A45 mit Lambdacheck und Luftsteuerung

  • Hallo!


    Nachdem ich immer wieder Probleme mit einer gefressenen Förderschnecke hatte, habe ich einen Tröpföler installiert. Über ein Magnetventil mit Tropföler gelangt immer wenn die Schnecke fördert ein Tropfen Öl in die Schnecke.
    Wie schon oft hier gelesen, passen nun die Brennereinstellungen überhaupt nicht mehr und ich habe mich entschlossen einen Lambdacheck mit Luftregelung zu verbauen.
    Das originale Schiebeblech zum einstellen der Luft habe ich komplett entfernt und ein Rohr mit Flansch direkt an den Lüfter geschraubt. In diesem Rohr ist dann eine Drosselklappe verbaut. Die Drosselklappe wird dann über einen Belimo gesteuert.
    Das Rohr ist vom Durchmesser etwa 5mm kleiner als die Öffnung im Lüfter.
    Und jetzt kommts:
    Nachdem die Pellets angebrannt sind, geht mein 02 Wert auf etwa 4% und die Drosselklappe ist voll geöffnet. Eigentlich bräuchte es mehr Luft, aber mehr geht nicht. Erst nach etwa 20 Minuten pegelt sich der Wert auf 8% ein, den im Lambdacheck programmiert habe. Leider konnte ich die Sache nicht weiter beobachten da das Netzteil vom Lambdacheck ein Drücker hat und sich dauernd ein und ausschaltet. Jetzt brauche ich erstmal ein neues Netzteil.
    Ich frage mich nur, ob es normal ist dass sich der O2 Wert erst nach 20 Minuten stabilisiert oder ob es evtl. zuviel Öl ist. Die Brennerparameter sind 2 sek Förderzeit und Wartezeit 15sek. Laut Berechnungstool soll der Brenner 28kw haben.


    gruß Horst

  • Hallo Horst,
    ich denke mal das ist normal das in der Zündphase und bis zum stabilen Brennen ein Sauerstoffmangel herrscht. Diesen Zustand habe ich auch bei mir beobachtet.
    Nachdem die Pellets gezündet haben geht O2 bis auf "0" zurück und verharrt dort ca. 5 min. Dann pendelt sich der Sauerstoffgehalt im Abgas auf ca. 5,5 - 9% im Mittel ein.
    Was bei den Atmosbrennern über den Schieber gemacht wird, wird bei meinem Brenner digital über die Brennersteuerung eingegebn. Aber dein Vorhaben mit der Luftsteuerung per LC ist eine gute Idee, vielleicht
    kannst du mal ein Bild von deiner Arbeit einstellen.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hallo Horst,
    auch mich interessiert Deine Lambdasteuerung.
    Was die unterschiedlichen Abgaswerte angeht, kann ich bestätigen. Analog sind auch die CO2-Werte nicht ganz richtig, erst, wenn der Brenner richtig stabil läuft (ca. 20 Minuten). Ich messe das ja auch nur mit dem Schüttelknochen.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • das ist definitiv in der Startfase normal. Erst muß die Komplette Startmenge verbrannt sein und dann hast Du ja noch die Zeit in der der Brenner "Hochfährt nach der Startfase. Die Messung vom Schornsteinfeger darf ja auch erst frühestens 30 min. nach dem Start erfolgen. Also immer schön ruhig bleiben und alles wird gut ;)


    Hast Du nach der Installation des Tropfölers die Fördermenge nochmals geprüft? Die erhöht sich nämlich enorm durch die verminderte Haftreibung der Pellets in der Schnecke. Bei mir war es ca das 1,5 Fache.

    Atmos D20P mit Selbstbaudruckluftreinigung( seit Wochen außer Betrieb)
    Reglung: Siemens LOGO!8

    Puffer 850L und 160L WWSP

    ( meinesch reibfell ersind mei ngeistgesei gentum pferfill fälltikunk si nder lauptun ddienene ter pellusichunk
    :hacker: )

  • Hallo!


    Ja, dass sich die Fördermenge enorm erhöht ist mir auch aufgefallen. Ich habe aber nachdem der Tropföler in Betrieb gegangen ist die Fördermenge gemessen. Laut tool soll der Brenner 28kw haben.


    Hier mal meine Bastelei. Als Maschinenbauer konnte ich es mir nicht nehmen lassen die Welle mit POM zu lagern.


    Ich bin mir nun nicht sicher ob ich die Luftklappe komplett schließen lasse oder eine Spalt offen. Für komplett zu würde sprechen, dass die Restwärme nicht durch den Kamin bei Ausbrand zieht. Dagegen spricht ein schlechteres anbrennen während es starts. Was meint ihr?


    gruß Horst

  • Spitze! Sieht richtig gut aus Deine Arbeit. Ich würde die Klappe zu annährend 100% schließen lassen. Bei der Startfase müßte die Lamdasteuerung die Klappe ja eh ganz auffahren um den O²-Mangel zu eleminieren.

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    :hacker: )

  • Naja, die Drosselklappe bleibt zu bis der Wert von den momentan eingestellten 8% erreicht ist. Das dauert schon ein bißchen und die Klappe dichtet ziemlich präzise.
    Ich habe auch ein wenig Sorge, dass das auf den Lüfter geht weil er ohne Widerstand wahrscheinlich höher dreht. Ich denke, es ist der gleiche Effekt wie bei einen Staubsauger den man am Rüssel zuhält. Da steigt die Drehzahl auch.
    Vielleicht sollte ich, wie Du schon sagtest die Klappe ein bißchen offen stehen lassen. Das lässt sich aber recht leicht über die Endanschläge des Belimos einstellen.


    gruß Horst

  • Das sieht sehr gut aus! Ich schätze, dass die Haube dann nicht mehr draufpasst. Hast Du die verändert oder was eigenes gebaut oder lässt du es einfach offen?

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Hallo Horst,
    ist ja ein Megateil. Jetzt weiß ich nicht ob bei den Atmosbrennern in der Startphase das Gebläse eine geringere Drehzahl hat als in der Brennphase. Wenn das so wäre, und es steuerungstechnik möglich wäre die Klappe
    dann ganz aufzufahren kann die bei Stillstand geschlossen sein. Wenn aber das Gebläse nur eine Drehzahl kennt egal ob Zünd,- oder Brennphase dann dürfte nur einen Teil (30 - 50%?) geöffnet sein. Nach der
    Anbrennphase übernimmt dann eh der LC. Wenn dann aber ein ziemlich konstanter O2 - Wert zustande kommt ist deine Arbeit von Erfolg gekrönt.
    Bei meinem Brenner dreht das Gebläse mit 57 Pa. Ca. 2 min. nach stabiler Flamme dreht das Gebläse dann auf 70Pa Betriebsdrehzahl hoch.


    Gruß, Michael


    Ps: Wenn du beim Staubsauger den Saugschlauch zuhälst dreht der Motor nicht höher das hört sich wegen der veränderten Lüftströmung nur so an.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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  • Guten Morgen!


    jostom: Dem Gehäuse habe ich ganz unromantisch einen Ausschnitt verpasst. Ohne Gehäuse kommt zuviel Schmutz auf die Platinen der Brennersteuerung. Mein GSX 50 der haupstächlich für Wärme sorgt sudelt nämlich mit Staub ganz schön.


    @ silverstar:
    Vom Prinzip ist es das gleiche wie bei mir. Ich mag aber die Klappenregelungen nicht bei denen Stahl auf Stahl reiben und irgendwelche Gestänge die Klappe hin und her schieben, aber das ist eine persönliche Macke von mir.


    Holzpille:
    Das mit dem Staubsauger ist so nicht richtig. Wenn man den Schlauch komplett zuhält entsteht ein Unterdruck und der Motor hat aufgrund des verringerten Widerstands eine höhere Drehzahl. Es gibt so Aufsätze für den Staubsauger mit dem man Babys den Rotz aus der Nase saugen kann. In der Beschreibung wird ausdrücklich vor einem Schaden des Staubsaugers gewarnt. Im Bekanntenkreis ging aus diesm Grund schon mal ein Staubsauger hops, aber das nur am Rande.


    gruß Horst

  • Ich muss mich da gerade mal einklinken...


    Mit welchen Parametern habt ihr die Steuerungen gefüttert?
    Sprich: in welchen Zeitabständen wird mit welcher Geschwindigkeit die Luftklappe nachgestellt?


    Gerade bin ich dabei, die Luftklappe lambdageführt zu machen, habe aber noch keine Erfahrung mit den Stellgrössen. Stelle ich beispielsweise einen Wert von 8% O2 ein und der Wert steigt (z.b., weil ich die Kesseltür öffne), so versucht die Steuerung natürlich zu korrigieren - aber wie schnell soll sie das in welchem Aussmass tun? wenn zu schnell zu viel korrigiert wird, könnte evtl ein Schwingungsverhalten die Folge sein, das natürlich im Vorfeld schon gedämpft werden müsste

    Don't blink!

    _______________

    D20P mit A25 und RLA durch Regumat, Hygienespeicher 800l

    Alles gesteuert per ACD01

    + 10m² Röhrenkollektor mit Regusol, gesteuert durch Deltasol BS Plus v2 für Schichtladung

    P.S.: Kranplätze müssen verdichtet sein!

  • Hallo!


    @ 855: Der Lambdacheck hat einen PID Regler, der auf vergangene Messgrößen eingeht und dadurch schneller oder auch träger reagiert.
    Ich habe noch keine Erfahrung mit dem Lambdacheck, aber bei der Flammtronik an meinem HV funktioniert das wunderbar. Im übrigen danke für das Bild mit den "Zutaten" für die Druckluftreinigung, konnte mir dadurch zusammenstellen was ich bestellen muss.


    gruß Horst

  • Guten Morgen!


    Gestern habe ich wieder mal ein wenig probiert und den Brenner diesmal länger laufen lassen.
    Was ihr geschrieben habt stimmt, der Brenner muss erstmal eine Zeit laufen bis die Verbrennung stabil ist. Die Luftklappe ist nun teilweise nur minimal geöffnet. Der 02 Wert schwankt allerdings ganz schön und er Belimo regelt für meine Begriffe etwas zu emsig.
    Leider kann man am Lambdacheck die PID Werte und die Zeitverzögerung nicht wie bei der Flammtronik ändern.
    Mein Rest 02 pendelt zwischen 7% bis 9%, manchmal ist er auch nur 6%. Bei meinem HV ist der Rest 02 wie festgenagelt und bewegt sich nur im 1/10 Bereich. Ich muss mal sehen ob sich das mit anderen Brennereinstellungen verbessert.


    gruß Horst

  • Hallo,
    das Problem das Pelletsbrenner haben die von oben geladen werden ist, dass immer wieder durch neue und vor allem unterschiedliche Fördermengen Unruhe ins Feuer kommt.
    Deshalb auch die schwankenden O2 Mengen im Abgas. Im Grunde genommen kann die Steuerung (LC) ja erst auf ein Ereignis reagieren das ja fast schon vorbei ist. Wird die Klappe dann verstellt prasselt bereits die
    nächste Ladung ins Feuer. Nun bin ich kein Elektroniker aber könnte man nicht das Signal der Photozelle irgendwie nutzen um über eine Änderung der Flammenhelligkeit eine sofortige Reaktion der Luftklappe
    herbeiführen und dann noch den Wert der Lamdasonde mit einbeziehen?
    Die Hochpreispremiumpelletskessel die verfügen über entsprechende Steuerungen, das setzt aber auch eine andere Pelletszufuhr voraus (z.B. Unterschubfeuerung).
    Bei deinem HV mit Flammtroniksteuerung steht ja auch ein kontinuierlich vorhandener Brennstoffstrom zur Verfügung der, wenn keine Störungen von außen kommen, in Ruhe verbrennen kann.
    Aber vielleicht fällt uns ja noch was geniales ein.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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  • Es müsste doch möglich sein, die Werte zu sammeln und dann alle paar Sekunden einen Durchschnittswert als Regelgröße zu nehmen. Sonst regelt sich der Belimo doch einen Wolf.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Es müsste doch möglich sein, die Werte zu sammeln und dann alle paar Sekunden einen Durchschnittswert als Regelgröße zu nehmen. Sonst regelt sich der Belimo doch einen Wolf.


    Das soll ja der PID Regler übernehmen. Nur, bei der Flammtronik kann der PID Regler und auch die Zeitverzögerung eingestellt werden. Beim Lambdacheck ist das fix. Hmm, ich weiß noch nicht so recht, ob das so von Erfolg gekrönt ist.


    gruß Horst

  • Momentan sind meine Werte folgende:
    t4= 2
    t6= 15


    Ich werde mal versuchen mit t4= 1 und T6= 7,5 den Brenner einzustellen. Ich erhoffe mir durch die gleichmäßigere Beschickung einen stabileren O2 Wert. 15 sek. Wartezeit ist schon recht lange.
    Was haltet ihr davon?

  • @ Horstl: eben das meinte ich mit meiner Frage oben - ich wollte genau das ständige Regeln wegen Überschwingungsfehlern vermeiden...


    Da ich das Lambdasignal nur als 0-10V Signal von der Platine bekomme, muss ich ohnehin eine externe Steuerung einsetzen, da wird wohl eine gewisse Dämpfung programmierbar sein.


    Ich könnte mir vorstellen, das bei 1 / 7,5 sec die Verbrennung noch unruhiger wird - wenn ich nur beobachte, was schon bei meinen 7,5 / 12 für unterschiedliche Mengen innerhalb eines Zyklus da fallen...


    edit: ich hab mir das grad mal so überschlagen - deine Schnecke fördert knapp 8kg binnen 10 Minuten?!?

    Don't blink!

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  • @855


    Leider hast Du recht, die Pelletfördermenge ist bei 1 sekunden Taktung noch ungenauer und der 02 Wer schwank noch mehr.
    Ich muss mir mal Gedanken machen, aber so gefällt mir das gar nicht. Wenn´s gar nichts wird, werde ich den Brenner eben wieder statisch einstellen und den Lambdacheck nur zur Kontrolle verwenden.
    Andere Alternative wäre die Flammtronik, aber da scheuen mich die Kosten.
    Ob die Fördermenge bei 8kg in 10 Minuten liegt kann ich jetzt gar nicht sagen, aber das müsste schon so stimmen. Nach der Installation des Tropfölers hat die Schnecke auf jeden Fall einen Turbo bekommen.


    gruß Horst

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