Mein Wald, mein Holz…

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      • # 187262

      Mein Wald, mein Holz…

      Nachdem Holz in diesem Forum ja eine nicht gerade unerhebliche Rolle spielt ein paar Anmerkungen für alle die vor haben Waldbesitzer zu werden oder als Selbstwerber im Wald Holz zu organisieren.

      Der Großteil des deutschen Waldes ist in Privathand. Je nach Land sind die Privatbesitzer lt. Statistik eher im Besitz von max. 10 Hektar. Aber was bedeutet das wirklich? Spart man, wird man reich oder hat man einfach nur geerbt und hat den dann halt so…mal eben?


      In meinem Falle musste oder besser, wollte ich kaufen. Wie das so ganz normale Menschen tun, war dafür ein Kredit notwendig. Den sollte man bedienen können. Schön wer hier geerbt hat und das nicht muss.

      Wald ist nicht Wald. Nadelwald, bis 50 Jahre alt, mit perfekten Wegenetz für den Harvester ein Traum. Wenn nicht, wie in meinem Fall schon mit mehr Arbeit verbunden. Ich besitze nur 2 Hektar. Überwiegend Eiche und Buche. Meist älter als 100 Jahre. Richtige Prachtbäume, zum Anschauen und Erholen. Leider wird mein Wald von zwei Seiten von einer öffentlichen Straße begrenzt. Natürlich muss ich deshalb die, bis zu 40m hohen Bäume, auf Gefahren hin sichern. Ich mache das selber. Also entweder fällen, was den Notfall darstellt, oder Hebebühne - oder Teleskoplader. Immer nett alleine.

      Das ist auch weiter nicht so schlimm, weil ich als Kleinstwaldbesitzer selbstverständlich Zwangsmitglied in der Berufsgenossenschaft Forst bin. Komme ich also, mit meinen zertifizierten Geräten und Arbeitsmethoden zu Schaden, ist meine Familie finanziell bessergestellt. Solange das nicht der Fall ist, kostet es nur und hat unendlich Auflagen zu Folge. Natürlich versichere ich mit meinem Beitrag auch die Selbstwerber…dazu aber später.

      Ein Forstarbeiter hat hier einmal nett zu mir gemeint, im Norden (Mischwald) haben wir immer nur die A-Karte. Wir fällen die Klobürsten….Wie kann eine Eiche oder Buche denn bitte schön, verbal so hart angegangen werden? Nun wer mit seiner Starkholzsäge (von denen ich mindestens zwei benötige…) unter so einem schönen Baum steht oder stehen muss, hat über sich meist im Radius von gut zehn oder mehr Metern Totholz hängen. Sägst Du nur fachgerecht, hast keine Winde, dafür aber einen Pilz im Stamm, ist die Wahrscheinlich nicht unbeschadet aus der Gefahrenzone zu kommen erheblich. Glasbäume nenne ich sie, du berührst Sie nur im Ansatz und die komplette Krone schlägt ein paar Sekunden später wie ein Regen aus Sternschnuppen auf…. Also schön wenn man Starkholz einfach mal liegend kaufen kann….


      Aber man muss ja als Waldbesitzer nicht selbst Holz machen, auch wenn´s durchaus auch Spaß macht. Man fragt als Kleinwaldbesitzer einfach den Förster ob der Bitte das Holz vermarktet. In meinem Fall sieht das dann so aus:

      Ja, natürlich. Die freundliche Antwort. Lediglich eine Voraussetzung. „Seine Leute“ forsten durch.

      Nicht ich. Für den Festmeter alte Buche, bekommt man derzeit 34,50 als Palettenholz. Die Krone geht durch den Schredder, hier kostet das nix, bringt aber auch kein Geld. Ein sagen wir, 100 Jahre alte Buche bringt dann den fabelhaften Betrag von 150 Euro in etwa. Abzüglich An/Abfahrt Rückemaschine, Waldarbeiter etc. In drei Stunden sind das, bei drei Arbeitern, plus Gerät locker 750 Euro. In dieser Zeit haben Sie exakt 7 Bäume „verarbeitet.“ Dann noch abzüglich der Forstmarge. Und den Riesengewinn bitte versteuern. Zum persönlichen Privatsteuersatz, versteht sich. Dann ist man auch schon fast reich. Man(n) muss nur noch kurz aufforsten. Vielleicht die Rückeschlepperspuren mit einem Bagger (weil hier extrem weicher Boden vorherrscht) beseitigen und schon hat man Geld verdient.


      Aber man muss ja nicht an den Forstbeamten veräußern. Seit ein paar Jahren ist dieses Pflichtmonopol gefallen. Ich kann das auch auf E…..y. Als Privatperson. Aber dann schreibt das Forstamt den Internetdienstleister an und bittet um die Löschung des Inserates. Weil das ja ein gewerbliches Angebot ist, ich aber als Privatperson inseriere. Ja, wenn man 10 Festmeter Holz zu verkaufen hat, nicht so einfach. Man hat also einen Selbstwerber gefunden… Natürlich sollte seine Arbeit auch wertgeschätzt werden. Sehr sogar… Das heißt mehr als 10 Euro darf so ein Festmeter Buche oder Eiche keinesfalls kosten. Natürlich hat er keinen Sägeschein, habe ich auch nicht. Meine Berufsgenossenschaft, versichert ihn ja in jedem Fall mit. Dass die Kette durchhängt, sei es drum. Ich schaue da besser nicht hin. Und natürlich, wenn die Säge festgefahren ist, ich komme. Mit einer von meinen dreien oder besser gleich mit dem Bagger und Forstgreifer, den ich inzwischen auch freiwillig gekauft habe. Neben der Rückewinde, dem Spalter mit Seilwinde und dem Kleinkram. Nein, 10 Euro für den Festmeter ist wirklich gut bezahlt.

      Und solange der Selbstwerber mein Holz für mich aufarbeitet, kann ich ja dank der vielen gesparten Zeit, den Müll am Straßenrand einsammeln. Sieht einfach schön aus. So ein alter Wald.

      Bitte verzeiht den Sarkasmus zwischen den Zeilen. Es gibt natürlich auch genug Positives. Ich finde meinen Wald nach wie vor schön, hier fährt kein Forstamt mit dem Harvester durch und macht mal kurz alles platt, sonst lohnt es sich nämlich nicht. Hier wird nur aussortiert was sonst der Käfer übernimmt.

      Vielleicht überlegt der ein oder andere jetzt, wie viel Holz eigentlich kosten sollte oder besser kosten müsste. Mit Holz heizen lohnt nur, wenn Holz so gut wie nichts kostet. Aber Wald ist, wie der Rest im Leben, meist nicht umsonst. Verdient wird meist nur im „weiter verarbeitenden“ Gewerbe.
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      • # 187269

      Verrauchtnochmal wrote:

      In meinem Falle musste oder besser, wollte ich kaufen. Wie das so ganz normale Menschen tun, war dafür ein Kredit notwendig.
      Ja, warum hast Du das dann gemacht ? Naivität ? Romantik ?
      Jeder Waldbesitzer - wie z.B. ich - kann Dir sagen, daß Waldeigentum unter 20 ha ein
      Minusgeschäft ist. Außer man hat einen hiebreifen Eichenbestand.
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      • # 187272
      Zuerst sollte der Beitrag für all diejenigen sein, die keine Waldbesitzer sind. Vielleicht welche werden wollen oder der festen Überzeugung sind, dass Holz sei in jedem Fall ein Pluspunkt für den Besitzer wenn es nur irgendwie verräumt wird. Da trifft Naivität oder Romantik ganz gut.

      Wald, insbesondere Kleinstwälder, stellen so gut wie immer ein reines Minus Geschäft dar. Auch da stimme ich mit Dir vollkommen überein. Ich denke aber nicht, dass dies hier wirklich bekannt ist. Grenzt der Wald an Häuser oder Straßen kann er leicht existenzbedrohend für den Besitzer sein. Auch das sollte man wissen.

      Ich verarbeite mein Holz ausschließlich als Brennholz. Also eine reine Dummheit auf den ersten Blick. Mein Wald liegt aber um meinem Hof. Er sichert mir meine Alleinlage. Er ist somit neben dem Verlustgeschäft, in der hier vorherrschenden Agrarindustrie das Quäntchen Lebensqualität, dass ich von Kindheit an hatte und hoffentlich bis zum Rest meiner Tage haben werde.

      Wird dann wohl Romantik sein. Oder vielleicht macht Rücken halt doch irgendwie Spaß? Oder eher alles schnell zu Geld machen? Wie macht man denn sowas richtig?
      Wenn man um die Konsequenzen weiß, es dennoch tut, wird´s wohl so gewollt sein, denke ich. Meine Entscheidung, meine Konsequenz. Ganz einfach.
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      • # 187273
      Hallo

      Also in meiner Ecke sind die Gangster Brigaden aus den alten Bundesländern, seid der Finanzkrise 2008,geil auf jedes Stück Wald. ( zbsp.Deutsche Bank, Brille fielmann usw.)
      Da werden Flurstücke zusammen gefasst und hin und her getauscht.

      Die Liebe vergeht, der Hektar besteht!

      Unsere privaten Wälder kosten nichts und werden nur wenn die Srrassenmeisterei oder der Sturm meckert "aufgeräumt ".

      Das "Brennstoff verleih " Gewerbe lohnt sich nur mit Technik und Masse.

      Zum heizen werden Holzpaletten genutzt,besser und billiger geht es nicht.

      Kostenlos, von Stapler aufn Trailer geladen,mit Hand und kappsäge easy zugesägt und ohne ewige Trocknungzeiten direkt in den Holzbunker.

      Lg
      Automatisch heizen,für 2,37cent/kWh mit ekogroszek.
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      • # 187274
      Das könnte es sein....
      Ich kann nur Arbeiten, dass macht mir Spaß. Weil ich Arbeiter bin. Das ganze hin und hergetausche macht mir schon bei RTL und Co. Angst. ?(
      Zu Fielmann müsste ich schon längst - aber meinen Wald bekommt er nicht. Es sei denn er tauscht gegen eine Gleitsichtbrille mit Verdunkelungsgedönse. Dann weiß ich auch nicht weiter.
      Wieviel Buche ist bitte jetzt eine Brille? :D Zehn Buchencoin schätze ich.... :D
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      • # 187275
      Wir haben es in unserer Ecke erlebt nach der Wende wenn die Wälder versteigert wurden. Jäger von uns etc die Wald wollten wurden nicht zugelassen. Wenn ich mit den jetzigen Besitzern dienstlich zu tun habe muß ich sie bitten langsam zu sprechen weil ich ihren Bayrischen Dialekt nicht verstehe.
      Ein Waldbesitzer oder der es werden will muß/sollte auch mit seinem Wald leben. Ich kenne einige die schlafen auch gleich mal im Wald um die Luft die Geräusche etc zu genießen. Sie freuen sich über jede kleine Pflanze sprich Buche Eiche usw die aus dem Boden hervorkommt. Sie gehen vorsichtig durch ihren Wald um solche "neuen Jungbäume" zu schonen. Die lassen auch keinen Havaster rein.
      Wir haben mal einen Lehrgang in Tharandt bei Dresden im Forstbotanischen Garten mit gemacht. Mit einem Stethoskop wie der Arzt haben wir das Leben der Bäume gehört wenn der Saft nach oben zieht. Mit dem Rücken an den Baum gelehnt konnten wir die Biegungen des Baumes spüren. In Hornberg Schwarzwald haben wir mal ein langes Wochenende bei einem Waldbauer gewohnt. Wenn er abends aus seinem Wald kam konnte er uns sagen wie das Wetter wird.

      Verrauchtnochmal wrote:

      Sägst Du nur fachgerecht, hast keine Winde, dafür aber einen Pilz im Stamm,
      Das ist das große Dilemma. Es wird ausgeästet die Schnittstelle ist das große Eingangstor für die überall herumfliegenden für uns nicht sichtbaren Pilzsporen. Nach ein paar Jahren sieht man dann irgendwo einen Pilz am Stamm und das ist der Anfang vom Ende. Meine Frau wird jedes Jahr als Pilzgutachterin zu vielen Bäumen gerufen. Der Baum wurde wegen Strassensicherheitspflicht oder warum auch immer gegestutzt und dann irgendwann ist ein Pilz zu sehen. Das Pilzmyzel ist aber im ganzen Stamm schon verteilt und verstopft die Gleitadern somit wird er eines Tages dann.... Nur ganz wenige Firmen versiegeln die Schnittstelle. Genauso ist es mit dem Havaster mit seinen Räder oder Ketten, sie scharren unten die Wurzel frei von den Bäumen und die Pilzsporen ziehen in den Baum. Selbst im eigenen Garten sollten man alle Schnittstellen versiegeln. Es wird ja als Baumwachs angeboten.
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      • # 187276
      Jürgen,

      da sprichst du sicher vielen der kleinen Waldbesitzern aus der Seele. Man verdient kein Geld mit ein wenig Wald, ganz sicher nicht. Er kostet.

      Aber es ist ein Ruhepol. Nicht nur für den Besitzer auch für deine Nachbarn. Was ist sowas bitte schön wert? Weniger oder mehr als ein Sportwagen den man sich vielleicht dafür hätte kaufen können? Keine Arbeit mit Holz und Ärger mit Straßenverkehrsamt, BG, Forstamt, etc.? Das ist eine sehr persönliche Entscheidung. Ich bereue Sie keinesfalls.

      Aber Holzheizer, geschenktes Holz, hat vorher immer jemand anderes gepflanzt, erschlossen und gezahlt. Vergesst das bitte nicht. Nur so wird euch der Kleinwaldbesitzer unterstützen. Das Forstamt verkauft das Stammholz, das Kopfholz geht ins Biogas und Ihr seht nichts mehr davon, dass ist die Zukunft.
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      • # 187338
      Muss man unbedingt Wald besitzen nur weil man Holz heizt?
      Hab noch keinen Ölheizer getroffen, der einen Bohrturm im Garten oder eine Bohrinsel in der Nordsee besitzt.
      Ich kaufe mein Holz (10 - 15 FM) seit Jahren von der Stadt. Sollte sich eine auf längere Sicht zuverlässige und günstigere Quelle auftun, wechsle ich evtl. Ist eben eine Preisfrage :D .
      Als "Waldfahrzeug" dient mir ein Nissan X Trail T30 + 500 Kg Anhänger (größerer wird gebaut 2500 Kg).
      Dafür bin ich aber Besitzer eines Motorsägenscheines - ohne gibts hier kein Holz, und ein "paar" Motorsägen sind auch vorhanden (2 PS bis 5,2 PS).

      Unverständlich ist mir, dass der TE allein im Wald arbeitet und seine Selbstwerber ohne Sägenschein über die BG versichert sind.
      Beides ist hier in Bayern absolut tabu. Ohne Sägenschein verkauft einem hier Keiner auch nur ein Stück Holz. Und Alleinarbeit im Holzeinschlag (auch liegendes Holz) ist eh untersagt. Wäre daher auch nicht versichert.
      Ich gebe meine Sägen auch nicht Jedem in die Hand. Es gibt maximal 3 Personen, die eine Chance hätten sich von mir eine Säge von den 20 die ich besitze 8o leihen zu dürfen.
      HVS25Lc, 3200L, FriWa (alles SB).
      Stihl 018, 024, 024s, MS250, 4x 026 /MS260, 4x 036, 2x 361, 2x 044 (1 davon noch in der Bastelkiste) 1x Dolmar PS32, 1x Dolmar 115, 2x Chinakracher und eine Partner S50 oder ähnlich - eben Sägenfetishist :thumbsup:
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      • # 187340
      Die Ansichten und Fragen die Du in Deinem Beitrag nennst sind eben auch Ansichten jeden einzelnen. Ich kenne Waldbesitzer er sieht sich genau den Baum an bevor er ihn ....
      Ein anderer macht sich nicht die Arbeit und kauft fertiges Holz oder noch nicht mal dies er heizt mit Pellet noch weniger Arbeit.
      Ich denke die Art wie zu heizen ist jedem selbst zu überlassen. Jeder kann sich hier schlau lesen über die Vor- und Nachteile jeder Heizungs Art und natürlich auch der Preis den jede Heizart kostet. Dies wird wohl in der nächsten Zeit sich auch bei uns bemerkbar machen. Nicht nur im Heizmaterial sondern auch die Neben Kosten zwischen Kessel und was zwischen Essenkopf zu sehen ist inkl Messung wie feucht unser Holz ist. Vergessen am Abgasrohr zum Schornstein Eingang wird wohl auch bald eine Einnahmequelle eingebaut sein müssen!
      Nur in den Punkten: Allein Im Wald hantieren... ohne Kettensägeschein.....ohne entsprechenden
      Schutzanzug ..und.. und.. .und viele andere Dinge , gibt es Gesetze die berechtigt sind wiel es immer um den Schuz des Menschen geht.
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      • # 187347
      Das kann sein ist aber trotzdem ein Risiko.
      Ein Bekannter von uns war im Forst als Vorarbeiter hatte damals die Leitung der Forst Truppe. Zu Hause in seinem Schrebergarten Obstbaum ausästen. Steht auf der Leiter sägt einen senkrechten dicken Ast der durch seine Nebenäste die Leiter ergreift und ihn mit runter schleudert und dort stirbt. Ein Garten Nachbar hat das krachen und Geräusch der Kettensäge und Schrei gehört. DRK kam zu spät. Vor paar Jahren hat die Feuerwehr im Dorf eine Linde fällen sollen weil sie bei Wind immer komische krachen Laute von sich gab. Damit sie nicht an ein nahestehenden Haus fällt mit Seilen gesichert. Als sie fiel drehte sie sich doch und kratzte am Dach entlang.
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      • # 187348
      Natürlich ist die Arbeit im Wald saugefährlich. Ich mach das jetzt schon beinahe 50 Jahre,
      mit Starkholzfällung und Windwurfaufbereitung. Immer alleine.
      Contra: Wenn man verletzt ist, kann man verbluten.
      Pro: Alleine muß ich nur auf EINEN Idioten aufpassen........
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      • # 187361

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      War zwei Tage im Harz, Mountainbiken....

      Ich rate jedem mal, der in der Nähe ist - sich DAS anzusehen...Es sieht aus wie eine Apokalypse. Nur Totholz, Forstarbeiter die scheinbar auf verlorenem Posten stehen....

      Glaube mal das PG11 meinen "Sarkasmus" falsch gedeutet hat.

      Ohne Sägeschein lässt Dich heute keiner mehr in den Wald. Dafür hat die BG ganz klare Regeln aufgestellt. Normalerweise zeigt man den Sägeschein, Personalausweis... und unterschreibt die mehrseitige "Belehrungsurkunde" der Genossenschaft. Erst dann ist der Besitzer wirklich aus der Haftung. Unterlässt man dass, haftet der Besitzer oder dessen Bevollmächtigter immer mit.

      Und ganz klar einen Wald zu kaufen, weil man mit Holz heizt ist Schwachsinn, stimme da ebenfalls zu.

      Zum Thema Gefahren im Holz, da braucht nicht viel gesagt zu werden. Es verunglücken genug Forstarbeiter trotz jahrelanger Erfahrung und Ausbildung. Und dass sind sicher keine Dummköpfe.
      Wer einmal mit Holz unter Spannung gearbeitet hat, weiß wovon ich spreche.
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      • # 187362

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      Verrauchtnochmal wrote:

      Es sieht aus wie eine Apokalypse. Nur Totholz, Forstarbeiter die scheinbar auf verlorenem Posten stehen....
      Nicht nur im Harz. Wir wohnen Erzgebirge Vorland und haben auch ständig Kontakte zum Erzgebirge. Streckenweise über kilometer lang nur noch paar Birken. An den Straßenrändern gestapelt die 3 m. Tag und Nacht fahren sie bei uns Holz Maschinenwagen und Hänger.
      Jeder Wald ist ein Wasser Spender und jeder Baum lebt mit einer bestimmten Pilz Art in Symbiose. Die Pilz Leute Sammler sowie Berater wissen nicht wo sie ihre Pilze suchen sollen. Überall finden jedes Jahr zur Präventation (Vergiftungs Vorbeugung) Pilzausstellungen statt. Meine Frau und ihre Pilzberater haben Probleme.
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      • # 187379

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      Auch ich habe seit 30 Jahren Erfahrungen mit Holz aufarbeiten, war sogar 4 Jahre damit Selbständig mit 5 Mitarbeitern.
      Ja und heute mach ich es genau anders herum, ich Kaufe Lastzugweise mein Brennholz , ich bin in der glücklichen Lage 30 FM Holz bei mir zu Lagern mit 5 Meter Länge, Habe einen Kegelspalter für einen Minibagger und kann so das ganze Starkholz innerhalb von 2 Tagen Vorspalten ohne großen Kraftaufwand.
      Motorsäge nehme ich nur noch wenn es nicht anders geht, ich besitze eine kleine Spaltschneidanlage wo ich mit Seil Zug mir das Holz passend her ziehe vom Stapel, und Arbeite dies nun gefahrlos auf.
      Wenn man einen ganzen Lastzug nimmt kann man immer noch einen guten Preis Aushandeln aktuell Zahle ich zwischen 1800-2100€ für einen ganzen Zug Buchenholz der reicht mir 2-3 Jahre.
      Hier im Allgäu Brennholz zu bekommen ist kein Problem, nur darfst du für getrocknetes gespaltenes Buchenholz, für den Ster Holz 120€ und mehr Bezahlen.
      Warte Listen für den Staatsforst gibt es ,warte zeit 1 Jahr und dann hat man immer noch das Problem mit dem Transport,auch der Sägeketten Schein hatte ich nicht und habe ich auch nicht, dazu mache ich das ganze schon zu Lange, ich hatte Schlepper Rückewagen ect hab ich alles wieder verkauft, Ich Lass mir das bringen der LKW Fahrer läd mir das mit dem Kran ab und ich kann schalten und walten wie ich will, und ich kann bei bedarf wieder ein gutes Angebot annehmen .
      Die gefahren sind minimiert , und so sicher wie möglich und Kräfte schonend wie möglich, den Bagger meist einen 2,7 to bekomme ich übers WE regulär für 350€ und das ist es mir wert.
      Wenn meine beiden Söhne mit helfen schaffen wir an 3 Wochenenden eine Winterladung fertig zu machen , meist helfen noch ein paar Freunde denen geben wir ein Essen aus und helfen mit Maschinen ect aus, so hat jeder etwas davon.
      Gruss Fränkisch Schwäbischer Holzheizer