Herlt: HV 35 Rückwand Füllraum sanieren/reparieren

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      • # 159988

      Herlt: HV 35 Rückwand Füllraum sanieren/reparieren

      hi leutz,

      nach ende der heizperiode und eintreffen meiner ersatzteile will ich mich demnächst an die generalreparatur meiner holzfeuerung machen. brennkammer, luftvorwärmer und turbulatoren sind da, jetzt geht es ans einsauen. und wenn ich einmal dreckig bin wie ein kaminkehrer, dann will ich auch gleich meine marode rückwand vom füllraum in ordnung bringen. leider habe ich keine ahnung, wie man das am besten anstellt. ich hatte schon mal kesselbeton in das loch geschmiert, der ist aber wieder rausgebröselt. die "estrichmatte" zur stabilisierung ist schon komplett weggebrannt, ich habe freie sicht auf die blechwand.
      ich würde jetzt vorsichtig den beton wegstemmen und die original bewehrung intakt lassen. daran knote ich eine neue stahlmatte und ziehe dann den beton ein. die frage ist nur, hält der kram dann auch über einen längeren zeitraum oder sehe ich im nächsten frühjahr wieder meine kesselblechwand...?
      gehört zwar nicht direkt zum thema, aber weiß hier jemand die genaue typenbezeichnung vom originalen 12 v abgasregler? den muß ich auch noch tauschen, kriege aber nur einen baugleichen aus england.

      besten dank für eure hilfe

      ipadkillaHV 35 Rückwand Füllraum sanieren/reparieren
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      • # 159996
      Moin moin
      Junge du hälst einen aber auf Trapp.Den Kompl. Beton von der Rückwand rausstemmen mit einem kleinen Stemmhammer ist richtig( Gehörschutz aufsetzen ,das rappelt ganz schön ), flicken nur in der Heizsaison.Je nach Größe des weggeschmolzenen Teils der Matte entweder ein Stück rein punkten oder den Rest rausflexen und kompl. neu machen.In irgend einem Betrag habe ich schon mal Bilder von der Füllraum-Renovierung eingestellt.Die Matte auf jeden Fall anpunkten (Werkseitig bei Herlt auch so)und nicht " knoten ,rödeln", sonst hast du zu viel Bewegung im Beton der dann sofort wieder anfangen würde zu bröseln .
      Ich habe in meinem Beton auch die Edelstahlnadeln zugesetzt,allerdings nur 1,5 -2% der Betonmenge.Matschig anrühren und mit einem dickeren Leder Arbeitshandschuh (sonst fühlst du dich wie bei der Akkupunktur )in kreisenden Bewegungen in und um die Matte verschmieren. Vorher einen Lappen in das Loch für den Rauchabzug stopfen.
      Zu deinem LAE Regler für das Abgas:Du hättest doch nur die zwei Schrauben von der Reglungs -Haube mal losschrauben müssen .In der Regel haben alle Bauteile irgendwelche Nummern,Labels oder sonst.,um dann danach Googeln zu können.
      Gruß Frittiimage.jpeg
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      • # 160047
      moin fritti, besten dank für deinen enthusiasmus und die schnelle hilfe.

      das mit der betonsanierung hört sich reichlich spannend an. rausflexen krieg ich schon noch hin, aber ich bin nur ein simpler elektriker und kein schweißer oder schlosser. also sollte ich mir jemanden suchen, der sich mit sowas auskennt. ist aber kein problem.

      die idee mit der abdeckung von der regelung ist auch richtig, aber bei mir ist da die kellerdecke im weg. ich hab da keine zwanzig centimeter platz, schon der wechsel von relais oder tastern an der regelung war recht grenzwertig, als ich das mal machen mußte. kabel nur nach gefühl an die richtigen kontakte bringen macht richtig spaß. hat aber letztendlich funktioniert. ich hatte mich schon innerlich auf den ausbau eingestellt, dann nach dem ersatzteil suchen und danach wieder einbauen eingestellt.
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      • # 160062
      Gibt doch diese wunderbare Erfindung "Spiegel" genannt!
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      • # 160078
      Hallo Werner
      Was heißt denn "simpler Elektiker"?Nun mach dich mal nicht kleiner als du bist! Nur weil viele Chefs die letzten 15Jahre ihre Mitarbeiter beim Lohn verarscht haben,müssen Handwerker sich nicht mehr bücken wie ein Diener,aber die Zeiten sind langsam vorbei.
      Falls du die Matte rausflexen must ,lass die senkrechten Amierungsstangen sitzen,da kannst du die neue Matte wieder gut dran fest punkten und bekommst noch mehr Abstand zum Kesselblech.Da läst sich dann der neue Beton besser verschmieren.Hast du kein Kumpel oder Bekannten der dir zur Hand gehen kann mit dem anpunkten der Matte( Bastler reicht für diese Arbeit)?
      Wenn du so eine niedrige Deckenhöhe im Keller hast,wie machst du dann den Wärmetauscher sauber ?Wie bekommst du die Turbolatoren (ca.85 cm beim HV35)herausgezogen.Ein anderer Herlt-Heizer hat mir mal eine tolle Lösung mit einen umgebauten Stück Drahtseil für die Bohrmaschine aufgezeigt. Im Sekunden Takt hast du die Röhren sauber ohne eine hohe Deckenhöhe haben zu müssen,im Gegensatz zu den normalen Rohrbürsten.
      Ich kann dir den Zusatz von den Stecknadeln (Schuba-Shop.de)nur ans Herz legen.Sie verhakeln sich nochmehr hinter der Matte.Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen das der Verschleiß des Füllraum-Beton extrem nachlässt.Selbst durch die mechanische Abnutzung durch das nachlegen vom Holz wird der Verschleiß auf ein Minimum reduziert.
      Ich würde mittlerweile sogar bei anderen Ofenherstellern den Füllraum auf diese Weise aufwerten um das Kesselblech zu schützen,was wiederum zu einer Lebensdauerverlängerung führen würde.
      Grüße Fritti
      • 6

      • # 160079
      hi fritti,

      das mit dem elektriker war auch nicht ganz so ernst gemeint. ich gehöre als handwerker zu einer aussterbenden gattung, dummerweise kann ich mit 51 die konsequenzen nicht mehr genießen, wenn in absehbarer zeit selbige faktisch mit gold aufgewogen werden. die ersten zeichen sind am horizont schon zu sehen... ein kumpel von mir ist schlosser, der wird mir die matte schon an das blech schweißen. ich muß allerdings gestehen, ich bin eher der do-it-yourself-typ, ich verlaß mich am liebsten auf das, was ich selber mache.

      meinen wärmetauscher reinige ich mit einer drahtbürste, die auf einem dicken stahlseil aufgeschraubt ist. das seil ist stabil genug, um den druck aufrechtzuhalten, den man braucht, um das ganze durch die rauchrohre schieben zu können. die turbulatoren haben ein gelenk in der mitte, die bietet herlt selber direkt so modifiziert an.
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      • # 160102
      Hallo Werner
      Jetzt wo du es geschrieben hast,kann ich mich schwach daran erinnern ,das der Ingeneur damals von den Turbolatoren mit dem Knickgelenk gesprochen hat für Aufstellorte mit einer niedrigen Deckenhöhe.
      Die do-it-yourself-Methode ist auch unser Ding.Das war damals auch der ausschlaggebende Punkt dieses Kessels zum Kauf .Wir sind damals erst an dem Stand von Herlt auf der Agritechnica vorbei gelaufen.Ich hatte ihn nur eines kurzen Blickes gewürdigt auf dem Außengelände.Er machte so ein zurückhaltenden Eindruck gegenüber den anderen Herstellern.Wir währen fast beim Lopper gelandet.Bei Lopper hattest du die Möglichkeit dir die Matrealstärke für den Füllraum auszuwählen und das war das was mich so stutzig machte,ohne damals zu wissen worum es eigentlich ging.Also schleppte ich meine Jungs wieder nach draußen zu " diesem Russen-Modell". Da lernten wir H. Lexow den Ingeneur kennen.Endlich mal einer der etwas mehr über seinen Ofen erzählte und warum es so wichtig ist den Ofen vor dem eigentlichen Feuer zu schützen(Was die anderen Hertsteller gar nicht verraten haben).So etwas baut vertrauen auf.Ich wusste schon nach 10 Minuten das wird unser Ofen,den haben wir gesucht.In der folgenden Zeit haben wir uns einige unterschiedliche HV von Herlt bei Refferenzadressen angeschaut.Wir haben dann alle das "Ding " bestellt.
      Die Entäuschung kam so nach der zweiten BK innerhalb 2,5 Jahren auf,weil wir dem Beton durchaus mehr zugetraut haben.Es ist dann ja auch hier zum Top-Thema geworden.So etwas sollte man eigentlich als Hersteller verhindern indem ich da ganz gewaltig an der Qualitätsschraube drehe.
      Ein Bekannter hat den Ofen schon seit kurz nach Firmengründung (Ich meine ca. 1992 wenn ich das nicht ganz falsch auf der Kette habe).
      Wenn du dein Handy mit Frontkamera auf ein Brett legst und dieses dann langsam durch die BK schiebst dann kannst du sehen wie neuwertig der Ofen im Wärme tauscherbereich aussieht.Da denkst du der hat das ewige Leben( was natürlich Quatsch ist).
      Hier kommt die Theorie zum tragen ,das es eben wichtig ist das das Feuer einen möglich langen Ausbrand weg nimmt und das am besten in einem keramischen Schutzmantel.Die ausgebrannten Gase "fressen" dann auch nicht mehr so am Matreal.
      Jetzt verstehst du vielleicht auch meine "bisschen verrückte Begeisterung".
      Grüße Fritti
      • 8

      • # 160104
      moin fritti,
      wir haben uns damals in bayern eine ausstellung von allen verfügbaren holzheizern angesehen. hatte die uni freising zu studien- und testzwecken hingestellt. am meisten hat eigentlich die simplizität vom herlt beeindruckt. ich sag immer, was nicht an schnickschnack an technik dran ist, kann auch nicht kaputtgehen. zwei regler, ein paar relais, fertig... perfekt für uns.
      daß die brennkammer leider so anfällig ist, hat uns damals keiner verraten. wer weiß, vielleicht muß ich mich auch noch mit do-it-yourself-gießtechnik beschäftigen...
      einen schönen feiertag noch
      ipadkilla
      • 9

      • # 160115
      Hallo euch beiden,
      Ich beneide Euch sehr! Habe herlt leider zu spät entdeckt.
      Warum baut Ihr eure Brennkammer nicht aus Metall 1.4841?
      Meine original Künzel brenndüse und brennkammerschale waren nach 2 jahren durchgebrannt. Nun habe ich selbst Hand angelegt und düse aus 6mm und brennkammerschale aus 3mm 1.4841 gebaut vor 10 Jahren. Ist immer noch so gut wie neu. Eure Brennkammer müsste man aus geschnittenen bzw. gebogenen
      Blechen zusammenschweißen.
      • 10

      • # 160119
      Hallo
      @'Holzfreund5:Ja der Gedanke mit der BK aus 1.4841ist gut ,den hatte ich auch schon mal.Habe zwar über einen Kumpel alle Möglichkeiten der Metall Bearbeitung(Laser Schneidanlage,Stanzen,Pressen ,Starkblech Walzen, CNC Fräsen,usw),aber eigentlich zu wenig Ahnung um das dann so zu Ende zu bringen das das dann Störungsfrei läuft.Da ich von meinem Bekannten erfahren habe das die erste BK 10 Jahre gehalten hat wusste ich ,da must du ansetzen,da wird es ja etwas geben( Gab es ja dann auch schon).Es ist für mich dann auch einfacher eine BK zu Gießen,als dann mit 5mm 1.4841 anzufangen.Der m2 in 5mm 1.4841 kostet auch ca. 380-420 €,und wie lange würde die dann halten wenn man diese dann verschweißen würde( Ich hab da zu wenig Erfahrung mit).Jetzt stell dir mal vor du würdest eine BK (Röhre)für den H49/65 bauen: ca. 110 cm lang.Sie hätte bei der Länge überall verschiedene Temperaturen, würde sie dann nicht auch reißen oder brechen,oder du müsstest wieder Vier Teile bauen.Könnte mir Vorstellen das der Feuerfestbeton da noch träger oder nachgiebiger ist.Schade das nach dem Einführungsbericht von @ Feuerfest-Matreal nix mehr kam.
      @iPadKilla:Obwohl Herlt damals bis über beide Ohren Aufträge hatte ,finde ich hat er seine Geschichte zu wenig beworben .Man hätte sich bei der Mitarbeitergröße vielleicht nur auf die HV konzentrieren sollen,oder den Betrieb auf dem Papier teilen.Wenn du beim BPA mal
      schaust wieviel Patente da angemeldet worden sind(größten Respekt).Da fragst du dich wer hat da noch die 5000 Kessel gebaut.
      Wir haben uns zusätzlich im Energiezentrum Olsberg schlau gemacht,da standen sie auch alle schön neben einander und man konnte gut vergleichen.Diese robuste Einfachkeit hatte uns einfach überzeugt,von den BK Problemen hat uns auch keiner etwas erzählt.
      Wir haben erst immer noch den Fehler bei uns gesucht.
      Bei der Reglung muß ich sagen ist mit den Jahren so ein bisschen die Zeit stehen geblieben.Man hatte einfach zu wenig Ahnung von Regel und Steuermöglichkeit und fanden es damals gut das der Ofen nicht diesen Schnick-Schnack hatte.
      Heute muß man sagen das diese einfache Reglung in Zukunft nicht mehr reichen wird,weil du einfach keine Infos über die Verbrennung bekommst.Die Messinterwalle abzuwarten bis der Schorni seinen Rüssel ins Abgasrohr steckt um dann den Ofen einzustellen ist doch irgendwie auch nicht mehr Zeitgemäß,finde ich.Übermorgen hast du wieder anderes Holz im Ofen und dann passt wieder nix mehr.
      Grüße Fritti
      • 12

      • # 161479
      Nur mal ganz kurz: Schamotte und ähnliche Werkstoffe immer ganz langsam einheizen beim ersten mal, denn in den „Steinen“ ist noch Wasser enthalten, das durch behutsames erwärmen ausgetrieben wird!
      Heizt du zu schnell hoch, so kann das durch Dampfwirkung zu Rissen führen!
      Also, das erste Feuerchen nur mit ein paar Scheitchen entzünden... wenn sie heruntergebrannt sind nochmals so nachlegen...(damit wird der Kessel gaaanz langsam hochgeheizt und gibt noch nicht mal Wärme ab!)
      Gib dem Material Zeit, das Wasser zu verlieren!
      Gruess Ruedi

      PS: habe einen ganz anderen Kessel,
      Gilt aber eigentlich für jeden Typ Ofen mit keramischen Steinen!
      Schau dir im Youtube mal Filme zum behutsamen Einheizen von neu erstellten Grundöfen an!
      Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.
      Werkzeug: Meili DM 36 Traktor, Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 5Kettensägen, Biber mit 461 als Antrieb.
      Anlage kann jederzeit besichtigt werden!
      Spezielles: Offene Anlage mit 180 l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!
      Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
      Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

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