Vigas automatisch zünden

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  • Hallo Bastelfreunde!


    Seit einiger Zeit grüble ich über einer Automatikzündung im Vigas.
    Man könnte den Kessel zu einer beliebigen Zeit vollstapeln. Wenn dann etwa die obere Speichertemp. unter ein eingestelltes Minimum fällt, zündet der Kessel automatisch und füllt den Speicher wieder- welch Komfortverbesserung!


    Meine erste Idee war ein Heißluftgebläse einzubauen. Die scheitert aber leider daran, dass es keine Möglichkeit für den Einbau gibt, da eigentlich alle, nach außen führenden Wände wassergeführt sind. Außerdem Würde das Gebläse durch ein paar Flammenrückschläge im Kessel bestimmt nicht lange halten.


    Mittlerweile favorisiere ich Glühkerzen vom Auto. Etwa zwei Stück (Redundanz zur Erhöhung der Zündsicherheit) vorn hinter dem Gebläse durch jeweils ein Loch durchgeschraubt.
    Beim Einstapeln des Holzes je ein Stück auf die Kerzen drauflegen und fertig.
    Das Problem ist der hohe Strombedarf von etwa 15 A bei 12 V. Solche Netzteile kosten schon wieder richtig Geld!
    Und extra eine Autobatterie mit in den Heizraum stellen ist auch nicht das wahre.


    Freu mich auf Eure Ideen!!


    Bastlergrüße
    Olaf

  • Hey, cool!


    Ich haben, wenn betriebsfertig:cheer:


    Nee, ganz im ernst, ich habe da so meine Zweifel, dass das Vorhaben mit Erfolg gekrönt ist, denn:


    alles, was stromführend ist, hält den Temperaturen nicht wirklich Stand, die Glühkerzen müsstest Du warscheinlich auch jedesmal wechseln dürfen, da diese verglüht sind.


    Kohleanzünder als Brandbeschleuniger und ein Lichtbogengenerator könnten evtl. funzen, aber wie gesagt: stromführende Teile ?


    Dann kommt ein weiteres, kleines Problem auf Dich zu:
    ---wer öffnet, bzw. schliesst die Türem am Vergaser und zieht den schönen Hebel?


    Nächste Überlegung wäre so eine Art "elektrischer Grillanzünder", früher Tauchsieder genannt.....


    Wären mal zwei, meiner Vorschläge....


    ... der HV regelt gerade wieder auf 40% runter....muss nu' die "Steuerung" wieder überlisten......


    Gruß Jens

  • Bei den Glühkerzen wären die el. Teile ja in der Kammer hinter dem Gebläse, die wird nicht so warm, da dort ja im Betrieb die kalte Ansaugluft durchgeht. Und die Kerzen müssten natürlich bei einem Ansteig der Abgastemp. abgeschaltet werden ( extra Regelung).


    Zu Deinen 40%- ich glaube die Mindestlüfterdrehzahl heisst "min spalicny" oder so ähnlich.


    Gruß
    Olaf

  • Hallo Köriser,
    da ist ein Denkfehler von dir drinnen:
    Ich weiss nicht, welche Temperatur solche Glühkerzen erzeugen aber: Über den Primärluftkanal würde diese das Holz Hinten-Oben Zünden, am denkbar schlechtesten Ort.


    Über den Sekundärkanal würden sich die warme Luft eher nach hinten verabschieden über die WT.


    Was aber evt. möglich wäre: Kann man Esbit mir nem Lichtbogen zünden? Oder Zwei zündelektroden in die Beiden nicht benutzen Sekundärkanäle einbauen?


    Theoretisch sollte es möglich sein, ein Kupferrohr bis in den Feuerraum zu legen und mit einem Lichtbogen gegen die Kesselwand Gas zu zünden, aber da werden die Sicherheitsvorrichtungen wieder horrend hoch.


    Sollte ich mal sowas benötigen werde ich meine "Remote-Steuerung" umsetzen: UVR 1611 meldet Wärmebedarf per SMS, ich rufe meine Fernzündung (=Ehefau) an: "Schatz zünd mal den Kessel an :) ist schon alles reingeschichtet".


    mfg
    TP

    Admin Holzvergaser-Forum.de
    Kein Support per PN oder Mail, sofern dies nicht Forenroblematiken betrifft.

  • Es funktioniert!!! :) :laugh:


    Hab alles zum Testen im "halbautomatischen" Betrieb laufen.:
    Kessel vollpacken, dabei um die Glühkerze etwas Holzkohle drumpacken, obere Türe zu, Anheizklappe ziehen.
    Dann den Stecker der Glühkerze an die Batterie ran, etwa 1 minute warten, Starttaste drücken.
    Nach 3 weiteren Minuten den Stecker der Glühkerze abziehen und ein paar min. später gehts im Kessel richtig los.


    Diese Prozedur werde ich noch eine Weile als "Langzeittest" so weiterführen. Dann wird ein größerer Steuerschrank besorgt( in den Alten passt nix mehr rein) , ein Batterieladegerät mit 15 A ( eine Kerze zieht 12 A) und alles automatisch gesteuert.


    Schauts Euch auf den Bildern an.


    [Blocked Image: http://www.holzvergaser-forum.de/media/kunena/attachments/legacy/images/P1149532.JPG]



    Gruß
    Olaf

  • Hat heut wieder super geklappt!
    Dauert zwar ein bissel länger als mit meiner Heißluftfön- Anheizmethode bis der Abgassensor eine Temp. erhöhung feststellen kann, dafür gibts von Anfang an ein schönes Glutbett!
    Und es staubt nicht mehr beim Anheizen!


    Allerdings, den Schnittzeichnungen der SB- Betriebsanleitung nach geht der Einbau der Glühkerze nur bei 15/ 25 er Kesseln!!
    Ab dem 40er ist die Blechwand, durch die ich die Kerze geschraubt hab, auch wassergeführt.
    Dort könnte man nur ein Rohr mit Gewinde in beide Kesselwände einschweißen. Welch ein Aufwand.



    Gruß
    Olaf

  • Hallo Olaf!


    Ich hätte echt nicht geglaubt, daß das so gut geht. Glückwunsch!


    Ich habe zwei Anregungen dazu:


    1. Man könnte einen Glühstab von einer Pelletsheizung verwenden um die 12V zu sparen. Scheint aber teurer zu sein :(


    2. Wenn man eine Rille in den Kesselboden (Feuerbeton) macht und die Glühkerze in die Vertiefung baut, ist sie vor Beschädigungen besser geschützt.


    Viel Erfolg!


    Gruß
    Peter

  • Hallo Peter,
    das Problem dürfte daran liegen, das der Glühstab eigentlich nur heisse Luft produziert, die dann die Pellets entzündet. Aber auch von mit Herzlichen Glühstrümpf zu dem Erfolg :)


    mfg
    TP

    Admin Holzvergaser-Forum.de
    Kein Support per PN oder Mail, sofern dies nicht Forenroblematiken betrifft.

  • Danke erstmal für die Tips!


    Funktioniert nun schon eine Woche. Und zündet super. Hab sogar festgestellt, dass das Holz nicht mal im direkten Kontakt mit der Kerze stehen muss. Wenn da ein cm Platz ist, zündets immer noch sicher!
    Übrigens, die Glühkerzen waren (gebrauchte) Geschenke eines Freundes und ein großes Ladegerät wollt ich schon immer mal haben. Nun hab ich wenigstens einen Grund für den Kauf.


    Gruß
    Olaf

  • Hallo Helmut!


    Ich vermute, daß dieser Anzünder im Kessel nicht lange überlebt. Der ist ja nur dafür gedacht ein paar Minuten im Grill zu glühen und wird dann für eine Woche in die Ecke gelegt. Glühkerzen sind vermutlich robuster. Beim Auto werden ja eigentlich immer alle Glühkerzen gleichzeitig gewechselt. Da kann man immer mal welche bekommen, die noch O.K. sind. Und die Befestigung macht auch keine Probleme.


    Gruß
    Peter

  • Ich hab mir auch schon Gedanken über eine vollautomatische Zündung gemacht,allerdings war mir der Aufwand zu hoch und auch versicherungstechnisch find ichs bedenklich..


    Ich mach jetzt folgendes..



    Kessel komplett von unten nach oben einschlichten.



    Das eigentliche Anzünden kann dann gemacht werden wenns notwendig ist und dauert mit Hilfe eines Gasbrenners max 2 Minuten.
    Klappt super!!


    Grüße Holzi

  • So liebe Gemeinde,
    es ist vollbracht!
    Seit Anfang Januar hab ich nur noch mit der Glühkerze und der Autobatterie gezündet. Hat immer sicher funktioniert und die Glühkerze funktioniert auch noch. Das war der Test.
    Hab mich die letzten Tage ein bissel rar gemacht und keine Kosten und Mühen gescheut und mir eine neue Logo!, ein 22 A Ladegerät für Autobatterien und einen neuen Schaltschrank zugelegt.
    Zur Redundanz hab ich noch eine zweite Kerze montiert.


    Das Anheizen ist jetzt ähnlich einfach, wie die Bedienung einer Waschmaschine!
    Kessel vollpacken, Automatikbetrieb einschalten - fertig! Fällt jetzt die Temp im Puffer oben auf unter 60° geht der Kessel los.
    Ist dann das Holz verbrannt, leuchtet 3 Std später eine Lampe, die an das nachlegen von Holz erinnert. Packt man das Holz zu früh wieder rein, zündet die Restglut das frische Holz an. Das kokelt dann stundenlang vor sich hin. [Blocked Image: http://www.holzvergaser-forum.de/media/kunena/attachments/legacy/images/P2139565.JPG]

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