Ich amüsiere mich ja öfters über die "blumige Beschreibung" der Technik bei den österreichischen Holzvergasern . Das liegt wohl daran , das dieses erfindungsreiche Bergvolk geographisch näher am Balkan liegt als das Land in dem ich groß geworden bin . Da nennen sie diese revolutionäre Technik allen Ernstes "halbautomatische Reinigung" und verlangen dazu noch einen Aufpreis für den Betätigungshebel ? Ich hatte ja vor ca. 10 Jahren kein Geld für so einen Premiumkessel . Bei mir hat es dann nur für einen Billigkessel aus der Slowakei gereicht . Einen Hebel zur Reinigung meiner Turbulatoren hat der gar nicht . Dort wo man so einen Hebel anbringen könnte , sitzt bei meinem ein Elektromotor , der diese Spiralen jede Stunde dreimal hoch und runter bewegt . Darf ich dieses System nun ohne Probleme "vollautomatische Reinigung" nennen ?
Aufpreis hat das übrigens nicht verursacht . Den Kessel gibt es nur in dieser Ausführung zu kaufen . Diese Röhren im Wärmetauscher werden bei mir einmal im Jahr mittel einer runden Drahtbürste gereinigt , wenn die Heizperiode vorbei ist .
Anzünden geht bei mir auch recht einfach . Gequalmt hat er bei dieser Prozedur noch nie . Ich drücke auf meinem Touchscreen auf den Start-Button , öffne die Fülltür , bringe die Restkohle auf dem Füllraumbodens mittel eines Gasbrenners etwas zum Glühen und schichte mein Holz ein . Nach ca. 5 Minuten bin ich in der Regel damit fertig und schließe danach die Fülltür . Auf das Erreichen einer bestimmten Abgastemperatur brauche ich dabei nicht zu achten . Mein Kessel ist bisher immer zuverlässig angegangen . Ich gebe zu , das das vielleicht zu einfach ist und kein Vergleich zur hochentwickelten Anzündprozedur von Guntamatic ....