Vigas HVS 25 E mit 1750ltr Eigenbau-Puffer

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  • Hallo Leute,


    habe kurzerhand meinen alten Viessmann Mono Allesfresser wegen Incontinez rausschmeißen müssen und habe mich für den oben genannten Kessel entschieden.
    Mein Pufferspeicher ist ein ausgedienter Flüssiggastank mit 1750ltr Inhalt, der nun Hochkant draussen auf einer Betonplatte ruht und letztendlich gut isoliert in einem kleinen "Puff(er)häuschen" stehen wird.


    Die Rücklaufanhebung habe ich derzeit leider nur mit einem Thermostatventil a la Termovar realisiert, mit einer Öffnungsthemperatur von 75°C.


    Mein Kessel läuft dann nun mit einer Kesselthemperatur von ca. 85-88°C und einer Abgasthemperatur von 120°C bei ca.65% Lüfterleistung.


    Gepimpt habe ich noch garnix, die Anlage läuft erst seit letzten Samstag.


    Könnt ihr mir sagen ob die Werte so schonmal ok sind?


    Braucht ihr mehr Infos?

  • Hallo!
    Ich möchte dich nicht scheu machen, aber eine Kesseltemperatur von 88° ist ziemlich hoch. Ist das in der Anheizphase schon so oder erst wenn dein Puffer schon fast komplett temperiert ist?



    Gruß, Christoph

  • Hallo Kuno
    Kesselth. ist zu hoch und die Abgasth.ist dafür zu niedrig.Da kann es schnell zu Versottungen und Verteerungen bis in den Kamin hinein kommen.Wenn du deine AHK nicht mehr normal aufmachen kannst,weißt du wovon ich schreibe.
    Horst!

  • Ja das habe ich mir auch schon gedacht. Wodran kanns liegen? Sollte ich ein paar Turbulatoren entnehmen, damit die Abgas nicht so stark gebremst werden? Woran könnts noch liegen? Was kann ich verbessern ohne gleich wieder groß zu investieren.


    Welche Werte sollten angestrebt werden? In der Anleitung zum Kessel habe ich nix gefunden oder überlesen. Auch die einstellun der Sekundärluft finde ich in der Anleitung unzureichend erklärt. "Muß je nach Kaminzug angepasst werden" Aber wie? Was bedeutet eine Umdrehung rein oder raus, was bewirkt es genau?


    Ich muss und will noch viel lernen. Zumal geht es ja sehr in die Richtung meiner täglichen Arbeit.

  • Hallo Kuno,


    was hast du für eine Kesselpumpe, welche Dimensionierung hat deine Kesselverrohrung und auf welcher Stufe läuft die Pumpe? Was hast du für eine Rücklaufanhebungl? Mischer, Laddomat usw...?


  • Als Pumpe dient meine vorherige 25/40 von Grundfos (die ganz normale) und so komisch es klingt, es scheint derzeit fast egal auf welcher Stufe sie läuft.


    RLA ist ein Termovarklon mit festen 75°C. Ich denke, das ich da so kurzfristig wie möglich auf einen richtigen 3Wege Mischer umsteige, wo ich noch so viele Belimo Servos rumliegen habe. Fehlt nur ein günstiger Heizregler.


    Verrohrung ist leider nur in 22mm Kupfer ausgeführt. Da der vorherige Kessel nur auf der ersten Pumpenstufe vor sich hin heizte, dachte ich mir das es zur Not auch so gehen muss/kann.


    Bis zum Puffer sind es ca. 20m Rohrleitung (Puffer steht draussen)


    CO-Messgerät bekomme ich nächste Woche ausgeliehen, Termoelemente (Typ K) könnte ich aber auch kurzfristig in die Brennkammer bringen, falls mir diese Werte mehr bringen könnten. Nur wo genau nehme ich die Brennkammertemperatur ab?

  • Hallo!
    Eins kann ich dabei gar nicht verstehen.
    Kesseltemperatur 85-88°
    Abgas nur 120°
    Kann es sein das dein Thermovar nicht in der Lage ist genügend kaltes Wasser durch zu lassen?
    Wenn der Kessel bei 120° Abgas nur mit 65% Lüfterleistung läuft wird deine Steuerung den Lüfter drosseln weil du mit der Kesselt. schon so hoch bist. Das kann fast nichts anderes sein.
    Dein rohr mit 22er ist natürlich auch absolut am Limit.


    Gruß, Christoph

  • Hallo,


    denke da du den Abgasfühler original dran hast wird die Abgastemp. auch real einiges höher sein als abzulesen. Das würde mir keine Sorgen machen so lange die Turbulatoren und Wärmetauscherrohre schön "staubtrocken" und hellgrau sind.


    Die Kesseltemp. ist recht hoch, 22mm Verrohrung ist schon "heavy" unterdimensioniert.


    Wie lange ist die Kesselleitung bis zum Puffer???


    MfG Helhof


    Nachtrag: gerade nachgelesen, du hast 20 Meter!!! Kesselleitung zum Puffer in 22mm CU! Meiner bescheidenen Meinung nach liegt hier die Ursache deiner Kesseltemperatur.


    Wenn das Ding mal so RICHTIG brennt kann das Übertemp. verursachen!

    Klimawandel: gibts seit 2.500.000.000 Jahren.
    Industrielle Revolution: gibts seit 250 Jahren.


    "Gut Holz" wünscht HelHof
    Vigas/Solarbayer 40 E

  • Hallo Kuno,
    danke für deine Antwort, deine Probleme sind hausgemacht... :ohmy:
    Kuno1976 schrieb:

    Quote

    Als Pumpe dient meine vorherige 25/40 von Grundfos (die ganz normale) und so komisch es klingt, es scheint derzeit fast egal auf welcher Stufe sie läuft.


    zu klein. Mindestens 25/60. Besser 25/80.

    Quote

    RLA ist ein Termovarklon mit festen 75°C. Ich denke, das ich da so kurzfristig wie möglich auf einen richtigen 3Wege Mischer umsteige, wo ich noch so viele Belimo Servos rumliegen habe. Fehlt nur ein günstiger Heizregler.


    Das ist in Ordnung so. Besser wäre natürlich ein Mischer aber das ist nicht das Problem.

    Quote

    Verrohrung ist leider nur in 22mm Kupfer ausgeführt. Da der vorherige Kessel nur auf der ersten Pumpenstufe vor sich hin heizte, dachte ich mir das es zur Not auch so gehen muss/kann.


    Das musst du auf der Stelle ändern. Besorg dir Rohre mit 1 1/4" oder 32mm Kupfer. Du bekommst zuwenig Wasser durch den Kessel. Dadurch regelt er ständig ab und der Teer müsste dir im Kamin runterlaufen.

    Quote


    Bis zum Puffer sind es ca. 20m Rohrleitung (Puffer steht draussen)


    Was für eine Dimensionierugn haben diese Rohre? Hoffentlich 28mm Kupfer oder 1" Stahl. Mehr ist nicht nötig, aber weniger auch nicht.

    Quote

    CO-Messgerät bekomme ich nächste Woche ausgeliehen, Termoelemente (Typ K) könnte ich aber auch kurzfristig in die Brennkammer bringen, falls mir diese Werte mehr bringen könnten. Nur wo genau nehme ich die Brennkammertemperatur ab?


    Das kannst du dir im Moment sparen. Bau erst deine Kesselverrohrung richtig um. Dann passt der Rest beinahe von selbst.


    Wenn du es selber machen kannst Kostenpunkt um die 5-600,- Euro wenn du Pumpe und Mischer neu kaufen musst. Aber da kommst du nicht drum rum.


  • Hallo, genau so wie Hellhof sehe ich das auch!
    Zu dünne Rohre, du bringst die Wärme nicht weg. Ich hatte zu beginn auch ein termvar mit 35cu und nur einen Meter bis zum Puffer und nur Probleme.
    Hab alles umgebaut auf 1,5 Zoll andere Rla. und es funktioniert prächtig.



    Gruß, Christoph

  • Soooo, ich habe jetzt ein bisserl nachgemessen und ein wenig an den Ventilen gedreht.


    Die Aussage das die Reale Abgastemperatur höher sein könnte ist stark untertrieben. der Kesseleigene Fühler zeigt doch tatsächlich 50°C zu wenig an!!!! Ich habe ins Abgasrohr ein 2mm Loch gebort und ein Thermoelement reingehalten, es hat mir 193°C angezeigt und am Kessel waren 134°C zu lesen. Kann man das einstellen? Die Kesseltemperatur scheint aber real zu sein, am Vorlauf habe ich grade 82°C gemessen und die Steuerung zeigt mir 84°C. Die Rücklaufanhebung steht mit 73°C kurz hinter dem Thermostaten eigentlich auch gut da. Habe auch bei halb gefülltem Kessel eben den Lüfter bei 90-100% gesehen und der Kessel hat sich schön auf 84°C eingependelt.


    Die Pumpe habe ich wieder auf 3 gestellt, bei den 22'er Rohren würde wohl auch eine 100kW nicht viel mehr bringen. Danach hat sich die Temperatur auf die besagten 84°C eingestellt, vorher (Stufe 1) lag sie bei kuscheligen 88°C. Naja, nun vier Grad weiter weg vom Abgrund... ;)


    Somit wird derzeit wirklich das einzige Problem die Verrohrung sein. Tja, Pech. Die muss erstmal bleiben. Da die Abgastemperatur ja anscheinend im guten realen Bereich liegt mache ich mir nun weniger Sorgen. Mein Puffer geht auch schön bis auf 73°C hoch und das bei teilweise noch unisolierten Rohren (im Haus) und leider immer noch unisoliertem Deckel. Ich will garnicht wissen wieviel kW ich so in den letzten 3 Tagen ins Freie geblasen habe... Uiuiuiui. Bin mal gespannt wie das wird wenn der Puffer dann vollständig isoliert ist.



    Eine andere Frage hätte ich aber noch. Bei manuellen auslösen der TAS (und ich gehe davon aus das sie das auch beim akuten Auslösen macht) rattert die TAS extrem, sodass die Rohrleitung mir fast um die Ohren fliegt. Kann das normal sein? Richtig rum ist sie eingebaut, allerdings habe ich noch keinen Druckminderer vorgeschaltet, da die TAS mit einem Max. Betriebsdruck von 10bar ausgelegt ist und wir haben heir ja höchstens 5 bar Wasserdruck.

  • Also gut schlafen würde ich nicht mit einer 20 Meter langen 22er-Kesselverrohrung...


    Die TAS kannst nur versuchen mit einem Druckminderer "einzuregeln", die Sitzventile schlagen bei gewissen Druck/Strömungsgeschwindigkeiten gerne und wild. Rückschlagventil nicht vergessen wenns ins Trinkwasser geht.


    Und schau regelmäßig dass die TAS ordentlich funktioniert, du wirst sie öfters in Action erleben. Nach 2 Minuten Stromausfall bist du mit deiner Verrohrung auf 100 Grad Kesseltemp.!!


    MfG Helhof

    Klimawandel: gibts seit 2.500.000.000 Jahren.
    Industrielle Revolution: gibts seit 250 Jahren.


    "Gut Holz" wünscht HelHof
    Vigas/Solarbayer 40 E

  • Naja, von gut schlafen hat ja keiner geredet... Ich denke ich werde nach diesem Winter schauen ob ich nicht einen passenden Wanddurchbruch mache und dadurch locker 10m Rohr spare. War aber in der kürze nicht anders zu realisieren. Dann werde ich über schön dicke Rohre nochmal nachdenken.


    Na dann bin ich ja froh das hier nicht sooooo oft der Strom ausfällt. Vielleicht besorge ich mir aber von der Arbeit noch ne USV...


    Bei der TAS werde ich dann wohl noch einen Druckminderer einbauen.


    Ich danke euch schonmal für die Tips.

  • Wenns ganz günstig sein muss:


    Eventuell musst du nur ein neues 35mm Rohr dazulegen und kannst die beiden 22er zu einer Rücklaufleitung zusammenfassen (Mit Y-Hosenfittings). Dann wäre das Geld für die 22er nicht verloren.


    MfG Helhof


    Nachtrag: Wobei hydraulisch die beiden 22er zusammengefasst eher einem einzigen 28er entsprechen.

    Klimawandel: gibts seit 2.500.000.000 Jahren.
    Industrielle Revolution: gibts seit 250 Jahren.


    "Gut Holz" wünscht HelHof
    Vigas/Solarbayer 40 E

  • Quote

    Eine andere Frage hätte ich aber noch. Bei manuellen auslösen der TAS (und ich gehe davon aus das sie das auch beim akuten Auslösen macht) rattert die TAS extrem, sodass die Rohrleitung mir fast um die Ohren fliegt. Kann das normal sein?

    meine TAS löst langsam aus z.B.
    bei 92°tropft sie
    bei 94° läuft das wie ein Strickstock
    bei 96° läuft das wie ein halb geöffneter Wasserhahn
    usw.


    kannst du die Rl Temp. von 75 auf ~ 68° stellen ... dann wird der Kessel nicht so heiß
    Stell dir vor der Puffer ist auf 76° und die RL wird dadurch höher dann geht auch die KesselT noch höher weil kein kälteres Wasser mehr da ist ....
    dann ist die TAS gefragt , .... aber besser wäre 28er Kupfer oder Schwarzrohr 1 1/4 Zoll bei 20m zum Puffer



    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • @ gutber: Wenn ich die RLA auf einen festen Wert einstelle, dann ändert dies doch eigentlich garnix. Wenn der Puffer voll ist ist er voll. Die RLA gibt ja nicht die 68°C weiter wenn der Rücklauf/Puffer schon auf 76°C. Die RLA hat ja keinen integrierten Kühler. Ok, man hätte kurzfristig etwas mehr Zeit aber ich sitze ja auch nicht die ganze Zeit im Keller.


    @ helhof: Das mit dem Zusammenführen wäre schon zu sehr gefummelt. Nee ich denke da kommt im Frühjahr eine komplette größere Verrohrung dran mit besagter Kernbohrung. Dann wäre auch die hälfte an Rohrleitung gespart.
    Im Moment muss ich halt etwas Gefühlvoller heizen und den Puffer gut im Blick haben. Muss man ja eh, im Moment aber halt noch genauer. Werde dazu noch ein paar mehr Messstellen anbringen um die Ladung besser zu überblicken.

  • Hallo


    Wenn du schon Mauerdurchbrüche machst dann wäre es vielleicht eine Überlegung wert, auch gleich den ganzen Puffer ins Haus zu bugsieren.


    Damit wärst du dem Idealzustand beträchtlich näher (Wärmeverluste, keine Kosten für eine "Pufferhütte",...)


    MfG Helhof

    Klimawandel: gibts seit 2.500.000.000 Jahren.
    Industrielle Revolution: gibts seit 250 Jahren.


    "Gut Holz" wünscht HelHof
    Vigas/Solarbayer 40 E

  • muhahahaha. Der war gut. Bei einer Kellerhöhe von nicht mal 2m würde sich das 2,80m Monster recht kräftig durch die Decke/Boden in mein Bett bohren. Klar wären Puffer im haus viiiiiiiiiiel sinnvoller, aber isch hob do ken Platz nicht...


    Und ich meinte ja auch nur eine Kernbohrung. Wir haben im Fundamentbereich ca. 70cm starke Bruchsteinmauern...



    Aaaaber ich hätt da noch ne Frage. Der Vigas ist ja auch schwattem Stahl. Wäre es denkbar die Verrohrung bis zum Puffer in Edelstahl aus zu führen? Natürlich ohne direktem Kontakt zwischen Normalem und Edelstahl!
    Ich hätt da evt. die Möglichkeit wesentlich günstiger ran zu kommen als an Kupferrohr und Anschweißbögen sind genauso teuer wie die aus Kupfer.


    War nur so ein Gedanke. Aber, würde das Problemlos funktionieren?

  • Soooo, nach einer Woche Schneetauen wg. unvollständig isoliertem Puffer ist es nun am WE endlich geschehen. Auch der Deckel ist nun isoliert, mit insgesammt 260mm Isover-Glaswolle.


    Es ist schon erstaunlich wie viel das ausmacht... Möchte garnicht wissen wiviele kW ist einfach so verpustet habe, aber so isset nunmal. Jetzt brauche ich tatsächlich nur zweimal am Tag den Vigas einheizen. Ok, die Zeitspanne für diese Statistik ist noch etwas kurz, aber was soll noch passieren, ausser das es nicht -10 sondern wieder -25 wird.


    Als nächstes werde ich wohl überlegen wie ich eine neue Leistungsschwächere Düse hinbekomme ohne schon jetzt die Lufttrennung vorzunehmen.

  • Hallo, ist die Abgasthemperatur wie vom Werk eingestellt auf 200 Grad ? Die Rohre für Vor und Rücklauf mindestens 28 mm ?


    Viele Grüße
    Uwe

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