Friwa vs. Hygienespeicher ?

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      • 1

      • # 160162

      Friwa vs. Hygienespeicher ?

      Hallo

      Wo liegen die Vorteile und Nachteile zwischen einer friwa und einem Hygienespeicher ?

      Vorteile Hygienespeicher:

      -alles in einem Speicher (Anschluss mehrere Heizkessel, solar,heizpatrone möglich)

      -keine Ladepumpen nötig,der wasserdruck macht die Arbeit von ganz allein

      - kein zerstören der Schichtung im Speicher,durch oben liegende Frischwasser Wärmetauscher (Austausch und wartungsfähig)

      -anschluss von Zirko möglich

      -bei automatisch bestückten Heizkesseln,kann die Temperatur unterhalb der kalkausblühungsgrenze bleiben

      Nachteile Hygienespeicher?


      Nachteile friwa:

      - teuer
      - Pumpen (+ Stromverbrauch)
      -viel Technik ( Regelung Fühler usw.)


      Vorteile friwa:?


      Lg
      Automatisch heizen,für 2,37cent/kWh mit ekogroszek.
      • 2

      • # 160164
      Hygienespeicher sind simpel und für mich immer erste Wahl.
      Alle Nachteile wie Zerstörung der Schichtung oder Verkalkung der WW Spirale kann ich nach meinen Erfahrungen nicht bestätigen.
      Alles eher theoretisch, als Tatsache.

      Sollte es zum worst case zwecks Spiralen Verkalkung kommen, kann man immernoch ne FriWa nachmontieren.

      Oder alternativ , vorsorgen und die Trinkwasseranlage vom Fachmann alle 10 Jahre warten ,sprich spülen lassen.
      • 4

      • # 160167
      Hallo

      @Randy

      Ich habe die Punkte nur Mal mit aufgezählt und damit gleich versucht sie zu wiederlegen,da diese immer gerne von Hygienespeicher Gegnern hervorgehoben werden.

      @wolke
      Hier wird immer zur friwa geraten,mich würden Mal die Gründe dafür interessieren?

      Muss doch irgendwelche Vorteile geben?

      Lg
      Automatisch heizen,für 2,37cent/kWh mit ekogroszek.
      • 6

      • # 160171
      Vorteil friwa fällt mir nur ein: .......... ggf. das alte Lied der Legionellen ...... . . aber wenn das wirklich eine Problem wäre, dann hätte man den Hygienespeicher schon verboten, weil jeder 2. mit Legionellen rumlaufen würde, also nein, für mich gibt es keinerlei Vorteil
      benötigt mehr Platz
      zusätzliche Energie
      ist teuriger
      luliiulal


      • 7

      • # 160172
      Hallo

      Ja Thema Legionellen..... :rolleyes: ,damit lässt sich auch gut dran verdienen :P .

      Das ist beim Hygienespeicher kein Thema,dann müsste man zuerst alle Warmwasserspeicher verbieten bzw.die komplette Warmwasserverrohrung untersagen.

      Lg
      Automatisch heizen,für 2,37cent/kWh mit ekogroszek.
      • 9

      • # 160174
      Das finde ich eine klasse Idee, für einen Anfänger ist das eine klasse Hilfe!
      Würde Interesse bestehen, z.B. eine komplette "einfache Anlage" als Schema aufzubauen?
      Wichtigste Kritieren wären dann einfacher Aufbau für den Selbstbauer, wenig Wartung, zuverlässige Bauteile und bezahlbar.
      Denke vielen Anfängern wäre so eine Anlage lieber, da die vielleicht etwas schlechteren Heizwerte (wenn überhaupt) locker durch den eigenen Einbau ignoriert werden können.

      Solche Fragen sollten besprochen werden und dann der Plan gemacht werden:

      Puffer in Reihe oder Tichelmann
      Pufferspeicher mit zusätzlich 1 Hygienespeicher, oder 1 Kombipufferspeicher oder 1 Trinkwasserspeicher? Denke FriWa ist bei einer einfachen Anlage draussen.
      Zirkulation Vor und Nachteile
      Laddomat Rücklaufanhebung oder doch mit thermostatischen Mischventilen
      Partikelabscheider
      Notheizung, welche Möglichkeiten gibt es? z.B. Heizstab im Puffer
      Und was sonst angesprochen werden soll...

      Ich habe schon klasse Tipps von Mitgliedern bekommen und durfte mir auch eine Anlage ansehen.
      Aber als komplette Anleitung wo alle nötigen Fragen besprochen sind, wäre bestimmt für viele Anfänger sehr hilfreich.
      • 10

      • # 160175
      @Holzmacher
      ich denke mal, dass es nicht unbedingt großartigen Sinn machen wird, da die Anforderungen so grundsätzlich verschieden sind, fängt an über Wohnort, Gebäudegröße und-Dämmung bis zur Frage: Fussbodenheizung, Radiatoren, WW, HV, Pellet oder Kombi oder oder oder - Geld spielt auch eine Rolle, willst'e viel selbst machen etc etc

      und eigentlich wäre es ja nur eine "Zusammenfassung" des Forums - steht ja alles drin, muss man halt ein wenig suchen und lesen

      und im Ernst: ich glaube nicht, dass ich als Anfänge - also null Ahnung - überhaupt die Traute hätte, eine Anlage nach einer Anleitung in einem Forum aufzubauen, in dem ab dem 1. Sonnenstrahl die Teilnehmerzahl der aktiven Mitglieder so nach unten geht, dass eine Antwort auf eine gestellt Frage oft heißt:"Du musst Dich gedulden, es ist halt Sommerpause, vielleicht schaut ja einer noch diese Woche hier rein" ;)
      luliiulal


      Post was edited 1 time, last by wolke ().

      • 11

      • # 160177
      Hallo.

      da das Thema Vermeidung der Schichtung bei WW- und oder Solar-Wärme-Speichern im Verkauf und Marketing regelmäßig thematisiert wird, monitore ich dieses Thema bei meinem Solar-Wärmespeicher laufend.

      Nach meiner Analyse spielt dies in meinem Fall bei einem 500 Liter Solarspeicher nicht wirklich eine Rolle. Wird bei größeren Speichern 1000 - 10.000 Liter sicherlich eine Rolle spielen.

      Anbei der Verlauf der Temperaturen im WW-Speicher Unten, Mitte, Oben bei WW-Bereitung mit 5 kWh-Heizstab-unten (PV-Überschuss) oder über Solarthermie mit integriertem Solar-Wärmetauscher unten.

      Der obere Temperaturwert ist um ca. 3 Grad laufend niedriger als der mittlere Temp. Wert. Dies ist aber darauf zurückzuführen, dass der obere PT 1000 nicht zur Gänze flach anliegt.

      Wie man den 3 Temp. Kurven entnehmen kann, sind diese beim Laden durch Heizstab oder Solarwärme gleichmäßig steigend.

      Also ich kann hier keiner Zerstörung der Schichtung erkennen, wie sehr oft von Verkäufern argumentiert wird. ;)

      Ebenso anbei eine interessante Studie vom Bundesamt für Energie in Bern aus 2015 zu diesem Thema:spf.ch/fileadmin/user_upload/F…ericht_15-07_09_Final.pdf
      "StorEx-theoretische und experimentelle Untersuchungen zur Schichtungseffizienz von Wärmespeichern".

      Vielleicht hat jemand von Euch ähnliche oder ganz andere Erfahrungen und praktische Erkenntnisse.

      Wäre sicherlich interessant, wenn man diese auch grafisch hier einzustellen könnte.

      Habe die einzelnen Werte auch in einer Excel-Tabelle auf 30-Sek. Basis als Export aus Winsol.


      Sonnige Grüße


      Karl
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      • 12

      • # 160180

      robertozittau wrote:

      Hallo

      Wo liegen die Vorteile und Nachteile zwischen einer friwa und einem Hygienespeicher ?

      Vorteile Hygienespeicher:

      -alles in einem Speicher (Anschluss mehrere Heizkessel, solar,heizpatrone möglich)

      -keine Ladepumpen nötig,der wasserdruck macht die Arbeit von ganz allein

      - kein zerstören der Schichtung im Speicher,durch oben liegende Frischwasser Wärmetauscher (Austausch und wartungsfähig)

      -anschluss von Zirko möglich

      -bei automatisch bestückten Heizkesseln,kann die Temperatur unterhalb der kalkausblühungsgrenze bleiben

      Nachteile Hygienespeicher?


      Nachteile friwa:

      - teuer
      - Pumpen (+ Stromverbrauch)
      -viel Technik ( Regelung Fühler usw.)


      Vorteile friwa:?


      Lg
      Viele der von dir aufgezeigten Vorteile des Hygienespeichers sind auch Vorteile einer Friwa:

      Vorteile Friwa:

      • alles in einem Speicher, kein zerstören der Schichtung im Speicherkein zerstören der Schichtung im Speicher
      • Anschluss mehrere Heizkessel, solar,heizpatrone möglich

      • anschluss von Zirko möglich
      • bei automatisch bestückten Heizkesseln, kann die Temperatur unterhalb der kalkausblühungsgrenze bleiben (ist das wirklich ein Vorteil, Stichwort Taktung)
      Vom Preis her tun sich die Friwa und der Hyg nicht viel (Beim schnellen Vegleich 1500 Hyg und 1500 leere Büchse vom gleichen Hersteller + Friwa ist die Friwa ca. 100€ teurer)

      weitere Vorteile:
      • Anschluss von mehreren Puffern (aus meiner Sicht) einfacher möglich
      • mit Vormischer keine Kalkausblühungen, auch bei hohen Puffertemperaturen
      • einfacherer Tausch, falls doch mal was kaputt geht
      Was die Schichtung betrifft bin ich selber skeptisch ob sich das Wellrohr so negativ auswirkt. Allerdings sind die von dir erwähnten oben liegenden Wärmetauscher eher die Aushnahme als die Regel.

      Einen weiteren Vorteil der Friw sehe ich in der besseren Planbarkeit der Schüttleistung. Hier gibt es doch genaue Angaben der Zapfleistung. So kann man halbwegs bestimmen, welche Temp der Puffer min. noch haben muss um 250L für ein Vollbad zu zapfen (wenn der Kessel aus ist). Solche Angaben habe ich für einen Hygienespeicher noch nicht gefunden.
      • 13

      • # 160182
      Hallo

      Vielen Dank für deine Argumente.

      Bei meinen Capito Hygienespeicher gibt es diese Angaben der Schüttleistung,es besteht auch die Möglichkeit, Wärmetauscher nachzurüsten.

      Mein Speicher hat mich inkl.wärmetauschern 80€ gekostet,das ist zwar nicht die Regel aber hier im Sektor Selbstmontage doch schon eher üblich,sich mal nach was günstigeren umzuschauen.

      Mir persönlich gefallen die geflanschten Wärmetauscher mehr als ein VA wellrohr,was im schwarz/weiss Schweißverfahren starr mit dem Puffer verbunden ist.

      Hab da schon durchgegammelte Verbindungen gesehen.
      Was ich hier auch als Nachteil eines 0815 Hygienespeicher ansehe.

      Das Thema kalkausblühungen betrifft ja mehr die manuelle bestückten Heizkessel,wie zbsp.die Holzvergaser.
      Was ich auch als Nachteil ansehe,was aber ggf.vielleicht auch zu streng bewertet wird.

      Das die Komponenten der friwa leicht auszutauschen sind,ist unstrittig aber jemand muss die Goldstaub Teile auch bezahlen?!

      Selbst wenn man den Premium Listenpreis vom HB ,für einen Hygienespeicher auf den Tisch legen sollte :whistling: ,sind doch die Betriebskosten ein Bruchteil zur friwa.

      Pumpenstrom, Regelung, Verrohrung, Wartung, Reparaturen usw....

      Klar kann man dann auch viel ausrechnen aber großen und ganzen befinden wir uns im Eigenheim Bereich,wo man die Kirche im Dorf lassen sollte,kommt zwar immer auf den Einzelfall an aber 10 Parteien Mehrfamilienhaus Besitzer wird sich kaum damit beschäftigen.

      Lg
      Automatisch heizen,für 2,37cent/kWh mit ekogroszek.
      • 14

      • # 160189
      Hallo

      Es gibt ja verschiedene Wege sein Warmwasser zu bereiten.
      Boiler ,Friwa ,Hygenespeicher ,jeder von diesen hat seine Vor- und Nachteile.

      Letzendliche spielen örtliche Umstände und Gegebenheiten (HB) eine wesendliche Rolle ,
      welche der genannten Ausführungen zum Zuge kommt.
      Auch spielt es eine wesendliche Rolle ob eine Solarthermieanlage zum Einatz kommt und
      wie diese an die vorhandene Anlage eingespeist wird.
      Auch spielt es eine wesendliche Rolle welche Größe eine solche aufweist um die vorhandene Wärme unterzubringen und sinnvoll zu speichern.

      Ich betrachte das mehr weniger am wirtschaftlichen Aspekt ,dh mit welchen Energieeinsatz
      bzw. Anschaffungskosten ist das ganze zu Händeln.

      Bezüglich Anschaffungskosten kann ich nur von meiner Eigenbau FRWA Anlage sprechen :
      Wärmetauscher ca 150 €
      Pumpe (regelbar) ca 130 €
      2 Durchflussmesser ca 160 €
      4 Temp. Fühler ca 110 €
      Verbindungsmaterialca 100 €
      Regler bzw. Anteil ca 200 €

      ges. Preis ca 850 €

      das ist aber eine Anlage mit 2 Wärmezählern ,wo man den erforderlichen Energieeinsatz
      bzw auch die Mengen (warmwasser und eingesetztes Heißwasser) messen und protokollieren kann. (siehe Anhangbild).

      Leider habe ich nur sporadische Aufzeichnungen vor der Zeit der FRWA (seit ca 3 Jahren im Einsatz) wo ich einen Boiler aufgeheizt habe (inliegende Warmwasserheizschlange) wo pro Tag ca 15 -25 Kwh gebraucht wurden .

      Mein jetziger Tagesbedarf ist ungefähr zwischen 5 -15 Kwh bei der FRWA.
      Es kommt halt darauf an wie der Warmwasserbedarf ist um die nötige Menge kurzfristig
      und kostengünstig herzustellen.

      Bei geringeren Warmwassermengen dürfte meines Erachtens sich ein kleiner Vorteil der FRWA Anlagen gegenüber anderen Bereitstellungsanlagen ergeben.

      Möchte dies mal zur Diskussion stellen.

      mfg Ludwig
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      Die wichtigste Erfindung der Menschheit ist:
      Bleistift und Papier

      v.T.A.Edison
      • 15

      • # 160194
      Hallo

      Die Bereitstellung macht zurzeit die Solaranlage bzw.heute bei dem schlechten Wetter ,paar brettel auf dem Notfallrost,da noch mit geheizt wird.

      Bei 600l Puffer wird nicht viel zum abstrahlen hingestellt,die restlichen Tage hat's die Solaranlage gebracht.

      Kosten für den Hygienespeicher= 80€

      Selbst die zirko läuft ohne Pumpe

      Lg
      Automatisch heizen,für 2,37cent/kWh mit ekogroszek.
      • 16

      • # 160196
      Ich nehme immer den Kombihygienespeicher mit Vollausstattung sprich 2 Solarwendeln.

      Im Schnitt ,je nach Projekt rechnet sich das ganze bei Eigenmontage der Solaranlage durch die Förderung und wenn's gut läuft ist alles + - null.

      Sollte die Verschaltung so gewählt sein das zum Beispiel eine Gastherme in Reihe zur Brauchwasserwendel verbaut ist, ergibt sich im Sommer automatisch ein Spareffekt, auch ohne Solarertrag.
      Der Speicher hat dann in der Regel min. 20C° Raumtemp. durch die Umgebungsluft.
      Das kalte Wasser wird somit schon von Erdtemperatur auf Lufttemperatur vorgewärmt und die Therme muss weniger zuheizen.
      • 17

      • # 160208
      Hallo,

      der persönliche Zugang zur Wahl der Wärmeerzeugung (Warmwasser- und Heizung) ist natürlich bei den meisten Menschen aus dem Blickwinkel der Wirtschaftlichkeit und damit primär von den finanziellen Möglichkeiten abhängig. So ist es auch bei mir.

      Die energietechnisch wirtschaftlichste Form der WW-Bereitung wäre meines Erachtens mit Abstand ein Durchlauferhitzer (Heizstab), da kaum Abstrahlungs-Wärmeverluste durch Pufferung/Bevorratung des WW auftreten.
      Auch das viel diskutierte Thema Schichtung wäre damit vom Tisch.
      Anforderung/Erzeugung und Verbrauch laufen in einer kurzen Zeitspanne ab. Vorausgesetzt die Menge an Erzeugung ist in kurzer Zeit technisch machbar.
      Der große Nachteil ist natürlich der Preis der Energieform Strom (Strompreis aktuell Ö-ca. 15 - 20 Cent/kWh, D-ca. 23 - 30 Cent/kWh).

      Aktuell ist es aus meiner Sicht heizungstechnisch nur möglich Warmwasser durch Bevorratung zu produzieren, mit den genannten Nachteilen.

      Andererseits ist der Anteil der WW-Bereitung in Relation zum Gesamt-Wärmebedarf eines Durchschnittshaushaltes (ausgenommen Passiv- und Niedrigst-Energie-Gebäude) nicht wirklich von großer Relevanz.

      Wenn man bei einem 4 Personen-Haushalt einen täglichen Verbrauch von 50 Liter mit 42 Grad unterstellt, ergibt dies einen WW-Wärmebedarf von ca. 2.550 kWh jährlich (50 x 4 x 1,163 x Delta Kelvin 30 x 365).
      Incl. Berücksichtigung eines Anlagenwirkungsgrades von ca. 80 % ergibt dies einen Primärenergiebedarf von ca. 3.200 kWh. (2550/0,8)

      Zuzüglich Abstrahlungs-Verluste von ca. 10 % errechnet sich ein gesamter PRIMÄR-ENERGIEBEDARF von ca. 3.600 kWh (3200/0,9) jährlich.
      Mit Wärmepumpe bei einer angenommene jährlichen Arbeits-Zahl von 3 ca. 1.200 kWh.

      Bei einem angenommenen jährlichen Gesamtwärmebedarf (HZ+WW) von ca. 10 - 20.000 kWh ist dies ein Anteil von 18 - 36 %.

      Wenn man jetzt 20 % des Primärenergiebedarfes für WW durch Vermeidung der Schichtung und Abstrahlungsverluste einsparen könnte, so sind dies ca. 720 kWh.
      Bei einem fiktiven Preis je kWh von 6 Cent ergeben sich ca. Euro 43,-- jährlich Einsparung.

      Ist sicherlich auch ein Betrag, aber ich denke bei Optimierung der Heizung (Dämmung Leitungen etc.) hätte man einen größeren Einsparungshebel.

      Mir persönlich ist mittlerweile auch der ökologische Aspekt der WW-Bereitung und Heizung ein großes Anliegen.

      Daher nehme ich auch die Abstrahlungs- und Speicherverluste bei der prognosebasierten WW-Bereitung mit PV-Überschuss in Kauf.
      D. h. bei angekündigtem Schlechtwetter WW-Speicherbeladung bis 65 Grad mit PV-Überschuss-Strom, mit dem Nachteil durch Verzicht auf Einspeisevergütung von 6 Cent/kWh.


      Solare Autarkiequote WW-Bereitung 1- 5/2019: Ca. 78 %
      Solare Autarkiequote Heizung: 1 - 5/2019: Ca. 45 %
      Durchschn. tägl. Primär-Energiebedarf für WW-Bereitung ca. 8,5 kWh bei einem 3 - 4 Personenhaushalt.


      Sonnige Grüße



      Karl
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      Post was edited 1 time, last by GOETSCHHOFER ().

      • 18

      • # 160222
      Ich werf mal das Thema Wassermenge in den Raum. Ich weiß nicht was so ein Hygienespeicher oder andere Formen an WW vorhalten und wieviel Durchfluss die haben. Ich kann nur von meiner Fröling Friwa sprechen, die macht 30 Liter / Minute und das bis der Puffer leer ist, also zur Not auch mal 1000 Liter. Vielleicht spielt das ja ne Rolle beim ein oder anderen, vielleicht duschen mal 2 gleichzeitig oder jemand hat ne Wanne die 500l fasst. Die Werte könnte man jedenfalls auch mal vergleichen.

      Ich bin sonst Fan der Friwa, kenne nix anderes, daher kommts wohl. Für mich ausschlaggebend war der Faktor "stehendes Wasser". Das versucht man ja stets zu vermeiden auch bei Kaltwasser und für mich ist es ganz angenehm zu wissen, dass auch das heiße Wasser ausm Hahn frisch ist und nicht schon Paar Tage in der Blechbüchse steht.
      • 19

      • # 160225
      Hallo

      Wir sprechen vom selben Hygienespeicher?
      Ich meine kein Tank in Tank system,das gehört eher verboten!

      In einem Rippenrohrwärmetauscher befinden sich ca.2-2,5l Leitungswasser.

      Schüttleistung bei 65grad auf dem 600l Puffer mit 10grad kalten Leitungswasser und einer mittleren Entnahme Temperatur von 40grad

      = ca.250-450l Warmwasser

      Das bei 2 Wärmetauschern in Reihe geschalten. ( Bei mir sind es 3 geworden)

      Also befinden sich bei mir ca.7,5l im Puffer + die Wassermenge aus dem Warmwasser Rohrleitungen,die noch per zirko umgewälzt werden.

      Geladen wird das System automatisch von Solar und ekogroszek oder manuell von Holz.

      Lg
      Automatisch heizen,für 2,37cent/kWh mit ekogroszek.
      • 20

      • # 160231
      Hallo Roberto

      Du hast also einen Rippenrohrwärmetauscher mit Flansch der Fa. CAPITO.
      Die Rippenrohre sind dann um eine im Puffer liegende waagerechte Achse gewendelt.
      D.h. im Senkrechten Teil der Rippenrohre liegen die Rippen daher waagerecht......das behindert die Zirkulation des Heizwassers in diesem Bereich massiv.
      Ich habe vor mehr als 25 Jahren diese Rippenrohrwärmetauscher auf einem Prüfstand gehabt und rechnerisch nachgewiesen, dass sich CAPITO diese teuren WT sparen könnte, wenn man etwas längere Glattrohr WT einsetzt - hat aber damals keinen Interessiert.....

      Gut wenn die WT und der Puffer nicht den regulären Preis gekostet haben.

      Hauptkritikpunkt von mir an einem Hygienespeicher ist, dass in dem WT Brauchwasser "steht" - dass zwangsläufig die Pufferspeichertemperatur annehmen muss (wenn eine gewissen Zeit nichts entnommen wird). In dieser Zeit wird das Wasser über die kritische Kalkausfällungstemperatur erhitzt. Sicher kann man das "kaschieren" mit einem nachgeschalteten Mischventil (ein ähnliches Mischventil wird von vielen FRIWAS als Kalkverhinderung eingesetzt) . Das Problem mit Kalk bleibt erhalten. Was passiert mit diesem Kalk? Legt er sich nur an den Wandungen ab und behindert die Wärmeübertragung? Fällt er herunter und legt die Rohre zu? Bei anderen, um eine senkrechte Achse gewicktele Wellrohre als WT, was passiert auf Dauer dort? Wenn sich Kalk ablagert, wie verhalten sich dann die Wellrohre bei "höherem Gewicht"?

      Ob es zu Schichtungsproblemen oder Temperaturangleichung über die Höhe auf Grund von Wärmeleitung kommt hängt nach meinen durchgeführten Versuchen am Prüfstand immer von den Randbedingungen ab und können meiner Meinung nach nicht verallgemeinert werden.

      Schüttleistung bei einer FRIWA kann durch Regelung gesteuert werden, bei einem Hygienespeicher geht nicht mehr wenn der Hygienespeicher "kühl" wird. Weil einfach die Heizwassermenge nicht angepasst werden kann wie bei einer FRIWA.

      Manchmal bereiten auch die Übergänge der Edelstahlschläuche auf Schwarzstahl Probleme, da Edelstahl andere Wärmeausdehnungkoeffizienten hat als Schwarzstahl und ein anderes elektrisches Potenzial

      Aber es ist wie immer - alles Ansichtssache..... Und darüber kann man vortrefflich streiten.

      Und es kommt auch immer auf die örtliche Situation an. Bei meiner letzten Anlage standen die Puffer von den Warmwasserzapfstellen ca. 30 m entfernt........ Heizwasserversorgung auf 55°C eingestellt und damit die Heizkreise und die FRIWA versorgt.

      Vorteil Hygienespeicher:
      • "alles in einem Speicher (Anschluss mehrere Heizkessel, solar,heizpatrone möglich) "alles in einem Speicher (Anschluss mehrere Heizkessel, solar,heizpatrone möglich)", ist kein Vorteil, da auch bei anderem Speicher ("nackter Büchse") möglich.

      • alles in einem Speicher (Anschluss mehrere Heizkessel, solar,heizpatrone möglich) gilt auch für einfachen Speicher (leere Büchse)

      • keine Ladepumpen nötig,der wasserdruck macht die Arbeit von ganz allein - richtig

      • kein zerstören der Schichtung im Speicher, durch oben liegende Frischwasser Wärmetauscher (Austausch und wartungsfähig) - kann sein muss nicht sein - Situationsbedingt.

      • Anschluss von Zirko möglich - ich hatte an meiner FRIWA auch eine Zirkulation....

      • bei automatisch bestückten Heizkesseln,kann die Temperatur unterhalb der kalkausblühungsgrenze bleiben - richtig aber dann kauft man einen "teueren" Puffer, der nicht komplett geladen werden kann und bei geringem Temperaturverlsut oder Entnahme erheblich weniger Schüttleistung bringt.
      Nachteile Hygienespeicher:
      • wenn am WT was ist darf man sich doch eine FRIWA zulegen oder den Puffer wegschmeissen...


      Wie man meinem Beitrag entnehmen kann, bin ich ein Fan der FRIWA. Meiner Meinung nach kann ein Hygienespeicher viel, aber nicht richtig gut. Dafür ist er Preiswerter.

      Ob jemand den Mehrpreisfür eine FRIWA und die Vorteile nutzen will sollte jeder selbst entscheiden.

      Überigens gab es 2016 einen Fred mit der Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen siehe Vor- und Nachteile

      ciao Peter
      • 21

      • # 160233

      Tralien wrote:

      Ich werf mal das Thema Wassermenge in den Raum. Ich weiß nicht was so ein Hygienespeicher oder andere Formen an WW vorhalten und wieviel Durchfluss die haben. Ich kann nur von meiner Fröling Friwa sprechen, die macht 30 Liter / Minute und das bis der Puffer leer ist, also zur Not auch mal 1000 Liter. Vielleicht spielt das ja ne Rolle beim ein oder anderen, vielleicht duschen mal 2 gleichzeitig oder jemand hat ne Wanne die 500l fasst. Die Werte könnte man jedenfalls auch mal vergleichen.

      Ich bin sonst Fan der Friwa, kenne nix anderes, daher kommts wohl. Für mich ausschlaggebend war der Faktor "stehendes Wasser". Das versucht man ja stets zu vermeiden auch bei Kaltwasser und für mich ist es ganz angenehm zu wissen, dass auch das heiße Wasser ausm Hahn frisch ist und nicht schon Paar Tage in der Blechbüchse steht.
      Hallo Tralien,

      die Befürchtung, dass es bei einem 500 Liter WW-Hygienespeicher zu einem stehenden Wasser kommt ist relativ.

      Ich habe mich bereits vor einigen Jahren mit dem Thema Berechnung notwendige Wärmemenge, Energiebedarf, Aufheizzeit und erforderliche Leistung bei der WW-Bereitung detaillierter beschäftigt.
      Dazu habe ich mir ein Excel-Tool mit allen notwendigen variablen Parametern und möglichen Speichergrößen erstellt. Varianten Speichergrößen 100 - 1000 Liter.

      Zur Darstellung hier habe ich 4 Varianten gerechnet. Gelbe Markierung für 500 Liter WW-Speicher.
      1. Variante: Aufheizung von 12 auf 60 Grad, Entnahmemenge 200 Liter mit 42 Grad, entspricht Entnahme 125 Liter Heißwasser mit 60 Grad, Temp. Speicherinhalt nach Entnahme 48 Grad, entspricht dem Tagesbedarf Warmwasser 4-Personenhaushalt.
      2. Variante: Aufheizung von 12 auf 60 Grad, Entnahmemenge 400 Liter mit 42 Grad, entspricht Entnahme 250 Liter Heißwasser mit 60 Grad, Temp. Speicherinhalt nach Entnahme 36 Grad, entspricht dem 2-Tagesbedarf Warmwasser 4-Personen-Haushalt.
      Also nach 4 Tagen hat sich der gesamte Speicherinhalt bei einer täglichen Entnahme von 125 Liter Heißwasser, bei den angegebenen Parametern, 1 x umgewälzt.


      Noch 2 weitere Varianten:


      1. Variante: Aufheizung von 12 auf 55 Grad, Entnahmemenge 300 Liter mit 42 Grad, entspricht Entnahme 209 Liter Heißwasser mit 55 Grad, Temp. Speicherinhalt nach Entnahme 37 Grad. Also hier würde man den WW-Bedarf für einen 4-Personenhaushalt keinen 2. Tag zur Gänze abdecken können.
      2. Variante: Aufheizung von 12 auf 50 Grad, Entnahmemenge 200 Liter mit 42 Grad, entspricht Entnahme 208 Liter Heißwasser mit 50 Grad, Temp. Speicherinhalt nach Entnahme 38 Grad. Hier ist gerade mal der 1-Tages-Bedarf eines 4-Personenhaushaltes gedeckt.


      Bereitschaftsverluste (Abstrahlung) in Höhe von 5 - 10 % je Tag des Speicherinhaltes sind hier noch gar nicht berücksichtigt.


      Sonnige Grüße



      Karl
      • 22

      • # 160234
      Meines Wissens, sind die FriWa Plattentauscher ebenfalls von Kalk zu befreien.Sind also nicht wartungsfrei.
      Und so sollte man es auch händeln. Die Trinkwasserleitungeranlage sollte ansich mal spätestens alle 10 Jahre gewartet werden.
      Ich für meinen Teil gehe nicht von einem Totalschaden meiner WW Wendel aus.

      Ich stelle aus meiner Sichtweise die Einfachheit in den Vordergrund.

      Und sag's auch gerne immerwieder.
      Die Problemthreads mit FriWa's sind hier deutlich häufiger als die mit Hygienespeichern.
      • 23

      • # 160239
      Hallo

      Das die Rippen die Heizwasser Zirkulation stören könnten,nehmen ich mal so hin aber ich kann mir im Moment darunter grad nichts vorstellen.

      Der Speicher wird vom Kessel von oben geladen und das mit exakt 60grad heizwasser.
      Durch das die Rippenrohrwärmetauscher im oberen Bereich liegen,wird der Speicher im unteren Bereich nur bis 35grad geladen.
      Solar Wärme wird per Schichtrohr in den oberen Bereich des Speichers geleitet.

      Kalkausblühungen sind dann quasi kein großes Thema.

      Die von mir auch schon als negativ bewertete schwarz/weiss Verbindung von VA wellrohr und Schwarzstahl Pufferspeicher ist bei geflanschten Rippenrohr Wärmetauschern zum Glück nicht gegeben.

      Bei Problemen ( undicht oder sonst was),kann man die Rippenrohrwärmetauscher einfach ausbauen, reparieren oder austauschen.

      Natürlich hängt es auch immer vom Gesamtpaket ab, für mich und meinen Heizkessel bietet mir der Hygienespeicher von Capito die meisten Vorteile.

      Wenn ich den Speicher neu zum Apotheken Preis kaufen müsste, hätte er zwar nicht den Weg in meinen Keller gefunden aber ein Hygienespeicher wäre es trotzdem geworden.

      Lg
      Automatisch heizen,für 2,37cent/kWh mit ekogroszek.
      • 24

      • # 160243
      Nachteile Hygienespeicher:
      • wenn am WT was ist darf man sich doch eine FRIWA zulegen oder den Puffer wegschmeissen...


      umgekehrt: wenn am Friwa was ist, kann man den Friwa wegwerfen oder sich einen neuen Puffer zulegen - mit größtem Respekt: also für mich von Dir kein /null Begründung für einen Vorteil von Friwa, wenn das Dein einziger Nachteil eines Hygienespeichers ist: dann kann es ja nur heissen: Hygienespeicher! ;)
      luliiulal


      • 25

      • # 160247
      Hallo Wolke

      lies den Fred im link - dort werden mehr pros und contras aufgeführt - für beide Systeme.

      Da das Ganze schon relativ ausführlich durchgekaut wurde, muss ich für meinen Teil nicht alles wiederholen.
      Und eine FRIWA besteht aus vielen Teilen. Wenn ein Teil davon defekt, kann ich gezielt ein Teil tauschen und nicht die ganze FRIWA.

      Hallo Roberto

      in Deinem Puffer hast Du einen Rippenrohrwärmetauscher. Die Rohre sind dabei um die Achse des Flansches gewickelt. Die Wicklungen liegen hintereinander. Schau mal auf Dein Bild.
      Aber die Rippen am gewickelten Rohr stehen immer senkrecht zur Rohrachse.
      D.h. "oben und unten" (wenn man auf den Flansch schaut) liegen die gewickelten Rohre waagerecht, dort sind die Rippen dann senkrecht angeordnet.
      Aber "links und rechts" sind die Rohre senkrecht, dort liegen die Rippen waagerecht. Zwischen den Rippen bildet sich eine "beruhigte" Zone da die Zirkulationskräfte (Dichteunterschied des Wassers) sehr gering sind. Diese beruhigte Zone vermindert in diesem Bereich die Wärmeübertragung.

      Hallo Randy

      ich gebe DIr recht, dass es mehr Problemthreads mit FRIWAs als mit Hygienebüchsen gibt. Ich halte FRIWAs für effizienter. Das "erkaufe" ich mir mit Technik. Und die Anlagen, die halt nur hingerotzt wurden, funktionieren auch nicht schlecht. Aber meist sind die Angebote bis aufs letzte ausgelutscht und kein Spielraum mehr für genaue Einstellung. Immer nach dem Motto Geiz ist Geil.
      Daher hinkt der Vergleich auch etwas. Ala: Ich lese erheblich mehr Problemthreads von Holzvergasern als von Kaminöfen..... und dabei machen doch beide warm.

      Hallo Karl

      Wasseraustausch ist gut und schön, aber wer bzw. wie wird der effektiv gewährleistet. In der FH München wird jährlich ein neues TrinkwasserMAG (durchströmt wie es Vorschrift ist) verbaut. Am Ende wird es demontiert und zerlegt. Gibt immer den AHA-Effekt. Von diesen Studenten wird keiner mehr ein TW-MAG verbauen. Innen immer alles mit einem schönen Bioschleim ausgekleidet.
      Die theoretische Durchströmung/Wasseraustausch mag ja auch in den WWB gegeben sein. Aber die tatsächliche Durchströmung/Wasseraustausch sieht etwas anders aus. Da gibt es praktisch immer Strömungs"todstellen" an denen nichts ausgetauscht wird. Und das sind dann die Brutnester.

      ciao Peter

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