Professionelle Pufferisolierung

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  • Hallo Foriker,


    meine Heizungsumstellung auf Atmos P14/130 nimmt langsam Form an. Der Umbau startet Anfang Juni durch einen HB aus dem Forum und so bin ich z.Zt. am Überlegen, wie der Puffer bestmöglich isoliert wird.


    Bisher habe meine Puffer zum Serien-Sky-Hartschaummantel seitlich mindestens 30cm Mineralwolle 035, oberhalb 55cm Mineralwolle 035 sowie einen vollisolierten Pufferring (Fuß) und stehen auf 3,6cm OSB-Platten mit Folie drunter auf dem Kellerboden.


    Das hat schon sehr viel gebracht.


    Da ich auch den Dachstuhl dämmen werden mit Holfaser oder Hanf ist meine Überlegung, eines dieser Materialien auch beim Pffer einzusetzen wegen der erhöhten Phasenverschiebung.


    Macht so etwas Sinn oder bin ich da zu penibel mit dem Isolierwahn?


    Bin auf Eure Statements gespannt. :)

    Gruß Sven




    Mitglied einer ökonomisch denkenden Minderheit im Dorfe mit baldigem P14 + 825L Pufferspeicher sowie Friwa und Aquaflam 25 (wasserführender Kamineinsatz BIMSch 2) + 2x 825 L Pufferspeicher im 74er vollunterkellerten Bungalow mit 150 m² beheizter Fläche im immer besser werdenden Dämmzustand.

  • Hallo Sven,


    verstehe die Frage nicht ganz.Du hast doch schon seitlich 30cm Mineralwolle u. oberhalb 55cm.Mehr macht da kaum Sinn.Thermohanf kann man den Pufferrundungen nicht so anpassen.Er knickt dann u. es verringert sich dadurch die Dämmstärke.


    Gruß Rolf

    Gruß Rolf



    DC 30GSE,Lufttrennung,LC mit geregelter
    Sekundärluftklappe u. gegenläufig geregelter Primärluftklappe über Federzug,Turbulatoren 7.2 mit von außen bedienbarer Reinigungsfunktion,Lüfter-Drehzahlregelung Botex CT-110R durch PID-Regler nach AGT mit Timer-Abschaltung u. Einstellung der Mindestdrehzahl über Poti,Laddomat,Restwärmenutz. manuell,Asu-Timer,4
    x 732Ltr. PSP,300Ltr. bivalenter Speicher mit 30
    VKR,Fachwerkhaus 150qm Innendämmung,Ölheizung im Notfall
    zuschaltbar.

  • Ich dachte, dass ein Dämmstoff mit einem höheren Gewicht eine längere Zeit die Wärme im Puffer halten kann, da solche Dämmstoffe wie Holzweichfaserplatten oder Hanfplattenn ja auch erheblich besser die Sommerhitze dämmen im Vergleich zur Mineralwolle (das Haus bleibt über Stunden länger kühl).
    Wenn also Mineralwolle eine kurze Wärmerückhaltung besitzt ( vielleicht 3-4 Stunden), könnte Holzfaser oder Hanf die Wärme im Puffer vielleicht 7-10 Stunden lännger halten und dann wäre fast schon der nächste Heizgang mit entsprechend weniger Energieaufwand.


    Oder denke ich zu kompliziert?

    Gruß Sven




    Mitglied einer ökonomisch denkenden Minderheit im Dorfe mit baldigem P14 + 825L Pufferspeicher sowie Friwa und Aquaflam 25 (wasserführender Kamineinsatz BIMSch 2) + 2x 825 L Pufferspeicher im 74er vollunterkellerten Bungalow mit 150 m² beheizter Fläche im immer besser werdenden Dämmzustand.

  • Du sprichst zwei unterschiedliche Materialeigenschaften an. Das eine ist die Wärmeleitfähigkeit lambda, die angibt, wieviel Wärmeenergie pro Zeit durch eine Fläche Dämm-Material mit einer Einheitsdicke strömt, nach dem Fickschen oder Fourierschen Gesetz Wärmestrom = lambda * Temperaturgradient. lambda sollte also möglich klein sein. Der Wärmeverlust pro qm und Sekunde ergibt sich dann nach meiner schnellen Rechnung aus R=Dicke in Metern/lambda, als P=Temperaturdifferenz in Kelvin/R in Watt pro Quadratmeter gemessen, also bei lambda =0,04 W/mK, 10cm Dämmdicke und 50 Kelvin Temperaturdifferenz grob als P = 50/(0,1/0,04) W/m^2 =20W/m^2 (ohne sonstige Verluste durch Anschlüsse etc). Diese Rechnung bezieht sich auf die Gleichgewichtssituation, wenn sich die Temperaturen alle so eingestellt haben, dass sie sich nicht mehr ändern (setzt natürlich Nachladen des Puffers voraus, eben mit 50W pro qm).
    Die andere Sache mit der Phasenverschiebung betrifft die Wärmekapazität, also die Wärmeenergie, die ein Material aufnimmt, wenn man es auf eine gewisse Temperatur bringt.
    Diese spielt nur eine Rolle, wenn der Puffer aufgeheizt wird. Wenn die Wärmekapazität der Dämmung groß ist, heißt es eigentlich, dass man zusätzlich Heizenergie braucht, um die Isolierung auf Gleichgewichtstemperatur zu bringen. Diese Energie steckt dann in der Hülle und man bekommt sie vermutlich höchstens zur Hälfte wieder zurück, wenn der Puffer durch Wärmeabnehmer leergekühlt wird. Für die Verluste des heißen Puffers sollte dies egal sein, aber am Anfang sind die Verluste in die Isolierung höher. Man könnte auch sagen, dass die Hülle aus einem Material mit hoher Wärmekapazität die Energiespeicherkapazität des Puffers etwas erhöht, aber die Energie in der Hülle kann man nicht so leicht in die Heizung pumpen ...
    Die Bedeutung beim sommerlichen Hitzeschutz bei einem Dämmstoff mit hoher Wärmekapazität kommt daher, dass die heiße Luft von außen lange braucht, die Isolierung auf hohe Temperaturen anzugleichen. Dies bedeutet, dass zunächst alle Hitze von außen von der Isolierung aufgesogen wird. Erst, wenn diese auf ähnlich hohe Temperaturen wir draußen ist, setzt der Wärmestrom nach innen ein, denn dieser fließt nur bei einem Temperaturgradienten.
    Tendenziell haben Stoffe mit hoher Massendichte eine höhere Wärmekapazität, aber wenige finanzierbare haben einen besseren Wert als Wasser (ca. 1 WattStunde pro Kelvin und Liter). Sonst würden man ja Pufferspeicher aus einem anderen Material bauen.

  • Danke für die Erläuterung. Das klingt plausibel, also bleibt meine bisherige Dämmstrategie erhalten. :)

    Gruß Sven




    Mitglied einer ökonomisch denkenden Minderheit im Dorfe mit baldigem P14 + 825L Pufferspeicher sowie Friwa und Aquaflam 25 (wasserführender Kamineinsatz BIMSch 2) + 2x 825 L Pufferspeicher im 74er vollunterkellerten Bungalow mit 150 m² beheizter Fläche im immer besser werdenden Dämmzustand.

  • Hallo


    Jungs macht es nicht so kompliziert. !!!! :huh:


    Wie lange wollt Ihr eigentlich die Wärme speichern. ?
    Bei einer "normalen" Pufferisolierung geht es darum die erzeugte Energie nicht an den Heizraum zu verschenken.
    Auf Deutsch: Wärme wird im HV/Pillenfresser/Öler/Gas erzeugt und muß über einen überschaubaren Zeitraum im Puffer zwischengespeichert werden.
    Ist der Wärmeerzeuger aus,wird die Wärme aus dem Puffer entnommen.
    Dadurch kühlt auch der Pufferspeicher kontinuierlich runter,. die Verluste werden deshalb durch den Wärmedurchgangskoeffiezienten deutlich geringer.
    Schlußendlich: was an Isolierung machbar sollte man tun,aber das Rad nochmal erfinden , nicht.

    mit freundlichem Gruß aus der Niederlausitz


    Erik


    DC30GSE/2000 l Puffer/160 l WWB/ACD01/8m DW Schornstein 180 mm/Laddomat/Zugbegenzer/Belimo/120 m² Wohnfläche/2 Personen
    DC25GSE(long Version)/2400 l Puffer/ACD01/Viessmann 24kw Öler mit 160l WWB/Laddomat 21/Zugbegrenzer/Belimo/120m² Wohnfläche/3 Personen
    DC25GSE(long Version)2000 l Puffer/keine ACD01/Viessmann Vitola 18kw/Regelung Dekamatik/ 120m² Wohnfläche/4 Personen
    Attack DPX 25 Profi

  • Ich habe vor ein paar Wochen bei einem Kunden einen Drai-Back Puffer installiert.
    Den habe ich auf Grund der Platzverhältnisse in eine Holzverkleidung mit 12 cm Themohanfdämmung gesetzt.
    Den Puffer habe ich vorher mit Alukaschierter Schaumtapete umwickelt.
    Der Puffer wird mit 70° geladen und hat keinerlei Wärmeabstrahlung nach außen.

  • Hallo Moonbull,


    bist Du dir sicher, daß deine Alukaschierte Schaumtapete das auch dauerhaft mitmacht? Schließlich muß es nicht immer bei 70° bleiben. Wenn der Puffer voll ist, kann seine Temperatur auch schnell mal auf 80° und mehr steigen.


    Gruß


    Joe

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