Einbindung Wärmeübertrager

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      • # 160302

      Einbindung Wärmeübertrager

      Hallo Gruppe,
      ich hätte da mal iene grundsäzliche Frage:
      In welcher Reihenfolge binde ich einen Wärmeübertrager/Wärmetauscher zur Systemtrennung in die Anlage ein?

      Man kann ja zwei Wege gehen:
      1. man hat die Pumpengruppe mit Mischer, im Anschluss folgt der WT zur Systemtrennung.
      2. man hat am Verteilerbalken erst den WT, dann die Pumpengruppe mit Mischer anschließen
      Ich habe beide schon in Hydraulikschemen gesehen; generell braucht man zwei Pumpen.

      Was ist besser? :?:
      Bei der zweiten Variante ist mir die Hydraulik nicht ganz klar; wie soll das Wasser durch den WT fließen, wenn der Mischer nur 1/3 offen ist?
      Die erste Variante ist mir klar: die Pumpe in der Pumpengruppe stellt den Primärkreis her, der durch den WT läuft. Dann pumpt die zweite Pumpe das Wasser durch den eigentlichen Heizkreis.

      Vielen Dank schonmal für die Aufklärung.
      gruß aus babelsberg

      "Was wäre der Mensch ohne Telefon? Ein armes Luder!
      Was aber ist er mit dem Telefon? Ein armes Luder!"
      Tucho, 1930
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      • # 160303
      Hallo,

      ich setze mal voraus, dass dir die Begriffe "Systemtrennung" und "hydraulische Entkopplung" bekannt sind.

      Im Prinzip gibt es nur einen Weg.

      Bei der Systemtrennung wird über den WT eine sogenannte "Hydraulische Barriere" hergestellt. Beide Wässer kommen nicht, wie bei hydraulischen Weiche, miteinander in Berührung. Der Erzeugerkreis (Primärseite) besteht aus einer Pumpe und einem Ventil zur Massenstrombegrenzung (z.B. Strangregulierventil). Zur Temperaturbegrenzung kann noch ein thermisches Ventil eingebaut werden.

      Die Verbraucherseite (Sekundärseite) wird mit einer eigenen Regelstrecke (Mischer, Pumpe, etc.) ausgestattet. Wenn es sich um mehrere Kreise handelt die es zu regeln gilt, dann mit den zuvor genannten Einbauten. Da es sich bei der Sekundärseite um einen eigenständigen hydraulischen Bereich handelt, muss diese mit SV, MAG, Fülleinrichtung, etc
      ausgestattet sein.

      Eine wichtige Größe ist die Bemessung des Wärmetauschers. Sind dafür nicht die notwendigen Zahlen bekannt ( Massenströme, Temperaturen) kann man richtig Schiffbruch erleiden.

      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
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      • # 160305
      @roberto
      Ja, genau, sowas habe ich gesehen.
      Fließt da das Heizungswasser auch durch den WT oder nimmt es die Abkürzung durch den Mischer? (jut, wenn es nicht warm wird, geht der Mischer sowieso auf...fiel mir gerade ein)

      @Holzpille
      Ja, das soll tatsächlich eine 100%ige Trennung sein. Denn der Heizkreis ist eine zu DDR-Zeiten aus Gartenschläuchen gebaute Fußbodenheizung, die als offene Anlage mit Ausdehnunggefäß aufgebaut ist.

      Die Frage, die sich mir stellt: WT nach dem geregelten Mischer oder vorher? Was ist besser?
      Vom Zusammenbau her gesehen wäre mir ein WT nach dem Mischer lieber, da ich dann alle drei Pumpengruppen (Oventrop Regumat M3) nebeneinander auf dem Verteilerbalken habe.
      Sollte ich den WT VOR dem Mischer haben wollen, hätte das eine größere Bauhöhe, da ich ne Pumpe und ein Regulierventil zwischen WT und Verteilerbalken bauen muss.

      Vielen Dank für Eure Hilfe.
      gruß aus babelsberg

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      Tucho, 1930
      • 6

      • # 160309
      Hallo,

      Babelszwerg wrote:

      Die Frage, die sich mir stellt: WT nach dem geregelten Mischer oder vorher? Was ist besser?
      Vom Zusammenbau her gesehen wäre mir ein WT nach dem Mischer lieber, da ich dann alle drei Pumpengruppen (Oventrop Regumat M3) nebeneinander auf dem Verteilerbalken habe.
      WT vor dem Mischer und der Pumpe. In der fertigen Pumpengruppe von Oventrop sitzt der WT auch davor. Mach auf jeden Fall ein Strangregulierventil vor den WT und dem Verteiler. Würde der WT nach der Pumpengruppe montiert, müsste der WT größer werden (kältere Seite) und es könnten sich regeltechnische Probleme ergeben, denn der Mischer der dann in der Primärseite sitzt müsste dann ja nach der Sekundärseite geregelt werden.

      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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      • # 160310
      Kurioserweise schlägt die Firma Oventrop BEIDE Varianten vor.
      Ich baue aber nach Beispiel 1 ein.
      Allerdings ohne die Sicherheitsgruppe im Sekundärkreis, da es ein offenes System ist.
      Files
      • oventrop1.JPG

        (108.02 kB, downloaded 16 times, last: )
      • oventrop2.JPG

        (128.95 kB, downloaded 15 times, last: )
      gruß aus babelsberg

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      Tucho, 1930
      • 8

      • # 160321
      Hallo,

      In dem 1. Bild hast du eine Festwertregelung verbaut.
      Ist das Absicht?

      mfg
      HJH
      • 9

      • # 160326
      Hallo

      ich würde bei Einsatz mit Puffer (Holzheizung, Solarheizung, Pelletheizung usw.) immer die Regelung in den Primärkreis setzen um möglichst tiefe Rücklauftemperaturen zu bekommen.

      D.h. den Volumenstrom im Primärkreis nach den Erfordernissen des Sekundärkreises regeln.
      Hat aber den Nachteil, dass der WT passend ausgelegt sein muss. Speziell für die Sekundärseite einen hohen Volumenstrom zulässt bei niedrigem Druckverlust.

      ciao Peter
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      • # 160328
      Hallo,

      v-two wrote:

      ich würde bei Einsatz mit Puffer (Holzheizung, Solarheizung, Pelletheizung usw.) immer die Regelung in den Primärkreis setzen um möglichst tiefe Rücklauftemperaturen zu bekommen.
      um das zu gewährleisten, sollte man in den Primärkreis ein Strangregulierventil einbauen um den Volumenstrom genau an die Bedürfnisse anpassen zu können.
      Diese mickrigen WT die da angeboten werden haben zwar eine Übertragungsleistung von bspw. 14 kw, aber aufgrund der (zu) kleinen Übertragungsfläche wird es bei den allermeisten Betriebszuständen nicht zu den angestrebten RL Temperaturen kommen.

      Gruß, Michael
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      • # 160460

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      Hallo Gruppe,
      @HJH: das war nur ein Beispielbild aus dem Oventrop-Datenblatt. Ich habe einen elektrischen Mischer drin. Bei allen drei Heizkreisen.
      Die Rücklaufanhebung vom Kessel ist allerdings mit Festwertregelung.

      Das Argument von v-two finde ich gut.
      Ich würde das auch so machen. Im Moment habe ich einen Wärmeübertrager von Oventrop in der engeren Auswahl, allerdings den für 28kW Leistung.
      Die brauche ich zwar nicht, aber - wie Holzpille so treffend anmerkte - die Übertragungsleistung scheint dann vielleicht geradeso zu reichen.
      Zumal drei Punkte wichtig sind:
      1. danach kommt eine Fußbodenheizung, d.h. keine so hohen Temperaturen erforderlich.
      2. Leider hat mein alter Senior seinerzeit (DDR-Zeit) Gartenschläuche in einfachen Schleifen als Fußbodenheizung im Estrich eingeogssen, d.h. ich muss ordentliche Wassermengen durch die Leitungen schicken.
      3. Wegen der ollen Schläuche muss überhaupt die Trennung her. Ständig verschwindet Wasser aus der FB-Heizung...ist aber im Erdgeschoss, direkt unter der Dämmung ist Sandboden. Märkischer Sand!
      Ich baue dann zwischen Mischergruppe und Wärmetauscher ein Regulierventil ein. Am besten wohl in DN40, dann wird nicht so viel gebremst.

      Vielen Dank an Alle für Eure hilfreichen Hinweise!
      gruß aus babelsberg

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      Tucho, 1930

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