Abgasbremse mal anders?!

  • Hallo Gemeinde,


    eine etwas andere Form der Abgasbremsen plagen mich momentan.


    Ich habe seit gut 2 Wochen massive Probleme mit meinem Abbrand, und heute scheinbar rausgefunden (oder mich erinnert) warum.


    Angeheizt wird der Kessel immer mit der schönen Holzkohle vom letzten Abbrand. Da drauf kommt eine viertel Kesselfülllung Rinde und Splitterholz vom Holzspalten. Nach 30 Minuten Dampflok-fahren wird er dann mit ca. 18kg Fi/Ta gefüllt und wieder angeworfen.


    Das hat bislang super funktioniert, nur jetzt nicht mehr. Er kommt beim Anheizen einfach nicht Temperatur. Abgastemperatur so max. 160 Grad (sonst bis zu 200, manchmal 220), Kesseltemp. schafft es bis zum Nachlegen auf max. 50 Grad (sonst schon 74). Nach dem Nachlegen läuft er (gefühlt) ewig, bis er auf eine regelbare (AK2005) Temperatur kommt. Irgendwann überlegt er es sich, geht auf 200 Grad, um dann runter zu regeln (90% 194 Grad, 80% 188 Grad). Ab 70% Lüfter fängt er an, hat Flammabrisse, Hohlbrand und sinkt innerhalb von 10 Minuten auf unter 160 Grad. Dann geht der Lüfter wieder auf 100%, und siehe da, er läuft wieder (Abgas 200Grad), bis er wieder bei 70% von vorne beginnt.


    Ich schraube nun an den schönen Schräubchen (Vollmar & Lambda bestellt) aber es wird nur noch schlimmer.


    Nachdem ich nun schon an mir zweifelte kam mir ein Gedankenblitz :woohoo: - da war doch was - :ohmy: Müze auf dem Kopf!


    Als mir auch der Schorni (er müsste es ja wissen) bei der Abnahme eine Mütze für meinen Schornstein empfohlen hat, habe ich, die auf ihren Einsatz wartende Kaminhaube, kurzerhand montiert und auch für optisch schön empfunden. Und wann war das? Am Samstag vor 2 Wochen. Also aufs Protokoll geguckt, und siehe da, seit dem habe ich eine Brenndauer von max. 3,5 Stunden statt vorher bis zu 5 Stunden. Der Puffer wird nicht mehr voll, und der Kessel geht nicht mehr über 70 Grad.


    Was sagt ihr dazu? Hat einer von euch ähnliche Erfahrungen?


    Ich habe kein Saugzuggebläse, und vermute, die Abgase können bei 70% nicht mehr ordentlich abtransportiert werden, und ersticken einfach die Flamme. Kann das von euch einer bestätigen? Bin schon echt verzweifelt. Und bei dem Sauwetter bekomme ich die auch nicht so schnell wieder runter, ums zu testen. Nun soll auch noch Schnee kommen :ohmy:


    dekprimierte Grüße :(
    Sirko

  • Habe auf dem Kamin auch eine Haube, Zug stimmt dennoch.
    Ist aber ein seltsames Zusammentreffen. Möglicherweise nicht genügend Abstand?
    Zug überprüfen.
    Übrigens, der Schnee lieg hier schon seit heute Mittag.


    Grüße
    Berthold

  • HI könnte noch sein das du die Mütze unglücklicherweise zur Wetterrichtung falsch montiert hast... würde sie mal 90Grad drehen, sofern der Kamin quadratich ist...MFG ;)

  • Hallo und erstmal danke an alle,


    Berthold
    Welchen Abstand hast du denn zwischen der Haube und der Mündung?


    Helmut
    Das er zu kalt ist, denk ich eher nicht. Wir hatten ja schon solche Temperaturen und Schnee (wenn auch nicht viel) im Oktober, da lief der Kessel ohne Probleme. Er hatte eher zu viel Zug. Auch der Kaminofen im Wohnzimmer, der nur 3m bis zur Mündung hatte, lies sich da kaum bändigen.


    Herbert
    Von Schornstein-Eingang bis zur Mündung habe ich genau 8m, plus die 2m (45Grad steigend) zwischen Ofen und Schornstein.


    zimmerermeister
    Das könnte theoretisch sein. Wie sitzt sie denn richtig? Meine Haube sieht aus wie ein Satteldach (auch so abgekantet) und der Giebel steht genau im Wind und der First der Haube verläuft parallel zum Dachfirst. Drehen kann ich die nicht, da es ein Doppelzug ist.


    Vieleicht noch was technisches dazu:
    Der Schornstein (Schiedel Absolut) ist ein Doppelzug mit 2x 180mm Durchmesser. Die Abströmkonuse haben eine Höhe von ca. 18cm und der First der Haube liegt etwa 30cm über der Mündung. Mit den Konusen komm ich auf eine Gesamthöhe von fast 50cm über Schornsteinkopf. Wenn jetzt noch der Abstand zu gering wäre (was ich fast vermute), dann muss ich noch Aufstocken, aber dann schmeiß ich sie lieber wieder runter. Sieht ja dann aus mit den Stelzen :blink:?! Ich würde ja gerne mal ein Bild von dem Teil machen, aber wenn ich auf Arbeit geh, isses dunkel, wenn ich wieder heim komm auch?!


    Ein weiteres Problem was ich festgestellt habe, ist, dass durch die Haube der Wasserdampf schön an der Dachfläche nachunten steigt (Mündung unterm First) und sich zwischen meinem Nachbarn und mir eine schöne Wolke bildet. Stört nicht wirklich jemanden, denn der hat sich ganz neu einen super Allesfresser gekauft (und wollte mich auch davon überzeugen), und wenn er den anwirft, sehe ich auch nichts mehr. Nur mein Rauch stinkt nicht. Ohne die Haube hats der Kessel über den First geblasen, und der Wind dann weggetragen.


    Zum Glück hatte das Häubchen nur nen Sixpack gekostet, aber Schade wärs drum.


    Gruß Sirko

  • Moin Sirko


    Von Schornstein-Eingang bis zur Mündung habe ich genau 8m, plus die 2m (45Grad steigend) zwischen Ofen und Schornstein.



    Dann hast du ja im Gegensatz zu meinen einen ,,Langen,, :laugh:


    Ok, wenn das nicht viel Arbeit macht, nimm doch mal Probeweise die Mütze ab, dann wirste ja sehn, ob es am ,,Mützchen,, lag!


    Viel Erfolg!


    Grüße von Herbert

  • Hallo Herbert,


    Nicht die Länge macht die Meter ;)


    ich will erst noch auf meine Vollmar und die Lambda warten. Dann habe ich identische Verhältnisse und kanns dann mit Sicherheit sagen was es nun ist. Ich überleg nur noch, ob ich sie vorher abnehme oder erst danach. Der Aufwand hält sich in Grenzen (4 Schrauben), das Problem ist nur das Licht. Wenn mal einer den Schalter nicht so früh umlegen würde B), so dass ich um 6 noch was sehen könnte, wäre das nett. Hab ich aber keine Hoffnung. Und bei Nacht und Schnee Bergsteigen :blink:. Ich muss mich heut erstmal um die Winterreifen kümmern :blush:, 2km von hier liegen schon 5cm und nichts geht mehr. Aber meine liegen im Auto, der Wille war da ;).

  • Wenn die Schornsteinmündung unter dem Dachgiebel liegt (so war es bei mir am Anfang auch) drückt es die Abgase immer nach unten, wenn der Schornstein aus Windrichtung gesehen hinter dem Giebel liegt. Vielleicht ist die Windrichtung bei dir üblicherweise günstig (vermute ich aufgrund deiner Aussage, daß normalerweise die Abgse nach oben weggehen) und da funktioniert es.


    Jetzt, aufgrund anderer Wetterlage, ungünstiger Windrichtung und der Haube könnte die nach dem Giebel fallende Luftwelle auf den Schornstein drücken?


    in jedem Fall würde eine Schornsteinverlängerung Abhilfe schaffen, wenn die Haube unbedingt draufbleiben soll. Ich war nur 20 cm unterhalb meines Giebels, aber es hilft nichts. Bei mir hat der eine Meter obendrauf enorm viel gekostet :angry: und enorm viel gebracht (zufriedene Nachbarn :) )

  • Hallo Peter,


    ich werde es mal wieder ohne Haube versuchen. Noch nen Meter drauf ist einfach nicht drinne. Das Geld geb ich lieber für die Vollmar her. Und ein Abfluss ist ja vorhanden, von daher wäre es die einfachste Lösung. Ich muss nur sehen, dass ich die nächsten Tage mal wieder hoch komme, ohne unkontrolliert wieder abzusteigen ;).


    Um die Nachbarn in unsrer Straße brauch ich mir hier keine Sorgen machen, wenn ihr sehen würdet was die hier verheizen. Da hängt ne richtige Glocke über'm Tal. Aber so ist das bei uns im 300 Seelen Dorf. Wen das stört, der bekommt beim Straßenfest die Ohren gewaschen und dann gibts den Versöhnungstrunk. Das ist das Schöne hier.


    Danke für die Tipps und Ideen, und ich halte euch auf dem Laufenden.


    Gruß Sirko

  • Moin Sirko


    Ich muss mich heut erstmal um die Winterreifen kümmern , 2km von hier liegen schon 5cm und nichts geht mehr. Aber meine liegen im Auto, der Wille war da .

    Boh, mein Wille war auch da, aber du bist schon weiter als meiner einer :blink:



    Meine Winterreifen liegen noch im Keller :blush:


    ( Kommt mir so vor, als ob ich die erst gestern in den Keller gebracht habe........wie die Zeit vergeht :woohoo: :woohoo: )


    Reifenwechselgrüße

  • Morgen Herbert,


    Quote

    Meine Winterreifen liegen noch im Keller


    Ich (bzw. mein Arbeitstier) habe jetzt die Winterschuhe an. Oberhof ist ja schon weiß, da kanns hier nicht mehr lange dauern am Fuße des Berges. Es ist ja auch wie jedes Jahr eine Überraschung für alle (mich eingeschlossen). Huch :woohoo: im Dezember schon Schnee? Bis der Winterdienst das dann merkt, ist es März, und dann können sie streuen bis Juni, es ist ja noch Salz übrig!? Aber nächstes Jahr wird's besser, da hab ich dann ne Standheizung. Ist zwar dann leider kein Vigas, macht aber trotzdem warm. Vielleicht baut sowas ja mal wieder einer. Hats ja schonmal gegeben, Auto mit Holzvergaser ;).


    Grüße
    Sirko

  • zirkoline schrieb:

    Quote

    Berthold
    Welchen Abstand hast du denn zwischen der Haube und der Mündung?

    Bei dem Schnee und dem steilen Dach von mir, verzichte ich mal darauf das nachzumessen, schätze mal 15 cm, darunter ist allerdings ein Formstein mit Löchern in alle Richtungen, so daß der Abstand eigentlich auch nicht so wichtig ist.
    Der Rauch könnte ja durch den Formstein. Und wenn mein Abgasrohr am Vigas 16 cm Durchmesser hat, dann sollten eigentlich 5 cm in alle Richtungen, reichen.


    Grüße
    Berthold

  • Hallo Berthold,


    hast du noch ein Saugzuggebläße mit dran? Ich denke wenn ich das nachrüsten würde, hätte ich auch keine Probleme mehr, da das ja dann die Abgase rauspresst. Aber so muss es ganz alleine das Druckgebläße machen, und das schaffts wahrscheinlich nicht. Dewegen gehts bei 100% Lüfterleistung, aber bei 70% ist der Druck dann schon zu gering. Ist meine Vermutung
    :unsure:.


    Gruß Sirko

  • Lieber sirko,


    das Saugzuggebläse arbeitet nur beim nachlegen. wenn der Kassel arbeitet ist das saugzuggebläse ausgeschalten.


    mein schorni haltet übrigens überhaupt nichts von kamin hauben. hatte einmal auf einem alten kamin eine neue 1,5 meter lange isolierte niro Kaminverlängerung mit Haube. wie der schorni zum ersten mal das ding sah meinte er ich solle diese kappe sofort runterschneiden. die bring ja überhaupt nichts die bremst nur den zug. die parr Tropfen wasser die den Weg in den Kamin finden machen dem gar nichts.


    lg

  • Hallo,


    ich möchte euch kurz den aktuellen Stand zu meinem Problem durchgeben.


    Das Problem, dass er nicht gezogen hat, scheint gefunden, dank Vollmar-Steuerung und Lambda. Es ist der Kaminofen, der am Nachbarzug hängt und auch unter die Haube "abgast". Es zieht dann scheinbar der schwere dreckige Rauch des Kaminofens über die Mündung des sauberen HV's und nimmt ihm somit den Zug. Oder irgendwie so ähnlich zumindest. Die Mühe mit Haube ab, hab ich mir erstmal nicht gemacht. Das Problem tritt bis etwa 0° Außentemperatur und wärmer auf.


    Die Frage, die ich nun habe, wie äußert sich ein zu starker Zug wenn man keinen Zugbegrenzer hat? Bei den aktuellen 10° Minus läuft der Kessel nämlich ruhiger, wenn der Kaminofen an ist :woohoo:.


    Viele Grüße
    Sirko

  • Guten Morgen,


    wenn Du keinen Zugbegrenzer hast, dann kann der Zug, bei Böen, bei entsprechender Wetterlage, bei aktuellen Temperaturen, oder wenn der Kamin nach einiger Zeit aufgewärmt ist, höher als vom Hersteller empfohlen werden.


    Der Effekt ist gegenteilig zu dem der Turbulatoren. Der Wirkungsgrad sinkt entsprechend.
    Allerdings kann so etwas natürlich des weiteren zu verstärkten Problemen mit Hohlbrand und schlechter Verbrennung führen, sowie im Extremfall, bei sehr tiefen Außentemperaturen, zu Problemen mit dem anzünden.


    Grundsätzlich gilt:
    Bei Ölkesseln ist ein Zugbegrenzer ein muß, da die Kosten innerhalb kurzer Zeit durch eingespartes Öl wieder hereinkommen.
    Einen HVK ohne Zugbegrenzer darf es nicht geben, da hier die nachteilige Wirkung eines zu hohen Zuges bauartbedingt weitaus stärker ist.


    Grüße
    Berthold

  • Quote

    Einen HVK ohne Zugbegrenzer darf es nicht geben, da hier die nachteilige Wirkung eines zu hohen Zuges bauartbedingt weitaus stärker ist.


    Da ich das nun schon mehrmals so gelesen habe, werde ich mir Gedanken machen müssen, wie ich Einen nachrüste. Es ist eigentlich Schade, dass einen ein Schornsteinfeger auf solche Sachen nicht hinweist. Ich musste von der Planung bis zur Durchführung und Inbetriebnahme alles selber machen. Der Schorni kam, sah und nickte, und da musste ich davon ausgehen, dass es so richtig ist. Für alles muss man ihn rufen, aber da frage ich mich warum?! Da ich nun kein Loch in den neuen Schornstein mache (hät ichs vorher gewußt, hät ich einen Formstein genommen), muss ich einen fürs 160er Rauchrohr nehmen. Mal sehen, obs was relaltiv einfaches gibt, denn der muss dann direkt hinter das Knie hinterm Kessel, wegen dem lieben Brandschutz (des Schornis größe Leidenschaft)?!


    Viele Grüße
    Sirko

  • Sirko,


    las das mit dem Rohr und Bau einen in die Wand


    ich hab mich überreden lassen am Öler einen ans Rohr zu machen ....
    das metalische Klappern hörst du durch s ganze Haus .....
    der vom HV ist eingemauert, der ist kaum wahrnehmbar!


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Dem Erwin muß ich recht geben.


    Einen ZBG ins Mauerwerk bzw Schornsteinwand und wenn es geht so tief wie möglich ist die beste Variante. Wenn es mal dazu kommt Sturm und der Kessel in der Anheiz Phase dann klappert die Klappe auch, aber das hört man nur wenn man am Kessel steht. Im At Forum haben schon einige aus dem Rohr wieder entfernt wegen der Geräusche und Staub der dort wenn es klappert heraus kommt.
    Gruß jürgen

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


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