Tuning des Düsenbereiches

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  • Hallo im neuen Jahr


    gibt es jemanden, der im Bereich Düse oder darüber Veränderungen vorgenommen hat ???


    Habe noch in Erinnerung, daß im Atmos Forum mal einige Aktionen gelaufen sind.


    Ich Frage, weil ich den Eindruck habe, das meine Düse ca. 14cm x 4cm eigentlich zu groß für meine Betriebsart ist.
    Ausserdem fallen immer wieder große Brocken Holzkohle durch, die zu Funkenflug führen. Die entstandene Asche liegt dann nach den Turbos im Bereich obere Putzöffnung.


    Mein Ofen sieht folgender Maßen aus.


    DC18GSE Bj. 2013
    -Lambdacheck im unteren Putzdeckel, eingestellt auf 5% auf Belimo Sekundärschieberregelung
    -Primärschieber fest auf ca. 7mm ergibt Temp im Seitenkanal von 700-850C°
    -Abzugventilator drehzahlgeregelt mit Phasenanschnitt auf min. 40% Drehzahl bei max. 120C° Abgastemp. ca. 50cm nach Abgasstutzen
    -AbgasTurbos (Unterlagsscheiben/Ring-Version) ähnlich eurer neuesten version
    -Bullauge im Brennraum


    Übrigens !!! Der DC18GSE hat schon verschiedene Spaltabstände im Wärmetauscherbereich (Bezug auf Woodys optimierung mit dem Lochblech und Spaltanpassungen)


    so mal grob beschrieben !!!


    Mit dem Bullauge, sehe ich natürlich sehr genau was so beim Verbrennungsvorgang passiert.


    Ich würde gerne meine Düse mit einem Düsenschutz versehen u. gleich zeitig die Verwirbelung verbessern bzw. die Düsenöffnung reduzieren.


    Habt Ihr mir Tipps.


    Danke im Vorraus


    Joachim

  • Ich habe einfach 2 Schamotteplatten laengs der Duese lose in die Asche gelegt und mit etwas Asche ueberdeckt. Damit koennte man auch die Duesenbreite "einregulieren". Bei mir ragen die Kanten der Schamotteplatten zum Schutz der Duese knapp ueber den Duesenrand hinaus. Hat sich bestens bewaehrt.

  • Hallo,


    genauso habe ich es auch gemacht, aber bitte langsam den Querschnitt der Düse verkleinern sonst Brennt er nicht gut... War zumindest bei mir so.


    Gruß timex

    Gruß Frank


    Dc22s mit 1500 Liter Puffer--300 Liter WW Boiler--Fußbodenheizung---7m³ Regenwasserspeicher---100m² Wohnfläche+40m²Nutzraum---Husqvarna 236---Mac Allister Holzspalter MHS 4Tonnen---3fach verglaste Fenster---10cm Styropor---Fiskars X25---Fiskars x11---

  • Nachdem ich die Düse mit Feuerbeton reparieren mußte, weil sie oben nach ca. 2 Jahren schon recht ausgefranzt war, habe ich noch eine Art Düsenschutz installiert. Das ist eine Edestahlplatte mit entsprechender Öffnung, ich glaube 10mm dick. Angefertigt hat die jemand aus dem alten Atmos-Forum, der Stahl widersteht glaubich Temperaturen bis 1300 Grad. Daran sehe ich jetzt drei Winter später immer noch keine Abnutzungserscheinungen.

  • Hallo Heinerl,


    genau so ist es wie Du schreibst. Der Günter "Holzsammler" (leider verstorben) hatte damals eine gr. Sammelaktion gestartet wegen Rabbat. Meine liegt auch seit dieser Zeit drin und das war es. Im Sommer 2013 hatte ich sie einmal raus geholt und angesehen alles im grünen Bereich. Ich lasse immer eine Schicht Asche drauf liegen. Diese Edelstahlplatte ist 10 mm stark.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Hallo,


    bei einem Düsenschutz aus Edelstahl sollte man auf die Zunderfestigkeit an Luft achten, der Schmelzpunkt liegt bei diesem geeigneten Edelstahl ( 1.4841)so um die 1350 Grad. Aber eine Schamotteplatte ist billiger für diese Geschichte oder sucht mal nach Siliziumkarbid :D ...



    Gruß timex

    Gruß Frank


    Dc22s mit 1500 Liter Puffer--300 Liter WW Boiler--Fußbodenheizung---7m³ Regenwasserspeicher---100m² Wohnfläche+40m²Nutzraum---Husqvarna 236---Mac Allister Holzspalter MHS 4Tonnen---3fach verglaste Fenster---10cm Styropor---Fiskars X25---Fiskars x11---

  • Hallo


    Erst mal Danke für die Antworten.


    Mein Gedanke war, nicht nur einen Schutz der Düse zu bewirken. Sondern gleichzeitig auch eine Vorverwirbelung des Gases zu bekommen.


    Dazu wollte ich eine Stahlplatte ca.23cm x 13cm mit Schlitz ca.13cm x 3cm mit einem Kragen nach unten bis kurz vor die Düsenlöcher versehen.
    Dieses kurze "Vierkantrohr" sollte dann in der Länge 2x und in der Breite in der Mitte unterteilt werden.
    Die Mittlere Unterteilung nur halb so tief wie die Breitenunterteilung. Damit 2 gegensinnige Verwirbelungen entstehen. Wie eine Gitterstruktur !!!
    Das ganze wird nur in die obere große Düsenplatte eingelegt. Wegen erhöhtem Verschleiß, da dieser Bereich schon höheren Temperaturen ausgesetzt ist.


    Mal sehen was Ihr dazu meint.


    Danke im Vorraus


    Joachim

  • Hallo,


    aber mit normalem Stahl brauchst du das erst garnicht versuchen, dass ist in null Komma nichts weggezundert. Im alten Forum gab es auch mal jemand der das so ähnlich gebaut hat oder wollte.


    Gruß timex

    Gruß Frank


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  • Hallo Timex


    Ich habe einen Freund, der ist Fertigungsleiter in einem Laserbetrieb. Den werde ich nochmal fragen, was er für Hochtemp Anwendung vorschlägt.
    Er hat mir erzählt, daß er auch für einen Ofenbauer fertigt. Der benutzt Stahl !? Kann mich aber nicht mehr an die Materialbezeichnung erinnern.


    Problem ist halt die kleinen Menge. Ansonsten kann er mir jede Materialart beschaffen u. bearbeiten.


    mfg Joachim

  • Hallo,


    kommt halt darauf welche Öfen der Mann baut, ich komme aus dem Industrieofenbau und dort war 400 Grad kalt und 1700 Grad das Ende unserer Fahnenstange! :D


    Gruß timex

    Gruß Frank


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  • Guten Morgen.

    Quote

    ist billiger für diese Geschichte oder sucht mal nach Siliziumkarbi

    Hast du was konkretess??


    In die Richtung hab ich auch schon gedacht.


    Dieter

  • Hallo Dieter,


    im Kopf hab ich das schon fertig... Ich bin schon einige Jahre nicht mehr im Ofenbau und deshalb komme ich nicht mehr so leicht an das Material ran, sonst wäre das wohl schon längst fertig und dann habe ich das " Problem" das ich nicht mehr in DE bin und somit noch weniger Kontakte habe. Aber mein ehemaliger Kollege arbeitet noch im Dampfkesselbau und will etwas organisieren ( er hat auch einen Atmos) und der passende Zuschnitt soll auf einer Wasserschneidanlage gemacht werden ( wenn die durchkommt...), ist halt ein Versuch. Ist halt blöd, wenn man das Zeug nicht braucht liegst rum, brauchst den Sche... kommst nicht dran! Wenn ich was habe werde ich das natürlich hier schreiben! Das größte Problem sehe ich eher im Zuschnitt, das Zeug ist nahe an Diamant und ich habe schon einige Firmen erlebt die sagten "wir schneiden alles" und standen dann wieder auf der Matte "außer DAS ZEUG" :D


    Gruß timex

    Gruß Frank


    Dc22s mit 1500 Liter Puffer--300 Liter WW Boiler--Fußbodenheizung---7m³ Regenwasserspeicher---100m² Wohnfläche+40m²Nutzraum---Husqvarna 236---Mac Allister Holzspalter MHS 4Tonnen---3fach verglaste Fenster---10cm Styropor---Fiskars X25---Fiskars x11---

  • Hallo Timex


    wenn ich mich erinnere ist Siliciumcarbid auch recht spröde und echt schwierig zu bearbeiten.
    Was spricht gegen dieses Edelstahl. Eure Erfahrungen sind doch gut und man kann relativ einfach die verschiedensten Varianten produzieren (Schweißen, Schneiden).


    Bitte um Aufklärung. Möchte nicht dumm sterben.


    Danke Joachim

  • Hallo,


    natürlich spricht nichts gegen einen Düsenschutz aus Edelstahl, nur sollte man eben den richtigen verwenden! Die meisten kennen ja nur die Begriffe V2A und V4A, aber wenn man dann mal liest in welcher Gruppen oder Materialien diese Typen fallen ist das bei V4A 1.4401 und dieser ist für Säure gut und andere Korrosive Medien mit Chloranteilen usw. aber Wärembeständig bis 600°C und dann zerfällt das Zeug (habe ich tausendfach an V4A Schrauben gesehen). Also musst du ein paar Stufen nach oben gehen und da gibt es 1.4841 was bis 1150°C zunderbeständig ist, nur bei diesem könnte es wieder das Problem geben ob das Holzgas schwefelhaltig ist, oxidierend wirkt oder es aufkohlend ist, denn dann geht es auch nur bis 900°C und dann wird das Zeug spröde wie Glas und u.U. auch magnetisch. Dann geht es noch weiter mit 2.48 usw. was noch etwas besser bestimmte Bedingungen aushält, auch sollte man sehen das bei allen Edelstählen der Schmelzpunkt rund bei 1350°C liegt, bei Stahl kann das bis 1500°C sein. Dann gibt es noch paar Punkte zu beachten bei Edelstahlkonstruktionen die geschweißt sind und der Wärme ausgesetzt werden, die Nähte fangen an zu Korrodieren wenn sie nicht nach dem Schweißen mit Abbeizer behandelt werden, auch brauchst du die richtigen Elektroden oder WIG Draht und das kann sehr schnell schön teuer werden, des weiteren musst du auch beachten das sich das Edelstahl auch sehr gut ausdehnt bei Wärme und das nicht zu knapp und zu guter Letzt kann es dir bei einer Konstruktion (Düsentunig) passieren das diese zusammenfällt wie Pudding weil das [lexicon]Holz[/lexicon] von oben drückt und das Edelstahl an seine Temperaturgrenze kommt. Wie du siehst ist das alles nicht ganz einfach und mit einer Schamotteplatte aus dem Baumarkt kann man dein Vorhaben besser Testen oder etwas experimentieren, wenn du im alten Forum guckst, kannst du bei "Beschleunigungsrennen vom Fueresel" zirka 1 Million Abhandlungen zum Umbau einer Düse nachlesen und auch ZMeister hat etwas dazu geschrieben. Ich habe es selber ausprobiert mit Düsenverkleinerung usw., meiner Meinung bringt das nur etwas beim 50iger Kessel auf 20kw runter, denn dann hast du eine riesige Tauscherfläche für wenig Gas und das bringt erst richtig etwas! Wenn du eine richtige Düse haben willst, "nimm einen Hammer, zerklopf die alte und gieße eine neue mit mehr Sekundärlöcher und aus besseren Feuerbeton als das Teil was original eingebaut ist". :D
    Mit dem SiC ist nur ein Versuch und ja es ist extrem schwer zu bearbeiten... :)


    Gruß timex

    Gruß Frank


    Dc22s mit 1500 Liter Puffer--300 Liter WW Boiler--Fußbodenheizung---7m³ Regenwasserspeicher---100m² Wohnfläche+40m²Nutzraum---Husqvarna 236---Mac Allister Holzspalter MHS 4Tonnen---3fach verglaste Fenster---10cm Styropor---Fiskars X25---Fiskars x11---

  • Ich habe gerade nochmal im alten Forum nachgesehen, der Edelstahl soll 1.4571 sein (austenitischer hitzebeständiger nichtrostender Stahl), hat mich vor drei Jahren 105 Euro gekostet. Ob es das wert war - keine Ahnung. :) Zumindest sieht das Ding immer noch fast wie neu aus.

  • Hallo


    Danke für die Info´s. Grundsätzlich weiß ich ein bischen was über Material, Schweißen usw. Bin seit 30 Jahren im Maschinenbau.
    Spezialwissen u. Erfahrungen im Hochtemperaturbereich fehlt mir aber. Obwohl ich bei der Entwicklung der Welt Ersten 3Punkt-Biege Prüfmaschine für Keramik mitgewirkt habe.
    Da wurde in einem Ofen bis 1500°C Keramik-Prüflinge vollautomatisch geprüft. Material musste natürlich hitzebeständiger als das zu prüfende sein (noch bessere Keramiken).
    Materialien waren aber sündhaft teuer und bei Raumtemperatur Sau empfindlich. Diese Bauteile wurde speziel "gebacken".


    Habe heute mal mit meinem Kumpel telefoniert wegen Material. Er schaut mal nach 1.4841 oder 1.4828. Kilopreis zwischen 5-7€. Er hat einen Schweißer der Können u. Zulassung für belastete Bauteile im Hochofenbau hat.
    Ich glaube ich probiers mal und wenn ich eine geeignete Form habe, kann ich immer noch was gießen.


    Falls noch jemand etwas weiß, bitte ich um Info. Habt ihr einen Tread oder Link über das Thema im alten Forum ??


    Danke Joachim

  • Hallo,


    da ja jeder Ofentyp immer ein wenig anders ist, kann man auch pauschal nicht direkt etwas zur "besten Düse" sagen. Wenn ich meine Erfahrungen so angucke, ich habe wie schon gesagt einfach paar Schamotteplatten um die Düse gelegt und in der Mitte bis auf 2cm zusammen geschoben, Effekt der Sache ist, dass die Leistung runter geht (Abgastemp. auch) und das ganze Heizen 1-1.5 Stunden länger dauert als sonst. Die andere Geschichte dabei ist, das er etwas "zickig" läuft wenn zu viel kleines [lexicon]Holz[/lexicon] drin liegt (Holzgas wird zu viel und kann nicht gut durch die Düse) aber der Hohlbrand ist merklich weniger oder ganz weg, aber unterm Strich kann ich jetzt von keiner Einsparung reden, das liegt aber daran das mein Ofen fast das einfachste an Holzvergaser ist was es gibt und mit den GSE Type nicht vergleichbar ist. Ich habe jetzt alles wieder auf Originalgröße gebracht und so gefällt mir das auch besser, der Ofen hat wieder Bums, kann mehr kleines Zeug rein werfen und die ganze Aktion geht einfach schneller (Abgastemp. ist nur 10°C höher), die besten Ergebnisse mit AGT senken hat mein "Kamm" unter dem Dach und diverse Rohre hinten im nicht vorhandenen [lexicon]Wärmetauscher[/lexicon] gebracht, alles andere war nur viel Zeit für nichts. Und da ich diese Saison nur mit Müllholz heize und das alles Kostenlos ist kann auch mal ein Stück Kohle nach unten fallen. Momentan läuft meiner mit 88°C VL und 190-200°C Abgas was für einen DC22S ein guter Wert ist. :D
    Was mich aber etwas wundert, dass du den Primärluftschieber 7mm offen hast, muss das so viel sein?


    Nachtrag:


    Wenn du die Möglichkeit hast etwas Lasern zu lassen könntest du so eine Art Lochblech mit Runden Löchern machen (1.48..), musst nur ausrechnen wie groß der jetzige Querschnitt der Düse ist und wie klein der mit Lochblech wird/werden soll und das legst du oben drauf, da kann es aber passieren das die Flamme zurückspringt ans Lochblech!? Ich denke eben immer noch das eine Düse mit mehreren kleinen Löchern viel besser wäre. Wenn du, wie du schreibst etwas Gießen kannst (Edelstahl ?) 1.4710 oder 1.4849 und machst einen Gitterrost.

    Gruß timex

    Gruß Frank


    Dc22s mit 1500 Liter Puffer--300 Liter WW Boiler--Fußbodenheizung---7m³ Regenwasserspeicher---100m² Wohnfläche+40m²Nutzraum---Husqvarna 236---Mac Allister Holzspalter MHS 4Tonnen---3fach verglaste Fenster---10cm Styropor---Fiskars X25---Fiskars x11---

    Edited once, last by timex ().

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