Ölpreise

  • Hallo,


    seit einiger Zeit sinken die Ölpreise. Vielleicht werden sie noch etwas mehr nachgeben. Da stellt sich mir natürlich die Frage, warum kostet das Holz immer noch recht viel. FM liegt bei 54 €. Müssten die Preise nicht auch runter gehen?


    Wie ist es bei euch?


    VG Franz

    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

  • Hallo,


    hat das eine etwas mit dem anderen zu tun?
    An dem Holz sind ja auch andere Preise dran fest. z.B. die Möbelindustrie. Denke nicht das der neue Eiche-Tisch jetzt günstiger wird. Ich weiß nur das wir mit unserem Brennholz eigentlich nur teurer wurden, nie günstiger. Es gab aber mal eine Zeit, wo wir über einen Zeitraum von 10 Jahren immer den gleichen Preis hatten.

  • Hallo,
    ...auf dem Weg zur nahegelegenen Kreisstadt sehe ich auf einem Feld einen Riesenhaufen
    Langstämme gelagert. Tendenz permanent zunehmend.
    Schätze, dass das die Spätfolgen von Sturm Niklas sind. Daraus lässt sich schließen,
    die Holzindustrie nimmt gezielt das Material vom Markt, um die Preise zu stabilisieren.
    Ich glaube kaum, dass Stämme, die derartig lange unverarbeitet im Freien rumliegen,
    noch einer Holzverarbeitung zukommen, dem dürfte die Blaufäule und diverse Insekten
    im Weg stehen. Und den Markt sollte man auch nicht Pellets überschwemmen.
    Obwohl eine gewisse Anschubförderung nicht die schlechteste Maßnahme wäre.
    mfG Max

    HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
    UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
    Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
    als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
    UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2

  • Die erste Frage wäre, um was für Holz handelt es sich überhaupt?


    Du kennst schon die alte Regel, Bauholz sollte man zur Zeit der Saftruhe schlägern, weil es dann besonders langlebig, da wenig beliebt bei Pilzen und Insekten, ist?


    Außerdem wäre es mir neu, dass bei im Winter umgelegtem Holz, das bei den aktuellen Temperaturen im Freien lagert, innerhalb kurzer Zeit Fäule auftreten würde, noch nicht einmal bei Birke, bei der man im Sommer bei der Verrottung beinahe zusehen kann.


    Was ist ein Riesenhaufen?
    Der eine versteht darunter 1000 m³, der ander 10.000 m³ und der Dritte 100.000 m³. Je nachdem wie viele hundert m³ ein Werk in einer Stunde verarbeitet.
    Je nachdem, um was es sich für Holz handelt, macht es auch Sinn, mal zuerst einiges zusammenkommen zu lassen, zwecks Sortierung in die verschiedenen Klassen, damit genügend von einer Klasse vorhanden ist, wegen eines Zuges rentiert es sich bei einem großen Werk gar nicht, den Abholauftrag auszustellen.


    Aktuell geht einiges bei kleineren Mengen in Brennholz, das früher in die Papierindustrie ging. Wenn der Preis für Brennholz nachgibt, freut sich die Papierindustrie, weil dann die Förster eben auch bei kleineren Losen wieder an die Industrie denkt, auch wenn das mit etwas mehr Papierkram verbunden ist.
    Bei uns haben viele Selbstwerber derzeit Probleme Holz zu bekommen, weil es für die Förster einfacher ist, einem Betrieb den Auftrag zu erteilen, das Hackschnitzel macht - der Bedarf steigt jährlich, Züge gehen von hier aus bis nach Italien, zur Freude der Autofahrer, ist aber wohl kostengünstiger als mit der Bahn.
    Mein Nachbar hat gerade ein 6-Fam-Haus gebaut, aufgrund der Vorschriften blieb aus Kostengründen nur eine Pelletsheizung, ebenso bei einer Nachbarin ein paar Häuser weiter, meinem Eindruck nach werden bei Neubauten, selbst wenn ein Gasanschluß vorhanden wäre, beinahe nur noch Pelletsheizungen eingebaut.


    Aber auch von der Produktionsseite her steigen die Kosten für Holz, wenn man den Aufwand bedenkt, die Risiken (von Sturm über Käfer bis zum aktuellen Eschentriebsterben), die rund 100 Jahre bis ein Baum erntereif ist, da sehe ich derzeit zwar Raum für höhere, aber nicht für niedrigere Preise.
    Beim Öl, glaube ich den aktuellen Analysen, sind derzeit 1/3 der Firmen in diesem Bereich von einer Pleite bedroht.
    Wenn die Konkurrenz weg ist, was ja offensichtlich der Hintergrund für die aktuelle Angebotsschwemme der Saudis ist, kann man dann die Preise wieder schön erhöhen, denn zukünftig wird dann so manche Bank, die sich nun die Finger mit Darlehen an ehemals aufstrebende Ölfirmen verbrennt, in dem Bereich wohl keine Unternehmensfinanzierungen mehr machen.


    Grüße
    Pflaume

  • Hallo,
    ...spät aber dennoch habe ich heute aus der Zeitung erfahren, was es mit den Holzstapeln
    aus Niklas-Zeiten auf sich hat. Der beobachtete Stapel war "nur" 5.000 rm Langholz.
    Aktuell wird von den bayrischen Staatsforsten ein Areal für bis zu 100.000 rm
    für eine sog. Nasslagerung in unserer Gegend beantragt.
    Vorsorge für erneute, vermehrt zu erwartende Sturmkatastrophen;
    Pufferung und Stabilisierung der Holzpreise in solchen Fällen;
    Vorratshaltung im nassen Zustand verhindert Bläue und Rissbildung;
    Dafür müssen extra Brunnen und Zufahrten angelegt werden.


    apropos: meine Niklasschäden habe ich inzwischen weitgehend verarbeitet und eingelagert.
    War doch ein ganz schöner Verhau.
    mfG Max

    HVS25LC / 3100l Puffer / 300l WW / 10m²SolarFK
    UVR1611 / Fubo ca. 180m² / Wahei 16m²
    Eigenbau Keramikventuridüse mit SekLuft-Spalt
    als Kesselsteuerung anstatt AK3000:
    UVR1611E NM/DE + CMI + MTX-Lambdamodul + LSU4.2

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