durfte von dem Matreal was für so eine Brennkammer verwendet wird.
      Die Hoffnung lag so ein bisschen auf Mitglied " Feuerfest-Matreal" mit seinem Startbeitrag als Profi.Aber das war glaube nur ein Werbeauftritt im eigenen Sinne,er war nie wieder Online seitdem bis heute.Der hätte bestimmt mal was zu Matrealen schreiben können(schade).Ich glaube die Krönung für die Haltbarkeit ist eine Reglung mit Lamda -Technik.
      Wenn du dich hier im Herlt Abteil ein wenig durch gestöbert hast ,wirst du gleich merken das alle die ,die so eine Reglung mit Lamda Sonde am Start haben gar nicht diese Diskussion führen.Da sind 5 Jahre und
      mehr für die Haltbarkeit schon Tagesordnung.
      Bei so einem Verschleiß rechnet sich so ein Tausch gegen so eine Reglung auch ziemlich schnell(finde ich).Man bekommt dann ein viel gleichmäßigeren Abbrand,durch die niederigere Abgastemperatur steigt der Wirkungsgrad,der Matrealverbrauch soll auch noch um bis zu 25 Prozent sinken und die niedrigere Verbrennungstemperatur schont scheinbar emenz die BK .
      Selbst bin ich ( wohl ehr mein Kollege)auch dran diesen Zustand zu ändern.Man hat auch irgendwie zu wenig Information mit der org. Reglung über die Verbrennung . Ich muß aber trotzdem sagen das der Ofen tip top ,1a,spitzenmäßig läuft,da gibt es auch nichts zu meckern.Nur der Anspruch an die Reglung wird weiter steigen bei allen ungeregelten Öfen,das ist mal klar.Die nächste BimSchV rückt näher
      Wenn es soweit ist mit meinem Aufrüsten werd ich es berichten ,die längste Zeit hat es gedauert( hoffe ich).
      Fritti
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      • # 157141
      Ich würde dir gerne sagen, was für eine Regelung ich habe, woran erkenne ich das? Einmal wurde sie über Garantie getauscht.
      Wenn dem wirklich so ist, dass eine niedriegere Abgastemperatur die Brennkammer schont, könnte man das doch über die Einstellung unten links am Ofen realisieren?!
      ich fahre meinen Ofen immer ziemlich stabil zwischen 220 und 240 Grad Abgastemperatur. Mir wurde empfohlen, eher etwas höhere Temperaturen zu fahren, da sich dies positiv auf die Sauberkeit des Schornsteins auswirken würde. (Dazu besitze ich (noch) zu wenig Hintergrundwissen)
      auf den leicht schlechteren Wirkungsgrad wurde dabei hingewiesen.
      Was ich immer mit einem Auge kritisch betrachte ist meine Pumpe. Das ist eine Grundfos Autoadapt Magna.
      Nach hinten raus wenn schon recht warmes Wasser nachgeschoben wird steigt die Kesseltemperatur trotz laufender Pumpe noch ziemlich lange an.
      Aus diesem Grund habe ich sie über lange Zeit einfach auf volle Pulle gestellt.
      Den Beitrag von "Feuerfest-Material" habe ich gelesen, wie du schon angemerkt hast, kam da ja leider nix mehr.
      Mit der ganzen Regeltechnik muss ich mich jetzt erstmal beschäftigen, die einfache Regelung war ja für mich eigentlich ein Kaufgrund. Das dadurch der Wirkungsgrad vielleicht 10 oder 15% schlechter ist stört mich nicht.
      Aber wenn es am Ende dazu beiträgt, dass so eine Brennkamer 5 Jahre hält. Dann sollte man sich dem mal annehmen.
      Da ich beruflich aus dem Formenbau komme, habe ich natürlich auch schon darüber nachgedacht, eine Gießform zu bauen. Aber den Job hast du ja schon übernommen :)

      Eine Überlegung den Pufferspeicher mit Solar zu unterstützen habe ich nach kurzer recherche gleich wieder verworfen.

      Gruß Martin

      Eben mal geschaut: Kesselregelung 230V, 50HZ, abgesichert 6,3A
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      • # 157165
      Moin Moin
      Muste erstmal noch losfahren um ein Foto zu machen ,damit man den augenscheinlichen Vergleich bekommt .Den genauen Wechsel der Bausteine von LAE kann ich dir nicht sagen.Auf jeden Fall nach 2008.
      Wahrscheinlich wurden die eingekauften Komponenten erst noch alle verbaut und dann erst die Bausteine die auf 230V laufen .Hier sind dann die Temperaturen im LCD auch mit Komma zu sehen. Die alten Bausteine hatten nur volle Gradzahlen( Vergleich-Fotos angehangen)
      Zur Pumpe kann ich dir nicht viel sagen ,da sitzt bei mir noch die alte UPS25-80 dran. Die läuft immer auf der 3.Stufe ,sonst bekommt sie die Hitze gar nicht weg oder sie läuft auch die ganze Zeit.
      Sie wird im 1Grad Modus getaktet.Sonst müsstest du diese Schaltpunkte in der Schalthysterese verändern.Das würd ich aber vorher mit Herlt klären.
      Mit dem stabileren laufen bei etwas höherer Abgastemperatur ist richtig.Man ist ja immer bestrebt möglichst wenig einzusetzen um möglichst viel raus zu holen.
      Deine Schraube unten " links" gibt es auch unten "rechts",das hängt davon ab auf welcher Seite deine Türen angeschlagen sind.Das konntest du dir bei der Bestellung aussuchen,hängt meistens vom Aufstellort des Kessels ab für die spätere Beschickung und Wartung.
      Eigentlich brauchst du nicht so hohe Abgas Temperaturen fahren damit der Schornstein sauber bleibt,hängt aber auch vom trockenzustand desHolzes ab.Das must du einfach mal probieren indem du die Gewinde Schraube eine halbe Umdrehung nach links drehst. Dann schaust du dir das erstmal einen oder zwei Abbrände an. Das machst du einfach so lange bist du merkst das er nicht mehr gleich mäßig läuft oder anfängt zu verteeren.Wen du sehr unterschiedliches Holz hast lass es lieber,sonst wirst du Wahnsinnig.Das kann nur eine gesteuerte Luftführung.
      Wer sich für so einen Ofen entscheidet sollte schon Jahre in voraus wissen ob er dauerhaft an Holz kommt,da kommt es auch nicht auf den letzten Raummeter um immer den optimalsten Wirkungsgrad zu haben,da isolierte besser die Bude durch.So einen Kessel zu betreiben und dann von einem Brennholz -Händler abhängig zu sein macht gar keinen Sinn,da heizt du besser mit Öl das ist wirtschaftlicher .
      Zum Feuerfestbeton: Solange wir hier keinen finden der mal einen fachlichen Beitrag leisten kann halte ich erstmal an dem Zeug von meinem Nachbarn fest, da sieht die BK auch nach zwei Jahren Dauerbeschuss noch gut aus.
      Frittiimage.jpegimage.jpegimage.jpeg
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      • # 157187
      Moin Moin Fritti,
      was ist hier Falsch am Bild?????? Find den Fehler


      !!!!!!!!!!! Gefunden !!!!!!!!!!!
      Das Feuerzeug gehört da nicht hin, oberhalb der Heizklappe.
      Also Automatische Löschanlage nach der Flammtronik.
      Wegen der Flammtronik melde ich mich Mo wieder.

      Zum Brennkammerthema.
      Mein HV 49 arbeitet erheblich besser mit der Flammtronikregelung, vor allem bei verschieden Brennmaterial. Von geschredderten Palleten bis Vollholz.
      Zu beachten ist auch, das ich einen Zugbrenzer einbauen mußte, weil sonst alles durcheinander lief.

      Vielen Grüße aus dem Norden der Lüneburger Heide
      Klaus :lager:
      Holzvergaser Herlt HV 49 mit Flammtronik
      Solar 20 m² für Warmwasser u. Heizung
      Speicher 7700 L Heizungsregelung Resol
      VA Schornstein d=250 7,5 m incl Zugbegrenzer
      Zu heizen Wohnhaus (1970) 220 m² + Werkhalle 300 m² 5 m hoch + Büro 64 m²
      Video Holzspalter
      • 6

      • # 157209
      Ich kann nur mit Vermutung zum Verschleiß glänzen.
      So wie ich das beurteile ist es schon ein Problem das die Kammer zusehr aus einem Guss ist.
      Könnte echt Sinn machen das Ganze zu mehrteilen.

      Alternativ , "Opferplatten " aus dem Baumarkt einbauen.
      Sauber in Streifen eingelegt sollte das was werden....
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      • # 157212
      Hallo Randy
      Wahrscheinlich hast du recht die BK mehrfach zu teilen.Wir hatten damals einen guten Draht zu dem Ingenieur gehabt,der erzählte uns von solchen versuchen.Aber da hat sich nichts verändert,also gehe ich mal davon aus das es nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.
      Mit deinen Opferplatten bringt bestimmt etwas.@Buschfahrer hat ein hitzebeständiges Edlstahlblech 6mm (1.4841) vorgeformt auf den Steg gelegt.Der beklagt auch nicht diesen Verschleiß.@Hollstone schafft sogar sieben Jahre mit seiner BK .
      Fünf Jahre sind ja auch völlig ok.Verschleißfrei kann so etwas auch nicht funktionieren,da müste man Matrealen aus der Raumfahrt verwenden.Dann würde so eine BK wahrscheinlich um die zweitausend Euro kosten.
      Ich hab einen Bekannten der betreibt seinen Ofen schon seit kurz nach der Firmengründung von Herlt.Nach seiner Aussage hat die erste Brennkammer ziemlich genau 10 Jahre gehalten und der hat auch die org. Steuerung drauf.
      Also muß es wirtschaftliche Matrealien geben die das können.Das ein Kesselhersteller das gar nicht möchte ist ja verständlich,aber ein Jahr ist auf jeden Fall zu wenig.Die Zeit für die Holzaufbereitung ( Fällen,Rücken,nach Hause transportieren, Sägen,Spalten ,weg packen zum trocknen,holen zum heizen,Asche ,reinigen,usw.)kann man auch nicht weg diskutieren.Da muß eine regelmäßige Wartung der BK nicht noch Jährlich ein drauf setzen ( Aber da bin ich dran und auf gutem Weg).
      Da wir alle ein wenig verrückt sind und noch riesen Spaß an der Quälerei haben gibt es diese Öfen. :thumbsup:
      Grüße Fritti
      • 9

      • # 157266

      Fritti wrote:

      Moin Moin
      Muste erstmal noch losfahren um ein Foto zu machen ,damit man den augenscheinlichen Vergleich bekommt .Den genauen Wechsel der Bausteine von LAE kann ich dir nicht sagen.Auf jeden Fall nach 2008.
      Wahrscheinlich wurden die eingekauften Komponenten erst noch alle verbaut und dann erst die Bausteine die auf 230V laufen .Hier sind dann die Temperaturen im LCD auch mit Komma zu sehen. Die alten Bausteine hatten nur volle Gradzahlen( Vergleich-Fotos angehangen)
      Zur Pumpe kann ich dir nicht viel sagen ,da sitzt bei mir noch die alte UPS25-80 dran. Die läuft immer auf der 3.Stufe ,sonst bekommt sie die Hitze gar nicht weg oder sie läuft auch die ganze Zeit.
      Sie wird im 1Grad Modus getaktet.Sonst müsstest du diese Schaltpunkte in der Schalthysterese verändern.Das würd ich aber vorher mit Herlt klären.
      Mit dem stabileren laufen bei etwas höherer Abgastemperatur ist richtig.Man ist ja immer bestrebt möglichst wenig einzusetzen um möglichst viel raus zu holen.
      Deine Schraube unten " links" gibt es auch unten "rechts",das hängt davon ab auf welcher Seite deine Türen angeschlagen sind.Das konntest du dir bei der Bestellung aussuchen,hängt meistens vom Aufstellort des Kessels ab für die spätere Beschickung und Wartung.
      Eigentlich brauchst du nicht so hohe Abgas Temperaturen fahren damit der Schornstein sauber bleibt,hängt aber auch vom trockenzustand desHolzes ab.Das must du einfach mal probieren indem du die Gewinde Schraube eine halbe Umdrehung nach links drehst. Dann schaust du dir das erstmal einen oder zwei Abbrände an. Das machst du einfach so lange bist du merkst das er nicht mehr gleich mäßig läuft oder anfängt zu verteeren.Wen du sehr unterschiedliches Holz hast lass es lieber,sonst wirst du Wahnsinnig.Das kann nur eine gesteuerte Luftführung.
      Wer sich für so einen Ofen entscheidet sollte schon Jahre in voraus wissen ob er dauerhaft an Holz kommt,da kommt es auch nicht auf den letzten Raummeter um immer den optimalsten Wirkungsgrad zu haben,da isolierte besser die Bude durch.So einen Kessel zu betreiben und dann von einem Brennholz -Händler abhängig zu sein macht gar keinen Sinn,da heizt du besser mit Öl das ist wirtschaftlicher .
      Zum Feuerfestbeton: Solange wir hier keinen finden der mal einen fachlichen Beitrag leisten kann halte ich erstmal an dem Zeug von meinem Nachbarn fest, da sieht die BK auch nach zwei Jahren Dauerbeschuss noch gut aus.
      Frittiimage.jpegimage.jpegimage.jpeg


      Meine Holzqualität ist eigentlich sehr homogen. Wie du schon selber sagtest, man sucht sich ja einen Ofen nach seinen Bedingungen und wünschen aus. Ich habe jetzt mit der Stellschraube (Primärluft) schonmal schön experimentiert.
      Das Flammenbild ist schonmal besser geworden (ruhigere Flamme - mehr ins blaue) Ich denke ich hatte vorher einen ziemlichen Sauerstoffüberschuss.
      Das mit der Autoadapt Pumpe habe ich mir jetzt auch nochmal genau angeguckt... ab einer Abgastemperatur von 230 - 240°C schafft sie es nicht mehr die Wärme abzuführen und der Ofen schaltet auf Naturzug.


      Wozu ist der Drehschalter an der Rückseite? Für mein Empfinden läuft der Lüfter selbst in der gedrosselten Stuffe zu stark.




      Zur Edelstahleinlage. Da ich die Temperaturen in der Brennkammer nicht kenne muss ich jetzt mal echt blöde Nachfragen...
      Warum könnte die Brennkammer nicht aus Gusseisen sein? Genauso mit Steinwolle umwickelt, um die Wärmeausdehnung auszugleichen?
      Wenn sich das mit der Edelstahleinlage tatsächlich bewährt hat... könnte man ja gleich mal testen... bei meiner jetzigen fehlen schon ein paar cm von dem Steg...
      • 10

      • # 157271
      Hallo maddin_990
      Das mit der Va 14841 findet bei mir schon lange Anwendung. Beachte, das das Blech min. 1 cm schmaler sein muß, da sich selbst 14841 an dieser Position erheblich ausdehnt und sich ein bisschen verformt. Die Temperatur im Bereich der Flamme können wir mit unseren Mitteln nicht präzise messen. Durch das Sichtfenster in der unteren Klappe (Hölle) mit einem Tempfühler Typ K 150 mm lang habe ich schon Temperaturen bis zu ca 1200 ° angezeigt bekommen. Dann leidet aber auch schon die Brennkammer, die Kammer glüht dann hell rot. Laut Soll aber nur ca Kirschrot sein (dann hält die Brennkammer auch laut Herlt)Das ist aber nicht die Temp der Flamme, wo sie auf dem Brennkammersteg aufschlägt. Da muß man noch was draulegen.

      An dem Drehschalter an der Rückseite kann man ein klein wenig die Drehzahl des Lüfter begrenzen, das funktioniert nur bedingt (schlechte Lösung)
      Wenn Du es ordentlich einstellen willst??????
      Wirst Du verrückt = Job - Bett - Küche zum Ofen verlegen und immmmmer wieder anpassen. Habe es auch versucht und an meinen logischen Fähigkeiten gezweiifelt.
      Gruß
      Klaus
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      • # 157311
      Hallo Fritti und Maddin,
      hier meine Erfahrungen mit der Brennkammer HV 35 (Inbetriebnahme des Kessels 2007): Die erste BK zeigte sehr rasch mehrere Sprünge. Nach Reklamation erhielt ich kostenlos eine neue, nachdem ich mich bereit erklärte, die zerbröselnde Rückwand-Verkleidung selbst mit Herlt-Mörtel auszukleiden. Das war in der 2. Heizperiode (2008). Die mehrmals gerissene Brennkammer baute ich aus und klebte sie mit BK-Kitt zusammen. (Spanngurte!) Umkleidung mit hitzebeständiger Steinwolle.
      Diese reparierte BK hielt bis zur 7. Heizperiode 2013 !!! Die mir 2008 zugesandte kostelose BK baute ich dann ein. Sie musste im März 2017, also nach 4 Jahren erneuert werden. Diese neue BK war jedoch reiner Schrott, ich habe sie bereits nach gut einem Jahr erneuert, zusammen mit dem Luftvorwärmer, auf Anraten von Herrn Herlt. Letzteres war jedoch unnötig, da der alte LVW noch gut aussieht, ist jetzt meine Reserve. Die jetzige BK scheint jedoch sehr gut zu sein (bis jetzt!). Evtl. ist die neue mineralische Isolierung besser, hält das Ganze besser zusammen. Diese Isolierung musste zum Einbauen der BK jedoch exakt zurecht geraspelt werden, damit sie stramm reinpasst. Jetzt hoffe ich, dass ein paar Jahre damit Ruhe habe.
      Mein Rat: Sobald sich größere Risse oder Abplatzungen zeigen, mit Kesselkitt (Baumarkt) reparieren. Lohnt sich!
      Gruß Paul
      • 12

      • # 157341
      Hallo zusammen
      Ist schon Intressant welche Erfahrung jeder so macht mit seiner BK.Klaus ist natürlich zu sehr Profi als sich den Zerfall lange mit anzuschauen,er hat sich da gleich Gedanken gemacht und reagiert.
      Das was mich so nachdenklich macht ist eigentlich,warum man nicht nach dem Zulieferer Wechsel und der rapide nachlassenden Qualität ,nicht gleich wieder auf den alten Hersteller den man als erstes hatte zurück geschwenkt ist.
      Andere Hersteller von Kesseln haben ja auch das Problem mit dieser enormen Hitzeentwicklung .Alle versuchen das Problem anders in den Griff zu bekommen.Jeder Kesselbetreiber weiß natürlich bei so einer Hitzeentwicklung das so eine BK nicht ewig halten kann.
      Klaus hat es ja schon gesagt: 1200 Grad.Das erklärt auch warum die normale Steinwolle nicht reicht als Trennschicht zwischen BK und Ofen.
      Der Schmelzpunkt liegt hier etwa bei 1000 Grad.Da war sie immer beim wechsel der BK teilweise zusammengesackt,verkohlt je nach Stelle der Hitzeentwicklung .
      @maddin:Dein Gedanke mit der Gusseisernen BK hat sich da eigentlich schon erledigt bei den Temperaturen.Sie würde sich wahrscheinlich verformen und noch weniger lange halten.Deine anderen Fragen hat dir Klaus schon beantwortet.
      Fakt ist das wir "mit "den robustesten Kessel hier im Forum betreiben.Wenn man bei den anderen Herstellern mal rein schnuppert, werden Probleme diskutiert deren Unterhaltung wir auch nicht führen.
      Ich behaupte mal ganz frech; sonst wären hier auch mehr Betreiber im Forum unterwegs und würden ihr Leid klagen wenn er im Grunde nicht so stabil laufen würde.
      Wenn es nicht so weh tun würde ,würde ich ja am liebsten so ein 8€/kg Feuerfestbeton ausprobieren.Dann hätten wir wahrscheinlich die nächsten Jahre nix mehr zu schreiben . :wacko:
      Gruß Fritti
      • 13

      • # 157342
      Die Lösung ist eigentlich simpel.
      Brennraumtemperatur überwachen und das Original schützen.

      Ob Feuerbeton ,Asche oder Schamottplatten ist egal.

      Auf YouTube hat Klaus Bernhardt (Atmos) die Regelung nach BRT gut dokumentiert.
      Funktioniert 1a und ist, das muss man zugeben den etablierten Systemen überlegen.
      Das gute.Ist nichtmal teuer.Nur ein Elektriker müsste man schon kennen ...
      • 14

      • # 157913

      maddin_990 wrote:

      Hallo,
      ich heize seit einigen Jahren mit einem HV35. Wie die meisten bin ich ein totaler Fan des Ofen, allerdings das Thema Brennkammer bleibt ein "Thema".
      Meine aktuelle Brennkammer hat jetzt schon 2,5 Jahre auf dem Buckel und ist eigentlich schon wieder am Ende. Mir graut es schon, diesmal muss ich sie alleine wechseln :wacko:

      Wie viele frage ich mich auch, was denn die Ursache für den Verschleiß ist. Gibt es da irgendwelche Erkentnisse zu dem Thema?
      Wenn man wüsste woran es genau liegt, könnte man ja eventuell ein wenig Einfluss darauf nehmen bzw. versuchen, sie ein wenig zu schützen.

      Was ich schon gesehen habe ist die selbst gegossene Kammer von Fritti die ja wirklich top aussah.

      Gruß MartinMaterial Brennkammer
      Hallo habe einen HV 35 schon seit 8 Jahren immer noch mit der ersten Brennkammer der Mittelsteg ist zwar schon abgebröckelt habe mir mit einem Stahlblech 6 mmm mit dem Holzspalter gebogen und funktioniert immer noch wunderbar. Gruß Michael
      • 15

      • # 157929
      Hallo,
      bei 2,5 Jahre wäre ich schon glücklich. Meine ist seit Ostern 2018 drin, und ich glaube nicht das sie es noch 1,5 Jahre schafft. Ich habe auch ein HV35, wo geht sie denn kaputt? Der Steg oder das Düsenloch (Ecken brechen raus)?

      Gruß Andreas
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      • # 159706
      Hallo Andreas.

      An welcher Stelle die BK immer verschleißt kann man so nicht festlegen. Sie bekommen immer Spannungsrisse die sich durch das Düsenloch ziehen, aber bei jeder Brennkammer anders. Manchmal sogar zwei bis drei Risse kreuz und quer. Auch am Steg rechts und links sind dann relativ zeitnah Spannungsrisse festzustellen. Das ist erstmal nicht so tragisch,die Brennkammer hält durch seine runde Form an sich.

      Das blöde ist nur wenn die Risse erstmal vorhanden sind nimmt der Verschleiß Fahrt auf. Da die gerissenen Teile unterschiedlich groß sind und in der BK auch unterschiedliche Temperaturen an verschiedenen Stellen herschen, dehnen sich diese auch unterschiedlich aus. Dadurch bröckeln dann immer wieder kleine Teile ab. Du kannst dann nach jedem Abbrand immer wieder kleine Stückchen in der Asche finden. Selbst der Beton wird immer mürber und ruck zuck sind 1,5 Jahre rum und dann bricht der Steg weg. Seit dem ich die BK selber gieße hat das schlagartig aufgehört. Man lernt mit der Zeit ja immer mehr dazu bei den ganzen Versuchen.

      Ich meine mittlerweile sogar, dass es nicht mal an Herlt seinem Feuerfestbeton liegt, sondern daran, dass er keine Bewehrung verwendet. Bei der Art wie ich Sie gieße benötige ich bei dem HV 35 1,2kg (35€) (3% warmfeste Edelstahlnadeln der Betonmenge). Beim HV 49/65 brauchst du sogar 3,45 kg (100€) von den Nadeln. Ist erstmal viel Geld, wenn man das so sieht, aber wenn sich die Haltbarkeit dadurch min. verdreifacht (Langzeitversuch läuft ohne zusätzlichen Schutz), kannst du den Preis für die Bewehrung vernachlässigen.

      @herltheizer nutzt Basaltfasern als Bewehrung. Der Versuch müsste auch noch laufen. Die Methode von @Buschfahrer scheint sich auch immer mehr zu bestätigen, der ein 6mm VA 1.4841 Blech auf den Steg gelegt hat. Es wurde ja schon angesprochen hier, entweder schützen oder widerstandsfähiger machen oder sogar beides, um die Lebensdauer zu verlängern.

      Grüße Fritti

    Webutation