ETA: SH20 zu geringer Sauerstoffgehalt bei der Verbrennung

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      • # 159190

      ETA: SH20 zu geringer Sauerstoffgehalt bei der Verbrennung

      Hallo zusammen
      Mein Heitzkessel hat öfters bei der Verbrennung einen Sauerstoffgehalt von 5 Prozent, der Rauch stinkt. Hat jemand eine Idee, für das Proplem ?Eta sh20 zu geringer Sauerstoffgehalt bei der Verbrennung
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      • # 159194
      Das hat nichts mit dem Restsauerstoffwert ansich zu tun.
      Ich nenne das " Fehlinterpretation des Lambdawertes" von der Steuerung.

      Um es kurz zu machen.
      Sehr wahrscheinlich hast du im unteren Drittel zuviel Kleinzeug drin, bzw. das Füllgut zu stark in Brand gesetzt.
      Lass die Anheiztür nur solange geöffnet ,bis du ein Geräusch ähnlich eines Schweißbrenners hörst.Dann schließen!
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      • # 159202
      Hallo,

      der SH20 benötigt kein Kleinzeug zum anbrennen!
      Im normalfall sollte vom letzten Heizen noch etwas an Holzkohle im Füllraum sein. Darauf das Holz auflegen, natürlich nicht die Dicksten Dinger ganz nach unten. Aber Kantenlänge 10-12 cm sollte absolut passen.
      Dann anzünden mit einem Blatt der Tageszeitung, warten bis Abgastemperatur bei 80 bis 100 Grad. Dann Türe zu und gut! - So mache ich es immer. Und er hat mich noch nie enttäuscht.

      Gruß
      Jürgen
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      • # 159233
      Moin zusammen,

      @Stihl025 - kannst Du uns denn ein bisschen mehr Infos geben - wie oft das auftritt, wie lange es stinkt, wie die anderen Kernwerte des Ofens sind, wie lange Du schon mit Holz heizt, wie alt der Ofen ist, ob er mal problemloser lief nach Deiner Ansicht etc....

      Grundsätzlich gilt nämlich: der Rest O2 Wert von 5% ist völlig Problemlos und muss so alleine stehend nichts mit dem Stink zu tun haben...

      Vg,
      Blubbi
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      • # 159234
      Hallo

      der von mir betreute Lopper hat den Restsauerstoff auf 5% geregelt......
      Wann tritt das "Stink" auf?
      In der Angfangsphase der Vergasung gab es manchnal den Effekt, dass die Flamme nicht in dieNachbrennkammer überschlug und dann einiges an Unverbranntem aus dem Schornstein kam. Konnte man an einer deutlich dunklen Fahne erkennen. Sobald die Flamme durchschlug wurde die Fahne "weiß".

      ciao Peter
      • 6

      • # 159397
      Hallo Zusammen
      sorry das ich mich jetzt erst melde, ich hatte PC Probleme.
      Danke für die Beiträge.

      Die Daten meiner Heizung:

      Bj. 2008
      13.000 St.
      2018 wurden 2 Steine und die Gussteile vom Fachmann gewechselt. Bis auf den stinkenden Rauch (nicht immer) u. die Messung des Schornsteinfegers im letzten Jahr, problemlos gelaufen. Bei der Messung wurde der Sauerstoffgehalt beanstandet (um 5 %, das war für ihn grenzwertig) Hat jemand eine Idee?
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      • # 159400
      Hallo @Stihl025,

      wie andere schon geschrieben haben, ist ein Rest-Sauerstoffgehalt (bei der Messung) von 5,0% zwar relativ niedrig, aber m.E. vollkommen im Rahmen. Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Und die Messung hast du doch bestimmt bestanden? :thumbup:

      Es kommt ja auch darauf an, in welcher Phase der Schorni den Kessel gemessen hat. Kessel deines Baujahrs werden standardmäßig mit 6,0% Restsauerstoff betrieben (wenn niemand den Wert verstellt hat). In der ersten Stunde, nach dem Anheizen, wird dieser Wert von der Regelung nochmals um 1,5% verringert. Wann also hat der Schorni gemessen und habt ihr den Rest-O2-Wert am ETA-Display mit der Anzeige des Messgeräts verglichen?

      In diesem Messwerte-Thread kannst du stöbern, wenn du ein Gefühl für die Messwerte von verschiedenen Kesseln bekommen möchtest. Deine Messwerte sind dort natürlich ebenfalls willkommen!

      Zum Thema "stinken": Wann und wo stinkt es denn (manchmal)?
      • Ist der Geruch eher im Heizraum, dann deutet das entweder auf Verpuffungen hin, oder die Puffer werden überladen und der Kessel würgt die Verbrennung ab.
      • Kommt der Geruch von draußen (also aus deinem Schornstein), dann sollte das maximal in den ersten 10 Minuten nach dem Start des Abbrands vorkommen. In dieser Phase kann es sein, dass der Sturzbrand noch nicht gezündet hat und der Schornstein qualmt. Das kann bei ungünstigen Wetterlagen (und schlechtem Anzünden) normal sein, man kann das dem Kessel aber abgewöhnen. :whistling:
      Viele Grüße von Karlheinz :)
      Seit Juni 2011:
      ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)
      Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Lager für 6 to)
      Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)
      Paradigma FrischWasserStation
      Paradigma VR-Solarpanel: 2x CPC21 Star Azzurro (10m²; Aqua-System ohne Glykol)
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      • # 159475
      Hallo Karlheinz

      diePrüfung habeich bestanden, der Schorni war aber nichtso zufrieden.
      Es richt drausen und meistens deutlich länger als 10 Minuten.
      Der Sauerstoffgehalt war 1 % über dem des Schorni.
      Ich habe sehr oft eine ungünstige Wetterlage, Standort bedingt.
      Was meinst du mit abgewöhnen

      Schöne Grüße
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      • # 159478

      Stihl025 wrote:

      Der Sauerstoffgehalt war 1 % über dem des Schorni.
      Hallo @Stihl025,

      OK, dann hat die Regelung 6% gemessen. Das ist der bei "unseren" Kesseln der Normalwert. Allerdings ist es m.E. eher ungewöhnlich, dass der Schorni weniger misst. Zumindest bei meinen Messungen war es sonst immer umgekehrt, nämlich dass das Messgerät des Schorni einen höheren Sauerstoffwert angezeigt hat, als die ETA-Anzeige (warum auch immer).

      Es gibt nun folgende Möglichkeiten:
      • es ist alles normal und die Messwerte sind halt so
      • Die Lamdasonde ist defekt oder falsch kalibriert (eher unwahrscheinlich, da sie sich alle 500 Betriebsstunden selbst kalibriert)
      • Der Flansch der Lambdasonde ist undicht und lässt Falschluft durch. Dann misst die Sonde zu viel O2 und die Regelung drosselt die Sekundärluft zu stark. Das kann zu einer schlechteren Verbrennung führen.
        Deshalb die Frage: Wer hat wann die Lambdasonde zuletzt "gewartet" und wurde eine neue Dichtung eingebaut, bzw. der Flansch genügend fest angezogen?

      Stihl025 wrote:

      Was meinst du mit abgewöhnen
      Damit meine ich, dass man mit etwas Sorgfalt beim einstapeln der ersten Lagen Holz, den Kessel dazu bringen kann, dass er die Sturzbrandflamme nach spätestens 1-2 Minuten zündet. In der Zeit bis zur Zündung der Flamme, qualmt der Kessel wie eine Dampflok. Der Rauch ist dunkelgrau und schwer, so dass er teilweise nicht aufsteigt, sondern wieder über die Dachfläche abfällt (so war es manchmal auch bei mir). Je länger es dauert bis die Flamme zündet, desto stärker ist dieser Effekt.

      Deshalb ist die erste Maßnahme, bei jedem Abbrand, sofort nach dem Anzünden, vor dem Kessel auf die Knie zu gehen und durch das Sichtfenster in der untersten Tür die Flamme zu beobachten (meine Frau nennt das "den Kessel anbeten"). Dabei natürlich, die mittlere Anheiztür, die ja noch offen ist, mit der Hand festhalten - nicht dass eine Verpuffung, die es, gerade nach dem Anheizen, immer wieder geben kann, einen Schaden am Kopf anrichtet. :whistling:

      Alleine schon die Beobachtung der Flamme, hilft zu verstehen, wie der Kessel arbeitet. Man kann dann auch etwas mit dem Öffnungswinkel der Anheiztür "spielen" und die Verbrennung direkt nach dem Anzünden etwas beeinflussen (positiv und negativ). Wenn du den Kessel etwas "studiert" hast und dann immer noch wissen willst wie ICH das Anzünden "zelebriere", dann darfst du dich gerne nochmal melden.

      Ich bin ja hier der Statistiker und freue mich jedesmal wie Bolle, wenn mein Kessel schon nach 30 Sekunden die Flamme zündet. Ich muss aber zugeben, dass er auch bei mir manchmal 'rumzickt und er dann, aus mir unerklärlichen Gründen, bis zu 2 Minuten braucht, bis er eine stabile Flamme zustande bringt. Aber "früher" hat es öfters 5 Minuten oder sogar länger gedauert, und dann, bei bestimmten Wetterlagen, hat ER die ganze Nachbarschaft eingeräuchert. :(

      Ein weiterer Trick, in solchen Fällen Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden, ist, den Kessel immer erst nach Einbruch der Dunkelheit anzuzünden. :saint:

      Viele Grüße von Karlheinz, der auch darauf achtet, den Kessel nicht gerade dann anzuzünden, wenn der Nachbar seine Wohnung lüftet... :)
      Seit Juni 2011:
      ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)
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      Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)
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      • # 159482
      Hallo Karlheinz,

      das mit den unterschiedlichen Rest O2 Werten war schon Thema bei der FT und das liegt an dem unterschiedlichen Meßverfahren den der Schornie mißt im trockenen Abgas mit chemischen Sensor und die Lambdasonde im feuchten.

      Sonnige Grüße Reiner
      ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2

      3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
      Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
      DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche
      • 11

      • # 159524
      Hallo @Stihl025,

      Mit deiner Stinkerei:

      Halte dir doch bitte mal folgendes vor Augen:
      Du benötigst zur Verbrennung
      a) einmal eine Temperatur im Brennraum welche über der Zündtemperatur von CO liegt.(>605°C)
      b) dann Turbulenz der Brenngase bei Vermischung mit der Verbrennungsluft
      c) Zeit zum Ausbrennen der Brenngase vor Eintritt in die Wärmetauscherflächen des HV.

      An b) und c) wirst du wenig ändern können da Bauartbedingt.

      Aber an a), das ist eine Einstellsache.
      Leider haben fast alle Hersteller die Messung der Brenntemperatur in der Brennkammer vergessen.

      Bei mir läuft das wie folgt ab:
      Der Füllraum wird gefüllt bist das nichts mehr rein geht.
      Vorher ist die Holzkohle über dem Durchbrandschlitz vom Vortage zusammen geschoben worden.

      Jetzt wird der Direktzug geöffnet und die Fülltüre geschlossen.
      Die Asche vom Vortag wird aus der unteren Tür und der Brennkammer entfernt.
      Das Holz wird von unten durch den Durchbrandschlitz mit einer Gasflamme angezündet.

      Die unter Tür wird etwas beigestellt und das Gebläse in Kleinlast gestartet.
      Jetzt steigt die Rauchgastemperatur langsam an.
      Bei ca. 80°C wird die untere Tür geschlossen und die Primärluft läuft von 28% langsam hoch auf 62%. (ca. 3-5Minuten)
      Wobei 62% der max. Primärluft entspricht.
      Bei ca. 120°C Rauchgastemperatur wird die Direktzugklappe geschlossen.
      Damit zündet bei etwa 28% Primärluft der Ofen.
      Die 62% Primärluft werden wieder ca. 3-5Minuten gehalten um dem Feuer eine gute Grundlage zu geben.
      Beim Erreichen einer Rauchgastemperatur von > 210°C und einer Brenntemperatur von > 700°C,
      wird die Primärluft wieder langsam auf 28% zurück gefahren, dabei wird darauf geachtet das ein Brenntemperatur von 680°C nicht unterschritten wird.

      Hat der Vergaser dann bei Brenntemperatur >700°C und Rauchgastemperaturen > 200°C die 28% Primärluft erreicht, geht nach einer Zeit von ca. 5Min.
      die Anlage auf Regelung nach der Rauchgastemperatur.
      Der Regelbereich der Primärluft ist dann nach einer Stabilisierungszeit im Bereich von 17...62% bei einer RGT von ca. 192°C.

      Diese gesamte Anbrennphase erfolgt automatisch nach dem Zünden und schließen der Türen.
      Die Sekundärluft wird während der gesamten Anzündzeit und später nach einem O2 Gehalt von ca. 4% gefahren.

      Deine Einstellungen sollten ähnlich dem oben geschilderten Ablauf eingestellt sein.
      Du wirst nicht alles so einstellen können wie geschildert, aber der Weg sollte es schon sein.
      Du benötigst zuerst ein Grundfeuer welches du langsam größer werden läßt.
      Wenn es dann brennt mit ausreichender Brenntemperatur, dann wieder die Luft langsam zurücknehmen bis zu einem Startpunkt.
      Grundlage wird IMMER ein großes Glutbett zum Zünden sein.

      Ein Geruch wird sich immer dann einstellen wenn du bei Temperaturen von unter ca. 630...650°C brennst.

      Bedenke bitte auch das eine niedrige Abgastemperatur dir nicht viel weiter hilft.
      Eine niedrige Abgastemperatur bringt erst einmal Wirkungsgrad, wäre ja gut.
      Eine niedrige Abgastemperatur wirst du aber nur mit weniger Leistung erreichen können.
      Wenn du aber die Leistung runter fährst wirst du aber auch die Brenntemperatur runter fahren.
      Damit riecht man das du da etwas verbrennst.

      Die allgemeinen Hinweise wie kein Müll verbrennen und Holz immer<= 15% Feuchte kann ich mir eigentlich sparen,
      sollte selbstverständlich sein.

      mfg
      HJH
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      • # 160810
      Hallo zusammen
      Ich habe einen Etat Monteur kommen lassen.Der hat die überalterte Software durch eine neue ersezt und schon stinkt es nicht mehr.Die Abgastemperatur ist auch von 230 auf 210 gefallen. Ich hoffe das Essay war.

    Webutation