Viessmann Vitoligno 150-S richtiges anheizen und Betrieb???

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      • # 159558

      Viessmann Vitoligno 150-S richtiges anheizen und Betrieb???

      Hallo zusammen,

      ich betreibe sein Januar 2019 den oben genannten HV, leider habe ich immer wieder Probleme mit Rauchbildung aus dem Kamin bzw. ungebrannte Holzgase.
      Bei Tiefdruck oder Fallwinden wird alles nach unten gedrückt und die Atemwege werden dadurch gereizt.

      Habe mich schon durch mehrere Foren gelesen, leider gibt es für den Vitoligno 150-S nicht besonders viele Tipps.

      Mittlerweile habe ich mein Holz im Keller nachgespalten und auf 6-8cm Kantenlänge verkleinert, die erste Schicht über der Düse wird mit Kleinholz und Zeitungspapier bestückt, dann kommt das nachgespaltene Holz und ganz oben drauf 12-15cm Holzscheite. Holzrestfeuchte ist zwischen 10-13%, auch vom Kaminkehrer gemessen.

      Die Anheizphase funktioniert sogar meistens Rauchfrei, wenn diese vorbei ist beginnt es zu qualmen.

      Gestern hatte ich noch Restglut (Abgastemperatur 136°C) und habe nur drei Holzscheite 6-8cm Kantenlänge nachgelegt und es hat 25min aus dem Kamin gequalmt bis es wieder aufgehört hat. Der Rauch war zwar weg, aber ab und zu kam dieser beißende Geruch durch.

      Vielleicht könnt ihr mir helfen, bin echt am Verzweifeln, da ich schon sehr viel Zeit und Energie hineingesteckt habe.

      Vielen Dank und Grüße
      Tim
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      • # 159563
      Hallo Tim,

      willkommen in unserem Forum. :)

      Ich würde dir ja gerne helfen, aber leider kenne ich den Viessmann Vitoligno nicht. Der Kessel unterscheidet sich von meinem ETA unter anderem durch seine Primär/Sekundär-Luftzufuhr mit nur einen Stellmotor (Luftwaage). Die Steuerung der Luftzufuhr in den verschiedenen Abbrandphasen, ist eine der wichtigsten Stellgrößen für eine gute Verbrennung. Da kann dir wohl nur ein anderer Vitoligno-Betreiber oder auch der Kundendienst(?) weiterhelfen.

      Dennoch ein paar allgemeine Hinweise:
      • Der Kessel hat doch ein rundes Sichtfenster in der Aschetür. Dort kann man normalerweise die Sturzbrand-Flamme sehen. Ich gehe davon aus, dass, wenn der Kessel qualmt (oder stinkt), die Flamme erloschen ist? Das ist das Erste, das du kontrollieren solltest.
      • Bei meinem Kessel hat es sich bewährt, die Düse für das Anzünden frei zu räumen (also auch keine Holzkohle darin lassen). Um einen schönen "Anzündkanal" über der Düse zu erzeugen, lege ich hinter die Düse entweder größere Holzkohlestücke, wenn vorhanden - andernfalls tut's auch ein kleineres Stück Restholz, das hinter der Düse quer hingelegt wird. Wichtig ist, dass das (relativ dünne) Anzündholz mit etwas Abstand über der Düse liegt (3-5 cm). Die neueren ETA's haben für diesen Zweck mittlerweile eine entsprechende Erhöhung im Boden.
      • Den Füllraum möglichst selten entaschen und die Asche nie komplett entfernen. Je mehr Asche und Holzkohle vorhanden ist, desto besser brennt der Kessel. Auch in der Brennkammer darf etwas Asche und natürlich Holzkohle liegen.
      • Die Tür-Dichtungen müssen absolut dicht sein. Falschluft ist "tödlich".
      • Weitere Informationen zur Art der Rücklaufanhebung, Kessel-Rücklauftemperatur, Kessel(soll)-Temperatur, Abgastemperatur, Restsauerstoff, Abbranddauer, Puffergröße, Art des Holzes, etc. können ebenfalls hilfreich sein.
      • Auch wenn du (hier?) schon viel gelesen hast, evtl. kennst du diese Beiträge von @Ulmenholz und @McFly noch nicht? Wenn doch, vielleicht liest ja doch noch einer der Vitoligno-Betreiber mit, bevor sich alle in die Sommerpause verabschieden... :whistling:
      Viele Grüße von Karlheinz
      Seit Juni 2011:
      ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)
      Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Lager für 6 to)
      Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)
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      • # 159592
      Hallo Karlheinz,

      danke für die rasche Antwort

      zu deinen allgemeine Hinweise:
      • Der Kessel hat doch ein rundes Sichtfenster in der Aschetür. Dort kann man normalerweise die Sturzbrand-Flamme sehen. Ich gehe davon aus, dass, wenn der Kessel qualmt (oder stinkt), die Flamme erloschen ist? Das ist das Erste, das du kontrollieren solltest.

      • Flamme ist vorhanden, vermutlich werden aber nicht alle Holzgase verbrannt und so riecht man es draußen, teilweise mit Rauchentwicklung. Nebenzugklappe ist bei mir im Abgasrohr 130mm verbaut und nicht im Kamin. Der Kaminzug kann wohl größer sein als das verbaute Gebläse und so die Holzgase unverbrannt durch die Düse ziehen. Habe selbst schon das Kaminkehrertürchen aufgemacht, um einen zu starken Kaminzug auszuschließen.


      • Bei meinem Kessel hat es sich bewährt, die Düse für das Anzünden frei zu räumen (also auch keine Holzkohle darin lassen). Um einen schönen "Anzündkanal" über der Düse zu erzeugen, lege ich hinter die Düse entweder größere Holzkohlestücke, wenn vorhanden - andernfalls tut's auch ein kleineres Stück Restholz, das hinter der Düse quer hingelegt wird. Wichtig ist, dass das (relativ dünne) Anzündholz mit etwas Abstand über der Düse liegt (3-5 cm). Die neueren ETA's haben für diesen Zweck mittlerweile eine entsprechende Erhöhung im Boden.
      • Habe 1mm Anmachholz von Obstkisten, das brennt sehr schnell an und natürlich die verbliebene Holzkohle, wenn das auch nur wenig ist. Das größere Holz habe ich wie beschrieben noch im Keller nachgespalten, um möglichste eine große Oberfläche zu bekommen.
      • Den Füllraum möglichst selten entaschen und die Asche nie komplett entfernen. Je mehr Asche und Holzkohle vorhanden ist, desto besser brennt der Kessel. Auch in der Brennkammer darf etwas Asche und natürlich Holzkohle liegen.
      • Hatte schon 4cm Asche im Brennraum, hat leider auch nix genutzt, Holzkohle wenn vorhanden wird an die Düse gelegt. Werde jetzt noch die Methode mit dem Gasbrenner versuchen, wollte jetzt erstmal die Nachbarn etwas Verschnaufpause gönnen.
      • Die Tür-Dichtungen müssen absolut dicht sein. Falschluft ist "tödlich".
      • Das werde ich heute Abend versuchen mit Kreide zu testen, wobei der Kessel erst ein paar Monate in Betrieb ist. Allerdings ist an einer Dichtung schon ziemlich viel Holzteer. Ich habe gedacht kleine Undichtigkeiten wären kein Problem.
      • Weitere Informationen zur Art der Rücklaufanhebung, Kessel-Rücklauftemperatur, Kessel(soll)-Temperatur, Abgastemperatur, Restsauerstoff, Abbranddauer, Puffergröße, Art des Holzes, etc. können ebenfalls hilfreich sein.
      • Rücklaufanhebung ist bei mir 68°C, Kesseltemperatur (soll) 85°C, Abgastemperatur habe ich von 190 bis 250°C schon alles getestet, mal sind 240°C besser als 190°C und das qualmen hört auf, am nächsten Tag sind bei 240°C wieder Qualm über dem Schornstein. Restsauerstoff ist bei 6%, hatte ich mittlerweile auch schon auf 8% hochgestellt, um eine gute Verbrennung mit Sauerstoffüberschuss zu gewährleisten. Pufferspeicher 950L, Abbranddauer 3-4h, Holz mittlerweile sehr klein, vom Anmachholz 1mm über Dachlattengröße und dann Scheitholz mit Kantenlänge 8-10cm.
      • Auch wenn du (hier?) schon viel gelesen hast, evtl. kennst du diese Beiträge von @Ulmenholz und @McFly noch nicht? Wenn doch, vielleicht liest ja doch noch einer der Vitoligno-Betreiber mit, bevor sich alle in die Sommerpause verabschieden...
      • Die Beiträge habe ich als erstes gelesen und ausprobiert, habe jetzt auch einen kleinen Holzspalter im Keller und spalte alles nach. Ich hätte nicht gedacht das ein moderne Holzkessel so viele Probleme machen kann...
      Viele Grüße
      Tim
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      • # 159593
      Hallo Tim,

      sehr trockenes Holz, zu klein gespalten und Falschluft im Füllraum könnten zu den von Dir geschilderten Symptomen führen. Als erstes solltest Du aber Falschluft ausschließen. Kannst hier ja mal eine Foto der kritischen Stelle Deiner Füllraumtürdichtung einstellen.

      Dein Pufferspeicher dürfte arg knapp sein. Wie groß sind denn Leistung und Füllraumvolumen Deines Vitoligno?

      Viele Grüsse

      Ronny

      PS: Hatte den Kessel auch mal im Visier. Der von Viessmann geschickte HB meinte aber, dass sei nur ein Beistellkkessel und als Hauptheizung ungeeignet. Er hat mir Fröling oder Hargassner empfohlen...
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      • # 159594
      Hallo!
      Alles was Zündelt darf unten nicht rein.Kein Holzspliss, Obstkisten, Kienäpfel usw.

      Ein größerer Scheit links neben dem Düsenschlitz.Rechts zwei Dachlatten große Stücken.Darauf Holzkohle gemischt mit wenig Pappe und etwas Papier.
      Darauf weitere Dachlattenstücken und dann große Scheite.
      Ganz oben kannst du Kleinteile einlegen
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      • # 159615
      Hallo Tim,

      wie ich das sehe, bist du schon gut in der Materie drin und hast schon vieles ausprobiert. Wichtig ist, überhaupt ein Bewusstsein dafür zu haben, dass es ein Problem mit dem Abbrand gibt. Das wird schon noch, du musst halt weiter probieren und beobachten. :thumbup:

      Mit dem Kleinzeug unten im Kessel darf man es natürlich auch nicht übertreiben. Da verhält sich vermutlich jeder Kessel, gerade was die Strömungsverhältnisse im Innenraum angeht, unterschiedlich. Ich kann nur für meinen ETA sprechen: Für mich hat sich herausgestellt, dass der Kessel am besten zündet, wenn ich 5 bis 10 "Spreissel", die ich meistens aus alten Brettern oder Dachlatten abspalte (50 cm lang und 1-2 cm dick), mit etwas Abstand (zur Düse) längs über die Düse lege. Rechts und links der Düse darf ruhig schon größeres Holz liegen, wichtig ist, dass die Düse frei bleibt.

      Ich achte aber darauf, dass seitlich unter der ersten/zweiten Lage des Holzes noch Luft durch kann (durch Unterlegen von Reststücken von Brettern/Dachlatten - 1 bis 2 cm genügen). Also in der untersten Lage nicht zu dicht einstapeln, sonst kann die Primärluft (die normalerweise aus den Öffnungen der seitlichen Einhängebleche strömt) nicht auf kurzem Weg durch die Holzkohle bzw. Glut zur Düse streben, sondern die Luft tritt "irgendwo" aus und strömt von oben durch das Holz in die Düse. Das ist nicht anzustreben, da sonst der Glutstock anfangs zu klein bleibt und später oft zu groß wird. Aus demselben Grund achte ich auch darauf, dass die seitlichen Öffnungen der Einhängebleche möglichst frei bleiben. Das ist bei mir besonders wichtig, weil ich zu 3/4 mit Brettern und Balken heize. Diese könnte man so dicht und nahe an den Einhängeblechen einstapeln, dass die meisten Primärluftlöcher verschlossen sind.

      Bei dir scheint es aber nicht nur beim Anzünden Probleme zu geben, sondern auch während des Abbrands. Diese Probleme hatte ich beim ETA zum Glück noch nie. Es kann hin und wieder vorkommen, dass der Kessel, nach dem Anzünden, etwas länger braucht bis er eine stabile Flamme hinbekommt (sie pulsiert anfangs manchmal). Aber wenn er einmal brennt ist alles problemlos und es gibt auch keinen Rauch oder Gestank aus dem Schornstein.

      Jetzt wären Bilder der Flamme in den verschiedenen Abbrandphasen interessant. Die Flamme sollte gut erkennbar und scharf abgegrenzt aus der Düse strömen. Anfangs wird sie noch gelblich sein, mit zunehmender Zeit sollte sie ins bläuliche übergehen. Gegen Ende eines Abbrands ist sie beim ETA durchscheinend und fast unsichtbar. Die Brennkammer ist dann glühend rot.

      Wenn die Flamme gelb bleibt und den ganzen Brennraum ausfüllt, dann ist der Abbrand schlecht und es wird nicht alles Holzgas verbrannt. Dann tritt Rauch und Geruch auf.

      Viel Erfolg bei der Fehlersuche wünscht
      Karlheinz :)
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      • # 159619
      Hallo Tim,
      ich habe die Erfahrung gemacht, dass beim Bestücken nicht viel Luft zwischen den Stücken bleiben sollte. Es sollte weiterhin darauf geachtet werden, dass das Holz gut nachrutschen kann (manchmal stocher ich etwas nach). Für die Lösung Deines Problems könnte man versuchen die Primärluft weiter zu reduzieren, damit nicht so viel Holzgas auf einmal produziert wird.
      Vielleicht hilft es Dir weiter.

      Gruß vom Holzwurm
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      • # 159621

      Holzwurm1177 wrote:

      ich habe die Erfahrung gemacht, dass beim Bestücken nicht viel Luft zwischen den Stücken bleiben sollte
      Hallo Holzheizer-Kollegen,

      um einer evtl. Verunsicherung entgegenzuwirken:

      Falls die Anmerkung von @Holzwurm1177 auf meinen Tipp, mit der Luftdurchlässigkeit der untersten Lage Holz abzielt (und nur das habe ich gemeint): Natürlich soll man das Holz prinzipiell sorgfältig und auch dicht einstapeln. Das mache ich natürlich auch so.

      Der Vitoligno hat, wie die meisten "besseren" Kessel, Einhängebleche mit Öffnungen für die Primärluftzufuhr im Glutbereich. Diese Öffnungen sollen bewirken, dass die Primärluft "glutnah" eingeleitet wird. Wenn jedoch nur wenig Holzkohle vorhanden ist und die erste Lage Holz womöglich noch in der Asche "versenkt" wird, muss die Primärluft einen Umweg nehmen (soweit meine Theorie, die ich durch ausprobieren für mich bestätigt habe). :thumbup:

      Die Einhängebleche sollten übrigens auch dafür sorgen, dass das Holz gut nachrutscht. Ich habe beim ETA zwar auch schon Hohlbrände beobachtet bzw. vermutet (man kann das an den Werten der Regelung sehen - wenn man gerade vor dem Kessel steht). Allerdings habe ich überhaupt erst einmal "gestochert", nur um zu sehen, ob das etwas bringt. Zum Glück regelt der Kessel einen Hohlbrand normalerweise völlig unbemerkt weg (durch Erhöhung der Primärluft und des Saugzugs).

      Ob das bei Tim auch so funktioniert weiß ich nicht. Ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass einer der anderen Vitoligno-Betreiber mal wieder vorbeischaut...

      Viele Grüße von Karlheinz :)
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      • # 159629
      Hallo Tim

      Wie Vorredner schon geschrieben haben ,ist das Anheizen eines HVG ein wichtiges Kriterium.

      Es bestimmt mehr weniger den Verlauf des Abbranntes.

      Ein zu großer Glutstock am Anfang ergibt zuviel Holzgas und somit oft Verpuffungen und
      einen schnellen Abbrannt ,meist steht dann der Vergaserraum in Flammen.
      Ein zu kleines Feuer am Anfang ergibt eine lange Zeit zu niedrige Temperatur und somit
      kein richtiges zünden des Holzgases und somit die entsprechenden Rauchzeichen für die
      Nachbarn das man angeheizt hat.

      Auch wenn das Prinzip der HVG mehr weniger gleich ist ,so ergeben sich doch erhebliche
      Unterschiede in Bezug auf das Anheizen und sollten in Bezug jeweils für jeden HVG
      herausgefunden werden.

      Meines erachtens ist es daher wichtig ,kurzzeitig ein ordendliches Feuer in der Anfangsphase (so 1 min) zu haben um schnell über die Zündtemperatur
      des Holzgases (knapp über 600°C) zu kommen um die Startphase so kurz wie möglich zu halten (minimale Rauchentwicklung -
      habe deshalb auch eine Kamincamera -siehe Profilbild).

      Nach vielen Versuchen hat sich bei mir folgende Anheizphase bei kalten HVG bewährt:

      Start mittels Anheiztaster der das Anheizprogramm startet:
      Saugventilator 90% der max Drehzahl ; Primärluft 80% offen ;Sekundärluft geschlossen
      bis Anheizprogramm zeitlich und Temperaturmäßig abgeschlossen ist.
      Anheiztüre ist nach den Anzünden ca 1/4 weit offen und wird mit steigender Brennraumtemperatur immer weiter geschlossen bei ca 500 -600 °C ganz zugemacht.
      (ca 1 min.)
      Mit den Anheizvorgang wird automatisch die Kesselpumpe gestartet (unabhängig von der Ofentemperatur (ca 600 l/Std) um einerseits den HVG zu durchströmen
      (keine Hotspot während des Anheizens , und auch den HVG schneller auf Temperatur durch die Rücklaufanhebung
      (Restwärme aus den Puffer) zu bringen.

      Anheizeinschlichtung:
      Ganz wichtig das der überwiegende Teil der Brennraumdüse frei ist und seitlich eine
      Stützschicht hat ,die unmittelbar nachrutschendes Bennmaterial zu keiner Düsenverstopfung
      führen kann.
      Ich lege daher jeweils links und rechts der Düse jeweils 3 ca 2 -3 cm dicke Scheiben
      von einen halben Holzbriketts auf ,die durch die draufgelegte Pappe ca 4 -5 Lagen
      sofort Feuer fangen und das nötige Holzgas für den Verbrennungsvorgang liefern.
      Will man das anfeuern noch verstärken kann man die dünnen Brettchen von Salatkisten
      auf die Pappe legen aber nicht zuviel (max 1/2 Kiste) (kein Muß ,nur wenn vorhanden).
      Über der Pappe schichte ich dann den HVG komplett voll ,habe relativ große Scheiter
      mit ca 15-20 cm Kantenlänge (meiner schuckt noch größere Stücke - so richtige knorrige
      Aststücke die nur schwer zu spalten sind ,die werden in der oberen Hälfte des Vergaserraum
      sofern vorhanden platziert.

      Umschalten auf Normalregelung wenn Brennkammer über 800°C und Ofentemperatur über 45°C
      ist ,weil sonst der HVG durch die niedrige Temperatur in Verbrennungs - Holzgaserzeugung
      nicht richtig in die Gänge kommt.
      mfg Ludwig
      Die wichtigste Erfindung der Menschheit ist:
      Bleistift und Papier

      v.T.A.Edison

    Webutation