14,9 kW atmos holzvergaser

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  • Hallo!
    Meine Name ist olli und ich komme aus braunfels im Lahn Dill Kreis .
    Ich will mir in nächster Zeit ein holzvergaser einbauen lassen und da war eben der heizungsbauer da und hat mir empfohlen ein 14,9kw Kessel mit 800 Liter pufferspeicher für 150 qm,für warmwasser und Heizung.kommt mir ein ein bisschen wenig vor?
    Wie sieht ihr das?
    Über Antworten würde ich mich freuen
    MfG Olli

  • Hallo Olli,
    herzlich willkommen hier. Es kommt darauf an, was Du beheizen willst. Wenn es sich um einen 40 qm Bungalow handelt, dann passt das. Aber so ein kleiner Holzvergaser?


    Ob es passt, solltest Du uns noch etwas darüber mitteilen, was Du denn genau beheizen willst.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Ich möchte das ganze Haus heizen plus brauchwasser.wohnfläche 150qm Speicher kann noch ausgebaut werden und sollte dann natürlich mit geheizt werden.ist ein Altbau mit wenig Isolierung.das Dach wird noch gedämmt demnächst

  • Hallo Olli,


    ja,mindestens ein 30KW Holzvergaser.Dafür passen die 3000Ltr. Pufferspeicher.
    Wenn es komfortabler sein soll ein 40 KW HV mit mehr Pufferspeichen-Volumen.Dann muss man weniger nachlegen u. kann das Haus länger aus dem Pufferspeicher heizen.
    Nur mal als Beispiel:Um mit einem DC 30 GSE bei der momentanen Wetterlage die 3000Ltr. auf 80°C zu bringen,musst du ca. 2,5 bis 3 mal den Ofen vollmachen,je nachdem mit was geheizt wird.
    Dein bisheriger Jahresverbrauch in Öl oder Gas lässt auch Rücksschlüsse zu auf die benötigte Holzmenge u. die dementsprechende Ofengröße.



    Gruß Rolf

    Gruß Rolf



    DC 30GSE,Lufttrennung,LC mit geregelter
    Sekundärluftklappe u. gegenläufig geregelter Primärluftklappe über Federzug,Turbulatoren 7.2 mit von außen bedienbarer Reinigungsfunktion,Lüfter-Drehzahlregelung Botex CT-110R durch PID-Regler nach AGT mit Timer-Abschaltung u. Einstellung der Mindestdrehzahl über Poti,Laddomat,Restwärmenutz. manuell,Asu-Timer,4
    x 732Ltr. PSP,300Ltr. bivalenter Speicher mit 30
    VKR,Fachwerkhaus 150qm Innendämmung,Ölheizung im Notfall
    zuschaltbar.

  • Momentaner Verbrauch kann ich nur grob sagen,da ich erst 1 1/2 Jahre in dem Haus wohne.also Ölverbrauch Schätze ich auf 1500 Liter und es war ja ein milder Winter.habe aber in der Zeit auch 15 rm buche verheizt!

  • Ja,dann kannst du mit 3000Ltr Öl rechnen,entspricht ungefähr 25RM [lexicon]Holz[/lexicon],mal grob gerechnet bei nicht so gutem Holz.Offiziell hat [lexicon]Holz[/lexicon] zwar einen noch besseren Heizwert,aber da muss der Ofen optimal laufen.
    Dann brauchst du mindestens den 30KW HV.Beim 14,9KW Ofen wirst du zum Sklaven deiner Heizung.



    Gruß Rolf

    Gruß Rolf



    DC 30GSE,Lufttrennung,LC mit geregelter
    Sekundärluftklappe u. gegenläufig geregelter Primärluftklappe über Federzug,Turbulatoren 7.2 mit von außen bedienbarer Reinigungsfunktion,Lüfter-Drehzahlregelung Botex CT-110R durch PID-Regler nach AGT mit Timer-Abschaltung u. Einstellung der Mindestdrehzahl über Poti,Laddomat,Restwärmenutz. manuell,Asu-Timer,4
    x 732Ltr. PSP,300Ltr. bivalenter Speicher mit 30
    VKR,Fachwerkhaus 150qm Innendämmung,Ölheizung im Notfall
    zuschaltbar.

  • Hallo,


    Die Frage ist doch was benötigst du wirklich.
    Wie oft willst du bei kältester Außentemperatur innerhalb 24 auflegen.
    Kann das nur 1 mal sein, oder 2x oder hast du einen Rentner der das kann?


    Danach richtet sich unter anderem wie groß der HV und auch der Speicher wird.


    Heizlast


    Will man an den Neubau/Umbau einer Heizung gehen sollte man sich erst einmal fragen welche Heizlast man benötigt.


    Heizlast ist die Leistung in kW welche man bei tiefster, gemittelter
    Außentemperatur benötigt um eine gewünschte Raumtemperatur zu erhalten.


    Es ist damit die Energie, welche ein Haus ständig bei dieser tiefsten, gemittelten Außentemperatur abgibt.




    Hat man z.B. eine Heizlast von 10kW, dann benötigt man in 24h, also 1 Tag, eine Wärmeenergie von 24hx10kW=240kWh.


    Bei niedrigerer Außentemperatur halt entsprechend weniger.




    Zur Ermittlung der Heizlast gehört auch eine komplette Berechnung des
    Wärmebedarfes der einzelnen Räume und damit auch eine Festlegung der
    benötigten Heizkörper und der verlegten Rohre.


    Auch muss die gewünschte Heiztemperatur, Vorlauf als auch Rücklauf, damit festgelegt und berücksichtigt werden.




    Dazu gibt es Planungsbüros welche einem die benötigte Berechnung erstellen.


    Macht man diese Berechnung nicht, ist das Alles ein reiner Blindflug.






    Auswahlkriterien HV und Speicher




    Die Speichergröße und Leistung des Holzvergasers ist abhängig von :


    • der Heizlast,


    • der gefahrenen Rücklauftemperatur zum Speicher und


    • der Leistung des HV sowie


    • dem Brennstoffvolumen des gewählten HV.




    Die Heizlast ist die benötigte Energie um ein Gebäude auf der
    gewünschte Raumtemperatur zu halten, diese ist eine gemittelte,
    außentemperaturabhängige Leistung in kW pro Stunde.


    Die Rücklauftemperatur mit der max. Speichertemperatur bestimmt die speicherbare Energiemenge in einem vorhandenen Speicher.


    Die Leistung des HV bestimmt wie schnell der Tagesenergiebedarf erzeugt werden kann.


    Das Brennstoffvolumen im HV bestimmt die Heizzeit des Holzvergasers bis zum Nachlegen.


    Die benötigte Speichergröße wird damit nicht durch den Tagesbedarf an
    Energie bestimmt, sondern durch die oben genannten Kriterien.
    Damit muss
    nur die Energie in den Speicher geladen werden welche nach der
    Abschaltung des HV für die Restzeit der 24 h für die Gebäudeheizung
    benötigt wird.




    Die Festlegung der Heizlast als auch die erforderliche Speichergröße in
    Verbindung mit der Kesselleistung des HV kann mit dem Excel Rechenblatt
    „HV Speicher Größe_*.xlsx“ durchgeführt werden.


    Anhängend als .zip Datei, erst entpacken.






    Je schneller der HV die geforderte Tagesenergie bereitstellen kann, umso
    länger ist die Überbrückungszeit in welcher aus dem Speicher die
    Wärmeenergie entnommen werden muss.




    Dabei muss die Hydraulik so ausgelegt werden, das beim Füllen des
    Speichers gleichzeitig auch Wärme an die Verbraucher abgegeben wird.




    Die Speichergröße wird also bestimmt durch die „Überbrückungszeit“ und
    die Wärmeenergie welche in dieser Zeit benötigt wird. Je tiefer dabei
    die die Rücklauftemperatur einer Heizung gefahren werden kann umso
    größer ist die mögliche speicherbare Wärmeenergie.




    Beispiele der speicherbaren Energie (ohne Verluste) in einen Speicher von 1000 Ltr. bei:


    Erwärmung von 12…80°C (68°K) 77,7 kWh


    Erwärmung von 28…80°C (52°K) 59,5 kWh


    Erwärmung von 45…80°C (35°K) 40,0 kWh


    Erwärmung von 60…80°C (20°K) 22,9 kWh




    Das ist mit ein Grund die Heiztemperaturen (Vorlauf in die Heizung) möglichst niedrig zu halten.


    Damit wird auch die Rücklauftemperatur niedrig.


    Damit kann der vorhandene Speicher mehr Energie speichern.


    Gilt eigentlich für ALLE neuen Heizungsarten.




    Brennwertkessel, Solar wie auch Wärmepumpen laufen einzig und allein nur
    mit NIEDRIGEN Heiztemperaturen in einem günstigen Bereich bei optimaler
    Energieausnutzung!


    Hier ein Link dazu:


    http://www.baunach.net/service…nd-vorlauftemperatur.html



    Wenn man damit der Forderung einer täglichen Einmalbefüllung bei
    tiefster Außentemperatur nachkommen will, wird der Speicher zwangsläufig
    größer.


    Bei einer Auslegung auf mehrmalige Befüllung des HV können der HV, die Verrohrung und die Pumpe damit kleiner werden.




    Die Grenze liegt natürlich in der zur Verfügung stehenden Zeit zur Befüllung des HV innerhalb der 24h eines Tages.


    Die Grenze wird wohl bei max. 3…6 Befüllungen pro Tag liegen (bezogen
    auf niedrigste gemittelte Außentemperatur), bei angenommenen 3-5h
    Brennzeit pro Befüllung (im Durchschnitt). Bei häufigen Befüllungen kann
    man leicht zum Sklaven seiner eigenen Heizung werden.


    Man muss auch dazu bedenken dass zu den Befüllungszeiten alle 4…6h noch
    unregelmäßige Kontrollen des Abbrandes (Hohlbrand) notwendig werden.




    mfg


    HJH

  • Es könnte allerdings auch sein, dass Dir der Heizungsbauer einen Pelletkessel in dieser Größe angeboten hat. Das scheint dann wieder zu passen, auch die Speichergröße. Aber Holzvergaser ist da definitiv zu klein mit nur knapp 15 kW.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Hallo,


    Das mit dem "HV zu klein" sollte man schon relativ sehen.


    Es kommt auf die Heizlast und nicht unbedingt auf die Größe der Wohnfläche an.


    Ich heize im Moment bei ca. 7°C (gemittelte 72h-Temperatur) jeden 2. Tag einmal an.
    Laufzeit dann 6...7 h.
    Raumtemperatur ca. 21...22°C, Wohnfläche 245 m².
    Geheizt wird im Moment über Radiatoren mit 34 °C Vorlauftemperatur.


    Das aber mit einem 14,9 kW HV.
    Diese Größe reicht auch bei -15°C, nur muss ich dann täglich anheizen bei 12..14h Laufzeit.
    Da ich noch ein wenig gedämmt habe hoffe ich auf noch kürzere Laufzeiten.


    mfg
    HJH

  • Hallo,


    Der Kessel brennt so lange.


    Da muss dann alle 3...4 Std. jemand auflegen.


    Geht auch nur, weil ich ein Rentnerdasein friste. Deshalb auch relativ.
    :)


    Ein Kessel mit mehr Füllraum oder mehr Leistung, bei mehr Leistung ist auch in der Regel der Füllraum größer,
    erleichtert einem das Leben schon etwas, aber als Rentner hat man die Zeit.


    Wenn man nur 1 x morgens auflegen kann ist man natürlich gezwungen das etwas größer zu machen.
    Größeren HV (sollte aber die 49 kW nicht überschreiten), größere Pumpe, größere Rohre und in der Regel mehr Speicher.
    Oder es gibt noch einen Weg, einfach mehr dämmen.


    mfg
    HJH

  • Bedenke dabei bitte auch, dass es Zeiten gibt, wo man nicht so häufig auflegen kann (Tagesreisen, Krankheit usw.) oder will. Vielleicht sollte man auch nicht unbedingt Sklave seiner Heizung werden. Deshalb, wie schon vorab geschrieben wurde, Heizlast des Hauses und danach kann man recht einfach rechnen. Bei 3000 Liter Heizöl sollte es schon ein 30 KW Ofen werden. Mehr Puffer und größerer Kessel bedeuten Komfort.


    VG


    Franz

    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

  • Vielen Dank für die Antworten .
    Das bestätigt ja meine Einschätzung von der Größe der Anlage .werde mir jetzt mal noch ein paar Angebote einholen und dann mal sehen für was ich mich entscheide
    Ich werde euch dann auf dem laufenden halten.
    MfG Olli

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