Testheizung -Leistungsdaten - Wirkungsgrad -Energieeinsparung

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      • # 158206

      Testheizung -Leistungsdaten - Wirkungsgrad -Energieeinsparung

      Jeder möchte aus seiner Heizungsanlage bzw seinen Verbrennungsgerät das Maximum an
      Leistung -Energie und Wirkungsgrad herausholen um so günstig wie Möglich über die
      Heizperiode zu kommen.

      Leider ist man meistens von den Prospektdaten der div. Hersteller meist weit entfernt.
      Wirkungsgrade von über 90% lesen sich zwar gut ,aber die Realität im Heizungsalltag
      sieht dann meist anders aus.

      Eine überschlagsrechnung mag dies verdeutlichen :

      1.)Je 16°C höhere Abgastemperatur ergeben 1 % schlechteren Wirkungsgrad ...
      160°C Abgastemperatur schlagen sich schon zu 10% nieder.

      2.)Von den Massestromverlusten die durch das Aufheizen von überschüssiger Luft entstehen
      wenn der Restsauerstoff hoch ist.

      3.)Abstrahlverluste von HVG durch Mangelhafte Isolierung udgl.

      Zu 1. Abgastemperatur : Je nach Kaminausführung (Bauart-Material) sind entsprechende
      Grenzen einzuhalten und sollten nicht unterschritten werden.
      Als vorwiegende Alternative sind Edelstahlkamine anzusehen die eine entsprechende
      niedrige Abgastemperatur (notfalls auch Kondensation )erlauben.
      Brennwert Kamine aus Kunststoff (wie bei Brennwert-Gasheizungen) sind bei HVG nicht
      erlaubt.
      Nachgeschaltete Brennwertwärmetauscher holen zwar noch Restenergie aus den Abgas
      aber um echte Kondensationwärme auszunutzen muß der Kondensationspunkt der Abgase
      unterschritten werden (kleiner 55°C) so das ein wirtschaftlicher Betrieb aufgrund
      dessen nur durch entsprechende kühle Rücklaufe aus Boden und Wandheizungen gewährleistet ist.
      Auch muß man den entsprechenden Waschwasserbedarf für derartige Geräte in Betracht (und Reinigungsaufwand) ziehen.

      zu 2. Um einen sichere Verbrennung zu haben muß mit einen Sauerstoffüberschuß gefahren werden ,
      unter 3,5% nehmen die unverbrannten CO - Anteile zu .
      Zu große Werte im Restsauerstoff gehen auch als Verluste in die Berechnung ein und sind
      um so größer ,je höher die Abgastemperaturen sind.

      Zu 3. Abstrahlverluste des Ofen sind mitunter nicht zu vernachlässigen ,sie tragen zwar
      zur Aufheizung des Heizraumes bei ,sind zwar nicht verloren ,weil sie meist innerhalb des Hauses sind ,
      auch einer kleiner Teil wirkt indirekt als Luftvorwärmung (Luvo) für die
      Verbrennungsluft des HVG.

      Zusammenfassung:

      Jeder mag dazu eine andere Einstellung haben ,viele sagen was juckt es mich ob ich ein
      wenig mehr Holz brauche um mir darüber Gedanken zu machen .
      Ist ja ähnlich wie früher ,da hat auch keiner geschaut wie die Treibstoffkosten noch
      niedrig waren ,wieviel Liter Treibstoff ein Auto gebraucht hat.
      Heute tricksen sie mit allen Möglichkeiten um diesen Wert niedrig zu halten ,auch HVG -
      Hersteller um einen hohen Wirkungsgrad zu haben.

      Auch Heizungsbauer ist es egal ,wie hoch deine Heizungskosten sind ,er zahlt sie ja auch nicht -
      fragt ihn mal wie er seine Heizung aufgebaut hat.

      Ausblick:

      Schön wäre es wenn man im laufe der Zeit von einigen Anwendern(Usern) die
      Möglichkeit erhält ,welche Möglichkeiten seine Heizung hat ,welche Leistungen -
      Wirkungsgrade und Energieeinsparungen realistisch (praktisch) Möglich sind.

      Viele haben zwar keinen Energiezähler am HVG hängen ,aber indirekt kann man die Leistung
      eines Abbrannte über die Puffererwärmung feststellen (ohne Heizung).

      Vielleicht kann dieser Artikel doch einige erwärmen ,ein oder mehre Male in der Heizsaison so
      eine Testheizung durchzuführen um selber einmal Einblick in die Leistungsfähigkeit und
      Ausbeute seines Heizsystems zu bekommen.

      Lade alle diesbezüglich ein dies in den Nachfolgen Antworten festzuhalten .
      Werde dies auch meinerseits demnächst machen.

      mfg Ludwig
      Die wichtigste Erfindung der Menschheit ist:
      Bleistift und Papier

      v.T.A.Edison
      • 2

      • # 158216
      Hallo Ludwig,

      ich habe einen umgebauten Naturzugkessel ETA BK15 zum HV mit Saugzuggebläse und hatte letzte Saison einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 84,54% von eingebrachter Energie in den HV und was dann effektiv in den PS ankam da ich das Holz Wiege und einen WMZ am HV dran habe dieser ist aber nicht geeicht. Das Ergebnis dieser Saison kann ich wenn sie zu ende ist nachreichen.

      Sonnige Grüße Reiner
      ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2

      3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
      Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
      DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche
      • 3

      • # 158227
      Testheizung:

      Führe ab und zu eine Testheizung mit Holzpellets durch ,weil man dadurch unter
      normalen Umständen bezüglich Brenstoff mehr weniger ein vergleichbare Brennenergie
      als Ausgangsprodukt erhält.

      Natürlich sind Festbrennstoffprodukte auch gewissen Schwankungen unterworfen ,denke aber
      nicht so sehr wie die eingesetzten wie Laub und Nadelhölzer die mitunter eine sehr große
      Schwankungsbreite der Feuchte aufweisen ,die sich nur sehr aufwendig bestimmen läßt
      (absolut Trocknung) ,weil die üblichen Feuchtemesser nur eine relative Schätzung
      zulassen (eindringtiefe).

      Leider sind die Holzbriketts auch nimmer das was sie einmal waren ,den die Handelware
      wird durch Verwendung div. Mischsorten von Holz auch immer unterschiedlicher .
      (Zitat: vorwiegend aus).

      Auch scheint der Wassergehalt von Ursprünglich 5-6 % schon auf 12% gestiegen was
      natürlich in Bezug auf Herstellung und atro Ware sehr auswirkt.
      Auch div. Beigaben lassen den Aschegehalt ansteigen größer 0.5% während reines Holz
      nur 0,1-0,2% hat.

      Auch die Leistungsangaben Kwh / kg haben eine überhöhte Schwankungsbreite ,wobei sich
      letzteres auf die atro Menge bezieht und nicht auf die Handelsware .

      Trotz alledem ist eine Testheizung mit Holzbriketts noch immer genauer als mit
      normalen Holz weil sich durch den Beschickungsfaktor ein wesendlich gleichmäßiger
      Abbrannt ergibt.

      Eingesetzte Holzbriketts : 50 kg Handelware mit 12 % Wassergehalt = 44Kg atro.
      5.1 - 5.3 Kwh / kg Mittelwert 5,2 Kwh/kg = 228,8 Kwh
      Leistungsmessung : 200.5 Kwh (HVG gestartet bei 60°C und Abbranntende 60°C ;
      ohne Aufheizenergie und Restwärmenutzung).

      Ergibt einen Wirkungsgrad von 87,6% und das bei Abgastemperatur von ca 130°C und 5%
      Restsauerstoff.

      Man sieht das hier noch einiges zu verbessern ist.

      mfg Ludwig
      Die wichtigste Erfindung der Menschheit ist:
      Bleistift und Papier

      v.T.A.Edison
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      • # 158272
      Gutes Thema. Mich wundert immer wieder, dass stets berichtet wird, dass z.B. ein Fröling S3 Turbo 34 KW spielend leicht 3000 Ltr Puffer mit einer Füllung (~40 Kg Holz) bei gleichzeitiger Heizungsabnahme von 30 auf 80 Grad bringt. Wenn ich diesen Angaben trauen darf, ist jeder Atmos ein Witz dagegen, oder deren Heizlast ist sehr gering. Ich betreibe selber einen 25 GSE mit 2500 Ltr Puffer und benötige um von 30 auf 80 Grad zu kommen 35 Kg ohne Heizungsabnahme!
      Stellt sich also die Frage, was macht den Fröling so effektiv? Lambda alleine wird es m.E. nicht sein. Oder sind die 8 KW Unterschied der Grund? Wohl kaum, der Atmos bräuchte halt länger um die gleiche Menge Wasser zu erhitzen. Wenn man also den Angaben glauben schenken darf, dann ballert ein Atmos locker 15 Kg mehr Holz durch den Kamin als ein Fröling. Entweder sind die Dinger wirklich so ausgeklügelt, dass der Preis gerechtfertigt ist, oder aber die Info's entsprechen nicht ganz an der Realität. Sollte die Effektivität aber real sein, so müsste man doch (ausser der Lamdareglung) andere bauartbedingte Änderungen vorfinden, deren "Nachahmung" zu einer besseren Ausbeute des Brennstoffs führt.
      Gruß Ingo
      • 5

      • # 158277
      Die Effektivität muss nicht zwangläufig vom Kessel abhängen.
      Der Aufstellort ist auch nicht zu unterschätzen.
      Ein Kessel im eiskalten Nebengebäude, saugt auch ausschließlich kalte Luft an , bestückt mit kaltem Holz von draussen und dazu noch ein recht schlecht Isollierter Atmos samt fehlender Sekundärluftsteuerung, kann gegen einen Ideal stehenden Fröling Lambda bestückt mit warmen Holz aus dem Keller schon alt aussehen.

      Es sind also die Zusammenhänge zu betrachten.

    Webutation