Planung einer neuen Heizungsanlage - Neuprojekt Holzheizung Altbau - Jan1978

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      • 1

      • # 167380

      Planung einer neuen Heizungsanlage - Neuprojekt Holzheizung Altbau - Jan1978

      Hallo liebe Mitglieder,

      ich plane eine neue Heizungsanlage. Hier die Eckdaten für die neue Anlage:

      Wie wird Dein Haus im Moment beheizt?

      ÖL

      Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m² (Bitte nur Ziffern eingeben)?

      220

      Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?

      Sauerland

      Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden)?

      Fenster alle neu,
      Haus Bj 1959, Anbau 1990, nicht gedämmt

      Wie hoch war dein bisherige Energieverbrauch lt/m³/KWh (Öl,Gas,Strom) im Jahr?

      2500 Liter Öl, 10 Raummeter Holz

      Stückholz? (Je nach Außentemp und Puffer Volumen 1 max 2 x am Tage heizen und wenn Kessel nach x Stunden leer ist nachfüllen) Holz muß gekauft werden > ins Grundstück transportieren > auf entsprechende Länge gesägt > gespalten > gestapelt > jenach Holzart mind. 2 - 3 Jahre trocknen jedes Jahr für sich
      Pellet? (Die Beschickung des Kessel funktioniert automatisch über Förderschnecke. Man muß trotzdem täglich kontrollieren) Ein Vorratsbunker der trocken sein muß in der Nähe des Kessels - Alternativ gibt es gr. BigBags
      Solar geplant?


      Stückholz,

      2 Etagen sollen wie bisher auch mit Speicherkamin (Holz) unterstützt werden,

      also verbleiben ca. 70 qm dauerhaft zu beheizen, sowie 3 Badezimmer uund 1 Büro,

      und 2 Schlafzimmer mäßig zu beheizen

      Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz/Holzbrikett, Pellet etc.) und wie viel KW Heizleitung der neue Kessel haben soll?

      bisher 30kw Ölheizung Bj. 2003,
      wohl wegen der 2 vorhandenen zusätzlichen Öfen völlig überdimensioniert heute

      Idee 18kw, ggf KWB Classicfire 2?
      FriWa, 300-500 Liter?

      und 2000 (3000?) Liter Puffer,

      5 Erw. + 1 Kind.,
      3 Wohnungen

      Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?

      s.o.

      Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw. Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?

      Idee 2-3.000 Puffer

      plus 300-500 Friwa?

      was ist sinnvoll bei mir?

      Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?

      wohl ja

      Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?

      nein

      Hast Du schon bei einem Heizungsbauer ein Angebot machen lassen?

      nein

      Hast Du schon "genügend" (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet
      auf dem Grundstück zu liegen? Hast Du genügend Fläche im Grundstück zur Lagerung des Holzes?
      Bedenke Holz muß zwischen 2 und 3 Jahre an der Luft (oben abgedeckt) trocknen können. Jede Holzlieferung getrennt lagern (Verwechslungsgefahr)


      Holzkauf und Lagermöglichkeit vorhanden

      Weitere Informationen:

      Hallo Mitglieder,

      zu der Überlegung, auf Holz umzurüsten, komme ich,
      weil seit 1.1.2020 bei Wegfall Ölheizung und Errrichtung Biomasseanlage 45% der AK Kosten ersetzt werden (BAFA);

      wie sinnvoll ist Solar Unterstützung, die in dem Zuge auch gefördert würde mit 45%,
      Arbeitserleichterung im Sommer, klar, aber wirtschaftlich eher nein?

      Wegen Erleichterung aber trotzdem einplanen für den Kurs (Förderung 45%)

      Welche "Notlösung" für Ausfall ect. böte sich an, ist zwingend noch was zu tun?

      Wie sind meine Überlegungen im Übrigen einzuschätzen von euch Experten??

      Vielen Dank!

      Jan

      Vielen Dank
      • 2

      • # 167394
      Hallo Jan,

      willkommen im Forum.

      Bei mir soll dieses Jahr auch die Ölheizung raus, ist nur als Buckup.
      Ich heize schon 14 Jahre mit Holz, der HV soll gegen einen Kombikessel getauscht werden, so dass der Pelletkessel als Buckup fungiert.
      Friwa hängt bei mir am Puffer, von dem auch der HK bedient wird, kein extra Puffer.
      Solar habe ich auch, im Sommer eine schöne Sache.

      Gruß Jörg
      • 3

      • # 167631
      hallo Jan ,wie noch ist Deine Heizlast ?
      Denke das Deine 18 KW nicht ausreichen.
      Soll die Ölheizung komplett rausfliegen?
      Man will ja auch mal in Urlaub fahren.
      • 4

      • # 167634
      Beim HV kann man ruhig eine höhere Heizleistung nehmen, was zu viel ist wird ja in die Puffer geladen. Muss ja auch so sein, denn wenn die Kesselleistung = Heizlast wäre, müsste der Holzkessel ja 24h auf Nennleistung brennen, das hieße dann alle 4h Holz nachlegen, das will ja keiner. Also ein 30 kw HV darfs schon sein würd ich sagen.

      Mit den Puffern solltest du dich nicht an der Leistung orientieren, sondern am Brennraum. Genug für die Förderung natürlich, gern aber auch mehr. Der einzig entscheidende Parameter ist nämlich wieviel kg Holz du rien bekommst und wieviel Energie in dem Holz steckt die du dann in die Puffer schieben musst. Die Leistung des Kessels sagt nur was über die Brenndauer. Beispiel=

      Kessel mit 150 Litern/40kg Holz Brennraum und 20 kw = 6h Brenndauer
      Kessel mit 150 Litern/40kg Holz Brennraum und 40 kw = 3h Brenndauer

      Gesamtenergie ist identisch weil gleicher Brennraum, benötigtes Puffervolumen also auch. Dass der 40kw Kessel also doppelt so viel Puffer benötigt ist falsch. Mehr Puffer jedoch ist sinnvoll, ich rate zu 1,5 - 2 facher Brennraumenergie, dann kann man den Kessel auch voll legen wenn die Puffer nicht gaaaanz leer sind und kommt vielleicht auch mal einen kompletten Tag ohne Anheizen aus. Brennraumgröße und Puffervolumen sollten zuletzt auch so ausgelegt sein dass 1 x heizen am Tag reicht. Das ist sehr komfortabel...wenn dein Energieverbrauch höher ist, einfach nen größeren Brennraum wählen, dann reichts wieder mit 1 Ladung am Tag. Ansonsten musst du möglicherweise schon bei rel. warmen Temperaturen draußen 2 x heizen....

      Solar macht meiner Ansicht als komplette Neuanschaffung keinen Sinn mehr, ich würde die Dachfläche für PV nutzen und dann im Sommer mit dem Strom der übrig ist (60 / 70 % Kappunbgsgrenze bei Einspeisung) ne Brauchwasserwärmepumpe oder einen Heizstab befeuern. Mit Strom bist du viel flexibler. Ne Solaranlage bringt zwar viel Warmwasser im Sommer, das kannst du im Sommer aber NUR für Brauchwasser nutzen, und der Energieaufwand dafür ist nicht so hoch. Ein hoher Anteil der erzeugten Wärmeenergie verpufft einfach. Strom kannst für viel mehr nutzen oder verkaufen. Da bleibt nix ungenutzt übrig und du hast auch im Winter was von.

      Zwecks Urlaub bin ich bei mir zuhause beim Heizstab, den ich von Anfang an montiert hatte. Die Anschaffung oder der Betrieb einer 2. Heizung ist m.M.n. viel teurer als 2-4 Wochen im Jahr Stromkosten um das Haus auf 10 Grad zu halten...zumal das ja auch nicht über Nacht runterkühlt. Als wir über Weihnachten ne Woche weg waren hatte ich in der Bude noch 16 Grad als wir zurück kamen. Heizung stand auf 12 Grad, die war also nichtmal angesprungen. Wenns mal richtig knackig kalt draußen ist, dann läuft der Stromzähler natürlich ordentlich...aber für mich waren dann halt mal 100 oder 150 € für ne Woche Urlaub nichts im Vergleich zum Parallelbetrieb einer Gastherme z.B. Die kostet ja auch einiges im Jahr. Wenn man natürlich ständig weg ist oder auch mal Tage hat an denen man nicht heizen will, dann macht so ein automatisches Backup nabtürlich sehr viel Sinn....und ein Heizstab kommt dafür dann halt nicht mehr in Frage....PV im Winter funktioniert dafür nicht
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      • # 167638
      Hallo,

      Jan1978 wrote:

      2500 Liter Öl, 10 Raummeter Holz
      ich lege mal Hartholz zugrunde (Heizleistung 1890 kwh/rm) = 18900 kwh/a x 0,7 (Verlust bei Holzofen) = 13230 kwh/a + 25000 kwh (Öl) = Gesamtbedarf 38230 kwh/a

      Jan1978 wrote:

      bisher 30kw Ölheizung Bj. 2003,
      wohl wegen der 2 vorhandenen zusätzlichen Öfen völlig überdimensioniert heute
      Aus heutiger Sicht gesehen, ja. Aber das ins Gegenteil zu verkehren bei einer Holzheizung wäre fatal. Eine Scheitholzheizung wird nach anderen Kriterien ausgelegt wie du im nächsten Absatz sehen wirst.

      Jan1978 wrote:

      Idee 2-3.000 Puffer
      Ich mache mal folgende Rechnung auf: Ausgehend von einer voraussichtlichen Wärmebedarf von 38230 kwh wären das pro Tag für 210 Heiztage (38230/210) = 182 kwh/d

      182 kwh/30 kw = 6,06 h. Bei einem Kessel mit einer Leistung von 18 kw (182/18) = 10,11 h. Zumal man immer bedenken sollte, dass das jeweils die Spitzenleistung darstellt mit der aber selten ein Kessel über die gesamte Laufzeit läuft. Es ist also in der Realität immer von einer längeren Laufzeit auszugehen.

      Bei der Bemessung des Pufferspeichervolumens kann man folgende Rechnung (theoretisch) aufmachen: In der Zeit in der der Kessel Wärme liefert brauchen wir nichts zu speichern, denn dann wird auch das Haus mit Wärme versorgt. Also muss (24 - 6) = 18 Stunden aus dem Puffer geheizt werden. Dafür sind (182/24 x 18) 136,5 kwh nötig.
      136,5/(50 x 1,163) = 2,347 m³ = 2347 ltr. nötig.


      Jan1978 wrote:

      plus 300-500 Friwa?
      bei einem angenommenen täglichen TWW Bedarf von 50 ltr./Person liegst du nicht verkehrt. Die müssen dem obigen Wert noch zugeschlagen werden sodass man von 3000 ltr. Pufferspeichervolumen ausgehen sollte.

      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
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      • # 167754

      Jan1978 wrote:

      2 Etagen sollen wie bisher auch mit Speicherkamin (Holz) unterstützt werden,

      also verbleiben ca. 70 qm dauerhaft zu beheizen, sowie 3 Badezimmer uund 1 Büro,

      und 2 Schlafzimmer mäßig zu beheizen
      Warum die Speicherkamine weiterhin nutzen? Kann mir nicht vorstellen, dass die einen gleichen - schon gar nicht höheren - Wirkungsgrad haben wie ein HV. Meiner Meinung nach wäre das Holz im HV besser aufgehoben.
      Wir hatten bis zum Einbau des HV einen Kaminofen im Wohnzimmer. Haben damit die ganze obere Etage (WZ, Küche, Kinderzimmer, Schlafzimmer und Bad) beheizt. Kinderzimmer unten und Büro über der Werkstatt (Anbau) wurden mit Nachtspeicheröfen geheizt. Bin froh, dass ich die Dinger los bin, auch den Kaminofen. Hab mir vorgenommen nie wieder ein Stück Holz weiter zu tragen als bis zum HV. Backup hab ich bis heute noch nicht, ist aber in Planung. Ein Pelletskessel soll bei Abwesenheit, Urlaub, Krankheit des Heizers oder Defekt am HV übernehmen. Solarthermie kommt im Frühjahr aufs Dach.
      Ich bin nun nicht der große Rechner, würde aber verglichen mit meiner Anlage und Wohnfläche empfehlen:
      HV 40 Kw, 4000L - 5000L Puffer, FriWa. Als Backup die Ölheizung lassen, evtl. später gegen Pelletkessel tauschen. Auch der Heizer altert oder wird mal krank.
      Heizkörper gegen größere tauschen = niedrigere Vorlauftemperatur. Heizungswasser nach VDI 2035 und vor die FriWa einen Mischer 60 Grad.
      HVS25Lc, 3200L, FriWa (alles SB).
      Stihl 018, 024, 024s, 4x 036, 2x 044 (1 davon noch in der Bastelkiste) 1x Dolmar 115, 2x Chinakracher und eine Partner S50 oder ähnlich - eben Sägenfetishist :thumbsup:

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