Planung einer neuen Heizungsanlage - Gasbrennwert auf Pellet? Stückholz? WP? - Tobias D.

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      • # 186683

      Planung einer neuen Heizungsanlage - Gasbrennwert auf Pellet? Stückholz? WP? - Tobias D.

      Hallo liebe Mitglieder,

      ich plane eine neue Heizungsanlage. Hier die Eckdaten für die neue Anlage:

      Wie wird Dein Haus im Moment beheizt?

      Gasbrennwerttherme mit Eigentank

      Wohnfläche: Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche in m² (bitte nur Ziffern eingeben)?

      210

      Standort: Steht das Haus in kalter, hochgelegener Gegend, oder Flachland?

      360m ü.0, Osterzgebirge

      Wärmedämmung: Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses - sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst gedämmt. (Fenster/Türen/Keller/Decken/Dach)?

      Dämmung auf KfW/BEG 70. Wärmebedarf ca 12500kwh/a

      Energieverbrauch: Wie hoch war der bisherige Energieverbrauch lt/m³/kWh (Öl/Gas/Strom) im Jahr?

      1500lt Flüssiggas + 2RM Fichte, aber nur eine Etage beheizt

      Stückholz? Je nach Außentemperatur und Puffervolumen 1 max. 2 x am Tage heizen und wenn Kessel nach x Stunden leer ist, nachfüllen. Holz muss gekauft werden > ins Grundstück transportieren > auf entsprechende Länge gesägt > gespalten > gestapelt > je nach Holzart mind. 2 - 3 Jahre trocknen. Jedes Jahr für sich.
      Pellets? Die Beschickung des Kessels funktioniert automatisch über eine Förderschnecke. Man sollte trotzdem täglich kontrollieren. Ein Vorratsbunker der trocken sein muss in der Nähe des Kessels. Alternativ gibt es grosse BigBags.
      Solar geplant?


      Noch unklar. Beides ist denkbar. Stückholz bei normal Winter 1x Anheizen pro Tag.
      Solar oder Brauchwasser WP geplant.

      Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz/Holzbrikett, Pellets etc.) und wie viel kW Heizleistung der neue Kessel haben soll?

      Stückholz oder Pellet/Kombi von ETA, da der fähigste Heizungsbauer hier nur das verbaut. Stückholz 20kw, Pellet alleine 11KW

      Wie soll die Warmwasser-Bereitstellung erfolgen? Wärmetauscher im Puffer (Hygienespeicher); Externer WW-Puffer (Boiler); Externer Wärmetauscher (Frischwasserstation) oder anders?

      offen. Evtl. Wärmetauscher im Puffer mit Ansteuerung für WP.

      Die BAFA verlangt als Puffervolumen mindestens 55 lt/kW. Der ideale Wert liegt bei ca. 100 lt/kW. Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?

      2000 Liter

      Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden, einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?

      Ja. Entweder in der Scheune, 6m Nahwärmeleitung nötig, oder im Gebäude, aber sehr beengt.

      Hast Du schon mit Deinem zuständigen Bezirksschornsteinfeger darüber gesprochen?

      Nein

      Hast Du schon ein Angebot von einem Heizungsbauer machen lassen?

      Nein, aber er war da und hat sich es angeschaut.

      Hast Du schon genügend (abhängig von der Kessel- Kw) Holz getrocknet
      auf dem Grundstück zu liegen? Hast Du genügend Fläche im Grundstück zur Lagerung des Holzes?
      Bedenke, Holz muss zwischen 2 und 3 Jahre an der Luft (oben abgedeckt) trocknen können. Jede Holzlieferung getrennt lagern (Verwechslungsgefahr)


      Ja. 20RM Fichte und 10RM Hartholz vorhanden. Flächen sind genügend vorhanden

      Weitere Informationen:

      Hallo liebe Holzheizer,

      ich lese schon länger mit, kann mich aber nicht entscheiden, wie ich meine Heizung umbauen soll. Bauernhaus, 1890, 55cm Sandsteinwände. Geplant ist WDVS EG mit 14cm und Vorhangfassade 12cm MIWO OG und Giebel. Wärmebedarf ca 60W/m²a, bzw 12500kwh mit Warmwasser.

      Aktuell Flüssiggas, Vitodens 200 von 2013, gut in Schuß mit Eigentank. In der Küche und WoZi Kamin geplant, bzw. vorhanden.
      EG FBH komplett, 1. Etage Heizkörper, OG (Dach) Sockelheizung. Also 2 Kreise.
      Im Zuge der KfW Sanierung bekomme ich 5% mehr Förderung auf die Sanierungssumme, wenn ich die Heizung umbaue. Das wären etwa 7500€. Zusätzlich nochmal 35% auf die Anlage selber.

      Der Heizungsbauer, der leider nur ETA verbaut (teuer), meinte Pellet wäre das richtige, Gasheizung raus. Vorteil, kaum Arbeit, kleine Anlage. Nachteil: Pelletherkunft fraglich, Preisabhängigkeit. Der Preis dürfte ordentlich steigen, wenn plötzlich alle umsteigen.
      Ich selber tendiere eher zu Stückholzkessel, und für den Sommer oder Krankheit/Urlaub die Gasheizung. Nachteil ist Tankwartung, 2x Messen des Schorni+fegen.
      Holz gibts in der Umgebung reichlich, evtl. kann ich noch Wald mit 1,9ha Mischwald erwerben. Ob das so bleibt, weiß keiner...

      Gegen eine Wärmepumpe spricht der Heizkörper Heizkreis, in der Etage kann ich den Fußboden nicht erhöhen (Raumhöhe) und Wandheizung finde ich persönlich unpraktisch. Dafür spricht, ich könnte die Scheune mit W Ausrichtung mit PV 10KwP bestücken.

      Meine Frage wären:
      • Welches System wäre sinnvoll?
      • Ist es sinnvoll, den Heizkessel in die Scheune zu stellen und den Puffer möglichst ins Haus? Wird dann nur sehr eng.
      • Warmwasseraufbereitung? Eine Solaranlage ist preislich nicht so weit weg wie eine Jeischa. Diese kann mir in der Übergangszeit sogar noch bisschen zuheizen, da komme ich mit den Heizkörpern vielleicht bei 35-40°C Vorlauf hin.
      Pelleteinheit kostet in der Anschaffung schon mehr für der Scheitholzkessel. Brennstoffkosten sind auch höher. Gasheizung braucht aber auch Wartung und kostet Schorni. Wäre ein Stückgut mit Pelletflansch eine Lösung, wenn die Gastherme die Fliege macht, dann Pelleter ran? Wie ist das Hydraulisch zu machen?

      Viele Fragen und viel Unsicherheit. Ich danke für eure Anmerkungen.

      Vielen Dank
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      • # 186684
      Moin Tobias,

      Bei den Rahmenparameter und deiner "neuen" Gasheizung würde ich keine neue Heizung einbauen und erst einmal kein zusätzliches Geld für eine neue Heizung investieren. Die jetzige Heizung wird ja hoffentlich noch ein paar Jahre machen und dann würde ich bei dem geringen Wärmebedarf auf eine Wärmepumpe gehen in diesem Fall eine Luftwärmepumpe und im Winter kräftig mit den Kaminen zuheizen.
      Wenn du denn unbedingt willst würde ich jetzt eine Luftwärmepumpe (Panasonic Geisha mit 5 kW) installieren. Hierfür sind die Installationskosten die geringsten (ca. 5-10.000€) und im Sommer mit einer evtl. zukünftigen großen PV Anlage kannst du von März/April bis ca. Oktober komplett autark leben. Sinnvoll wäre es evtl im OG/DG die Heizflächen z.B. mit Wandheizung zu vergrößern um eine noch kleinere Vorlauftemperatur zu erreichen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dennis
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      • # 186685
      Hallo Dennis,

      dafür spricht einiges. Mir ging es nur um den Anteil der Förderung. Wenn ich das jetzt nicht mit im Rahmen der Sanierung mit mache, verschenke ich ja 7500€ + 35% der Neuanlage. Ich finde es fraglich, wie lange sowas noch gefördert wird. Das einfachste wäre tatsächlich, alles zu belassen und nur vorzubereiten (Wandheizung 1. OG, FBH Dachgeschoß). Nach Schweizer Formel sollte ich später mit einer ca. 8KW Anlage eigentlich auskommen. Klar, bei dem geringeren Wärmebedarf, "lohnt" ein Holzvergaser kaum noch.

      Perspektivisch glaube ich einfach nicht mehr an eine Zukunft von Flüssiggas.

      vG
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      • # 186687
      Mein Tobias,

      Damit hast du die Gasheizung aus Überzeugung und aus Angst vor Fördergeldverlust ja eigentlich schon ausgeschlossen.
      Eine Pelletheizung auch nicht sinnvoll laut deiner Logik, weil diese auch nicht zwangsläufig regional hergestellt werden.
      Da ein Ofen schon vorhanden ist und ein zweiter noch zusätzlich geplant wird wäre es in meinen Augen am sinnvollsten eine kleine Luftwärmepumpe zu installieren, auf die Solaranlage verzichten und stattdessen jetzt(oder auch später wenn mehr/wieder Geld vorhanden ist) eine möglichst große PV Anlage (ab ca. 9kWp zu installieren.
      Ein HV ist in der Anschaffung deutlich teurer weil Puffer, Rücklaufanhebung,Mischer,Schornstein...dazu kommen und auch die laufenden Kosten für die zweijährige Feinstaubmessung mit ca.150€ auch nicht zu vernachlässigen ist.
      Bei 13.000kWh und einer negativ angenommen JAZ von 2,5 wären es 5.200kWh Stromverbrauch(1560€) im Jahr bei einer realistischen JAZ von 3-3,5 wären es 4.000Wh(1.200€).
      Durch das richtige zuheizen mit den Öfen kannst du die JAZ extrem verbessern will bei Tiefen Temperaturen mit Holz geheizt wird.
      Das ist aber alle meine Meinung

      Gruß Dennis
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      • # 186698
      Moin Dennis,

      soweit kann ich dir folgen. Für eine LWWP gibt es weniger Förderung, ich mache jetzt eine Kostenkalkulation und rechne das mal gegen. Ich muss bei der WP auch den Umbau der Heizung auf Flächenheizung im 1. Og mitrechnen, das dürfte auch nochmal ins Portemonaie gehen. Da ich 55er Sandsteinwände außengedämmt habe, ist da ordentlich Speichermasse drin. Da würde ich noch eine dünne Innendämmung benötigen, um einen Abstrahleffekt zu haben.

      Gefühlt bin ich dem Holz mehr hingezogen. Nach Recherche im HTD Forum wäre mit 50-60KW/m²*a eine WP aber generell nicht unmöglich.

      Die Variante wäre also, Gastherme umbauen (steht im Anbau, der kommt weg), Verbrauch und Regelverhalten, Verbrauch und nötige Vorlauftemp. beobachten und dann später ne LWWP, wenn es passt. Wenn es nicht passt, habe ich womöglich die Förderung verpasst.....

      vG