Sekundärluft einstellen

There are 6 replies in this Thread which was already clicked 10,193 times. The last Post () by helhof.

  • Ich schon wieder, B)


    kann sein, das ich mich beim Suchen mal wieder etwas dämlich anstelle, aber im Forum hab ich nix gefunden.


    Wie stellt Ihr (beim Orginalkessel, ohne LC) die Sekundärluft ein?


    Klar, Mutter lösen, bis Anschlag rein, 2-3 Umdrehungen zurück.... Soweit die Bedienungsanleitung....


    Aber gibts nicht Tips und Tricks, wie man diese grobe Einstellung optimieren kann?


    Gruss,


    Achim

  • Hallo Achim,


    Du wirst feststellen, daß es völlig gleich ist, ob Du nun 2 oder 3 Umdrehungen die Sekundärluftschrauben herausdrehst.
    Die Verbrennung ändert sich ständig. Habe auch ohne LC gestartet und bin zu keiner vernünftigen Einstellung gekommen.


    Als ich dann den LC hatte, habe ich verstanden, daß soviele Störgrößen (Holzart, Feuchtigkeit, Kaminzug, Primärluftleistung,
    Kesseltemperatur, Abgastemperatur.....) eine Rolle spielen.
    Ohne Restsauerstoffmessung im Abgas gehts nur mit einem Kompromiß und entspr. ungenau.


    mfg
    friedrich

  • Hallo friedrich
    Es ist immer schön deine Beiträge zu lesen.Überhaupt deine Gesinnungsänderung,welche die ganzen Verbesserungen betreffen.Du warst einer der größten Zweifler, ob sich das überhaupt auszahlt, sich diese Arbeiten anzutun.Heute spricht für dich,du hast viel gelesen und auch dazugelernt und gibst es so weiter.Finde ich toll von dir,andere halten ihre Erfahrungen zurück und geben nichts weiter.
    Horst! :):)

  • Das Problem: RICHTIG eingestellte Sekundärluft erkennst du im Betrieb kaum, nur FALSCH einegestellte Sekundärluft fällt auf:


    Zu wenig: ECHTER Rauch am Schornstein, Glanzruß im Ofen, dramatisch schlechte Leistung
    Zu viel: Ratternde Flamme bis hin zum Flammenabriss, Wirkungsgradverluste


    Zu wenig Sekundärluft bringt schlechte Verbrennung.


    ZU viel Sekundärluft wirkt sich erst dann dramatisch aus, wenn dadurch die Flamme abreissen sollte. Die Verluste durch leichten Sek.luft-Überschuss durch Abkühlung sind im Vergleich eher gering.


    Einstellung also durch "Versuch und Irrtum" (Begutachtung Rauchentwicklung, Aschebild, Hörprobe durch leichtes aufschrauben der unteren Tür,... usw.).Wenns ganz schlimm danebengeht wieder zurück zur Grundeinstellung bzw. zuvor getesteten Optimaleinstellung.


    Wirklich optimale Verbrennung (bezogen auf die baulichen Voraussetzungen des Kessels) wirst du, wie hier tausendfach beschrieben, nur durch Regelung der Primär- und Sekundärluft über Rest-o2 oder gar CO erreichen. Wobei optimale Verbrennung noch nicht gleichbedeutend mit optimalem Gesamtwirkungsgrad ist.


    MfG Helhof

    Klimawandel: gibts seit 2.500.000.000 Jahren.
    Industrielle Revolution: gibts seit 250 Jahren.


    "Gut Holz" wünscht HelHof
    Vigas/Solarbayer 40 E

  • Quote

    Wobei optimale Verbrennung noch nicht gleichbedeutend mit optimalem Gesamtwirkungsgrad ist.


    Hallo Helhof,
    wenn die Abgastemperatur bei 220° oder höher liegt. Oder wie hast Du das gemeint?


    Gruß Helmut

  • hw55 schrieb:

    Quote

    Hallo Helhof,
    wenn die Abgastemperatur bei 220° oder höher liegt. Oder wie hast Du das gemeint?


    Gruß Helmut


    Hallo Helmut,


    ja, genau das hab ich gemeint.


    Und wenn man es noch weiter betrachtet spielen auch die Betriebskosten eine nicht zu verachtende Rolle.
    Speziell das Hochpreissegment der Kessel hat es sich ja zueigen gemacht, sündteure Formteile im Brennraum zu verbauen und diese als Verschleisteile zu bezeichnen.


    MfG Helhof

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    "Gut Holz" wünscht HelHof
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